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Hattest Du nicht bei jeder Einmischung des Westens rumgejammert? Bei Libyen zum Beispiel? Oder Afghanistan oder dem Irak?

Richtig, weil dort in politische System eingegriffen wird und bis jetzt hab ich ja garnicht so Unrecht behalten wobei ich unbedingt wollte das man in Syrien was unternimmt.
Hier ist aber eine Terrorgruppierung am Werk die bisher schon unsägliche Dinge getan haben und es auch weiter tun werden. Man kann nicht einfach so Hunderttausende Menschen in die Sklaverei bzw den Tod treiben.

Wäre man nicht im Irak einmarschiert bezweifel ich das es die IS Truppen so weit geschafft hätten, davon mal abgesehen ;)
 
Naja, die unsäglichen Dinge haben auch die Taliban, die Al-Quaida und Saddams Regime verbrochen. Man erinnere sich nur an die Giftgasangriffe im Irak. Die Sachen, die in Afrika geschehen, erwähne ich lieber nicht. Ich denke nicht, daß sich die Gräueltaten da groß unterscheiden.

Wo der Unterschied zwischen Libyen und Syrien liegt, ist mir auch nicht ganz klar, die Fälle sind sich doch sehr ähnlich. Nur daß sich in Syrien die Russen und Chinesen quergestellt haben.
 
Jepp, ein Cousin von Saddam hat kurdische Dörfer damit ausgelöscht. Hatte dann auch den signifikanten Spitznamen "Chemical-Ali"....
 
Danach gabs doch dann auch nen Krieg.

Aber was hatte das mit dem letzten Irakkrieg zu tun? Ägypten, Lybien und der Irak sind aktuell instabiler denn je.....

Die Taliban, schön und gut, genau wie al-Quaida, dann soll man gegen die vorgehen aber nicht gegen ganze Länder.
Davon ab hat der Irak die USA ja sogar um Hilfe gebeten.....
 
Danach gabs doch dann auch nen Krieg.

Aber nicht deswegen. Ist ja auch OK, wenn man der IS jetzt ein paar Bomben hinterherschickt, damit habe ich kein Problem. Ich wundere mich immer nur, wie schnell man sie Meinung bzgl. westlicher Intervention ändern kann. Man kann den USA und dem Westen keine Doppelmoral (und Schlimmeres) vorwerfen und dann plötzlich wieder Interventionen von ihnen fordern, wenn es einem in den Kram paßt. Das ist nämlich Doppelmoral.
 
nunja, das Ganze ist natürlich heikel und wie gesagt, in ein politisch bestehendes Gebilde bzw. einen souveränen Staat einzugreifen, welcher jahrzehntelang für Stabilität stand ist doch etwas Anderes als eine Terrorgruppe zu stoppen, welche das Leben von Hunderttausenden bedroht und dazu noch einen fragilen Staat^, welchen man selbst erst zu dem gemacht hat was er heute ist.

So eindeutig wie jetzt kommt es selten vor das ein militärischer Eingriff nötig und vor allem RICHTIG ist. Selbst die Grünen dürften da nicht mehr meckern ^^
 
Ein politisch stabiles Gebilde ist nicht alles, was zählt. Viele der schlimmsten Diktaturen waren sehr lange, sehr stabil. Und trotzdem wurden dort grausame Massaker angerichtet. Schau Dir nur mal an, wie lange Haiti unter den Docs stabil war und trotzdem hat die Tontons Macoutes da gewütet. Der Irak war genauso "stabil", daß kann imho aber nicht das Kriterium sein, wenn es darum geht, Massaker zu verhindern oder eben nicht. Ich wette, ein IS-Staat/-Kalifat/-whatever wäre auch ziemlich stabil. Ist in Terror-Regimen nicht ungewöhnlich.
 
Ein politisch stabiles Gebilde ist nicht alles, was zählt. Viele der schlimmsten Diktaturen waren sehr lange, sehr stabil. Und trotzdem wurden dort grausame Massaker angerichtet. Schau Dir nur mal an, wie lange Haiti unter den Docs stabil war und trotzdem hat die Tontons Macoutes da gewütet. Der Irak war genauso "stabil", daß kann imho aber nicht das Kriterium sein, wenn es darum geht, Massaker zu verhindern oder eben nicht. Ich wette, ein IS-Staat/-Kalifat/-whatever wäre auch ziemlich stabil. Ist in Terror-Regimen nicht ungewöhnlich.

Nein es muss kein Kriterium sein aber es ist ein Grund darüber nachzudenken ob ein militärisches Eingreifen gerechtfertigt ist. Ganz anders verhält es sich da in der aktuellen Situation mit IS.

Wenn IS schon ein Staat wäre dann müsste man auch darüber debattieren aber nicht so.......
 
Weiß nicht, ich denke nicht, daß man sowas akzeptieren sollte, nur weil die Gegend dann stabil ist. Stabil, aber die Hölle für die Menschen, sollte kein relevantes Kriterium sein.
 
Akzeptieren und militärisch Eingreifen sind aber auch wieder 2 Paar Schuhe.

Um zum Thema zurück zu kommen: Ich dneke selbst der größte Pazifist hält hier ein Eingreifen für notwendig und richtig.
Es ist ja sogar völkerrechtlich abgesichert und was war das schon in den letzten Jahren :ugly:

ist halt genau der gleiche Fall wie in Mali. Eine Terrorgruppe macht ein instabiles Land unsicher welches um Hilfe bittet. Da gibts eigentlich keine 2 Meinungen was da getan werden muss und Frankreich und die USA machen es richtig.
 
Weiß nicht, ich denke nicht, daß man sowas akzeptieren sollte, nur weil die Gegend dann stabil ist.

Doch, genau das sollte man. Was hat man denn jetzt? Ein riesiges Gebiet, das in den nächsten 100 Jahren nicht mehr auf die Beine kommen wird. Mehr Tote, mehr Hass und mehr Elend als jemals zuvor. Und mehr Flüchtlinge und Radikale die sich Europa allzu gern auf die Schultern lädt und unbehelligt lässt, bis alles implodiert.

Vorher hätte man positiven Einfluss nehmen können, auch ohne gleich einzumarschieren. Die (meisten) Despoten sind ja relativ leicht einzuschätzen, wenn man sich nicht so stümperhaft anstellt wie die CIA damals. Jetzt ist es zu spät um noch auf irgendetwas Einfluss zu nehmen.
 
Das der Einmarsch und vor allem der Rückzug, bzw. die verpaßte Chance des Nationbuilding im Irak ein Fehler war, da sind wir uns wohl Alle einig. Ich habe den Irakkrieg auch nie unterstützt oder gerechtfertigt, nicht falsch verstehen!

Aber man kann doch nicht irgendwelche Potentaten oder Gruppierungen da agieren lassen, wie sie wollen, nur damit man eine stabile Lage hat. Dann sollte man der IS am besten Waffen liefern, dann hat man nach kurzer Zeit Ruhe. Gute Idee? ;)

Mit so einer Politik hat man ja solche Konstellationen erst geschaffen, siehe den Iran z.B..
 
Es ist ja auch ein Unerschied ob man einen Despoten an die Macht bringt und das schieß geht ODER ob man einen Despoten mit dem es zumindest ruhig lief (siehe Mubarrak, Hussein, Gaddafi) absetzt.
In all diesen Ländern herrscht aktuell mehr Chaos als zuvor.

Hat aber auch alles nix mit der IS zu tun und das sich dort eingemischt werden muss!
Gibts da eigentlich ne Stellungnahme der Grünen/Linken dazu?
 
Naja, weder bei Mubarak noch bei Gaddafi lief es ruhig, die wurden vom eigenen Volk abgesetzt. Man hätte es natürlich auch wie in Syrien machen können, aber da wolltest Du ja eingreifen.
 
So weit war es dort aber noch lange nicht. und militärisch eingegriffen hat man nur in Lybien.

Im Irak wurde dagegen alles verschlimmert und man ist quasi mitverantwortlich das die IS Terroristen dort überhaupt einmarschieren konnten.
 
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