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Holländer = schwerer (!) Landfriedensbruch
gefährliche Körperverletzung = "Dabei habe er kurze Zeit Schmerz gefühlt."
besonders schweren Angriffs auf Vollstreckungsbeamte = 2 Flaschen geworfen
Widerstands gegen Vollstreckungsbeamte = "wie ein Embryo zusammenrollte und seine Muskeln anspannte."
Ich zweifle nicht an, dass das Urteil genauso rechtens ist, aber das klingt in Summe schon ziemlich spooky.![]()
Moment, weil “in den letzten Jahren“ laut deiner Wahrnehmung irgendwas passiert sei, soll eine Einzelperson, die mit ca. allen diesen Vorfällen in den letzten Jahren (außer natürlich seinem eigenen Delikt) nix zu tun hatte, büßen?Ich kann die Begründung für das harte Strafmaß schon nachvollziehen, wenn ich überlege, wie Polizisten in den letzten Jahren angegangen werden.
Moment, weil “in den letzten Jahren“ laut deiner Wahrnehmung irgendwas passiert sei, soll eine Einzelperson, die mit ca. allen diesen Vorfällen in den letzten Jahren (außer natürlich seinem eigenen Delikt) nix zu tun hatte, büßen?
Um ein Zeichen zu setzen?
Wtf?
Das ist ja nicht mal mehr Sippenhaftung, da muss man ja nen neuen Begriff erfinden...
Ein Täter darf immer NUR für seine Tat bestraft werden und man jsh nicht hart durchzugreifen, weil gefühlt Polizisten mehr angegangen werden.
Wobei der letzte Punkt in meinen Augen höchst fraglich ist.
...begründete sein überraschend hartes Urteil auch mit einer Gesetzesverschärfung zum Schutz von Amtsträgern bei Diensthandlungen.
This!Er wurde mehr bestraft, weil die strafen für solche Verbrechen seit dem 30.5. stärker bestraft werden sollen/können. Dies geschieht wegen Taten aus der Vergangenheit, welche nicht härter bestraft werden konnten.
Hat schon indirekt miteinander zu tun.
Somit wäre er heute nicht zu hart, sondern damals die Täter zu lasch bestraft worden.

Der besonders schwere Fall des Landfriedensbruchs liegt ja bereits vor wenn er nur ein Messer in der Tasche hatte oder dabei war als die Scheiben von diesem kleinen Tante-Emma-Laden eingeschmissen wurden.
Die Körperverletzung wird dann zur gefährlichen wenn sie bspw. mittels eines gefährlichen Gegenstands begangen wurde. Das sind Gegenstände die nach der konkreten Art der Verwendung geeignet sind erhebliche Verletzungen herbeizuführen. So ne Flasche als Wurfgeschoss kann schon etwas anrichten. Das Gesetz differenziert da nicht zwischen einem Opfer das einen Helm trägt oder nicht.
Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte war schon in meinen Ausbildungszeiten so eine Sache. Die Cops heulen ja seit 100 Jahren rum, dass sie ständig mit fehlendem Respekt zu kämpfen hätten. StA und Gerichte sind ja auf die Hilfe der Ermittlungspersonen angewiesen. Die Polizei ruft halt ständig an und beschwert sich, wie schlimm alles geworden sei. Da will man dann schützend die Hand drüber halten. Mittlerweile ist es Usus (so abstrus es auch ist) dass es für eine Widerstandshandlung schon ausreicht, wenn der vermeintliche Täter sich einfach schlapp hängen lässt. Das meinten die im Artikel vermutlich mit "Muskeln anspannen." Gängige Floskel. Der Gesetzgeber hat das letztes Jahr ja noch einmal deutlich verschärft. Ob eine total passive Haltung tatsächlich ausreicht halte ich auch für fraglich. Aus meiner Erfahrung bleibt dann halt ein Arm an der Tür des Streifenwagens hängen, beim Versuch den Beschuldigten reinzusetzen. MMn setzt eine Widerstandshandlung schon etwas mehr voraus, aber mit der Haltung habe ich mir damals auch keine Freunde gemacht.
Der Artikel in der Zeit schreibt, er sei nicht einschlägig vorbestraft gewesen. Kann mir nicht vorstellen das es so rechtskräftig wird. Aber man weiß halt auch nicht was tatsächlich als bewiesene Tatsachen das Urteil tragen. Naja.
Er wurde mehr bestraft, weil die strafen für solche Verbrechen seit dem 30.5. stärker bestraft werden sollen/können. Dies geschieht wegen Taten aus der Vergangenheit, welche nicht härter bestraft werden konnten.
Hat schon indirekt miteinander zu tun.
Somit wäre er heute nicht zu hart, sondern damals die Täter zu lasch bestraft worden.
Danke für die Erklärung.
Ich sag ja, das ist sicher alles irgendwie rechtlich gedeckt. Wenn ich sehe, was da draussen jeden Tag passiert und wie es teils bestraft wird, dann klingt das für mich nur schon fast nach Willkür.
Aber wieso?
Ein Beispiel:
Bis zum 31.12. gilt 31 kmh zu schnell innerorts gibt 2 Punkte und 200 Euro Geldstrafe.
Ab dem 1.1. Zieht diese Tat 1 Monat Fahrverbot und 2 Punkte und 300 Euro Geldstrafe nach sich.
Wenn ich nun am 1.1. geblitzt werde, komme ich auch um die Strafe normal nicht herum, nur weil gestern noch weniger bestraft wurde.
Im Fall von Hamburg ist es doch genauso. Seit dem 30.5. gibt es die neue Rechtsprechung, nach der verfahren werden soll. Da ist es doch unerheblich, dass vorher die Urteile milder waren.
Das war hier schon allen klar. Essen ging ja um die Aussage von dir, auf die sich El Bart bezieht.Nochma, das Urteil war im Rahmen eines Gesetztes, welches vor kurzen eben zum Schutz von Amtsträgern verschärft wurde. Und das Gesetz wurde sicher nicht verschätft, weil Poliszisten in den letzten Jahren vermehrt Blumen und Dankkarten bekommen haben.
Indirekt ist es ja auch so. Weil jahrelang Polizisten angegangen wurden, weil die Bestrafung wohl zu milde (aus Sicht des Gesetzgebers) war, hat dieser diese nun angepasst. Darunter leidet nun der Niederländer. Wären diese Taten damals nicht in der Anzahl passiert, hätte der Gesetzgeber vllt nichts an der Bestrafung ändern müssen und unser Niederländer wäre dann auch nach der Gesetzeslage von vor dem 30.5. verurteilt wordenDas war hier schon allen klar. Essen ging ja um die Aussage von dir, auf die sich El Bart bezieht.
Von wegen, dass sie die Polizisten in den letzten Jahre scheiße behandeln wurden und er nun dafür bluten müsse...
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pfffsoll der holländer doch froh sein, dass hier keiner mehr hingerichtet wird!

Unterscheidet der Gesetzgeber denn im Zweifelsfall bei der Straffindung auch bei der Verletzung? Ich meine, für ein kurzes Zwicken geht der jetzt für knapp 3 Jahre in den Knast, was hätte er bei einer Platzwunde oder einem gebrochenen Finger bekommen? Lebenslang?![]()
naja, da waren wir ja schon mal. so richtig gelohnt hatte es sich nicht...pfffder soll froh sein, dass wir nicht direkt nach Holland rollen
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