Foren Aktuelles Erstellen Mitglieder Anmelden

Politiktalk - immer aktuell informiert...

Benutzer, welche sich diesen Thread anschauen:

Status
Für weitere Antworten geschlossen.
Und was macht sich ein sogenannter Seenotretter, der die Flüchtenden direkt von den Schleppern in der 12 Meilen Zone abnimmt?

Der "macht sich" gar nichts außerhalb der 12-Meilen Zone, dort gilt Seerecht und das Retten von Menschen aus Seenot ist sogar eine völkerrechtliche Pflicht im Seerecht nach Art. 98 UNCLOS (UN Seerechtsübereinkommen) - Duty to render assistance.

Solange das Schlepperschiff sich tatsächlich in Seenot befindet (diese Frage ist im Einzelfall objektiv zu beurteilen) ist eine Rettung verpflichtend, wenn ein Schiff in der Nähe ist und diese Notlage wahrnimmt.

Innerhalb der 12 Meilen-Zone gilt das Recht des Küstenstaates und auch dort wird das Retten Schiffbrüchiger nach nationalem Recht nicht strafbar sein.

Davon ab, dass es sich in Lybien inzwischen rumgesprochen hat und Haufenweise NGOs da draußen unterwegs sind um Leute zu "retten".
Hat schon mal einer daran gedacht, dass sich allein deswegen mehr Menschen auf den Weg machen.

Es steht den europäischen Staaten frei alle völkerrechtskonformen Maßnahmen zu treffen um dies zu unterbinden, inklusive Einsatz eigener Schiffe um die Flüchtenden aufzunehmen und wieder nach Afrika zu bringen.
 
So dumm, die direkt von Schleppern zu übernehmen ist sicher keiner von denen. Das wäre viel zu heikel. Viel einfacher wäre es einfach in Küstennähe zu warten. Das wird zwar kategorisch abgestritten und bei den größeren seriösen Organisationen glaube ich das auch, dass das aber angeblich niemand macht halte ich auch eher für unwahrscheinlich.
 
So dumm, die direkt von Schleppern zu übernehmen ist sicher keiner von denen. Das wäre viel zu heikel. Viel einfacher wäre es einfach in Küstennähe zu warten. Das wird zwar kategorisch abgestritten und bei den größeren seriösen Organisationen glaube ich das auch, dass das aber angeblich niemand macht halte ich auch eher für unwahrscheinlich.

Sie fahren vor die 12 Meilen Zone und warten da auf die Boote, zumindest laut eigener Aussage.
Da es aber öfter zu Reibereien mit der lybischen Küstenwache kommt, kann man wohl davon ausgehen das es nicht ganz der Wahrheit entspricht.
 
Ich bin für das Verursacherprinzip.

Wegen Mittäterschaft ist Deutschland, Frankreich und Co. schon richtig, nur haben die vergessen den Großteil in die USA zu schicken.
Aber die haben sich ja zum Glück bereit erklärt 10.000 Libyer aufzunehmen, oder sind es inzwischen sogar schon ganze 15.000?
 
Ich frage mich was Deine Überschrift zum Link des Artikels bedeuten soll. Was macht Spanien hier vor?

Wenn ich nach den letzten 2 Sätzen des Artikels gehe: Wie man tausende Flüchtlinge zwangsweise, gefesselt und weinend, zurücktransportiert.

Oder auch in der Mitte des Artikels: "Fluchtboote wurden noch in Küstennähe gestoppt und zurückgeschickt. Nach Fluchtgründen wie etwa politischer Verfolgung wurde dabei nicht gefragt."

Hört sich für mich danach an: Spanien macht es vor, wie man es nicht machen sollte.
 
Die Diskussionen hören sich heute nicht mehr so an, als würde man über Menschenleben sprechen. Eher nach einem Strategiespiel im Real Life, wo man unbedingt verhindern will, dass die Eindringlinge in die eigene Base kommen. Wirklich schlimm.

Irgendwie muss man da halt ne Linie finden. Zumal es mittlerweile fast nur noch Schwarzafrikaner und keine "echten" Kriegsflüchtlinge sind. Haben sie ein beschissenes Leben? Ja. Ist ihre Flucht verständlich? Ja. Haben sie ein Recht hier zu sein? Nein.
 
Hier geht es ja auch nicht um das Asylrecht. Es geht primär erstmal um Seenot-Rettung. Und da wird man manchmal den Eindruck nicht los, dass einige die Flüchtlingsboote am liebsten bereits kurz nach Ablegen in der Heimat schon mit Torpedos abschiessen würden. Hier sind Menschen auf offener See, denen muss geholfen werden, weil sie sich ganz offensichtlich in (Lebens)Gefahr befinden.

Und dann wäre der richtige Weg wohl zu schauen, ob einem Asylantrag stattgegeben wird oder nicht.
 
Irgendwie muss man da halt ne Linie finden. Zumal es mittlerweile fast nur noch Schwarzafrikaner und keine "echten" Kriegsflüchtlinge sind. Haben sie ein beschissenes Leben? Ja. Ist ihre Flucht verständlich? Ja. Haben sie ein Recht hier zu sein? Nein.
Das Recht zu flüchten und Asyl zu beantragen hat aber jeder.

Von daher: Ja, sie haben das Recht, hier zu sein. Ob sie dann das Recht haben, hier zu bleiben oder nicht, entscheiden dann die Behörden und Gerichte.

So abgedroschen es klingen mag, aber in aller erster Linie ist kein Mensch illegal. Nie und zu keiner Zeit. Ein Mensch an sich kann nicht illegal sein.
Man kann ihm aber dann vorschreiben, was er tun soll und was nicht, das geschieht aber erst hinterher.
 
Status
Für weitere Antworten geschlossen.
Zurück
Oben