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Religion ausüben hat aber auch 2 Seiten....die Harmlose, die nur ihn selbst betrifft und die, die anderen Menschen schadet. Ob es die Frau ist, die nicht ausm Haus darf oder im Extremfall ein Anschlag.
 
Religion ausüben hat aber auch 2 Seiten....die Harmlose, die nur ihn selbst betrifft und die, die anderen Menschen schadet. Ob es die Frau ist, die nicht ausm Haus darf oder im Extremfall ein Anschlag.

Anschläge zählen als Ausübung der Religion? Dürfen auch genug nicht muslimische Frauen nicht aus dem Haus, nebenbei auch nicht wirklich Teil der Religion sondern erzkonservative Auslegung dieser.
 
Sie tun es zumindest im Namen der Religion und deshalb seh ich es als Ausübung. Die Bibel/der Koran sind ja auch alles Andere als friedliche Bücher.

Natürlich dürfen es auch genug andere Frauen nicht, aber hier geschieht es eben unter dem Deckmantel der Religion.
 
Ich finde Aussagen wie "bei den Südländern" oder "junge Türken" einfach schwierig.
Ich könnte dir jetzt zig Gegenbeispielen bringen, die dagegen sprechen.

Ich bestreite ja gar nicht, dass es sowas nicht gibt und es kein Problem wäre, natürlich ist es das, es entspricht ja nicht unserer Vorstellung von Gleichberechtigung etc.
Aber gerade was das Religiöse betrifft, in einem Land wie Deutschland, deren Kultur (was auch immer das am Ende sein soll) und Grundgesetz eine freie Entfaltung der Religion vorsehen, erachte ich das jetzt nicht als negativ, dass der Junge seine Religion auslebt.

Natürlich könntest du mit zig Gegenbeispiele bringen. Es ist ungefähr die Hälfte des Landes, die pro Erdogan ist. Die andere Hälfte dagegen. Deswegen wird ja auch immer gesagt, dass die Gesellschaft tief gespalten sei.

Mir ist auch wirklich wumpe, ob die ihre Religion hier ausüben oder nicht. Ich hab nichtmals was gegen Burkinis. Soll jeder machen, wie er denkt. Dafür sind wir ein freies Land, für das ich auch stehe.

Ich find's nur oft geradezu zynisch, wie die Kultur und Religion ausgelebt wird, wie sie Lust haben. Deutsche Mädels werden angegegraben und man geht mit ihnen in die Kiste. Aber geheiratet wird nur eine Türkin. Alkohol und Schweinefleisch sind tabu. Werden aber im Falle von Alkohol regelmässig konsumiert, im Falle von Schweinefleisch nach Lust und Laune, und je nachdem, ob die Eltern nicht dabei sind.

Jedenfalls würde ich einen Pro-Erdogan-Deutsch-Türken auch ins Gesicht fragen, was er eigentlich noch hier macht. Hier ein sicheres und freies, demokratisches Leben führen, auf der anderen Seite ist die Türkei aber "ihr" Land und dort soll all das am besten verboten werden... In "ihrem" Land dürften sie nicht sagen, was sie wollen.
 
Ja, aber der junge wird jetzt auch nicht auf der Arbeit von Anschlägen reden oder einen Anschlag planen.

Die Sache mit den Frauen ist halt so ein hinterweltlerding, ist in Deutschland auch noch nicht so lange anders wenn man bedenkt wann Frauen hier ohne die Erlaubnis des Mannes arbeiten dürfen.

Kölner Keupstraße ist eigentlich ein gutes Beispiel, hier sind viele weibliche Geschäftsfrauen, sogar in Positionen über den Männern. Kein Plan wie dieser kleine Rat der Keupstraße für die Geschäfte genannt wird ist aber auch unter weiblicher Führung.

Man kann alles hinter den Deckmantel einer Religion verstecken, ist aber IMO damit nicht teil dieser Religion.

Kann auch sagen ich benutze keine Kondome weil ich Christ bin und die Kirche das nicht toll findet, steht aber am Ende auch nichts von in der Bibel.
 
Ach, mir geht es doch garnicht darum. Hier kämpfen Frauen auch um ihre Gleichberechtigung, sind aber gefühlt 50 Jahre weiter vorn dran. Das ist eher eine kulturelle Kiste als noch die Religion an sich. Selbst das ist mir egal. Wenn deren Frauen sich unterdrücken lassen, und das auch noch in Deutschland lebend, dann machen sie halt was falsch. :ugly:

Ich hätte nur eine sehr, sehr geringe Toleranzgrenze in meiner Diskussionskultur, wenn mir so ein Pro-Erdogan mal begegnen würde. Ich hab dafür kein Verständnis.
 
Wie kommen wir jetzt eigentlich wieder von Religion ausüben auf Anschläge etc. :nein:

Dass auch viele türkischstämmige Menschen heuchlerisch sind, was Religion und deren Traditionen angeht, ok, geschenkt.
Wird doch oft genug verlangt, dass sie sich der Kultur anpassen. Saufen und Schweinefleisch essen ist doch absolut deutsches Kulturgut.

Spaß beiseite, ich kann eure Gedankengänge ja nachvollziehen, allerdings fallen mir solche Dinge auch bei anderen Kulturen auf und die Diskussion driftet mir schon wieder ab.
 
natürlich gibts das auch anderswo. aber die türkei ist und nunmal nahe, da es nen ganzen haufen türkischstämmiger menschen hier gibt.
Gerade deswegen fühlen ja so viele einer Verbundenheit.

Ich versuche dieses Phänomen ja irgendwie erklären zu können.
Ist es logisch, dass ein "armer Mensch" keine linke Partei wählt? Nein, trotzdem tun sie es.
Ist es logisch, dass ein Mensch, der keine Berührungspunkte mit Ausländern hat, eine Partei wählt, die "Ausländer raus!" sich auf die Fahnen schreibt? Nein, trotzdem tun sie es.
Warum sollte es jetzt bei türkischstämmigen Menschen anders sein?

Am Ende muss man damit leben können und wenn türkischstämmige Menschen, die hier Leben Erdogan feiern, dann muss ich das akzeptieren und eventuell versuchen zu verstehen.

Ich kann und muss aber nicht akzeptieren, dass (nicht auf KT bezogen) in vielen Diskussionen die Themen gleich wieder abschweifen. Da wird dann gleich das große Fass aufgemacht, viele über einen Kamm geschert und gleich noch der Islam mit verwurschtelt.
Das halte ich nach wie vor für bedeutend gefährlicher, da man genau so einen Boden schafft, auf dem etwas wachsen kann, wie wir es heute schon sehen.
 
Am Ende muss man damit leben können und wenn türkischstämmige Menschen, die hier Leben Erdogan feiern, dann muss ich das akzeptieren und eventuell versuchen zu verstehen.

Deswegen gibt es bei uns ja auch "nur" teils kontroverse Debatten und gelegentliches Kopfschütteln, während du in der Türkei mit ein wenig Pech ein Verräter und potentieller Terrorist bist, der in einem Drecksloch sitzt und froh sein kann, nicht gefoltert zu werden.
 
Deswegen gibt es bei uns ja auch "nur" teils kontroverse Debatten und gelegentliches Kopfschütteln, während du in der Türkei mit ein wenig Pech ein Verräter und potentieller Terrorist bist, der in einem Drecksloch sitzt und froh sein kann, nicht gefoltert zu werden.
Natürlich, aus der hiesigen Position redet (und wählt) es sich ja einfach.

Worüber ich im Moment etwas nachdenke ist, da ich schon immer für eine Aufnahme der Türkei in die EU war (unter jetzigen Verhältnissen natürlich unmöglich), wie sich die Situation und eventuell auch Erdogan entwickelt hätten, wenn die Türkei ein Mitgliedsstaat wäre.

Sein Vorhaben aufgenommen zu werden, rückte immer weiter in die Ferne, also muss irgendwann ein Punkt gekommen sein, dass er sich in "die andere Richtung" bewegt und Kooperationen mit anderen Staaten sucht.
 
Natürlich, aus der hiesigen Position redet (und wählt) es sich ja einfach.

Nee nee, das ist zu einfach.

Die hiesige Position, wie auch immer man das definiert, ist das Recht eines jeden deutschen Bürgers. Und zu weiten Teilen sogar von Nicht-Deutschen, die hier leben.

Auch unter uns gibt es Idioten, die Recht, Freiheit und Demokratie am liebsten unterjochen würden für ihre abstrusen Ideologien. Aber denen gehört ja auch ein Stein an den Kopf geschmissen.

Ich find's einfach zynisch bis verächtlich, was die Pro-Erdogans hier in Deutschland abziehen, in dem sicheren Wissen, dass es ihnen ja hier gut geht.
 
Habe mich etwas unklar ausgedrückt, ich meinte türkischstämmige Menschen, die aus der hiesigen Position heraus mal so eben für Erdogan stimmen, auch wenn sie die direkten Folgen nicht unbedingt zu tragen haben.
 
Ich kann auch nicht nachvollziehen, was in diesen Deutsch-Türken vor sich geht. Hätte wohl auch Probleme damit (wenn ich so einem mal begegne), den als gleichwertiges Mitglied unserer Gesellschaft zu akzeptieren.

Geht mir genauso. Kürzlich mit einem von der Security hier im Center gesprochen, der ist Türke, spricht perfekt deutsch und ist auch ansonsten echt sympathisch. Ich glaube, der hat sogar ne deutsche Freundin (fest und nicht übergangsweise :O_o: ). Als wir zufällig auf Erdogan zu sprechen kamen, meinte er, daß er ihn klasse findet weil er noch Cochones hat. :fp:
Hat das dann noch weiter ausgeführt, der sei halt ein Ficker also derjenige, der in der Dizze auf die Weiber zugeht und sie klar macht während einer wie Trump nur beobachtet. Aha. :lol:
Leider war ich völlig perplex aufgrund dieser unfassbar grenzdebilen Aussage. Sonst hätte ich ihm gesagt, daß der Ficker aber auch derjenige ist, der als erstes und am meisten Alimente zahlt. :ugly:
 
Er überwacht einen center (eigentlich macht er nicht mal das, das sind ja nix anderes als bezahlte heuschrecken) . ich erwarte da gar nichts anderes. Ich finds irgendwie auch falsch dass hier lebende über die dort lebenden abstimmen, dasselbe empfinde ich für im ausland lebende deutsche die hier abstimmen. Ein hier lebender türke hat doch gar nicht die weitsicht zu sehen was dort bald passieren wird und was das für die dortige freihheit bedeutet.
 
Hä, wieso denn nicht?

Die wissen und sehen doch das Gleiche wie wir hier. Und wenn wir das sehen, warum sollten Deutsch-Türken das nicht sehen können?
Ne wenn man die einschränkungen am eigenen leib ertragen musst dann machst du nicht einfach ein kreuz weil der typ ein heißer stecher ist. Welche kritischen türkische medien werden hier wohl von den türken geschaut? Sind doch alle im knast. Und die deutschen medien haben auch nicht wirklich darüber berichtet was das bedeuten wird, vielleicht schau ich auch zu wenig fern, zumindest weiß ich was erdogan schon alles versucht hat einzuschränken und man kann sich ausmalen dass er das dann alles ohne gegenwehr umsetzen kann und darf.
 
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