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womit ich mich ja schwer tue sind ja türken wie die, die ich gestern teilweise im tv gesehen habe. junge, gebildete leute, die akzentfrei deutsch sprechen. die stellen sich ernsthaft hin und sagen sie hätten FÜR erdogan gestimmt, denn er sei gut für ihr(!) land und sie wollten eine starke türkei und die deutschen sollen sich gefälligst mal um ihren eigenen kram kümmern (sinngemäß).
da frag ich mich schon, was die noch hier wollen, wenn doch die türkei und erdogan so super sind. warum zum teufel gehen die nicht?
gestern auch im Radio gehört:

Wählen Sie "ja" oder "nein"?
"Ja!"
Warum?
Weil darum, Erdogan!
:ugly:
 
womit ich mich ja schwer tue sind ja türken wie die, die ich gestern teilweise im tv gesehen habe. junge, gebildete leute, die akzentfrei deutsch sprechen. die stellen sich ernsthaft hin und sagen sie hätten FÜR erdogan gestimmt, denn er sei gut für ihr(!) land und sie wollten eine starke türkei und die deutschen sollen sich gefälligst mal um ihren eigenen kram kümmern (sinngemäß).
da frag ich mich schon, was die noch hier wollen, wenn doch die türkei und erdogan so super sind. warum zum teufel gehen die nicht?
Weil das bei vielen Nationalitäten so ist.
Genau durch solche Sprüche fühlen sich diese Menschen nicht richtig integriert und identifizieren sich eben mit ihrer ursprünglichen Herkunft.
Dass diese dann nicht für eine liberale, weltoffene, demokratische Türkei sind, liegt ja auf der Hand.

Ich kenne Ungarn, die für Orban sind, Amerikaner, die Trump super finden und Italiener, die Berlusconi feiern.
Die haben z.T. nur den deutschen Pass und eigentlich keinerlei Verbindung zu ihren Wurzeln und dennoch findet eine Identifikation statt.
 
gestern auch im Radio gehört:

Wählen Sie "ja" oder "nein"?
"Ja!"
Warum?
Weil darum, Erdogan!
:ugly:
ach, das wäre mir ja noch egal. die können wählen und aus ihrem land machen, was sie wollen. aber türken die hier geboren sind (@CandleWaltz ), die türkei ungefähr aus dem urlaub kennen. eine gewisse bildung haben und eigentlich schon verstehen müssten, was dort passiert. sie sprechen von der türkei als "ihr" land. sie sind pro erdogan. machen aber keine anstallten das land zu verlassen, welches scheinbar spürbar schlechter ist... das verstehe ich einfach nicht.

und nein, candle, das hat für mich erstmal nichts damit zu tun, dass sie durch solche aussagen nicht integriert werden. bei allem respekt, aber wenn das problem ist, dass ich solch ein verhalten merkwürdig finde... dann halte ich integration für kaum umsetzbar.
 
gestern auch im Radio gehört:

Wählen Sie "ja" oder "nein"?
"Ja!"
Warum?
Weil darum, Erdogan!
:ugly:
So dumme bauern hat man selten gesehen, sie wissen nicht was sie tun und in 10 jahren sterben ihre verwandten im bürgerkrieg. Fehlende integration ist aber das problem, dass ein türke sich in D nicht so heimisch fühlt wie ein Deutscher kann ich gut nachvollziehen. Dass man fehlende integration beiden seiten zur last legen muss sollte klar sein.
 
ach, das wäre mir ja noch egal. die können wählen und aus ihrem land machen, was sie wollen. aber türken die hier geboren sind (@CandleWaltz ), die türkei ungefähr aus dem urlaub kennen. eine gewisse bildung haben und eigentlich schon verstehen müssten, was dort passiert. sie sprechen von der türkei als "ihr" land. sie sind pro erdogan. machen aber keine anstallten das land zu verlassen, welches scheinbar spürbar schlechter ist... das verstehe ich einfach nicht.

und nein, candle, das hat für mich erstmal nichts damit zu tun, dass sie durch solche aussagen nicht integriert werden. bei allem respekt, aber wenn das problem ist, dass ich solch ein verhalten merkwürdig finde... dann halte ich integration für kaum umsetzbar.
ähm, das war in Deutschland und das Deutsch war jetzt auch nicht wirklich schlecht :ugly:
 
ähm, das war in Deutschland und das Deutsch war jetzt auch nicht wirklich schlecht :ugly:
ja, schon klar. meine antwort war auch darauf bezogen. aber wer bei dem referendum abstimmen darf, wird ja nunmal nen türkischen pass haben. und mir ist grundsätzlich relativ egal, wie dieses referendum ausgeht, weil sie nunmal frei entscheiden können und es ihr land ist. also die begründung, warum sie "pro" stimmen ist mir generell wumpe. egal ob türke, deutschtürke oder türkdeutscher.
 
ach, das wäre mir ja noch egal. die können wählen und aus ihrem land machen, was sie wollen. aber türken die hier geboren sind (@CandleWaltz ), die türkei ungefähr aus dem urlaub kennen. eine gewisse bildung haben und eigentlich schon verstehen müssten, was dort passiert. sie sprechen von der türkei als "ihr" land. sie sind pro erdogan. machen aber keine anstallten das land zu verlassen, welches scheinbar spürbar schlechter ist... das verstehe ich einfach nicht.

und nein, candle, das hat für mich erstmal nichts damit zu tun, dass sie durch solche aussagen nicht integriert werden. bei allem respekt, aber wenn das problem ist, dass ich solch ein verhalten merkwürdig finde... dann halte ich integration für kaum umsetzbar.
Man muss das ganze ja auch für sich persönlich nicht nachvollziehen können, weil der Großteil von uns wohl nicht in der Situation ist und es natürlich den logischen Gegebenheiten widerspricht.

Wie so oft hat es mit subjektiven Gefühlen zu tun, warum Menschen so denken und handeln.
Ist doch die gleiche Chose, dass sozial benachteiligte Menschen die AfD oder Trump wählen, deren Programm am Ende gegen diese Gruppen geht.

Aber das Gefühl zu haben, dass da einer am Ruder ist, der angeblich Ahnung von allem hat und jedes Problem lösen kann, ein Land (und wenn es nur das der Vorfahren ist) wieder stärker zu machen, gegen den Einheitsbrei und gegen das Establishment, das ist für viele einfach verlockend.
 
Man muss das ganze ja auch für sich persönlich nicht nachvollziehen können, weil der Großteil von uns wohl nicht in der Situation ist und es natürlich den logischen Gegebenheiten widerspricht.

Wie so oft hat es mit subjektiven Gefühlen zu tun, warum Menschen so denken und handeln.
Ist doch die gleiche Chose, dass sozial benachteiligte Menschen die AfD oder Trump wählen, deren Programm am Ende gegen diese Gruppen geht.

Aber das Gefühl zu haben, dass da einer am Ruder ist, der angeblich Ahnung von allem hat und jedes Problem lösen kann, ein Land (und wenn es nur das der Vorfahren ist) wieder stärker zu machen, gegen den Einheitsbrei und gegen das Establishment, das ist für viele einfach verlockend.
aber die, die du ansprichst trifft es direkt. wer trump wählt, wohnt normalerweise in den staaten und ist nicht in einem anderen land geboren, aufgewachsen und fährt in den urlaub ind die "heimat". zumindest nicht in der menge, wie es mit türkischstämmigen bürgern in unserem land steht. sie entscheiden über etwas, das sie überhaupt nicht betrifft. hauen dann diese cleveren sprüche raus ("starker chef in meinem land"), machen aber keinerlei anstallten, die für mich logischen konsequenzen zu ziehen. wenn ich mich hier nicht wohl und integriert fühle. die türkei mein land ist. erdogan ein super typ. es nichts bessere gibt, als ihn zum diktator zu wählen... warum bin ich dann noch hier?

mal abgesehen davon, dass ich durchaus erwartet hätte, dass das deutsche bildungssystem gut genug ist, solche gedankengänge zu verhindern. offenbar ist das nicht der fall und das sollte uns dringend zu denken geben.
 
aber die, die du ansprichst trifft es direkt. wer trump wählt, wohnt normalerweise in den staaten und ist nicht in einem anderen land geboren, aufgewachsen und fährt in den urlaub ind die "heimat". zumindest nicht in der menge, wie es mit türkischstämmigen bürgern in unserem land steht. sie entscheiden über etwas, das sie überhaupt nicht betrifft. hauen dann diese cleveren sprüche raus ("starker chef in meinem land"), machen aber keinerlei anstallten, die für mich logischen konsequenzen zu ziehen. wenn ich mich hier nicht wohl und integriert fühle. die türkei mein land ist. erdogan ein super typ. es nichts bessere gibt, als ihn zum diktator zu wählen... warum bin ich dann noch hier?

mal abgesehen davon, dass ich durchaus erwartet hätte, dass das deutsche bildungssystem gut genug ist, solche gedankengänge zu verhindern. offenbar ist das nicht der fall und das sollte uns dringend zu denken geben.
Es betrifft ja nun auch nicht alle.

Und wie ich bereits geschrieben habe, komplett logisch lässt sich das nicht aufdröseln, dass sind subjektive Empfindungen, die für "uns" nicht zwingend logisch wirken, ja sogar abstrus.

Und was das Auswandern betrifft, das lässt sich natürlich so einfach sagen. Ich finde so einiges in den skandinavischen Ländern besser, trotzdem würde ich wohl nicht einfach so auswandern.
 
Es betrifft ja nun auch nicht alle.

Und wie ich bereits geschrieben habe, komplett logisch lässt sich das nicht aufdröseln, dass sind subjektive Empfindungen, die für "uns" nicht zwingend logisch wirken, ja sogar abstrus.

Und was das Auswandern betrifft, das lässt sich natürlich so einfach sagen. Ich finde so einiges in den skandinavischen Ländern besser, trotzdem würde ich wohl nicht einfach so auswandern.
du hast aber auch keine schwedischen eltern, keinen schwedischen pass, vergötterst den schwedischen despoten und sprichst von schweden als "deinem" land.

dass das nicht logisch ist seh ich ja selbst. aber sowas geht mir auf den sack. man muss doch mal rational sein, bei so einer wichtigen entscheidung.
 
Ich spreche aber auch bei Frankreich von meinem Land. Gefällt mir da drüben auch wenig wenn rechts gewinnen würde.

Politisches interesse auch in anderen Ländern zu haben find ich jetzt nicht schlimm, auch sich zu seiner Herkunft zu bekennen und sich eben auch als Türke etc zu fühlen.

Das Problem liegt hier nur darin sich gegen die Demokratie zu wenden obwohl man selbst mehr als jeder andere in der Türkei aktuell von grade dieser profitiert.

Von mir aus können die alle pro Erdogan sein, aber bei dieser Entscheidung geht es ja nicht darum für Erdogan zu sein sondern gegen Demokratie und Gewaltenteilung.
 
du hast aber auch keine schwedischen eltern, keinen schwedischen pass, vergötterst den schwedischen despoten und sprichst von schweden als "deinem" land.

dass das nicht logisch ist seh ich ja selbst. aber sowas geht mir auf den sack. man muss doch mal rational sein, bei so einer wichtigen entscheidung.
Wer weiß. :D

Von Menschen rein rationale Entscheidungen zu erwarten, ist aber ein Ding der Unmöglichkeit.
Und es betrifft viele (ich kenne einen sehr gebildeten Deutsch-Türken (hat beide Pässe), Mitglied in der SPD und hat ein Tattoo der Grauen Wölfe, gleiches Phänomen im Prinzip, in Deutschland eher links, für die Türkei stramm rechts), ja, aber zum Glück auch nicht alle.
Die meisten, die ich kenne, die türkische Wurzeln haben, sind gegen Erdogan und in dem Laden, wo ich mich mit Vöner versorge, hängt innen ein durchgestrichenes Porträt Erdogans. Und der Chef spricht kaum ein Wort Deutsch.
 
Ich spreche aber auch bei Frankreich von meinem Land. Gefällt mir da drüben auch wenig wenn rechts gewinnen würde.

Politisches interesse auch in anderen Ländern zu haben find ich jetzt nicht schlimm, auch sich zu seiner Herkunft zu bekennen und sich eben auch als Türke etc zu fühlen.

Das Problem liegt hier nur darin sich gegen die Demokratie zu wenden obwohl man selbst mehr als jeder andere in der Türkei aktuell von grade dieser profitiert.

Von mir aus können die alle pro Erdogan sein, aber bei dieser Entscheidung geht es ja nicht darum für Erdogan zu sein sondern gegen Demokratie und Gewaltenteilung.

ich glaub das wissen/verstehen die Meisten nicht mal....
 
Wobei "Südländer" ja eh selten rational sind. Und man weiss gerade bei den jungen Türken ja auch nicht, was die daheim vom Papa so gesagt bekommen, während Mama mit Schleier in der Küche steht...

Ich kann auch nicht nachvollziehen, was in diesen Deutsch-Türken vor sich geht. Hätte wohl auch Probleme damit (wenn ich so einem mal begegne), den als gleichwertiges Mitglied unserer Gesellschaft zu akzeptieren.

Andererseits sollen sie doch machen. Die fahren den Karren an die Wand, egal ob Türken, Briten oder Amerikaner.
 
Wobei "Südländer" ja eh selten rational sind. Und man weiss gerade bei den jungen Türken ja auch nicht, was die daheim vom Papa so gesagt bekommen, während Mama mit Schleier in der Küche steht...
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Ich spreche aber auch bei Frankreich von meinem Land. Gefällt mir da drüben auch wenig wenn rechts gewinnen würde.

Politisches interesse auch in anderen Ländern zu haben find ich jetzt nicht schlimm, auch sich zu seiner Herkunft zu bekennen und sich eben auch als Türke etc zu fühlen.

Das Problem liegt hier nur darin sich gegen die Demokratie zu wenden obwohl man selbst mehr als jeder andere in der Türkei aktuell von grade dieser profitiert.

Von mir aus können die alle pro Erdogan sein, aber bei dieser Entscheidung geht es ja nicht darum für Erdogan zu sein sondern gegen Demokratie und Gewaltenteilung.
cooler einblick. danke.

ich glaube dieses (in ermangelung eines passenden wortes nenne ich es mal so:) zwiegespaltene zwischen zwei ländern werde ich nicht nachvollziehen können. dass man wenig interesse daran hat, dorthin zu gehen, wenn die politischen umstände es einem versagen (diktatur) kann ich voll und ganz verstehen. ich hänge halt nur da, wo es kaum eine bindung gibt und man aus einer demokratie heraus "sein" land in die dikatatur schickt. unzufrieden ist in dem land, in dem man lebt, aber trotzdem bleibt.
vor allem, dass es offenbar so viele sind finde ich krass...
 
Ich sagte ja schon mal, ich hab mich mal mit nem türkischen Bekannten über Erdogan zu Zeiten der Böhmi-Krise unterhalten, da meinte er halt auch für viele wäre das so, als würden sie persönlich beleidigt werden, wenn Erdogan beleidigt wird. Und das finde ich einfach nur traurig. Ich mein aus Erdos Sicht gut, diese Mentalität lässt sich ideal ausnutzen, aber insgesamt hab ich null Verständnis dafür.

Bei all den Merkel-Beleidigungen aus der eigenen Bevölkerung die letzten Jahre läge dann ja die deutsche Flagge ganz oben auf dem Noch-zu-verbrennen-Stoß, wenn mir das nahe ginge. :ugly:
 

Das ist schon ernst gemeint. Wir haben einen deutschen Türken als Azubi in der Werkstatt. Der Junge ist nicht dumm (stinkend faul, aber nicht dumm), hat sich bis auf ein paar religiöse Dinge gut an unsere Kultur angepasst. Aber sein Vater ist ein ganz anderes Kaliber. Und seine Mutter darf nicht mit zu uns kommen. Das hat er uns voller Stolz (!) erzählt. Die bleibt zu Hause.

Das ist doch oft das Problem, dass zu Hause ein ganz anderes Leben gelebt wird als unter uns.
 
Ist halt ein Teil von einem. Wenn die eine Hälfte der Familie in Frankreich lebt und die andere in Deutschland dann hat man ja zwangsläufig ein Interesse an beiden Ländern.

Ich fühl mich hier zuhause, lebe die meiste Zeit meines Lebens in Deutschland, und werd wahrscheinlich auch hier bleiben ausgenommen ich hab die möglichkeit beruflich im Ausland was zu erwirken.

Wobei man als Franzose auch nicht die Probleme hat die ein Türke in unserer Gesellschaft hat. Aber wenn man mal in Frankreich in den Ghettos war der weiß in Deutschland ist das ganze noch echt richtig angenehm.
 
Das ist schon ernst gemeint. Wir haben einen deutschen Türken als Azubi in der Werkstatt. Der Junge ist nicht dumm (stinkend faul, aber nicht dumm), hat sich bis auf ein paar religiöse Dinge gut an unsere Kultur angepasst. Aber sein Vater ist ein ganz anderes Kaliber. Und seine Mutter darf nicht mit zu uns kommen. Das hat er uns voller Stolz (!) erzählt. Die bleibt zu Hause.

Das ist doch oft das Problem, dass zu Hause ein ganz anderes Leben gelebt wird als unter uns.
Ich finde Aussagen wie "bei den Südländern" oder "junge Türken" einfach schwierig.
Ich könnte dir jetzt zig Gegenbeispielen bringen, die dagegen sprechen.

Ich bestreite ja gar nicht, dass es sowas nicht gibt und es kein Problem wäre, natürlich ist es das, es entspricht ja nicht unserer Vorstellung von Gleichberechtigung etc.
Aber gerade was das Religiöse betrifft, in einem Land wie Deutschland, deren Kultur (was auch immer das am Ende sein soll) und Grundgesetz eine freie Entfaltung der Religion vorsehen, erachte ich das jetzt nicht als negativ, dass der Junge seine Religion auslebt.
 
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