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Ach Barto, natürlich hab ich keine studie durchgeführt, es ist MEINE Wahrnehmung aber ich denke sowas sieht man recht deutlich.


@Mingo : aber klar ist es subjektiv, wer hat denn was anderes gesagt?
 
Ach Barto, natürlich hab ich keine studie durchgeführt, es ist MEINE Wahrnehmung aber ich denke sowas sieht man recht deutlich.


@Mingo : aber klar ist es subjektiv, wer hat denn was anderes gesagt?
das problem ist, dass das deiner wahrnehmung entspricht, du es aber als fakt darstellst. davon redest, dass bestimmte dinge niemand in abrede stellen könne, was sehr wohl möglich ist.
ich hoffe nur, dass du auf basis dieser "wahrnehmung" eben keine entscheidungen für die zukunft triffst, z.b. an der wahlurne. und darauf haben barto und auch cale hingewiesen. subjektiv kann das alles sein, bevor man aber auf dieser basis wichtige entscheidungen für die zukunft trifft, sollte man sich objektiv informieren.
 
Ich hab es als Fakt dargestellt das wir durch die technologische Revolution eine andere Gesellschafft bekommen (haben). Das ist nunmal so.

Subjektiv sind für mich da viele Verschlechterungen aber such Verbesserungen dabei.

Ich frag mich nur was das mit der Wahlurne zu tun haben soll? Keine Ahnung was das damit zu tun haben soll.
 
Ich hab es als Fakt dargestellt das wir durch die technologische Revolution eine andere Gesellschafft bekommen (haben). Das ist nunmal so.

Subjektiv sind für mich da viele Verschlechterungen aber such Verbesserungen dabei.

Ich frag mich nur was das mit der Wahlurne zu tun haben soll? Keine Ahnung was das damit zu tun haben soll.
nein, du hast es als fakt dargestellt, dass es dadurch schlechter wurde. die wahlurne ist jetzt nur ein beispiel gewesen, kannste auf alles mögliche beziehen: bank, ehe, spielertransfer. es ist "immer schlecht", eine entscheidung einzig aus einer subjektiven wahrnehmung heraus zu treffen.
 
Das stelle ich aber sowas von in Abrede!

Die moderne, in allen Faktoren technologisierte Gesellschaft ist für mich eine der größten Errungenschaften unserer modernen Zeit.
Die meisten Nachteile, die manche Leute dadurch fühlen, sind lediglich Ängste vor dem Neuen/Unbekannten und die nostalgische "früher war alles besser" Verklärung...

Ich hab heute ein Gerät in der Hosentasche, das mich mit der kompletten Welt direkt kommunizieren lässt, mit dem ich auf das gesammelte Wissen der Welt zugreifen kann, das mich überall in der Welt zu meinem Ziel leiten kann, mir Zugriff auf Millionen Songs, tausenden Filmen etc. gibt und noch so vieles mehr.
Und während dieses Gerät neben mir liegt, kann ich auf einem anderen Gerät mit beliebig weit entfernten Personen über das für und wider der modernen Gesellschaft diskutieren, direkt danach meine Arbeit so komfortabel wie noch nie erledigen und ebenfalls so vieles mehr. Denn auch Foren, Chats etc. sind soziale Kontakte. Nur eben in einer anderen Form als althergebracht.

Und das sind nur wenige Faktoren, die das heutige Leben in meinen Augen um Welten besser machen als es in den 70ern war.

Das ist die gute Seite der Medaille. Die schlechte ist, dass das Angebot an Möglichkeiten dadurch explodiert ist. Früher kam der Mensch an einem langen Tag an den Punkt, an dem er mit allem fertig war und nichts mehr zu tun hatte. Der Mensch heute ist nie fertig. Er hat nie alles abgearbeitet und er erreicht im Grunde genommen auch nie ein Ziel. Das verursacht Stress. Deswegen ist die Idee des Entschleunigens auch so populär.
 
Wow, nichts mehr zu tun zu haben, ist heutzutage positiv. In den Achtzigern nannten wir das Langeweile. First world problems at its best :lol:

Naja, jeder wie er mag....
 
Langeweile ist ja auch was Tolles. Denn aus ihr entspringt ja wiederum die Motivation, etwas gegen sie zu tun. Heute quasi ein Luxus. Irgendwas fordert immer unsere Aufmerksamkeit.
Ich kann mich noch gut erinnern, wieviel Zeit ich in meiner Jugend mit purem Nichtstun verbracht habe. Einfach nur mit mir selbst und meinen Gedanken. Ohne Ablenkung. Das kommt mir tatsächlich so vor, wie blasse Erinnerungen aus einer anderen Zeit.
Und ich glaube, einige Menschen macht das auf Dauer krank.
 
Nein, Langeweile ist kacke. Früher wie heute. Nichts zu tun, wenn man nicht will, ist ja kein Problem - auch früher wie heute. Nicht tun zu können dagegen schon. Nur daß heutzutage die Leute selbst Langeweile zu einem Event erheben und das Ganze als "Entschleunigung" feiern. Bescheuert, imho. Ein Zeichen von intellektueller Überforderung.
 
Ist das nicht auch wieder nur eine komplett subjektive Wahrnehmung.

Wahrscheinlich hat man vor 70 Jahren das gleiche gesagt, als man mit 30 km/h durch die Straßen getuckert ist, täglich sein Extrablatt mit Nachrichten von der ganzen Welt zu lesen bekommen hat für aberwitzige 2 Cents.
Früher, ja früher musste man nur seine Kartoffeln ernten und das war es dann.

Der Mensch findet wohl in jeder Zeit, in der er lebt, die Welt zu schnell/unübersichtlich/whatever.

Und weil man ständig arbeiten muss und gezwungen ist, Dinge zu tun: Der Mensch hatte wohl noch nie so viel Freizeit, wie jetzt. Und die kann man noch mit immer mehr Dingen füllen. Ist doch super. :dhoch:
 
Langeweile ist ja auch was Tolles. Denn aus ihr entspringt ja wiederum die Motivation, etwas gegen sie zu tun. Heute quasi ein Luxus. Irgendwas fordert immer unsere Aufmerksamkeit.
Ich kann mich noch gut erinnern, wieviel Zeit ich in meiner Jugend mit purem Nichtstun verbracht habe. Einfach nur mit mir selbst und meinen Gedanken. Ohne Ablenkung. Das kommt mir tatsächlich so vor, wie blasse Erinnerungen aus einer anderen Zeit.
Und ich glaube, einige Menschen macht das auf Dauer krank.
sorry, als kind der 80er hab ich es gehasst, nichts zu tun zu haben. zum glück war das selten genug der fall.

ich kann wunderbar "nichts" tun. aber das "nichts" ist dann meist trotzdem irgendwo beschäftigung (zum beispiel daddeln). nur stillsitzen und denken ist nicht meins.
 
die frage ist doch, wie viel fortschritt schafft der mensch und sein gehirn? natürlich sind wir sehr adaptiv aber gleichzeitig mit dem fortschritt steigen auch psychologische und gesellschaftliche probleme. so schnell so fortschritt auch voranschreitet, es ist schade, dass wir keine zeit haben uns anzupassen.
 
Und mir fällt spontan nichts ein, was den Menschen aktuell oder in naher Zukunft wirklich überfordern könnte?

Also nicht im Sinne von Oma und Opa schaffen es nicht mehr, ein Smartphone zu bedienen und kapieren das ganze digitale nicht mehr, sondern von wirklichen Überforderungen, die die Menschheit nicht abkann.

Das mag dann vielleicht auf eine Generation zutreffen, die Nachkommen kennen doch gar keine andere Welt, da wird alles adaptiert, womit sollten sie dann überfordert sein?
 
Solange wir unseren Geist in nicht in eine Maschine hochladen können oder echte KIs entwickeln, sehe ich da auch keine großen Schwierigkeiten. Und das werde ich wohl nicht mehr groß erleben.
 
Mir geht es darum, dass man kaum hinterher ist. Die Freude über Errungenschaften ist kurz. Standards werden schneller überarbeitet und wer sich nich 24/7 informiert, schafft es nicht hinterher zu sein. Hier im forum vielleicht weniger ein Problem aber in der echten Welt ist es durchaus so. Ich beklage mich auch nicht aber sehe oft genug wie Sachen die für mich selbstverständlich sind, in meiner Peer für Verwunderung sorgen. Klar hat jeder Prioritäten und nicht jeder muss aktuell sein aber die Nachteile sind da. Was will man machen? Die Vorteile sind nich von der Hand zu weisen aber Sorgen sind durchaus berechtigt. Ich würd das Gehirn des Menschen in dieser vollgepackten Gesellschaft nicht überschätzen.
 
Mir geht es darum, dass man kaum hinterher ist. Die Freude über Errungenschaften ist kurz.

Zumindest wenn man jedem Trend hinterhechelt. Oder meint es tun zu müssen. Da ist man in der Tat schnell überfordert. Das muß aber jeder für sich selbst entscheiden und ich für meinen Teil warte einfach etwas ab. Was in ein, zwei Jahren noch aktuell ist, schaue ich mir dann mal näher an, vielleicht ist es ja was. Wenn nicht, ignoriere ich es einfach weiter, wie z.B. Facebook oder Twitter. Ich habe auch keine Smartwatch oder programmierbare Lampen. Funktioniert tadellos.

Seien wir doch mal ehrlich, kaum etwas, was hier groß als "Errungenschaft" propagiert wird, ist jetzt wirklich groß lebensnotwendig. Meistens ändert es nicht mal groß die Lebensqualität. Dieses Internet-Ding, von dem hier alle reden - OK. Aber damit kommt selbst mein 82jähriger Vater zurecht. Er weiß zwar nichts mit Instagramm oder Wearables oder dieser "Cloud" anzufangen, aber hat sein Smartphone und sein iPad und er kommt damit zurecht.

Ich denke, wer sich von dieser bösen "schnelllebigen Zeit" verrückt machen läßt, ist selber schuld. Und neu ist es auch nicht, diese Kritik konnte man zu jeder Zeit hören.
 
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