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Ob vieles lockerer gesehen wurde und es mehr gesellschaftliches Leben gab, weiß ich nicht, an was soll man das auch festmachen? Und selbst wenn, muss es denn unbedingt besser gewesen sein, ist es nicht gut, dass man einige Sachen nicht mehr so locker sieht?
Andersrum lässt sich an vielen Dingen festmachen, dass wir in der "lockersten" und freisten Zeit jemals leben.
Klingt für mich nur wie ein schöner ausgeschmücktes "früher war alles besser".

Ich mache das an Dingen fest wie Kneipensterben, technologischem Fortschritt der Unterhaltungselektronik etc.
 
Aber nur weil es für dich schade ist, dass die Kneipen sterben bedeutet das nicht, das gesellschaftliche Leben hätte sich verschlechtert. Es hat sich gewandelt und verlagert, das mag so sein. Das der ein oder andere das nicht so toll findet auch geschenkt, aber deswegen muss etwas ja nicht für eine ganze Gesellschaft das Gleiche bedeuten.
 
Damals gab es aber quasi Vollbeschäftigung. Wobei das Ende der 80er schon schlechter aussah.
Ähm, den Link der BpB hast du aber gelesen, oder? Von Vollbeschäftigung war man in den 80ern auch entfernt, seit einigen Jahren ist die Arbeitslosenquote sogar besser als in den 80ern.

Dafür gibt es z.B. immer mehr Festivals als früher. Deine These ist einfach nicht anwendbar, sondern nur dein subjektives Gefühl auf einige Dinge.
 
Ähm, den Link der BpB hast du aber gelesen, oder? Von Vollbeschäftigung war man in den 80ern auch entfernt, seit einigen Jahren ist die Arbeitslosenquote sogar besser als in den 80ern.

Dafür gibt es z.B. immer mehr Festivals als früher. Deine These ist einfach nicht anwendbar, sondern nur dein subjektives Gefühl auf einige Dinge.

Dann hatte ich das falsch im Kopf, dann ging sie schon Anfang der 80er, nicht Ende der 80er hoch. Davor gab es aber die Vollbeschäftigung.
Und ich denke niemand wird in Abrede stellen, das das gesellschaftliche Leben sich durch die Aus reitung des Fernsehens, dann der Computer und heute der Smartphones, bei all ihren Vorteilen, eben auch stark zum negativen gewandelt hat.
 
Dann hatte ich das falsch im Kopf, dann ging sie schon Anfang der 80er, nicht Ende der 80er hoch. Davor gab es aber die Vollbeschäftigung.
Und ich denke niemand wird in Abrede stellen, das das gesellschaftliche Leben sich durch die Aus reitung des Fernsehens, dann der Computer und heute der Smartphones, bei all ihren Vorteilen, eben auch stark zum negativen gewandelt hat.
Und niemand wird bestreiten, dass sich durch die Ausbreitung moderner Kommunikationsmittel und Medien die Menschheit viel mehr vernetzt hat und miteinander kommuniziert und Verbesserungen dort in allen erdenklichen Wegen stattgefunden haben.

Was machen wir nun?
 
Dann hatte ich das falsch im Kopf, dann ging sie schon Anfang der 80er, nicht Ende der 80er hoch. Davor gab es aber die Vollbeschäftigung.
Und ich denke niemand wird in Abrede stellen, das das gesellschaftliche Leben sich durch die Aus reitung des Fernsehens, dann der Computer und heute der Smartphones, bei all ihren Vorteilen, eben auch stark zum negativen gewandelt hat.
ähh... doch. ich!
 
Und niemand wird bestreiten, dass sich durch die Ausbreitung moderner Kommunikationsmittel und Medien die Menschheit viel mehr vernetzt hat und miteinander kommuniziert und Verbesserungen dort in allen erdenklichen Wegen stattgefunden haben.

Was machen wir nun?

na klar, aber eben auch vieles in heimischen Wohnzimmern.
 
Und ich denke niemand wird in Abrede stellen, das das gesellschaftliche Leben sich durch die Aus reitung des Fernsehens, dann der Computer und heute der Smartphones, bei all ihren Vorteilen, eben auch stark zum negativen gewandelt hat.
Das stelle ich aber sowas von in Abrede!

Die moderne, in allen Faktoren technologisierte Gesellschaft ist für mich eine der größten Errungenschaften unserer modernen Zeit.
Die meisten Nachteile, die manche Leute dadurch fühlen, sind lediglich Ängste vor dem Neuen/Unbekannten und die nostalgische "früher war alles besser" Verklärung...

Ich hab heute ein Gerät in der Hosentasche, das mich mit der kompletten Welt direkt kommunizieren lässt, mit dem ich auf das gesammelte Wissen der Welt zugreifen kann, das mich überall in der Welt zu meinem Ziel leiten kann, mir Zugriff auf Millionen Songs, tausenden Filmen etc. gibt und noch so vieles mehr.
Und während dieses Gerät neben mir liegt, kann ich auf einem anderen Gerät mit beliebig weit entfernten Personen über das für und wider der modernen Gesellschaft diskutieren, direkt danach meine Arbeit so komfortabel wie noch nie erledigen und ebenfalls so vieles mehr. Denn auch Foren, Chats etc. sind soziale Kontakte. Nur eben in einer anderen Form als althergebracht.

Und das sind nur wenige Faktoren, die das heutige Leben in meinen Augen um Welten besser machen als es in den 70ern war.
 
Das die Geräte, die auch ich seit Anbeginn nutze, immense Vorteile bieten, hab ich nie in Abrede gestellt aber genauso bieten sie auch gesellschaftlich! viele Nachteile.

Geh mal auf ein Konzert und guck dir an, wieviel Vollidioten zu dumm sind einfach das Konzert zu genießen und stattdessen das ganze filmen/fotografieren und und und..... geh mal durch Kneipenviertel und schau dir an wieviele Leute am Tisch sitzen und mehr aufs Handy starren als mit ihrem Gegenüber zu reden.... je jünger die Leute sind, und je mehr so schon mit Smartphones groß geworden sind, desto schlimmer ist es.
 
@Gerri Wie gesagt, jeder findet ein paar Punkte, die für ihn subjektiv besser waren, aber es bedeutet nicht, daß es insgesamt besser war. Meist noch nicht mal für einen persönlich war es besser, denn die negativen Punkte verdrängt man bei solchen Sehnsuchtsbetrachtungen immer. Das ist einfach nur Rosinenpickerei.
 
@Gerri Wie gesagt, jeder findet ein paar Punkte, die für ihn subjektiv besser waren, aber es bedeutet nicht, daß es insgesamt besser war. Meist noch nicht mal für einen persönlich war es besser, denn die negativen Punkte verdrängt man bei solchen Sehnsuchtsbetrachtungen immer. Das ist einfach nur Rosinenpickerei.

ich hab ja auch nie von insgesamt geredet. Als ob mir als Zocker, Filmschaueender, Musikliebhaber nicht diese Zeit besser gefallen würde.
Mir gehts ja nur um die einzelnen Punkte, siehe oben. Klar ist das Rosinenpickerei, es ist eben etwas was ich vermisse, weil DIESE PUNKTE für mich früher besser waren.
 
Das die Geräte, die auch ich seit Anbeginn nutze, immense Vorteile bieten, hab ich nie in Abrede gestellt aber genauso bieten sie auch gesellschaftlich! viele Nachteile.

Geh mal auf ein Konzert und guck dir an, wieviel Vollidioten zu dumm sind einfach das Konzert zu genießen und stattdessen das ganze filmen/fotografieren und und und..... geh mal durch Kneipenviertel und schau dir an wieviele Leute am Tisch sitzen und mehr aufs Handy starren als mit ihrem Gegenüber zu reden.... je jünger die Leute sind, und je mehr so schon mit Smartphones groß geworden sind, desto schlimmer ist es.
Und weil bei Konzerten einige Deppen ihr Handy hochalten, war früher das gesellschaftliche Leben besser?

Don't get it.
 
Bei mir hat sich das gesellschaftliche Leben dadurch gebessert. In der Stadt ist es einfach entspannt, schnell und spontan über Whatsapp anzufragen wer Bock hat. Spiele auch ab und an auf Straßencourts Basketball und dort haben wir dann auch eine WA-Gruppe, falls jemand zocken will. Und wenn eine Party langweilig ist, kann man übers Smartphone wenigstens mit interessanteren Menschen reden.
 
ich hab ja auch nie von insgesamt geredet. Als ob mir als Zocker, Filmschaueender, Musikliebhaber nicht diese Zeit besser gefallen würde.
Mir gehts ja nur um die einzelnen Punkte, siehe oben. Klar ist das Rosinenpickerei, es ist eben etwas was ich vermisse, weil DIESE PUNKTE für mich früher besser waren.

Ist ja auch OK, man sollte sich bloß immer bewußt sein, daß es eben nur diese einzelnen Punkte waren, während der Rest (teilweise deutlich) schlechter war. Die Meisten legen leider immer einen rosaroten Schleier über die gesamte Vergangenheit und sind auch dementsprechend unzufrieden mit dem hier und jetzt. Kein Wunder, daß solche Vereine wie die AfD ordentlich Zulauf kriegen.

Und das sage ich als einer, der die Achtziger bewußt miterlebt hat :deal:
 
geh mal durch Kneipenviertel und schau dir an wieviele Leute am Tisch sitzen und mehr aufs Handy starren als mit ihrem Gegenüber zu reden.... je jünger die Leute sind, und je mehr so schon mit Smartphones groß geworden sind, desto schlimmer ist es.
Das ist so ein Punkt, der imo massiv übertrieben wird bzw. selektive Wahrnehmung ist.
Wenn du dich in einer Kneipe umschaust und an einem Tisch reden alle ganz "normal" miteinander, fällt dir das nicht weiter auf, das dringt nicht mal richtig ins Bewusstsein. Sitzen da aber manche mit dem Handy in der Hand da, denkst du "jaja, früher...". Ähnlich wie man auf der Straße immer extrem viele Autos in der eigenen Farbe sieht, die es früher irgendwie nicht gab.
Natürlich gibt es Leute, die es übertreiben, die keinerlei Medienkompetenz haben. Aber im Allgemeinen ist meine Erfahrung, dass der Großteil der Kommunikation nach wie vor Face to Face stattfindet, wenn man was trinken ist etc.

Ich schau auch in Kneipen auf mein Handy. Und teilweise kommuniziere ich dann mit gerade nicht anwesenden Personen, hab also eine neue Ebene des sozialen Kontakts, während ich sozialen Kontakt hab. Kontaktception!
Wer weiß, vllt schaut eine Gruppe in einer Kneipe gerade in den selben Gruppenchat, wo sie gleichzeitig mit der lokalen Unterhaltung noch eine Unterhaltung mit einem weiteren Mitglied des Freundeskreises führen, der gerade nicht anwesend ist?

Oder das oft herangezogene Beispiel "in der Bahn starren nur noch alle auf dieses Ding". Ja, ältere Leute (oder Menschen in den 80ern) haben halt stattdessen auf ihre Zeitung gestarrt. Wo ist da genau der Unterschied?

Geh mal auf ein Konzert und guck dir an, wieviel Vollidioten zu dumm sind einfach das Konzert zu genießen und stattdessen das ganze filmen/fotografieren .
Ja, wenn es für diese Leute eben toll ist, die bleibende Erinnerung im Handy zu haben, wo ist das Problem?
Würd ich auch nicht machen, weil ich lieber den Moment genieße, aber wenn es für jemanden persönlich besser ist, das Ganze festzuhalten, so what?
Wo ändert das etwas am gesellschaftlichen Leben?
 
Ist ja auch OK, man sollte sich bloß immer bewußt sein, daß es eben nur diese einzelnen Punkte waren, während der Rest (teilweise deutlich) schlechter war. Die Meisten legen leider immer einen rosaroten Schleier über die gesamte Vergangenheit und sind auch dementsprechend unzufrieden mit dem hier und jetzt. Kein Wunder, daß solche Vereine wie die AfD ordentlich Zulauf kriegen.

Und das sage ich als einer, der die Achtziger bewußt miterlebt hat :deal:

Natürlich ist mir das bewusst. Es gibt halt manche Dinge die ich gern mischen würde, ist aber natürlich nur eine Traumwelt :)
 
Das ist so ein Punkt, der imo massiv übertrieben wird bzw. selektive Wahrnehmung ist.
Wenn du dich in einer Kneipe umschaust und an einem Tisch reden alle ganz "normal" miteinander, fällt dir das nicht weiter auf, das dringt nicht mal richtig ins Bewusstsein. Sitzen da aber manche mit dem Handy in der Hand da, denkst du "jaja, früher...". Ähnlich wie man auf der Straße immer extrem viele Autos in der eigenen Farbe sieht, die es früher irgendwie nicht gab.
Natürlich gibt es Leute, die es übertreiben, die keinerlei Medienkompetenz haben. Aber im Allgemeinen ist meine Erfahrung, dass der Großteil der Kommunikation nach wie vor Face to Face stattfindet, wenn man was trinken ist etc.

Ich schau auch in Kneipen auf mein Handy. Und teilweise kommuniziere ich dann mit gerade nicht anwesenden Personen, hab also eine neue Ebene des sozialen Kontakts, während ich sozialen Kontakt hab. Kontaktception!
Wer weiß, vllt schaut eine Gruppe in einer Kneipe gerade in den selben Gruppenchat, wo sie gleichzeitig mit der lokalen Unterhaltung noch eine Unterhaltung mit einem weiteren Mitglied des Freundeskreises führen, der gerade nicht anwesend ist?

Oder das oft herangezogene Beispiel "in der Bahn starren nur noch alle auf dieses Ding". Ja, ältere Leute (oder Menschen in den 80ern) haben halt stattdessen auf ihre Zeitung gestarrt. Wo ist da genau der Unterschied?


Ja, wenn es für diese Leute eben toll ist, die bleibende Erinnerung im Handy zu haben, wo ist das Problem?
Würd ich auch nicht machen, weil ich lieber den Moment genieße, aber wenn es für jemanden persönlich besser ist, das Ganze festzuhalten, so what?
Wo ändert das etwas am gesellschaftlichen Leben?

Ich hab das in letzter Zeit mal beobachtet und seh das wesentlich kritischer als du.
Gerade jüngere Leute sitzen sich oft in Gruppen gegenüber und sehen sich nichtmal an.... In meinem Freundeskreis merk ich das bei einzelnen Personen schon zusehens.
 
Ja, ältere Leute (oder Menschen in den 80ern) haben halt stattdessen auf ihre Zeitung gestarrt. Wo ist da genau der Unterschied?

Ich mußte immer eine Stunde mit S-Bahn und AKN zu Uni fahren (und wieder zurück). Ich hätte gerne ein Smartphone zu der Zeit gehabt. Nach ein paar Dutzend Fahrten kannte man schon alles jenseits der Zugscheiben :D
 
Ich hab das in letzter Zeit mal beobachtet und seh das wesentlich kritischer als du.
Gerade jüngere Leute sitzen sich oft in Gruppen gegenüber und sehen sich nichtmal an....
Du beobachtest also die ganze Zeit? Oder du schaust immer mal wieder hin und schwupps - selektive Wahrnehmung.

Und wenn du die ganze Zeit beobachtest: Wieso führst du nicht lieber Unterhaltungen?
 
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