@CandleWaltz
Ich bin sehr oft bei dir, aber du redest Probleme auch gerne mal klein, und das halte ich für gefährlich.
Wenn sich die Situation am Frankfurter Bahnhof verschlechtert hat, dann muss das benannt werden, dann muss geschaut werden, warum das so ist und dann muss man da Lösungen für finden. Deine Art a la
wirken imo sehr von oben herab. Als würde es gar nicht gelten, wenn ein Problem nicht gleich die ganze Bevölkerung betrifft.
Nein, ich rede das Problem nicht klein und ja, für Leute, die dort wohnen, mag das auch problematisch sein.
Nur wird es diese Problematik schon seit Jahrzehnten geben, ebenso wie in anderen Großstädten wohl auch.
Nur, dass die Debatte erst aufkeimt, als natürlich der böse Rumäne oder Bulgare hier frei einreisen darf.
Um die Verschiebung von Machtverhältnissen an eh "kriminellen Orten" denke ich da erstmal nicht bzw. mag das für die Polizei relevant sein, der normale Bürger nimmt doch sowas nicht wahr.
Ein größeres Problem in dem Kontext ist der Menschenhandel und Prostitution.
Das in beiden Fällen Lösungen gefunden werden müssen steht doch außer Frage, ich wollte einfach etwas polemisieren.
Wie gesagt, diese Diskussionen flammen doch alle paar Jahre auf, welche Gruppe diesmal Schuld ist.
Da waren die Rumänen und Bulgaren nur das letzte Beispiel.
Lässt sich ja beliebig erweitern und alles verläuft nach Schema F.
Vor allem immer dieser Blödsinn, dass alle, die in der Hinsicht eine andere Meinung vertreten, von Angst geleitet seien. Wahrscheinlich der typische Weg, um sich in der eigenen Position besser und überlegener zu fühlen. Letztendlich aber einfach nur dumm.
Nicht alle, nein.
Aber ein großer Teil ist von Angst oder Panik getrieben.
Was jetzt auch per se keine Unterstellung ist, sondern Fakt, wenn man sich die Zahlen der verkauften Pfeffersprays, Anmeldung für Kampfkurse, Waffenscheinbeantragungen etc. ansieht.
Ganz netter Artikel und Interview darüber:
http://www.vice.com/de/read/angstfo...rspray-und-die-angst-vor-der-aengstlichen-909