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Glaubst du das eigentlich wirklich? Trifft das auf Menschen zu, die die Medien für ihre Berichterstattung immer wieder verteufeln? Ernstgemeinte Frage.
Ja, weil wir tagtäglich beeinflusst werden. Ansich widersprechen sich die Leute ständig selbst. Ich versuch es deutlich zu machen, nimm einige aus dem Forum, folgende Punkte treffen aber auch auf tausende andere zu:

1) Sie sind gegen Patriotismus und gegen jeden, der die Flüchtlingswelle als Gefahr für die innere Sicherheit sieht. Sie sprechen sehr viel von Empathie, von der Gleichheit aller Menschen. Sie lassen sehr oft durchblicken, dass ihnen die Gemeinschaft des eigenen Landes nicht viel bedeutet. Jeder sollte aufgenommen werden.

2) Sie zeigen rege Anteilnahme an den Anschlägen in Frankreich. Ändern extra ihren Avatar. Begründen es damit, dass soetwas in Frankreich unvorstellbar war, schließen sich Facebookaktionen an, wir sind alle Frankreich. Soetwas ist in UNSEREM Kulturkreis einfach schwer vorstellbar, wie konnte das nur passieren -> Eigentlich solltest du es hier schon merken, ich müsste nicht weitermachen. Aufeinmal gibt es doch ein wir in der westlichen Welt, was in Deutschland so abgelehnt wurde. Das ganze Gebilde ist so brüchig, dass es lachhaft wirkt. Wer bestimmt denn, wer WIR ist? Wer zusammengehört? Die Bild? Ich finde diese Fokus auf schreckliche Ergeignisse, die in der nähe passieren, total furchtbar.

3) In der selben Zeit passieren in Syrien, in Somalia, in vielen Teilen Afrika schreckliche Dinge. Kinder verhungern, Leute sprengen sich in die Luft. Auf den schwarzmärkten von Mogadischu kostet eine AK47 so viel , dass sie sich auch der letzte Bauer leisten kann. Es sterben hunderte Menschen. Anteil wird nicht genommen, obwohl es jeder tief im inneren weiß. Es gibt eben keinen der dir sagt, erstelle den Facebookavatar mit der Flagge von Land X. Es ist eben nicht IN UNSEREM KULTURKREIS. Den uns die Medien mit ihrer Berichterstattung auferlegen.

Zusammenfassung: Gegen Deutschland als Gemeinschaft sein, Europa wenn es passt als Gemeinschaft sehen, bei einem Land in Europa wie verrückt traueren, den Rest der Welt komplett ignorieren, obwohl daher die Flüchtlinge kommen.. Ernsthaft?
 
Ich hatte dich bis eben auf ignore, deshalb war es so als ob dein Beitrag nicht vorhanden wäre. Und jetzt weiß ich auch wieder warum. Im Übrigen lagst du damals falsch.

Bezeichnend, ich dich nicht (wie auch sonst niemanden.. Ignorieren ist für Kleinkinder). Und das, obwohl du dir damals den peinlichsten Fail seit Bestehen des Forums geleistet hattest.
 
Das ist schon arg polemisch...

Aber das ist das Problem!

Es gibt de facto kein ausgeprägtes Problem mit straffälligen Migranten. Die, die man erwischt, sollen bestraft werden, was auch immer der Gesetzgeber dafür vorsieht. Das kann man ganz nüchtern betrachten, ohne dabei ins hetzerische zu verfallen.

Das Problem sehe ich eher daran, das Ausweisungen kaum durchgesetzt werden und die Genfer Konventionen uns im Weg stehen. Ich bin eigentlich niemand der zu radikalen Maßnahmen ruft (hängt alle Kinderschänder usw.) aber ich sehe bei schweren Straftaten einfach jegliches Bleiberecht verwirkt.

Edit: man kann sich ja sogar einer Ausweisung entziehen indem man seinen Pass verschwinden lässt..... Das sind einfach Dinge die man nicht verstehen muss und kann.
 
Find es so lustig wie die Merkel plötzlich mal versucht in die andere Richtung zu Rudern. Die Frau gehört doch echt mal abgeschoben. So verwirrt kann doch kein Mensch sein.
 
ganz ehrlich aber ich finde das jedes mal so dermaßen lächerlich (ist nicht nur auf den Thread bezogen sondern überhaupt): speichern manche User diverse Aussagen von anderen damit sie diese dann Jahre später den anderen vorhalten können? Ich zb wüsste ja nicht mal mehr einen Tag später, wer was gepostet hat.
 
Wie wollen wir das Problem mit der Türkei, Tunesien und Ägypten jetzt eigentlich lösen? Alle 3 sind auf den Tourismus angewiesen aber der IS hat es geschafft diesen abzuschaffen. Hat Mingo vielleicht eine Idee?

Ebenso frage ich mich warum man den Kurden nicht endlich mal ein Stück Land zugesteht. Das ist doch alles Kindergarten.
 
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Wie wollen wir das Problem mit der Türkei, Tunesien und Ägypten jetzt eigentlich lösen? Alle 3 sind auf den Tourismus angewiesen aber der IS hat es geschafft diesen abzuschaffen. Hat Mingo vielleicht eine Idee?

Ebenso frage ich mich warum man den Kurden nicht endlich mal ein Stück Land zugesteht. Das ist doch alles Kindergarten.
(mal abgesehen davon das kein land dieser erde freiwillig territorium abgibt) weil "die kurden" selbst untereinander theater haben. beispielsweise wird die pkk von vielen kurden in den türkischen städten abgelehnt weil sie mit daran beteiligt sind, dass sich die beziehungen mit den türken nicht dauerhaft entspannen. ein geeintes kurdistan ist derzeit nicht wirklich wahrscheinlich.
 
Der IS hat doch heute gleich zwei Ziele erreicht. Die Türkei wurde getroffen und so wie es scheint, auch erstmals Deutschland, wenn auch nicht im eigenen Land.

Im SpOn-Artikel wurde der Verweis auf die deutschen Tornados zwar relativ weit hinten angesiedelt, aber ja, jetzt sind wir halt endgültig auch Ziel der IS.
 
Guten Morgen!
Eigentlich wurde mir ja schon deutlich gemacht, dass hier mit mir keiner reden will;trotzdem melde ich mich nochmal. Die Diskussion hier ist zur Hälfte erbärmlich: Kindische Spielchen a la "Sucht den Fremdenfeind" bzw. "Finde den Flüchtling, der Frauen keine Hand gibt", Phantomdiskussionen, Instrumentalisierungen, Relativierungen, Ablenkungen, billige Polemik und billiges Moralisieren, hanebüchene Vergleiche,selbstverliebte One-Liner mit Smileys, Heuchelei, Wortklaubereien usw. Ist wohl auch ein Spiegel der Gesellschaft; die Diskussion ist zum Teil schon rettungslos vergiftet.
Die wirklich langfristigen POLITISCHEN Fragen und Probleme, werden nur am Rand behandelt. Einen Schritt
zurückzutreten und die Lage jenseits der eigenen Ideologie, Wünsche und Befindlichkeiten zu betrachten, fühlt sich kaum einer imstande.
Wie in meinem ersten Post schon angedeutet, befinden sich in meiner Familie Menschen, die ihr Leben damit verbracht haben, in aller Welt Menschen in Not zu helfen und dafür buchstäblich den eigenen Kopf riskiert haben. Und sie verstehen etwas von menschlicher Psychologie, gesellschaftlichen Dynamiken, politischer und Geistesgeschichte, Kulturen. Deshalb gehe ich davon aus, dass es sich dabei nicht um Rassisten und Menschenfeinde handelt. Ausserdem hab ich die Aufforderung eines Users hier aufgenommen und recherchiert. Und meiner Meinung nach gibt es nur einen Schluss: Merkels Politik im allgemeinen und ihre Flüchtlingspolitik im besonderen ist ein Desaster auf fast allen Fronten und in Wirklichkeit schon gescheitert, was sie auch selber weiss. Ich bin gerne bereit, zu begründen, warum, wenn jemand Interesse hat.(hab auch schon Gründe in meinem ersten Beitrag genannt)
Was den Merkelunterstützern vor allem bei den Grünen meiner Ansicht nach überhaupt nicht bewusst ist: Opfer ihrer Politik ist auch unser grossartiges Asylrecht, von dem bald nur noch Ruinen stehen werden; sind wirkliche Kriegsflüchtige heute und vor allem in der Zukunft, ist das geistige Klima in Europa und auch das innere Sicherheitsgefühl.
Damit keine Missverständnisse entstehen: Grundsätzlich stehe ich auf der Seite von dem, was hier z.B. CandleWalz, u. Johnny Wohlfahrt schreiben; das Problem ist nur: Die meisten Menschen denken nun mal nicht so und dies sollte eine verantwortliche Politik mitberücksichtigen.
Muss jetzt in die Schule
 
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Ja, weil wir tagtäglich beeinflusst werden. Ansich widersprechen sich die Leute ständig selbst. Ich versuch es deutlich zu machen, nimm einige aus dem Forum, folgende Punkte treffen aber auch auf tausende andere zu:

1) Sie sind gegen Patriotismus und gegen jeden, der die Flüchtlingswelle als Gefahr für die innere Sicherheit sieht. Sie sprechen sehr viel von Empathie, von der Gleichheit aller Menschen. Sie lassen sehr oft durchblicken, dass ihnen die Gemeinschaft des eigenen Landes nicht viel bedeutet. Jeder sollte aufgenommen werden.

2) Sie zeigen rege Anteilnahme an den Anschlägen in Frankreich. Ändern extra ihren Avatar. Begründen es damit, dass soetwas in Frankreich unvorstellbar war, schließen sich Facebookaktionen an, wir sind alle Frankreich. Soetwas ist in UNSEREM Kulturkreis einfach schwer vorstellbar, wie konnte das nur passieren -> Eigentlich solltest du es hier schon merken, ich müsste nicht weitermachen. Aufeinmal gibt es doch ein wir in der westlichen Welt, was in Deutschland so abgelehnt wurde. Das ganze Gebilde ist so brüchig, dass es lachhaft wirkt. Wer bestimmt denn, wer WIR ist? Wer zusammengehört? Die Bild? Ich finde diese Fokus auf schreckliche Ergeignisse, die in der nähe passieren, total furchtbar.

3) In der selben Zeit passieren in Syrien, in Somalia, in vielen Teilen Afrika schreckliche Dinge. Kinder verhungern, Leute sprengen sich in die Luft. Auf den schwarzmärkten von Mogadischu kostet eine AK47 so viel , dass sie sich auch der letzte Bauer leisten kann. Es sterben hunderte Menschen. Anteil wird nicht genommen, obwohl es jeder tief im inneren weiß. Es gibt eben keinen der dir sagt, erstelle den Facebookavatar mit der Flagge von Land X. Es ist eben nicht IN UNSEREM KULTURKREIS. Den uns die Medien mit ihrer Berichterstattung auferlegen.

Zusammenfassung: Gegen Deutschland als Gemeinschaft sein, Europa wenn es passt als Gemeinschaft sehen, bei einem Land in Europa wie verrückt traueren, den Rest der Welt komplett ignorieren, obwohl daher die Flüchtlinge kommen.. Ernsthaft?

Danke; die Verlogenheiten sehe ich auch; und Afrika bleibt der vergessene Kontinent. Wenn du nach Positionen suchst die versuchen, etwas neutraler auf die ganzen Probleme zu schauen: Auf Spiegel-Online in den Kommentaren bei manchen Kolumnen von Augstein und Diez finden sich inmitten puren Nonsens sehr gelungene Beiträge.
Überhaupt sollte man nicht mal sehen, dass Deutschland hier etwas historisch ziemlich einzigartiges leistet (die vergleiche mit Amerika, ende des 2.Weltkrieg, Wiedervereinigung sind Unsinn): Es werden in kürzester Zeit Millionen kulturfremder Menschen aufgenommen, versorgt, im Land mit Bleibeperspektive verteilt und Millionen Deutsche helfen, bemühen sich usw., was so ausser in Skandinavien in keinem Land der Welt in der Vergangenheit und auch in Zukunft auch nur annähernd ohne gewaltigen Verwerfungen möglich war und ist... und dann lies dir mal auf facebook die Auslassungen von z.B.Konstantin Wecker durch...offenbar muss man sich schämen, in diesem Land zu leben....
 
Ebenso frage ich mich warum man den Kurden nicht endlich mal ein Stück Land zugesteht. Das ist doch alles Kindergarten.

Und was ist mit der autonomen Region Kurdistan im Nordirak? Die Kurden werden sicherlich auch ihr Stück Land von Syrien noch kriegen. Die Araber haben sie ja bereits aus kurdisch besiedelten Regionen dort vertrieben. Sie profitieren eben jedesmal von Regionen in denen es Krieg gibt. Die Türkei wird jedoch nie und nimmer ein Stück Land abgeben. Dafür sind die Türken zu stolz und haben 100 Jahre zuvor für die Verteidigung von jedes Stück Land tausende Opfer gebracht.
 
@Hosenmatz

Das Schwierige an der Diskussion, die du jetzt hier aufgreifen möchtest ist, dass sie sich nicht mehr auf das Thema bezieht, was hier seit Tagen besprochen wird. Sie betrachtet das Problem global, was natürlich richtig ist, wenn man die wirklichen Probleme angehen möchte.

Wir alle schauen seit ~5 Jahren einfach nur zu, was z.B. in Syrien passiert. Selbst die letzte Aussenminister-Konferenz der EU-Staaten war ein schlechter Witz und es tut sich rein garnichts. Wir schau(t)en dabei zu, wie in Syrien, mehr als 300.000 Menschen Opfer zweier Regime wurden, wir schauen dabei zu, wie sie aktuell verhungern, wir haben den Finger erhoben, haben mit Konsequenzen gedroht (die rote Linie von Obama war dann doch eher hellgelb...), haben bei Wein und guter Laune viel besprochen, aber nichts gemacht.

Das führte dazu, dass alleine 12 Millionen Syrer, 50% der Bevölkerung, nicht mehr im eigenen Land sind, auf der Flucht sind! Der Libanon, der alleine 2 Millionen syrische Flüchtlinge aufgenommen hat (bei 4 Millionen eigenen Einwohnern, man stelle sich vor, wir hätten 40 Millionen Flüchtlinge in Deutschland...) bekommt keine Unterstützung, allgemein überweist auch Deutschland nichtmals die zugesicherten Geldbeträge für humanitäre Hilfe vor Ort. Die Lage in den entsprechenden Ländern ist katastrophal.

DA hat die Politik der westlichen Welt, auch Merkels Politik, grundsätzlich versagt.

Nun sind aber Millionen Menschen auf der Flucht, ja nicht nur aus Syrien. Andere Gebiete wie der Irak oder Afghanistan (die beiden Länder kommen uns vielleicht noch bekannt vor, wenn es um verfehlte Politik und "im Stich lassen, nachdem wir die Scheisse angerichtet haben"...) oder afrikanische Länder müssen natürlich auch genannt werden. Auch da geht es um verfehlte Politik seit Jahren oder gar Jahrzenten.

Jetzt ist es aber nicht so, dass jeder syrische Flüchtling erstmal in DE anruft und fragt, ob er sich ins nächste Flugzeug nach Deutschland setzen darf. Diese Menschen sind DA. Sie waren Wochen und Monate unterwegs, bis sie europäischen Boden erreichten. Das passiert übrigens auch schon seit Jahren, da muss man nur die Griechen und Italiener fragen. Das nächste Beispiel für verfehlte Politik.

Auch das, was dann passiert ist, darf man nicht isoliert betrachten. Länder wie Griechenland und Italien wurden im Stich gelassen (sind ja für ihren Reichtum bekannt, vor allem Griechenland...), es wurde anfänglich auf Dublin verwiesen. Länder wie Ungarn bauen Zäune um ihre Grenzen, damit kein Flüchtling ins Land kommt. Länder wie Polen wollen sich auch diesseits der Flüchtlings-Problematik von der EU abgrenzen.

Und jetzt kommen wir zu dem Punkt, warum ich denke, dass Merkel nicht versagt hat, was die aktuelle Situation angeht. Das Asylrecht kennt keine Obergrenze. Dieser Satz ist schlicht richtig und eigentlich auch unumstösslich. Es sei denn, wir kapitulieren vor unseren eigenen Grundwerten, weichen sie auf, beenden sie. Und: es geht um humanitäre Hilfe und Verantwortung. Die wir wenigstens jetzt leisten können, wenn die Politik im Vorfeld auch immer wieder versagt hat.

Ich bin auch der Überzeugung, dass wir das schaffen. Warum auch nicht? Wenn die Politik es richtig anstellt, kann das eine enorme Bereicherung für Deutschland und Europa werden. Wir befinden uns in einer globalisierten Welt und das bedeutet eben nicht nur, dass wir Waren aus China beziehen und mit Freunden via Skype in Australien chatten können.

Das, was an Sylvester in Köln passiert ist, hätte auch bei 30.000 statt 1 Mio. Flüchtlingen passieren können. Dieser schreckliche (bisher Einzelfall!) Vorfall kann man nicht generell der Flüchtlingspolitik zuschreiben. Er wird aber nun instrumentalisiert, und das ist widerlich.

Du siehst, die Probleme gehen viel weiter zurück und reichen bis in die Gegenwart. Man darf sich auch fragen, wieviel Europa noch wert ist, bei dem, was sich andere Länder so "leisten" können...

Mein Fazit ist aber, dass Merkel grundsätzlich richtig gehandelt hat und nun muss die Politik schauen, dass wir das Beste daraus gemacht bekommen. Dafür muss das Tempo erhöht werden, es müssen alle an einem Strang ziehen, man sollte sich keine Steine in den Weg werfen, um andere Ziele erreichen zu können. Man sollte auch schauen, wie es nicht geht. Eine Ghetto-isierung darf natürlich nicht stattfinden, sonst haben wir irgendwann Zustände wie in Frankreich.
 
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