400 geflüchtete Menschen sterben. Keine Sau interessierts. Zwei schäbige Kommentare, die an Zynismus nicht mehr zu überbieten sind. Abgehakt, Strich drunter.
Dann wird ein Blick.ch-Link gepostet, der einen spektakulären (und tragischen) Mordfall bereithält und nebenbei die bestehenden Ressentiments gegen flüchtende Menschen und böse Muselmänner schürrt, die beidermaßen Europa in den Abgrund zu stürzen drohen.
Die Reaktion: Erschütterung, Panik, der eigene Wohlstand ist ernsthaften Gefahren ausgesetzt, was können wir tun um uns gegen die Horde Wilden zu schützen? Wenig Mitleid mit den Opfern, dafür selbstgerechtes 'Tja, mir war das ja eh klar!'
Und der Spiegel kann sich sein euphemistisches "Migranten" sonst wo hin stecken. Jemand, der in ein mit über 100 Menschen besetztes Schlauchboot steigt, ist für mich alles, aber auf keinen Fall ein Migrant.