Foren Aktuelles Erstellen Mitglieder Anmelden

Politiktalk - immer aktuell informiert...

Benutzer, welche sich diesen Thread anschauen:

Status
Für weitere Antworten geschlossen.
Ökonom von Spielhersteller Valve wird griechischer Finanzminister

Professor Yanis Varoufakis kommt von der virtuellen in die reale Welt zurück

Yanis Varoufakis wird Griechenlands neuer Finanzminister und wird in seinem Amt die enormen realwirtschaftlichen Probleme des Landes lösen müssen. Dabei hat der Wirtschaftsprofessor auch jede Menge Erfahrung mit Finanzmodellen aus der Videospielwelt: Im März 2012 engagierte "Half-Life"-Entwickler und Steam-Betreiber Valve den Experten, um die Herausforderungen virtueller Märkte zu stemmen. Valve-Gründer Gabe Newell hatte den Griechen damals persönlich um Hilfe gebeten, nachdem er Varoufakis Arbeiten zur europäischen Wirtschaftskrise gelesen hatte.

Weiterlesen...
http://derstandard.at/2000010933959...steller-Valvewird-griechischer-Finanzminister

 
Tsipras stellt sich gegen neue Russland-Sanktionen
Griechenland geht auf Konfrontationskurs mit der EU: Ministerpräsident Tsipras ist gegen neue Russland-Sanktionen und stoppt die Privatisierung des Piräus-Hafens.
hafen-piraeus-540x304.jpg


Der Nachrichtenseite Kouti Pandoras zufolge hat sich das neue griechische Kabinett gegen verschärfte EU-Sanktionen gegen Russland ausgesprochen. Das geplante Sanktionspaket sei nicht mit der griechischen Regierung abgesprochen, zitiert die Seite einen Sprecher des am Montag vereidigten Ministerpräsidenten Alexis Tsipras.
[...]
http://www.zeit.de/wirtschaft/2015-01/griechenland-neue-regierung-sparpolitik-sanktionen-russland
--------------

Joah, geht ja gleich gut los ...
 
Ich frag mich gerade was die Griechen damit zu tun haben? Haben die jetzt keine anderen Probleme? Stattdessen ist das mit das Erste was man von der neuen Regierung hört....
 
Bei diesem ganzen Griechenland Theater, bin ich immer wieder froh, dass die Schweiz nicht in der EU ist. Ich rede mir dann immer ein, dass die Deutschen, Österreicher (ja genau, ihr alle!) ;) etc. für die Griechen arbeiten und ihre Steuern zahlen müssen.
Natürlich sind auch wir betroffen (z.B. €-Kurs) aber halt trotzdem nicht so direkt.
 
Ich bin erstmal extrem glücklich über die Wahl und auch den Ausgang in Griechenland.

Vielleicht interpretiere ich zu viel hinein, aber für mich was das ein Befreiungsschlag der Demokratie gegen den ominösen "Markt" und die demokratisch nicht legitimierte Troika, die seit Jahren die Demokratie eines Staates im Würgegriff hält (<- *klingkling* Phrasenschwein).

Über die einzelnen Punkte des Wahlprogramms braucht man sich in meinen Augen nicht aufregen - ich würde mal behaupten es gibt keine Partei, bei der das Wahlprogramm 1zu1 umgesetzt wird.
 
Vielleicht interpretiere ich zu viel hinein, aber für mich was das ein Befreiungsschlag der Demokratie gegen den ominösen "Markt"

Das Problem Griechenlands ist aber nicht der Markt, sondern daß die Strukturen dort extrem verkrustet und ein funktionierender, halbwegs schlanker Staatsapparat nicht vorhanden ist. Das erstickt das Land. Gespart haben sie ordentlich, nur die Reformen sind sie nicht angegangen und so können sie natürlich nicht aus dem Sumpf rauskommen. Griechenlands eigentliches Problem ist nicht der Markt, sondern wirklich zu wenig "Markt"! Und ob eine Koalition aus Links-Außen mit den Rechtspopulisten da groß etwas reißen wird ... ich bin skeptisch.
 
Ich bin kein ausgewiesener Griechenlandexperte, aber lag mangelnder Reformwillen nicht vor allem an einer korrupten Regierung?
 
Ich bin kein ausgewiesener Griechenlandexperte, aber lag mangelnder Reformwillen nicht vor allem an einer korrupten Regierung?

Jepp, deswegen kann man es den Griechen auch nicht verübeln, daß sie die zum Teufel gejagt haben.

Ändert aber leider nichts daran, daß die Sozialisten nicht gerade für neo-liberalen Reformwillen bekannt sind. Ich bin ja auch kein ausgewiesener Freund von neoliberalen Übertreibungen, aber im Fall Griechenland sind da Reformen dringend nötig. Mehr Markt/mehr Selbstverantwortung und linke Politik beißen sich aber normalerweise.

Und die Rechtsaußen sind da nicht besser, die haben gerade das Verteidigungsministerium bekommen, was in Griechenland traditionell einer der größten Geldverschwender ist. Der neue Verteidigungsminister ist zudem auch noch ein strammer Sparverweigerer. Der wird bestimmt nicht dazu beitragen, daß der griechische Haushalt im Lot bleibt. Die türkische Gefahr muß ja in Schach gehalten werden :ugly:

Aber wer weiß, vielleicht stellt sich Tsipras ja als knallharter Realist und Reformer heraus und hat sein altes Vorbild Che Guevara wieder in den Schrank gehängt. Hierzulande kamen die Reformen ja auch von der SPD, aber irgendwie habe ich bei Griechenland noch ein schlechtes Gefühl...
 
Aber wer weiß, vielleicht stellt sich Tsipras ja als knallharter Realist und Reformer heraus und hat sein altes Vorbild Che Guevara wieder in den Schrank gehängt. Hierzulande kamen die Reformen ja auch von der SPD, aber irgendwie habe ich bei Griechenland noch ein schlechtes Gefühl...

Einfach mal Abwarten.
Was in den nächsten Wochen an Meldungen reinprasselt sollte man sowieso erstmal getrost ignorieren.
 
Ich sehe keinen Grund warum man bei dem Problem, das Griechenland hat, neoliberale Reformen bräuchte. Privatisierungen, den Abbau des (ohnehin schon mickrigen) Mindestlohns oder der Mini-Arbeitslosenversicherung, dafür Leute zu mehr Jobsuche zu treiben, obwohl offensichtlich keine Jobs vorhanden sind - was soll das bringen?
Es geht doch darum Korruption und Vetternwirtschaft abzubauen und auch mal die Reichen abzukassieren. Da erscheinen mir Linke, insbesondere solche die nicht aus dem "Establishment" kommt, grundsätzlich nicht gerade ungeeignet für. Und da es diverse andere Regierungen in den letzten Jahren allesamt vermasselt haben - insbesondere auch solche, die man als mehr oder minder "konservativ" ansehen würde -, würde ich sagen, dass es nur fair ist, auch mal denen die Chance zu geben.
 
Status
Für weitere Antworten geschlossen.
Zurück
Oben