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Einfach mal Abwarten.
Was in den nächsten Wochen an Meldungen reinprasselt sollte man sowieso erstmal getrost ignorieren.

Ja, im Prinzip sollte man erstmal abwarten. Allerdings braucht Griechenland schon im Februar neues Geld und ich denke nicht, daß es eine gute Strategie ist, erstmal jeden vor den Kopf zu stoßen :D
 
Ich sehe keinen Grund warum man bei dem Problem, das Griechenland hat, neoliberale Reformen bräuchte.

Weil Griechenlands Strukturen jede wirtschaftliche Erholung massiv behindern. Natürlich findet man keine Jobs, wenn die meisten Berufszugänge streng reglementiert sind. Das, was wir hier an Meisterzwang, Taxislizenzen, etc. haben/hatten, hat Griechenland überall. Das erinnert eher an mittelalterliche Gilden, als an ein modernes Land. Und da eine Öffnung reinzubringen (also den bestehenden "Schutz" aufzubrechen) ist so gar nicht linke Politik.

Das gleiche gilt für die Privatisierungen. Die griechischen Staatsbetriebe sind so wie die Post und die Bahn hier vor 30 Jahren - alt, langsam und ineffektiv. Zugleich sind sie etwa so viel wert, wie die gesamten griechischen Staatsschulden. Man muß natürlich nicht alles verkaufen, aber bestimmt Dinge schon. Ansonsten kann dort natürlich auch nicht modernisiert werden und keine Arbeitsplätze geschaffen werden.

würde ich sagen, dass es nur fair ist, auch mal denen die Chance zu geben.

Klar, vielleicht klappt es ja. Allerdings haben Populisten (links wie rechts) den Karren immer eher in den Dreck gefahren, als rausgeholt. Vorschußlorbeeren gibt es nicht und eine Schonfrist auch nicht.
 
Klar ist auch - wenn Europa sich hierbei vorführen lässt und am Ende nachgibt, dann wird das gemeinsame Europa sterben. Vielleicht nicht morgen, aber der Grundstein für den Untergang ist dann gelegt.
 
Sollen denen den Euro einfach nehmen und die Sanktionieren wenn sie ihre Schulden nicht zahlen und fertig.
Kindergarten und Machtkämpfe auf kosten aller anderer Länder können die sich sparen.
 
Weil Griechenlands Strukturen jede wirtschaftliche Erholung massiv behindern. Natürlich findet man keine Jobs, wenn die meisten Berufszugänge streng reglementiert sind. Das, was wir hier an Meisterzwang, Taxislizenzen, etc. haben/hatten, hat Griechenland überall. Das erinnert eher an mittelalterliche Gilden, als an ein modernes Land. Und da eine Öffnung reinzubringen (also den bestehenden "Schutz" aufzubrechen) ist so gar nicht linke Politik.

Das gleiche gilt für die Privatisierungen. Die griechischen Staatsbetriebe sind so wie die Post und die Bahn hier vor 30 Jahren - alt, langsam und ineffektiv. Zugleich sind sie etwa so viel wert, wie die gesamten griechischen Staatsschulden. Man muß natürlich nicht alles verkaufen, aber bestimmt Dinge schon. Ansonsten kann dort natürlich auch nicht modernisiert werden und keine Arbeitsplätze geschaffen werden.



Klar, vielleicht klappt es ja. Allerdings haben Populisten (links wie rechts) den Karren immer eher in den Dreck gefahren, als rausgeholt. Vorschußlorbeeren gibt es nicht und eine Schonfrist auch nicht.


Die griechischen Staatsbetriebe kriegst du in der Lage aber nicht verkauft. Das war der größte Schwachsinn von Anfang an, als erwartet wurde, dass Griechenland mitten in der tiefsten Depression tonnenweise marode Staatsbetriebe verkauft. Wer will denn sowas kaufen? Die müssen saniert werden und wenn (falls) Griechenland aus dem gröbsten raus ist, kann man den Kram zu Geld machen.
Die problematische Jobsituation hat nicht primär mit Griechenlands Strukturen zu tun, sondern mit dem exorbitanten BIP Absturz und dem Abbau von Jobs beim Staat. Deren Arbeitslosenquote lag 2008 noch unter 8% - nicht überragend, aber deutlich besser als Deutschland in der ersten Hälfte der 2000er Jahre.
 
Ich sehe keinen Grund warum man bei dem Problem, das Griechenland hat, neoliberale Reformen bräuchte. Privatisierungen, den Abbau des (ohnehin schon mickrigen) Mindestlohns oder der Mini-Arbeitslosenversicherung, dafür Leute zu mehr Jobsuche zu treiben, obwohl offensichtlich keine Jobs vorhanden sind - was soll das bringen?
Es geht doch darum Korruption und Vetternwirtschaft abzubauen und auch mal die Reichen abzukassieren. Da erscheinen mir Linke, insbesondere solche die nicht aus dem "Establishment" kommt, grundsätzlich nicht gerade ungeeignet für. Und da es diverse andere Regierungen in den letzten Jahren allesamt vermasselt haben - insbesondere auch solche, die man als mehr oder minder "konservativ" ansehen würde -, würde ich sagen, dass es nur fair ist, auch mal denen die Chance zu geben.
dafür muss man aber kassieren und keine geschenke verteilen...

und das problem welches ich sehe ist einfach, dass wir auf den bürgschaften sitzen und am ende geld in ein fass ohne boden gepumpt haben. wer dafür allerdings verantwortlich ist, steht auf einem anderen blatt...

und was den untergang der eu angeht: die eu muss 2 dinge endlich bringen: schwächung nationaler souveränit der mitglieder plus gemeinsames aufkommen für die kosten oder anders: die starken müssen die schwachen stützen. solange das nicht passiert ists eh wumpe...
 
Das gleiche gilt für die Privatisierungen. Die griechischen Staatsbetriebe sind so wie die Post und die Bahn hier vor 30 Jahren - alt, langsam und ineffektiv. Zugleich sind sie etwa so viel wert, wie die gesamten griechischen Staatsschulden. Man muß natürlich nicht alles verkaufen, aber bestimmt Dinge schon. Ansonsten kann dort natürlich auch nicht modernisiert werden und keine Arbeitsplätze geschaffen werden.
Bei dem hohen Maß an Korruption und Vetternwirtschaft in diesem Land ist eine Privatisierung aber u.U. kontraproduktiv
 
dafür muss man aber kassieren und keine geschenke verteilen...

und das problem welches ich sehe ist einfach, dass wir auf den bürgschaften sitzen und am ende geld in ein fass ohne boden gepumpt haben. wer dafür allerdings verantwortlich ist, steht auf einem anderen blatt...

und was den untergang der eu angeht: die eu muss 2 dinge endlich bringen: schwächung nationaler souveränit der mitglieder plus gemeinsames aufkommen für die kosten oder anders: die starken müssen die schwachen stützen. solange das nicht passiert ists eh wumpe...


Deswegen macht es m.E. ja auch keinen Sinn, den Griechen weiterhin Bedingungen aufzuerlegen, mit denen sie ohnehin nicht fertig werden. Natürlich sehen wir dann am Ende nix mehr von dem Geld wieder, weil Griechenland irgendwann eben doch in die Pleite geht.
 
Die griechischen Staatsbetriebe kriegst du in der Lage aber nicht verkauft. Das war der größte Schwachsinn von Anfang an, als erwartet wurde, dass Griechenland mitten in der tiefsten Depression tonnenweise marode Staatsbetriebe verkauft. Wer will denn sowas kaufen? Die müssen saniert werden und wenn (falls) Griechenland aus dem gröbsten raus ist, kann man den Kram zu Geld machen.

Nope, die kriegt man verkauft, die waren ja schon verkauft! Für die Sanierung hat Griechenland keine Mittel und groß warten können sie auch nicht. Nicht nur aus schuldenpolitischen Gründen, ineffektive Häfen, Flughäfen ,etc. bremsen auch die ganze restliche Wirtschaft aus.

Die problematische Jobsituation hat nicht primär mit Griechenlands Strukturen zu tun, sondern mit dem exorbitanten BIP Absturz und dem Abbau von Jobs beim Staat. Deren Arbeitslosenquote lag 2008 noch unter 8% - nicht überragend, aber deutlich besser als Deutschland in der ersten Hälfte der 2000er Jahre.

Natürlich muß man beim Staat überflüssige Jobs abbauen. Weil die da nur rumsitzen und nichts tun und dann trotzdem Geld bekommen, war der ganze Staat ja u.A. so überschuldet. Das hat man ja inzwischen korrigiert (teilweise auch übertrieben), nur muß man die Strukturen öffnen, damit die Leute dann auch andere Jobs finden können. Einfach jeden beim Staat anstellen ist keine Lösung, gut für die Arbeitslosen-Statisktik, mehr nicht!
 
Bei dem hohen Maß an Korruption und Vetternwirtschaft in diesem Land ist eine Privatisierung aber u.U. kontraproduktiv

Immer noch besser, als sie beim Staat zu lassen, der nichts daran ändert. Außerdem schaut die Troika bei den Privatsierungen schon darauf, daß es da einigermaßen gerecht zugeht. Da habe ich keine Probleme mit.
 
Ja... die Beamten konnten schon nach 3 5Dienstjahre in Rente gehen.... und das bei 1 Millionen Beamte.... hell yeah :D
 
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Nope, die kriegt man verkauft, die waren ja schon verkauft! Für die Sanierung hat Griechenland keine Mittel und groß warten können sie auch nicht. Nicht nur aus schuldenpolitischen Gründen, ineffektive Häfen, Flughäfen ,etc. bremsen auch die ganze restliche Wirtschaft aus.

Ja, für winzigste Summen. Die internationalen Geldgeber hatten da überraschenderweise viel mehr erwartet - und so kam es dann eben nicht, weil kein Schwein in der Situation akzeptable Summen zahlt.
Ich bin kein sonderlich großer Freund dieser pauschalen neoliberalen Idee, dass unbedingt alles mögliche und unmögliche privatisiert werden muss und dann wird plötzlich alles besser. Der Markt hat sich in gewissen Bereichen einfach als vollkommen inkompetent erwiesen (amerikanisches "Gesundheitssystem" bspw.).



@Gehälter Was die Gehälter von den Griechen angeht, gibt es natürlich immer irgendwelche Bild-Zeitungs Beispiele, wo plötzlich der ein oder andere ne halbe Million verdient, obwohl er den ganzen Tag lang nur an seinen Klöten rumspielt. Wenn man sich aber mal die Durchschnittslöhne in Griechenland anschaut, sollte recht schnell klar werden, dass das offensichtlich nicht die Regel ist.
 
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