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Solange sie noch mit der To Potami koalieren müssen, kann die Syriza eh nicht viel falsch machen. Ich glaube, Tsipras ist darüber ganz froh, sonst müßte er ja seine Ankündigungen wirklich wahr machen und dann wäre Griechenland bald am Ende :D

Letztendlich wird sich außer ein wenig Kosmetik nicht viel ändern. Ggf. packt er ja tatsächlich mal ein paar Reformen an (auch wenn ich es bezweifle, aber wer weiß).
 
Zuletzt bearbeitet:
Bin gespannt wie es in Griechenland weitergehen wird.
Mit der Schaffung Staatsjobs geht es sicherlich bald wieder aufwärts. Denn der Verwaltungsapparat war bislang deutlich unterbesetzt bei den Griechen. :ugly:

Nein, ich habe keine Ahnung. Schlimmer kann es für sie ja gar nicht mehr kommen. Ich hoffe, dass sie die Sache wieder in den Griff bekommen. Und die Drachme fand ich eigentlich immer cool. ;)
 
Schlimmer kann es für sie ja gar nicht mehr kommen. Ich hoffe, dass sie die Sache wieder in den Griff bekommen.

Sie haben die Talsohle ja schon durchschritten und es geht langsam wieder aufwärts. Es dauert natürlich immer etwas, bis die Menschen das auch wirklich spüren (denen ging es ja auch noch lange gut, obwohl der Staat schon längst bankrott war). Hoffenlich machen sie jetzt keinen Blödsinn.
 
Traurig. Das von der "fortschrittlichsten" Nation der Welt.

http://www.zeit.de/2015/04/guantanamo-erlebnisse-buch-folter

Auszug:

Slahi wird zum Opfer ganz neuer "Spezialbefragungsmethoden", persönlich am 13. August 2003 abgesegnet von Verteidigungsminister Donald Rumsfeld, der den Spitzenfall genau verfolgt. "Schluck, du motherfucker!": Während einer rasenden Bootsfahrt zwingt man ihn, Salzwasser zu trinken. Eingeflogene Ägypter und Jordanier veranstalten anstelle der Amerikaner brutale Prügelorgien mit ihm; er wird zu stundenlangem Stehen gezwungen, in Kälteräume gesteckt, rund um die Uhr verhört von abwechselnden Teams, zwecks Schlafentzugs, und sexuell erniedrigt: "Okay, dann geben wir dir heute eine Lektion in tollem amerikanischem Sex", woraufhin sich zwei weibliche Armeeangehörige an ihm stundenlang unter Obszönitäten vergehen, während Slahi betet – aber "alles passierte so, dass ich meine Uniform anbehielt".
 
Sie haben die Talsohle ja schon durchschritten und es geht langsam wieder aufwärts. Es dauert natürlich immer etwas, bis die Menschen das auch wirklich spüren (denen ging es ja auch noch lange gut, obwohl der Staat schon längst bankrott war). Hoffenlich machen sie jetzt keinen Blödsinn.

Wer sagt das? Schäuble hat ja zuvor davon gesprochen, dass weitere Hilfen nur an noch entschiedener durchgeführten Reformen geknüpft sind. Dafür hätte es dann 10-20 Milliarden gegeben. Wann genau soll sich das bei den Menschen bemerkbar machen?
 
Ich finde auch, dass das Wichtigste ist, dass es den Griechen langsam mal spürbar besser geht, egal wie. Meinetwegen ohne Euro oder durch solidarische Hilfen der anderen EU-Länder. Das ist schon ein Elend, was da unten gerade stattfindet...
 
Naja, was heißt "egal wie".
Es ist auch nicht einzusehen, Griechenland mit Hilfen vollzupumpen und sich solidarisch zu zeigen, wenn aus dem Land nur wenig Bereitschaft kommt, mal hart zu sparen. Fakt ist, dass der Karren gegen die Wand gefahren wurde und da muss man sich halt zuerst mal selbst aus der Scheiße ziehen. Natürlich gerne mit Unterstützung anderer Länder, aber halt nur, wenn die Bereitschaft zu sehen ist, was an der Lage, die das Land in die Bredouille gebracht hat, zu ändern.

Bedingungslos Geldgeschenke zu verteilen, halt ich für falsch.
 
sehe das so wie @el_barto.

Wenn ich lese das der Tsipras seinen Wählern verspricht, wird mir ganz schlecht :
  • Der Mindestlohn soll von 580 auf 741 Euro pro Monat steigen
  • Tsipras plant Gratis-Strom von bis zu 300 Kilowattstunden pro Monat und Essenszuschuss für 300.000 Familien
  • Billig-Miete von drei Euro pro Quadratmeter für ärmere Griechen
  • Ein Lohn von bis zu 1000 Euro pro Monat soll steuerfrei sein
  • Langzeitarbeitslose sollen Rabatte bei Bus- und Bahntickets bekommen
  • Die Investitionen in Infrastrukturmaßnahmen wie Straßen- und Brückenbau sollen erhöht werden
  • Die Heizölsteuer soll um etwa 30 Cent pro Liter gesenkt werden (laut Tsipras bringt das im Endeffekt sogar Mehreinnahmen für den Staat)
  • Unversicherte Arbeitslose sollen kostenlos einen Arzt aufsuchen können und nichts für Medikamente bezahlen müssen
  • 1,3 Millionen griechische Rentner sollen bis zu 700 Euro Weihnachtsgeld pro Jahr bekommen
  • Überschuldete Hausbauer bekommen 30 Prozent Kredit-Zuschuss und werden vor der Enteignung durch Banken geschützt
  • Die Immobiliensteuer soll abgeschafft, die Grundsteuer gesenkt werden
  • 300.000 neue Jobs will Tsipras in verschiedenen Branchen schaffen
Vieles davon "paid by german steuerzahler".... na danke...
http://www.focus.de/finanzen/news/2...ersprechen-des-alexis-tsipras_id_4432681.html
 
Jop, das mein ich. Mit Geldgeschenken und Steuererniedrigungen saniert man halt keinen Staatshaushalt. Dass das der "einfache" Bürger total klasse findet, kann ich durchaus verstehen, auch wenn man da schon mehr Weitsicht verlangen kann.
Aber ich bin wirklich dagegen, solche Phantastereien mit "meinem Steuergeld" (um mal ne Phrase zu bringen) zu finanzieren.

Hilfe ja, aber auch nur, wenn abzusehen ist, dass die auch wirklich fruchten und keine sozialistischen Traumvorstellungen finanziert werden.
 
Wer sagt das? Schäuble hat ja zuvor davon gesprochen, dass weitere Hilfen nur an noch entschiedener durchgeführten Reformen geknüpft sind. Dafür hätte es dann 10-20 Milliarden gegeben. Wann genau soll sich das bei den Menschen bemerkbar machen? Wann genau soll sich das bei den Menschen bemerkbar machen?

Jeder, der etwas von Wirtschaft versteht und sich mal die fundamentalen Wirtschaftsdaten angesehen hat. Das man die Talsohle durchschritten heißt aber noch lange nicht, daß man schon aus dem Tal raus wäre - der Weg ist noch lang! Aber sie sind (noch) auf dem richtigen Weg. Was aber nicht heißt, daß man jetzt mit den Reformen aufhören und das Geld raushauen kann.

Edit: Daß die Reformen hauptsächlich auf dem Rücken der kleinen Leute durchgezogen wurden, während die Reichen großenteils verschont wurden, ist natürlich eine üble Sache. Das geht aber auf die Kappe der bisherigen griechischen Regierung, nicht der Troika. Da könnte die neue Regierung mal ansetzen. Die sozialistische Traumwelt, die sie da ausgemalt hat, ist aber nur eine Utopie.
 
Naja, was heißt "egal wie".
Es ist auch nicht einzusehen, Griechenland mit Hilfen vollzupumpen und sich solidarisch zu zeigen, wenn aus dem Land nur wenig Bereitschaft kommt, mal hart zu sparen. Fakt ist, dass der Karren gegen die Wand gefahren wurde und da muss man sich halt zuerst mal selbst aus der Scheiße ziehen. Natürlich gerne mit Unterstützung anderer Länder, aber halt nur, wenn die Bereitschaft zu sehen ist, was an der Lage, die das Land in die Bredouille gebracht hat, zu ändern.

Bedingungslos Geldgeschenke zu verteilen, halt ich für falsch.


Das Griechenland nicht gespart hat ist ein Märchen. Deren Staatsausgaben sind genau genommen derart drastisch gesenkt worden, dass es wiederum keinerlei positiven Effekt auf den relativen Schuldenstand hat, da das BIP natürlich auch mit in die Binsen gegangen ist. Wer hätte auch ahnen können, dass das BIP einer Wirtschaft sinkt - nicht steigt, wie von der Troika angenommen :O_o: -, wenn man mal eben 10, 15% des BIPs einsparen soll (+ Multiplikatoreffekte)...
 
Gespart haben sie, reformiert ... eher weniger. Und die Reformen waren auch nicht wirklich wirksam und eher kosmetisch. Gibt es inzwischen eigentlich ein einigermaßen funktionierendes Steuerwesen oder sowas wie ein Katasteramt? Also etwas, was in einem modernen Staat selbstverständlich sein sollte? Ich glaube nicht.
 
Normalerweise geziemt es sich, dass der scheidende Premier protokollgemäß in seinem Amtssitz wartet und den übernehmenden Nachfolger freundlich begrüßt, ihn durch die Räume führt und sich mit einem Lächeln von seinem Leben mit der Macht verabschiedet. Selbstverständlich bedeutet dies weder, dass es dem Scheidenden leicht fällt zu gehen, noch dass all die bösen Worte des Wahlkampfs und der Zeit davor vergeben und vergessen sind. Das gilt auch in Griechenland, wo die Wortwahl der Politiker in den Rededuellen, verglichen mit dem in Deutschland üblichen Procedere, die Grenzen der Beleidigung regelmäßig überschreitet.

<...>

Eigentlich sollte danach die Amtsübergabe mit Samaras erfolgen. So sieht es das politische Protokoll und die weltweit praktizierte Tradition vor. Beim Verlassen des Präsidentenpalastes sahen die Journalisten am Megaron Maximos noch einige wenige Mitarbeiter Samaras. "Es gibt keine Übergabe, es ist vorbei", erfuhren sie.


Was war geschehen? Samaras war nicht erschienen. Die alte Regierung hat der neuen einen komplett geleerten Amtssitz überlassen. Sämtliche Schreibtische sind leer. Festplatten wurden aus den Computern entfernt, Aktenbestände durch den Reißwolf gejagt. Noch in der vergangenen Woche musste Samaras neue Aktenvernichter einkaufen lassen, weil die alten ob des Dauerbetriebs ihren Dienst versagt hatten. "Es gab nicht einmal Seife in den Toiletten", klagte ein Mitarbeiter Tsipras.


Die Nea Dimokratia sah dies anders. Georgos Mouroutis, Samaras persönlicher Presseattaché, beschuldigte SYRIZA der Lüge. Das Gegendementi folgte aus dem Munde von Nikos Pappas, dem jugendlichen Strippenzieher und designierten Staatssekretär vonb Alexis Tsipras.


Kurzum, mitten in den Verhandlungen mit der Troika wurde dem neuen Premier nichts Informelles übergeben. Die Symbolik, die einer zivilisierten Amtsübergabe steckt, ist nicht mehr und nicht weniger als die Konstanz eines Staatswesens. Der schlechte Verlierer Antonis Samaras hätte dies mit keiner anderen Geste so deutlich machen können wie mit dieser Art der Übergabe

http://www.heise.de/tp/artikel/43/43972/1.html
 
Bin mal gespannt wie sich der Varoufakis so schlägt. Mal kein Vollblut Politiker sondern ein Ökonomie-Professor... mal schauen ob er was kann :D
 
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