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Allgemein sind Windräder im Abstand von 500 bis 1000 Meter von bewohntem Gebiet aufzustellen. Zumindest aus Sicht des Immisionschutzes.
In dem Abstand hört man eher den Wind selbst als das Windrad. Bei starken Wind unter einem zu stehen ist natürlich gut laut. Ich habe glaube auch in Video auf dem Handy - kann nachher mal nach schauen.

Warum man die Dinger nicht einfach wild in die Landschaft klatscht wird oft einfach am Standort liegen.
Bei einem Windpark ist Aufstellung alles andere als trivial, da das Strömungsverhalten im Windpark sich eklatant ändert. Des Weiteren muss der Strom natürlich auch irgendwie vom Windpark weg. Ist er also "zu" abgelegen und dazu noch vom Wind her weniger günstig, kann sich das schnell nicht mehr rechnen.

Was die Beteiligungen angeht: Es gibt diverse Bürgersolar- und Windkraftanlagen. Man muss es nur wollen.
Sich nur hinzusetzen und zu sagen "Hey das sieht aber kacke aus, da will ich jetzt was für haben", aber nichts für tun, ist natürlich Unsinn.


Hallo eMkay,

könntest du diesen Artikel

http://www.zeit.de/2014/50/schmutziger-irrtum-energiewende-klimawandel

Einmal von der anderen Seite "beleuchten"? So wie ich den verstehe sind Kohlekraftwerke unter den normalen Gesetzen des Marktes nicht zu verdrängen, richtig?
 
Bin ich die Jukebox der regenerativen Energien oder was?
In aller Kürze, weil ich einen 13 Stunden Arbeitstag hinter mir habe.

Die vielen neuen Windräder und Solaranlagen, die Deutschland baut, leisten nicht, was wir uns von ihnen versprochen haben. Wir hatten gehofft, dass sie die schmutzigen Kohlekraftwerke ersetzen würden, die schlimmste Quelle von Treibhausgasen. Aber das tun sie nicht.
Weil sich der politische Wille gewandelt hat und der Co2 Zertifikatshandel ausgesetzt wurde und Kohle noch immer gefördert wird. Dazu unten mehr.

Trotzdem hat hier vor drei, vier Jahren keiner diese Logik so durchschaut.
Das muss man differenzieren: CDU und FDP wollten das einfach nicht durchschauen oder haben sich bewusste dagegen entschieden. Auch dazu unten mehr.


Der Umbau der Stromversorgung steht seit Fukushima im Zentrum der deutschen Umweltpolitik. Seit Jahren verschlingt er alle politische Energie, alles Geld, alle Fantasie, die Deutschland für den Umweltschutz übrig hat. Wenn die Energiewende misslingt, stehen wir in der Klimapolitik praktisch vor dem Nichts.
Das zeigt eindrucksvoll die starke Polemik dieses Artikels. Der Grundstein zum Umbau der Stromversorgung wurde bereits viel früher gelegt und zwar mit dem EEG, das war Jahre früher. Richtig ist, dass die CDU/FDP Regierung nach Fukushima den von ihnen selbst rückgänig gemachten Atomausstieg wiedererum rückgängig gemacht hatten, was ein Paradebeispiel für merkels reaktionäre Politik ohne echte visionen ist - sie hat auf die Stimmung im Land reagiert ohne dahinter zu stehen und ohne einen Plan zu haben.
Das ist genau die Investitionsunsicherheit von der ich immer rede. DAS ist einer der gewichtigsten Gründe warum die Energiewende nicht funktioniert.

Den Schwachsinn Strom an der Börse zu handeln wie wir er tun, zu dem der Verbraucher keinen Zugang hat (es wäre natürlich noch größerer Schwachsinn wenn man das für Verbraucher zugänglich machen würde), habe ich ja schon öfters mal hier im Forum erklärt. Dazu auch noch einmal mehr unten.

Nun sind die unterschiedlichen Brennstoffe unterschiedlich teuer. Uran ist am billigsten, dann kommen Braun- und Steinkohle, am teuersten ist Erdgas. Darum werden die Gaskraftwerke häufig abgeschaltet, wenn der Strompreis fällt, Kohlekraftwerke nur selten und Atomkraftwerke praktisch nie.
Da macht es sich der Artikel zu einfach. Wenn man sich nicht das ganze Bild anschaut ist Atom super.. sauber, billig etc. Dass es anders ist, ist ja hinreichend bewiesen. Atomkraftwerke werden vor allem praktisch nie abgeschaltet, weil es Wochen, teils Monate braucht um es runter zu fahren. Deswegen wird Atomstrom auch so gut wie nie im day ahead market groß gehandelt - die Kontingente werden lang im Voraus gekauft. Kohle verhält sich ähnlich - auch hier braucht man eine deutlich längere Anlaufzeit, wobei hier die geringen Grenzkosten (<- das ist der richtige Begriff wenn man über "brennstoffkosten" redet) auch eine Rolle spielen. Weiter unten schreibt das die Autorin sogar und widerspricht sich quasi selbst
Kohlekraftwerke sind dafür ausgelegt, fast ununterbrochen zu laufen, sie reagieren träge, und ihre Leistung zu drosseln ist teuer. Muss ein Kohlekraftwerk vom Netz, bezahlt der Betreiber später allein für den Diesel, den er verfeuert, um es wieder auf Betriebstemperatur zu bringen, einen fünf- oder sechsstelligen Betrag.
Die niedrigen Grenzkosten kommen, wie bereits mehrfach erwähnt vor allem durch die, noch immer im großen Maße vorhandene, Kohlförderung zu Stande.


die Energiewende hat auf eine Kombination von Technologien gesetzt, die sich unter Marktbedingungen selbst zerstört: Wind- und Solaranlagen haben die Gaskraftwerke aus dem Markt gedrängt, die sie als Partner dringend brauchen würden.
Unter den Marktbedingungen, die man fälschlicherweise durch die EEX Leipzig geschaffen hat. Wenn Strom vermarket werden muss, dann auf Europäischer Ebene und das funktioniert nur unter europäischer Aufsicht mit einem gemeinsamen Europäischen Klimaziel. Wir haben bereits mehr als gut ausgeprägte europäische Lastflüsse, aber jeder kocht sein eigenes Süppchen. Mein ehemaliger Abteilungsleiter vom Fraunhofer ISE engagiert sich sehr in der Aufklärung in diesem Bereich und hat eine, wie ich finde sehr gute, Visualisierung gefunden was die Lastflüsse angeht. https://www.energy-charts.de/exchange_de.htm


So zwingen wir, indem wir Wind- und Sonnenenergie subventionieren, am Ende die Betreiber der Kohlekraftwerke, Strom zu produzieren, der nicht nur klimaschädlich ist, sondern auch überflüssig.
Das ist einfach eine komplett falsche hergestellter Zusammenhang, wie "2% aller Straftäter waren unter Drogeneinfluss. >99% aller Straftäter trugen eine Unterhose => Unterhosen sind zu 99% an Straftaten schuld".

Patrick Graichen sagt: "Es gab eine kollektive Fehleinschätzung der Gutachterbranche, wonach die zusätzlichen erneuerbaren Energien alte Kohlekraftwerke verdrängen würden – und nicht neue Gaskraftwerke."
Es gab höchstes eine (bewusste), nennen wir es mal Fehlinterpretation des Gesetzgebers der erstellten Gutachten. Wie es da bei Rössler/Rötgen zuging und welche faulen Kompromisse da geschlossen wurden habe ich ja mal am Beispiel der räumlichen Nähe Regel von PV-Kraftwerken >1 MW mit Originalzitat einer Mitarbeiterin aus dem BMU dargelegt.

Erst der Zusammenbruch des europäischen CO₂-Handels habe Kohle im Vergleich zu Gas so billig gemacht, dass nun die Gaskraftwerke verschwunden seien. Aber das ist mehr eine Ausrede als eine Analyse. Der CO₂-Preis des Emissionshandels ist ein Regulativ: Er steigt, wenn die Unternehmen so viel fossile Energie verbrauchen, dass die EU ihr Klimaziel zu verfehlen droht, und er bleibt niedrig, solange die EU auf gutem Weg ist, ihr Ziel zu erreichen.
Die "Analyse" der Situation des Autors ist hier wohl eher die faule Ausrede.
Gehen wir doch mal einen Schritt zurück: Was sollte die Regierung (EU) denn machen? Richtig, auf lange Sicht unsere Zukunft in die richtige Richtung steuern - sprich Co2 Emissionen senken um den Klimawandel aufzuhalten. Was sollte man also machen? Man legt sich auf VERBINDLICHE Klimaziele fest, damit in 200 Jahren München keine Hafenstadt and er Atlantikküste ist. Gut, da könnte man jetzt schon einhaken, dass das nicht so ganz gut läuft aber wir reden ja über Co2. Wenn man sich also auf solche ziele setzt und wirklich verfolgen will muss man die verankern und das als Gesetz. Das hat man bspw mit dem EEG gemacht, welches dann leider Stück für Stück demontiert wurde (aber auch das habe ich schon mal thematisiert). Wenn man also möchte, dass der Co2 Zertifikatehandel funktioniert und der Grundgedanke war ja: wir müssen Anreize schaffen Co2 zu vermeiden und Strafen verhängen wenn zuviel Co2 ausgestoßen wird, dann muss man die Berechnung der Tonne Co2 eben genau so anlegen. Das wollte man aber nicht wirklich, weswegen der Handel nicht funktioniert.

Die gewaltigen Überschüsse an Ökostrom, die in sonnigen oder windreichen Stunden in Deutschland auftreten, werden zu einem großen Teil in den Niederlanden verbraucht.
Für diese These würde ich gerne mal einen Beweis sehen. Soweit ich nachvollziehen kann haben wir im vergangenen Jahr ziemlich konstant 2 TWh pro Monat exportiert. Das könnte jetzt zwei Dinge bedeuten: entweder die These stimmt nicht, da man über das Jahr verteilt einen glockenartigen Stromexport erwarten würde (wegen dem Einfluss der PV in sonnenreichen Monaten) ODER aber Sonne und Wind komplementieren sich so perfekt, dass wir das ganze Jahr über konstant über das Jahr verteilt soviel Energie aus Erneuerbaren haben, dass wir über das Jahr verteilt das meiste exportieren können. Da überlasse ich Euch dir mal die Abwägung.

Im Fukushima-Jahr 2011, als Deutschlands Öko-Elite sich den Atomausstieg schönrechnete,
Polemik anyone?

Die Energiewende würde nicht funktionieren: Wer es wissen wollte, der konnte es wissen, auch damals schon.
Das lief ein bisschen so ab: Alle wollen einen Rennwagen. Du bittest also Ferrari Dir einen Rennwagenprototyp zu bauen. Ferrari baut ihn und er funktioniert, ist aber noch etwas teuer. Aber da er ja funktioniert bittest du Ferrari sich um die Massenfertigung zu kümmern, damit die Preise sinken. Du gibts Ferrari auch Geld um das Werk, das jetzt benötigt wird zu bauen. Bis man vom Prototyp in der Massenproduktion ist dauert es etwas, klar. Du änderst jetzt aber ständig deine Meinung, fragst dich ob du überhaupt noch einen Rennwagen willst, stellst in Frage ob alle anderen einen brauchen und weil das ja Geld kostet zahlst du erstmal nicht weiter. Ferrari weiß nicht so genau was sie machen sollen und bauen eben ohne Hilfe weiter und es schaffen es sogar einen Rennwagen rauszubringen, den jeder Fahren und sich leisten kann. Allerdings gibt es jetzt links- und rechtslenker und verschiedene Farben - hat ja auch keiner mehr genau gesagt wie er aussehen soll. Du wolltest aber das alle rote linkslenker fahren. Also suchst du jetzt nach wegen alle zu bestrafen, die keinen linksgelenkten roten Rennwagen fahren. Ferrari versteht die Welt nicht mehr und die Zeit stellt sich hin und sagt "wer wissen wollte, dass das in die hose geht hätte es auch damals schon wissen können"

Es ist verdammt noch mal die Politik, die die Ziele im Wohle des Volkes zu setzen und dann die Rahmenbedingungen zu schaffen hat, dass man diese Ziele erreicht.


Rund um die Branche der Erneuerbaren ist in den vergangenen Jahren ein regelrechter politisch-industrieller Komplex herangewachsen. In seinem Einfluss ist er wahrscheinlich nur dem Geflecht zwischen Staat und Atomwirtschaft im vergangenen Jahrhundert vergleichbar. Alle Akteure in diesem Komplex verbindet ein Interesse: Probleme der Energiewende müssen lösbar erscheinen, damit die Wind- und die Sonnenbranche weiter subventioniert werden. Die Begeisterung für den grünen Umbau und die Begeisterung für das Geschäft mit dem grünen Umbau sind längst nicht mehr zu unterscheiden.
Das ist ja nun blanker Hohn kann ich nur hoffen. Wird hier ernsthaft behauptet, dass die Erneuerbaren Energien eine funktionierende und effektive Lobby hätten und das mehr als Kohle? Ich beantwortet das mal mit einen Namen: Hannelore Kraft.
 
Die die einen Kuschelkurs gegenüber der russischen Regierung fordern, liegen eben einfach falsch.

100 Osteuropaexperten sagen, was Sache ist.

Der Fehler der "Kuschelkurs" Befürworter ist der, dass das nicht Gewalt verhindert, sondern Gewalt provoziert.
Für Regierungen wie die aktuelle russische Regierung, die nicht auf Diplomatie setzen, sondern auf militärische Stärke und Gewalt, ist eine freundliche Behandlung nach einer Aggression nur eine Aufforderung zum Weitermachen, ein Zeichen der Schwäche.

Das ist es wohl, was viele dieser Künstler und sonstigen Prominenten, die diesen ersten Aufruf unterzeichnet haben, offenbar nicht verstehen. Es gibt Leute (und eben auch Staaten) die eine ausgestreckte Hand als Aufforderung sehen, dir gleich nochmal in die Fresse zu schlagen. Baust du dich hingegen bedrohlich vor ihnen auf, respektieren sie deine Stärke und Entschlossenheit und kuschen.

Die "Kein Krieg in Europa!" Aufrufschreiber machen den Fehler zu denken, die diplomatischen und wirtschaftlichen Sanktionen und das Zeigen militärischer Stärke würden einen Krieg in Europa (sprich: Russland gegen NATO) wahrscheinlicher machen. Genau das Gegenteil ist der Fall. Si vis pacem para bellum.
 
Boah, dieses co2 Gelaber + Klimawandel nervt so dermaßen. Besonders diese peinlichen Drohungen, dass der Meeresspiegel alles wegspült. Traurig, dass sowas sogar an der Uni gelehrt wird.
 
Boah, dieses co2 Gelaber + Klimawandel nervt so dermaßen. Besonders diese peinlichen Drohungen, dass der Meeresspiegel alles wegspült. Traurig, dass sowas sogar an der Uni gelehrt wird.
Schieß los!

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Ja genau...die zeit...war letztens einer dabei, der ne kritik zu nem konzern veröffentlicht hat bei dem er im beirat sitzt...die anstalt hats veröffentlicht und die zeit wollte die folge darauf entfernt haben

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