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Und ich muss mich am Freitag Mittag auf den Weg Richtung Ulm machen. Das ist verkehrstechnisch schon unter normalen Umständen ne Katastrophe. Und jetzt kommt dieser machtgeile Irre auch noch daher gelaufen. Das kann ja heiter werden.

Ich war am letzten Streiktag von Oldenburg aus zum Niederrhein hinter Duisburg gefahren, mit dem Firmenwagen meines Abteilungsleiters. Ich konnte ihm Abends erst um sieben Uhr die Schlüssel wieder in die Hand drücken :D
 
Ne, das Opfer sind (wieder mal) zigtausende Bahnfahrer die nun (wieder mal) sehen müssen, wie sie zur Arbeit kommen weil eine Spartengewerkschaft auf Biegen und Brechen einen internen Machtkampf mit einer anderen Spartengewerkschaft auf dem Rücken der eigenen Kunden ausübt.

Sicher ist die Berichterstattung manchmal sehr einseitig, aber im Kern scheint der "Pöbel" erkannt zu haben, dass es der GDL schon lange nicht mehr um die finanziellen Forderungen geht, wofür durchaus viele Menschen Verständnis gehabt hätten.


Ein funktionierender Streik kann nur auf Kosten der Kunden gehen. Ein Streik ohne "Opfer" bringt mal gleich gar nichts. Egal ob bei der der Bahn, Lufthansa, Amazon oder sonst wo.

Es geht schon lange nicht mehr um die finanziellen Forderungen? Dir ist aber schon klar was die GDL für Forderungen hat? Die wollen eben für ihre gesamten Mitglieder verhandeln, egal ob Lokführer, Zugbegleiter, Bordgastronomen, Disponenten, Ausbilder oder Instruktoren. Das ist für die Bahn nur eine finanzielle Frage! Lohn, Arbeitszeiten und Personal sind alles finanzielle Fragen. Die wissen, dass sich die GDL eben nicht mit "Peanuts" für ihre Mitglieder abspeisen lässt und nur deswegen probieren die es mit allen Mitteln zu verhindern. Es ist eben sogar nur eine finanzielle Frage, welche die Kunden der Bahn jetzt ausbaden müssen.
 
Ich war am letzten Streiktag von Oldenburg aus zum Niederrhein hinter Duisburg gefahren, mit dem Firmenwagen meines Abteilungsleiters. Ich konnte ihm Abends erst um sieben Uhr die Schlüssel wieder in die Hand drücken :D

Das glaub ich. Ich hab jetzt auch schon richtig Angst vor Freitag. Und ich kann wirklich erst Mittags los. Das wird ein absolutes Chaos. Und Alternativen gibts so gut wie keine.
 
Das ist für die Bahn nur eine finanzielle Frage!

Eben nicht. Wenn jetzt ein Bordkellner bei der GDL X% mehr Lohn bekommt als ein Bordkellner der bei der EVG ist, dann beschwört man die betriebsinternen Grabenkriege ja förmlich hervor. Dass keinem Arbeitgeber daran gelegen sein sollte, das sollte klar sein.

Und selbst wenn ich die Bahn jetzt mal außen vor lasse weil sie klar eine Position bezieht und parteiisch ist, ich sehe keine rationalen Beweggründe der GDL die Angebote der EVG abzulehnen um Klarheit darüber zu schaffen, welche Gewerkschaft denn nun wirklich die Mehrheit der verschiedenen Berufsgruppen vertritt und welche das nur gerne öffentlichkeitswirksam für sich beanspruchen möchte.

Das ist für mich keine finanzielle Frage sondern eine Frage, dass zwei Gewerkschaften um eine Vormachtstellung und de facto Macht kämpfen.
 
Für Berufssparten für die sie überhaupt nicht zuständig sind, weil sie nicht die Mehrheit vertreten...

Und für eine Änderung dieses Umstandes darf man nicht eintreten? Früher ging man auf die Barrikaden, heute mosert man nur noch, weil das eigene bequeme Leben kurz eingeschränkt ist. Einfach erbärmlich, was heutzutage abgeht. Heute reicht es aus mit der Jobangst zu spielen und Max Müller hällt schon die Füsse still und sagt zu allen Ja und Amen :dhoch:
 
Und für eine Änderung dieses Umstandes darf man nicht eintreten?

Natürlich nicht, weil das dem Streikgedanken völlig zuwiderläuft :vogel:. Aber die werden schon noch sehen, was sie davon haben. Spätestens wenn ihre kleinen Drecksgewerkschaften rechtlich mundtot gemacht worden sind.
Vielleicht sollte die Bahn in Spanien mal fragen, ob ein paar Leute bei uns Lokführer werden möchten.
 
Zuletzt bearbeitet:
Den Personennahverkehr mit berufspendlern, die meist eine Monatsfahrkarte haben und schon bezuschusst werden muss weil das Geschäft keinen Gewinn einbringt, zu bestreiken bringt doch nichts ein für die GDL ausser das Unverständniss der Bevölkerung und natürlich mediale Aufmerksamkeit auf die es der Weselsky wohl abgeseh hat um Mitglieder von der EVG abzuwerben und auf langer sicht die EVG abzuschaffen
Wenn die GDL dem Unternehmen DB schaden will würde es vollkommen ausreichen den Güterverkehr zu bestreiken.
Und wenn man die kompletten Forderungen der GDL zusammenrechnet kommt man auf Lohnsteigerungsforderungen von 15%. Das man damit nicht durchkommt sollte Verständlich sein
 
Ein funktionierender Streik kann nur auf Kosten der Kunden gehen. Ein Streik ohne "Opfer" bringt mal gleich gar nichts. Egal ob bei der der Bahn, Lufthansa, Amazon oder sonst wo.

Es geht schon lange nicht mehr um die finanziellen Forderungen? Dir ist aber schon klar was die GDL für Forderungen hat? Die wollen eben für ihre gesamten Mitglieder verhandeln, egal ob Lokführer, Zugbegleiter, Bordgastronomen, Disponenten, Ausbilder oder Instruktoren. Das ist für die Bahn nur eine finanzielle Frage! Lohn, Arbeitszeiten und Personal sind alles finanzielle Fragen. Die wissen, dass sich die GDL eben nicht mit "Peanuts" für ihre Mitglieder abspeisen lässt und nur deswegen probieren die es mit allen Mitteln zu verhindern. Es ist eben sogar nur eine finanzielle Frage, welche die Kunden der Bahn jetzt ausbaden müssen.
1. blödsinn ein funktionierender streik schädigt erstmal das unternehmen durch umsatz-einbußen. das läuft bei der bahn nur aufs gleiche hinaus: keine kunden, kein umsatz.
2. auch blödsinn: sie "verhandeln" für mitglieder die sie nicht haben.

die haben den knall nicht gehört, dass ist alles.
 
Wie es aussieht muss die Bahn wohl auch so langsam auf das Leiharbeitsystem umstellen und noch laufende Verträge der DB Mitarbeiter auslaufen lassen. Lokführer holt man sich dann eben extern her, das wäre doch ne schöne Reaktion...
 
Auf die geforderte Lohnsteigerung will ich gar nicht eingehen. Aber ich habe Berichte über Lokführer gesehen, die teilweise 400 Überstunden hatten - die weder ausbezahlt und erst recht nicht abgefeiert werden können.

Wenn ich in der Situation wäre - ich würde mein Streikrecht wahrnehmen.

edit: Allerdings nicht über diese wahnwitzige Dauer.
 
Ich bin weißgott kein Freund der immer wiederkehrenden Bahnstreiks.

Aber der grundsätzliche Verhandlungsanspruch der GDL auch gegenüber der EVG, Nachfolgeorganisation der Marionettengewerkschaft Transnet, ist berechtigt.

Zur Erinnerung ein kurzer Abriss der Historie: http://www.nachdenkseiten.de/?p=23772

Die GDL ist nicht umsonst so stark, wenn der andere Verein seine zahlenden Mitglieder bei der Bahn verraten hat.
 
So lang diese Vollidioten sich nicht endlich mal ein wenig an die restliche zivile Welt anpassen, werde ich stark islamisch geprägte/regierte Länder in Zukunft meiden. Auch Tunesien wird fürs erste das letze mal gewesen sein.
 

frown.gif

Erschreckend, zu welch grausamen Taten religiöser Fanatismus einen treiben kann.
 
So lang diese Vollidioten sich nicht endlich mal ein wenig an die restliche zivile Welt anpassen, werde ich stark islamisch geprägte/regierte Länder in Zukunft meiden. Auch Tunesien wird fürs erste das letze mal gewesen sein.

Normalerweise seh ich das ganze entspannt. Bin da auch familiär geprägt, da mein Vater Mitte der 90er immer extra mit uns in die Türkei flog, wenn die PKK zu Hochform auflief – der fallenden Preise wegen.

Trotzdem: Eigentlich hatte ich mir vorgenommen nächstes Jahr mal wieder in die Türkei zu fliegen, war ja schon sehr oft da, aber dieser ganze Syrien Konflikt schlägt mir auf die Laune. Greift die Türkei ein, drehen die Radikalen im Land durch, betreibt sie der IS ggü weiter Appeasement-Politik, werden sich die Kurden sicher wieder Gehör verschaffen. So oder so steht die Türkei vor einer innenpolitisch schwierigen Lage.
 
So lang diese Vollidioten sich nicht endlich mal ein wenig an die restliche zivile Welt anpassen, werde ich stark islamisch geprägte/regierte Länder in Zukunft meiden. Auch Tunesien wird fürs erste das letze mal gewesen sein.
Für mich sind islamisch geprägte Länder schon länger aus meiner Reisezielliste geflogen. Mir einfach oft zu unübersichtlich und instabil, die Situationen da. Von daher unterscheid ich auch nicht zwischen islamistisch-fundamentalistischen Zügen und friedlichem Islam, sondern treff hier für mich ne kategorische Entscheidung.
Keine Lust, dass ich da mal irgendeinen Faktor überseh und in einem Land hock, während es grade explodiert. So Hotel Ruanda Style.
 
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