Ja gut, kann man machen. Sich hinstellen und so zu tun, als ob alles mit der völkerrechtswidrigen Annektion der Krim losgegangen ist und sich dabei fürchterlich empören. Während auf der Krim die Leute wohl ziemlich zufrieden sind und eine dubiose und wohl auch demokratisch nicht legitimierte Übergangsregierung in der Ukraine sich darüber mukiert. Kann man alles ganz furchtbar finden, nur ich lasse mir da nicht einreden, dass das für mich plötzlich ein gewaltiges und nicht hinnehmbares Problem darstellen soll, für das wohlmöglich auch mal ein paar deutsche Truppen in der Ostukraine stationiert werden könnten, in ein paar Monaten. Man weiß ja nie.
Spontan aus dem Bauch heraus möchte ich behaupten, dass mir ein Russland mit Einfluss in der Krim lieber ist als ohne. Ich fürchte mich jedenfalls nicht vor "dem bösen Russen". Deutschland hat gut daran getan, sich energietechnisch nach West wie nach Osten hin abzusichern. Ich halte es für falsch, das nun ändern zu wollen. Wozu? Nur weil die USA das gerne so hätte? Weil es denen in den Kram passt? Das sind doch jene, die uns flächendeckend ausspionieren. Und so wie ihr Präsident heute aufgetreten ist? Nee, vor denen grusel ich mich doch etwas mehr!