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Genauso wie bei dem Reflex immer erst mal auf die Anderen zu zeigen, bevor man sich damit auseinandersetzt :p

Imho sollte in diese Länder keiner Waffen liefern!

DAS ist der springende Punkt. Ich zeige auf die Schweiz mit meinem Finger, weil ich das scheisse finde. Mit meinen anderen Fingern zeige ich aber auch und vor allem auf die Deutschen, denen es auch scheissegal ist, dass mit unseren Waffen unschuldige Zivilisten getötet werden. Und es ist gut, dass ich 10 Finger habe, denn es gibt ja noch genügend andere Länder, die auch nicht besser sind...! :deal:

@Weasel1988

Es ist IMO schlicht schwachsinnig, Eltern für ihre Kinder wählen zu lassen. Die Argumente wurden dir mehrfach genannt. Vor allem kämen dabei völlig irre Abstimmungsergebnisse zu Stande. Eine Familie mit drei Kindern hätte demnach 5 Stimmen an der Urne im Vergleich zu einem Single, der nur eine Stimme hat. Oder einem kinderlosen Ehepaar, wo es zwei Stimmen sind. :ugly:

Davon abgesehen ist es Absicht, dass man erst wählen darf, wenn man halbwegs dazu in der Lage ist. Denn jeder soll für sich entscheiden, was er wählt. Das ist einer der wichtigsten Grundsätze des Wahlrechts.

Ich halte auch nichts davon, Minderjährige mit 16 wählen zu lassen. Diese zwei Jahre in der Entwicklung und Reifung können durchaus wichtig sein. Und hier geht es nicht darum abzustimmen, welcher Politiker am coolsten angezogen ist, sondern wer unser Land regiert, wer unsere Interessen als Volk vertritt.

Aber ok, das Familienwahlrecht wird eh nie kommen, deswegen kann ich mich wieder entspannen. :D
 
Politische Bildung bekommen Schüler in der Schule mit ungefähr 12 Jahren intensiv. Jemand, der sich z.B. zwei Jahre lang wöchentlich mehrere Stunden mit Politikwissenschaften beschäftigt, ist meiner Meinung nach ausreichend kompetent für die Wahlen. In der Regel befassen sich ja Schüler bei Wahlen auch intensiver mit Wahlprogrammen als der durchschnittliche Deutsche. Es liegt gar nicht so fern für mich Jugendliche mit 16, vielleicht sogar schon 14 Jahren, bei entsprechender Vorbereitung in Schulen wählen zu lassen. Die Altersgruppe '30 bis 60' hat sowieso den Löwenanteil und sorgt für genug Stabilität. Junge Menschen hingegen, die in Wahrheit einen großen Teil der Gesellschaft ausmachen, haben vergleichsweise wenig Stimmen. Da finde ich den Gedanken schon sehr demokratisch, bemüht zu sein jüngere Menschen mehr an Politik teilhaben zu lassen.
 
An der Politik teilhaben bedeutet ja nicht nur Wählen. Man kann auch zur politischen Meinungsbildung beitragen, ohne dass man zur Wahl gehen darf. Wie fast überall bei Regeln und Gesetzen sind sie nicht auf den einzelnen abgestimmt - können sie gar nicht sein: Auch hier gilt, dass es selbstverständlich 14 oder 16 jährige gibt, die genug Wissen und Weitsicht haben, um nach vernünftigen oder zumindest vertretbaren Kriterien zu wählen oder abzustimmen. Man kann ein Wahlrecht oder ein Abstimmungsrecht aber eben nicht nur diesen geben, sondern alle erhielten es. Dies nicht zu tun ist imo die Konsequenz aus der Erkenntnis, dass ein Grossteil der Jugendlichen dafür nicht bereit ist. Umgekehrt ist ein Grossteil der ü18-Menschen dazu bereit, weshalb auch alle das Stimm- und Wahlrecht haben, unabhängig davon ob ihr Intellekt/Interesse dieses Privileg rechtfertigt - bzw. gar im klaren Wissen darum, dass gewisse weder schlau noch interessiert genug sind. Bei den14 bis 16 jährigen könnte man sich allenfalls auf den Standpunkt stellen, dass so oder so nur jene wählen/abstimmen gehen, welche interessiert sind. Das ist imo aber eine etwas armselige Argumentation für die wichtige Frage, ab wann man die Geschicke des Staates sollte mitbestimmten können. Zudem bedeutet Interesse allein nicht auch, dass man die geistige Reife und die notwendige Weitsicht hat, aus dem interessiert verfolgten die richtigen Schlüsse zu ziehen. Die junngen Erwachsenen haben danach in aller Regel noch 60 Jahre Zeit zu wählen und zu stimmen - das sollte imo reichen (gute 50 % tun das dann aber trotzdem nicht... o.k., andere Baustelle).
 
An der Politik teilhaben bedeutet ja nicht nur Wählen. Man kann auch zur politischen Meinungsbildung beitragen, ohne dass man zur Wahl gehen darf. Wie fast überall bei Regeln und Gesetzen sind sie nicht auf den einzelnen abgestimmt - können sie gar nicht sein: Auch hier gilt, dass es selbstverständlich 14 oder 16 jährige gibt, die genug Wissen und Weitsicht haben, um nach vernünftigen oder zumindest vertretbaren Kriterien zu wählen oder abzustimmen. Man kann ein Wahlrecht oder ein Abstimmungsrecht aber eben nicht nur diesen geben, sondern alle erhielten es. Dies nicht zu tun ist imo die Konsequenz aus der Erkenntnis, dass ein Grossteil der Jugendlichen dafür nicht bereit ist. Umgekehrt ist ein Grossteil der ü18-Menschen dazu bereit, weshalb auch alle das Stimm- und Wahlrecht haben, unabhängig davon ob ihr Intellekt/Interesse dieses Privileg rechtfertigt - bzw. gar im klaren Wissen darum, dass gewisse weder schlau noch interessiert genug sind. Bei den14 bis 16 jährigen könnte man sich allenfalls auf den Standpunkt stellen, dass so oder so nur jene wählen/abstimmen gehen, welche interessiert sind. Das ist imo aber eine etwas armselige Argumentation für die wichtige Frage, ab wann man die Geschicke des Staates sollte mitbestimmten können. Zudem bedeutet Interesse allein nicht auch, dass man die geistige Reife und die notwendige Weitsicht hat, aus dem interessiert verfolgten die richtigen Schlüsse zu ziehen. Die junngen Erwachsenen haben danach in aller Regel noch 60 Jahre Zeit zu wählen und zu stimmen - das sollte imo reichen (gute 50 % tun das dann aber trotzdem nicht... o.k., andere Baustelle).

Das würde ich genau so unterschreiben. :dhoch:

Anmerken kann man auch noch, dass Jugendliche gerade in diesem Alter noch extrem beeinflussbar sind.
 
An der Politik teilhaben bedeutet ja nicht nur Wählen. Man kann auch zur politischen Meinungsbildung beitragen, ohne dass man zur Wahl gehen darf. Wie fast überall bei Regeln und Gesetzen sind sie nicht auf den einzelnen abgestimmt - können sie gar nicht sein: Auch hier gilt, dass es selbstverständlich 14 oder 16 jährige gibt, die genug Wissen und Weitsicht haben, um nach vernünftigen oder zumindest vertretbaren Kriterien zu wählen oder abzustimmen. Man kann ein Wahlrecht oder ein Abstimmungsrecht aber eben nicht nur diesen geben, sondern alle erhielten es. Dies nicht zu tun ist imo die Konsequenz aus der Erkenntnis, dass ein Grossteil der Jugendlichen dafür nicht bereit ist. Umgekehrt ist ein Grossteil der ü18-Menschen dazu bereit, weshalb auch alle das Stimm- und Wahlrecht haben, unabhängig davon ob ihr Intellekt/Interesse dieses Privileg rechtfertigt - bzw. gar im klaren Wissen darum, dass gewisse weder schlau noch interessiert genug sind. Bei den14 bis 16 jährigen könnte man sich allenfalls auf den Standpunkt stellen, dass so oder so nur jene wählen/abstimmen gehen, welche interessiert sind. Das ist imo aber eine etwas armselige Argumentation für die wichtige Frage, ab wann man die Geschicke des Staates sollte mitbestimmten können. Zudem bedeutet Interesse allein nicht auch, dass man die geistige Reife und die notwendige Weitsicht hat, aus dem interessiert verfolgten die richtigen Schlüsse zu ziehen. Die junngen Erwachsenen haben danach in aller Regel noch 60 Jahre Zeit zu wählen und zu stimmen - das sollte imo reichen (gute 50 % tun das dann aber trotzdem nicht... o.k., andere Baustelle).

Interesse oder politische Weitsicht sind keine Voraussetzungen um wählen gehen zu dürfen. Ebenso repräsentiert sich eine Personengruppe in der Regel selbst und nicht andere Gruppen. Jemand, der mit festem Boden einen Job hat, eine Familie unterhält wird seinen politischen Einfluss anders gewichten als ein Schüler, Student oder Auszubildender. Und letztere Personengruppe hat wenig direkten Einfluss auf Politik und es ist nicht demokratisch sie mit anderen Möglichkeiten abzuspeisen.
Ein Wahlberechtigter sollte den Aufbau und die Prozesse hinter der Politik kennen und sich mit aktueller Politik und den Parteiprogrammen beschäftigt haben. Diese Punkte sind für einen Volljährigen allerdings freiwillig. Jugendliche hingegen werden an diese Themen so neutral wie möglich herangeführt und können gezielt vorbereitet werden. Ich sehe gerade bei 16-jährigen kein Mangel an Kompetenz.
Die Juniorwahl beweist nahezu wie kompetent Schüler (und das sind 12-17-jährige) mit entsprechender Vorbereitung sind. Dazu verbreiten gerade die sozial schwachen Schüler ihre politische Kompetenz bei den meist desinteressierten Familien und fördern so Demokratie auch noch indirekt.
 
Interesse oder politische Weitsicht sind keine Voraussetzungen um wählen gehen zu dürfen. Ebenso repräsentiert sich eine Personengruppe in der Regel selbst und nicht andere Gruppen. Jemand, der mit festem Boden einen Job hat, eine Familie unterhält wird seinen politischen Einfluss anders gewichten als ein Schüler, Student oder Auszubildender. Und letztere Personengruppe hat wenig direkten Einfluss auf Politik und es ist nicht demokratisch sie mit anderen Möglichkeiten abzuspeisen.
Ein Wahlberechtigter sollte den Aufbau und die Prozesse hinter der Politik kennen und sich mit aktueller Politik und den Parteiprogrammen beschäftigt haben. Diese Punkte sind für einen Volljährigen allerdings freiwillig. Jugendliche hingegen werden an diese Themen so neutral wie möglich herangeführt und können gezielt vorbereitet werden. Ich sehe gerade bei 16-jährigen kein Mangel an Kompetenz.
Die Juniorwahl beweist nahezu wie kompetent Schüler (und das sind 12-17-jährige) mit entsprechender Vorbereitung sind. Dazu verbreiten gerade die sozial schwachen Schüler ihre politische Kompetenz bei den meist desinteressierten Familien und fördern so Demokratie auch noch indirekt.

Natürlich sind weder Interesse noch politische Weitsicht Voraussetzung im eigentlichen Sinn um wählen zu dürfen - ich denke das geht so aus meinen Zeilen auch hervor. Wenn man allerdings das Mindestalter der wahlberechtigten Bevölkderung festsetzt, ist doch wohl ein entscheidendes Kriterium, ab wann im Durchschnitt damit gerechnet werden kann, dass ein potentieller Wähler die politische Landschaft einschätzen, danach eine Entscheidung treffen und die Konsequenzen abschätzen kann - oder warum sonst dürfen 12 jährige nicht wählen gehen und ist man sich in aller Regel auch einig, dass das gut ist so? Primär weil man dem Durchschnitt im Alter von 12 die geistige Reife abspricht, gute Entscheidungen zu treffen. Wenn ich hier bei uns in ein Jugend- oder gar Kinderparlamente schaue, dann sitzen da ausschliesslich Jugendliche, welchen ich das Wahlrecht ab 16 oder vielleicht gar ab 14 ohne Weiters zusprechen würde. Wenn ich allerdings die Kinder und Jugendlichen in den Klassen meiner Frau bzw. ihren Kolleginnen und Kollegen (Lehrpersonen) sehe, dann wage ich einfach zu bezweifeln, dass der durchschnittliche 16 und v.a. 14 jährige die gesitige Reife für eine Wahl mitbringt: Ihnen fehlen nicht nur grundlegende Kenntnisse, sondern sie sind auch beeinflussbar wie Fahnen im Wind, wobei erstaunlich ist, welche Banalitäten zur Beeinflussung taugen und welche Killerargumente auf taube Ohren stossen. Und genau deshalb bin ich für ü18... Es ist jetzt nicht so, dass das Wahlrecht ab 16 eine Bankrotterklärung an den Staat wäre (funktioniert ja auch vielerorts), aber imo ist das einfach nicht sinnvoll und es verkennt, wie durschnittliche 14 bis 16 jährige sind. Und einfach um keine Missverständnisse aufkommen zu lassen: Wir brauchen Plattformen (u.a. die Schule), wo den Kindern und Jugendlichen Interesse und Freude an der Politik vermittelt wird - wie bereits gesagt geht das aber auch ganz gut ohne aktiv wählen und abstimmen gehen zu können. Es macht imo vielleicht gar Sinn, erst politisches Interesse zu wecken, Lebenserfahrung zu sammeln und sich politisch zu positionieren, bevor man Kinder und Jugendliche mit der "Bürde" des Wählens und Abstimmens erschlägt. Das Wahl- und Abstimmungsrecht ist - zumindest dem Grundgedanken nach - eine staatstragende Aufgabe und kein "Kinderspielplatz im politischen Erwachsenwerden". Ich bin mir durchaus bewusst, dass diese ganze Diskussion in Anbetracht der vielen erwachsenen Vollpfosten, welche zur Wahl gehen (wenn sei denn ihren Arsch überhaupt vom Sofa hochkriegen), eher theoretischer Natur ist.

Ebenso repräsentiert sich eine Personengruppe in der Regel selbst und nicht andere Gruppen

Kannst Du mir erläutern, was genau Du damit meinst? Ich hab's icht verstanden.
 
Weil du meintest, dass junge Erwachsene dann noch 60 Jahre haben wählen zu gehen. Dann sind sie aber recht schnell nicht mehr "jung" und repräsentieren auch nicht mehr die Personengruppe, die kaum direkt politisch Einfluss nehmen kann.

Aber gut. Wir haben da einfach andere Meinungen. Mir zeigt die Juniorwahl (und meine eigene Erfahrung), dass selbst 14-jährige mit der Vorbereitung durch die Schule politisch kompetenter sind als die meisten Erwachsenen. Und interessanterweise gibt es hier deutlich weichere Unterschiede zwischen sozial schwachen und Akademiker-Kindern als im Erwachsenenalter. Ich sehe hier viel "demokratisches Potenzial" in Jugendlichen.
 
Wir haben da einfach andere Meinungen
Und die lassen sich auch beide gut vertreten: Scheint einfach, dass wir durchschnittlichen Kindern/Jugendlichen unterschiedlich viel zutrauen bzw. ihnen unterschiedlich viel Verantwortung zuteil kommen lassen wollen.

Das demokratische Potential der Meinungen von Kindern/Jugendlichen möchte ich im Übrigen auch nicht absprechen, gerade weil (wie Du sagst) Jugendliche an viele Themen weniger vorurteilbehaftet herangehen als Erwachsene, einfach weil sie noch nicht so lange von Überzeugung A oder B im Umfeld X oder Y geprägt wurden. Schlussendlich stehe ich aber dafür ein, dass das so läuft, wie das in meiner Familie (früher bei meinen Eltern und jetzt bei meinen - zugegebenermassen noch sehr kleinen - Kindern) abläuft: Die kleineren und grösseren Hosenscheisser dürfen ihre Sicht der Dinge gern dartun und werden auch regelmässig nach ihrem Befinden und ihrer Meinung gefragt - Papa versucht auch zuzuhören und die Meinungen einzubeziehen: Im Ergebnis ist es aber Papa der entscheidet, ob der Lolli vor dem Essen jetzt was schlaues ist... Ich finde, dass sich das bei 14 bis 16 jährigen nicht grossartig anders verhält: die Ideen werden zwar anders (hie und da sicherlich auch besser), aber im Ergebnis brauchts halt noch wen, der da die notwendigen Schranken setzt. Was in der Familienpolitik (gemeint als Politik innerhalb der Familie) funktioniert, scheint mir auch für die grosse politische Bühne nicht verkehrt.
 
Das Wahlrecht ist an die Volljährigkeit geknüpft und das aus gutem Grund. Die allermeisten Jugendlichen interessieren sich vorher auch nicht groß für Politik und das nicht, weil sie vorher nicht wählen dürfen. Sondern weil sie vorher idR andere Dinge haben, die ihnen wichtiger sind. Und das ist auch nicht ungewöhnlich, sondern ganz normal. Ich sehe keinen gesellschaftlichen Wert darin, daran etwas zu ändern. Vom Familienwahlrecht ganz zu schweigen.


Ich bin fest davon überzeugt, dass ein 16 oder 17-jährige eine halbwegs vernünftige Entscheidung an der Wahlurne treffen kann. Unterstützen kann man das natürlich durch die schulische Bildung, sprich der 16 oder 17-jährige weiß dann immerhin (im Ideallfall) wie das Wahlsystem funktioniert (im Gegensatz zu vielen anderen, die sicher meinen, dass die Erststimme die "wichtigere" ist). Es muss ja gute Gründe geben, jemanden von der Wahl auszuschließen und 'weil sie vorher idR andere Dinge haben, die ihnen wichtiger sind' ist imo vollkommen untauglich. Auf der Grundlage kann man 99% der Bevölkerung ausschließen.
Der gesellschaftliche Wert liegt darin, dass ein größerer Teil der Gesamtbevölkerung an der Wahl teilnehmen darf.
 
... sprich der 16 oder 17-jährige weiß dann immerhin (im Ideallfall) wie das Wahlsystem funktioniert....

Alleine bei dem Satz gruselt es mich schon! Eape hat das schön formuliert: "Die Juniorwahl beweist nahezu wie kompetent Schüler (und das sind 12-17-jährige) mit entsprechender Vorbereitung sind." Das ist sicherlich richtig, aber die Betonung liegt hierbei auf der Vorbildung und die kann man idR in dem Alter nicht voraussetzen. Deine Überzeugung in allen Ehren, aber ich denke nicht, daß sich ein Großteil der Jugendlichen genug für Politik interessieren und das nötige Hintergrundwissen mitbringen, um pauschal Allen das Wahlrecht zuzugestehen. Diese zwei Jahre sind imho enorm wichtig in der Entwicklung und auch um Erfahrungen zu sammeln, nicht umsonst liegt die Volljährigkeit erst bei 18 und nicht früher.
 
@ Osa-Chan: :fp:

Hab leider gerade keine Zeit, alle Beiträge zu lesen, aber allein dei Beitrag ist ein Facepalm wert. Wenn man Kindern ein Wahlrecht gibt, dient das dem Ausbau ihrer Rechte. Keine Ahnung, wie die das mit Sex mit Minderjährigen vergleichen kannst, wo es darum geht, Kinder zu schützen.
 
Alleine bei dem Satz gruselt es mich schon! Eape hat das schön formuliert: "Die Juniorwahl beweist nahezu wie kompetent Schüler (und das sind 12-17-jährige) mit entsprechender Vorbereitung sind." Das ist sicherlich richtig, aber die Betonung liegt hierbei auf der Vorbildung und die kann man idR in dem Alter nicht voraussetzen. Deine Überzeugung in allen Ehren, aber ich denke nicht, daß sich ein Großteil der Jugendlichen genug für Politik interessieren und das nötige Hintergrundwissen mitbringen, um pauschal Allen das Wahlrecht zuzugestehen. Diese zwei Jahre sind imho enorm wichtig in der Entwicklung und auch um Erfahrungen zu sammeln, nicht umsonst liegt die Volljährigkeit erst bei 18 und nicht früher.

Wenn du jemanden aufgrund seiner angeblich oder tatsächlich nicht vorhandenen Ahnung ausschließt, wirst du genau das erreichen: Er wird sich nicht ernst genommen fühlen und sich fragen, warum er sich mit dem Unsinn überhaupt beschäftigen soll, wenn er doch sowieso am Ende nicht wählen darf.
16 oder 17-jährige sind davon ab auch keine Kleinkinder. Hier hat man auch noch einen Hebel, um den Jugendlichen in der Schule gezielt (und so neutral wie möglich) Wissen und Interesse zu vermitteln, auch Fragen und Diskussionen zu zu lassen. Und klar gibt es da Idioten, die nichts raffen oder nichts raffen wollen, nur gibts die in jeder Altersschicht.
Und zum Argument: "Nicht umsonst erst ab 18"... das ist ja nun mal nicht überall so, auch bei Kommunalwahlen gilt in Deutschland in rund einem halben Dutzend Bundesländern das aktive Wahlrecht ab 16.
 
Wenn du jemanden aufgrund seiner angeblich oder tatsächlich nicht vorhandenen Ahnung ausschließt, wirst du genau das erreichen: Er wird sich nicht ernst genommen fühlen und sich fragen, warum er sich mit dem Unsinn überhaupt beschäftigen soll, wenn er doch sowieso am Ende nicht wählen darf.

Sorry, aber das ist ein dünnes Argument, mit den man auch das Wahlrecht mit 10 oder 14 rechtfertigen könnte.

16 oder 17-jährige sind davon ab auch keine Kleinkinder. Hier hat man auch noch einen Hebel, um den Jugendlichen in der Schule gezielt (und so neutral wie möglich) Wissen und Interesse zu vermitteln, auch Fragen und Diskussionen zu zu lassen. Und klar gibt es da Idioten, die nichts raffen oder nichts raffen wollen, nur gibts die in jeder Altersschicht.

Klar gibt es die in jeder Alterschicht, daß ist ja auch nicht das Argument. Aber in dem Alter, in dem man wählen darf, hat man eine Reife, Wissen und auch Erfahrungen, die man vorher halt nicht hat. Wenn Du die Leute mit 16 wählen lassen willst, kannst Du nicht zwei Wochen vorher anfangen, ihnen das Grundwissen einzutrichtern. Und mit Grundwissen meine ich nicht, wie man zwei Kreuze auf ein Blatt Papier macht. Das ist ein Alter, in dem man ihnen gut die Funktionsweisen des politische Systems näherbringen kann, den "Hebel", wie Du es so schön nennst. Aber das braucht imho Zeit, die man sich nehmen muß und ich glaube nicht, daß mit 14 oder 15 genung Interesse herrscht, um sich näher mit sowas zu befassen.

Und zum Argument: "Nicht umsonst erst ab 18"... das ist ja nun mal nicht überall so, auch bei Kommunalwahlen gilt in Deutschland in rund einem halben Dutzend Bundesländern das aktive Wahlrecht ab 16.

Und trotzdem ist da die Volljährigkeit auch da bei 18 Jahren. Und man kann Kommunal- und selbst Landeswahlen nicht mit Bundestagswahlen gleichsetzen. Allerdings ist das eine weitere Gegelenheit für den schon genannten Hebel, zumindest bei Kommunalwahlen.
 
Also wir hatten Politikwissenschaften seit der siebten Klasse und eins der ersten Themen war das politische System Deutschlands. Seitdem haben wir uns mit jeder Wahl umfassend befasst. Und um Interesse geht es hier ja nicht. Man wird in der Schule gezwungen sich mit diesen Themen (und anderen) auseinanderzusetzen und das auf sehr intensive Weise.

Und ich denke man kann ruhig die heilige 18 in Frage stellen. Gibt es irgendeinen Nachweis, der den Ausschluss von 17-jährigen und jüngeren bei den Wahlen rechtfertigt? Oder ist das nur so eine Entscheidung aus dem Bauch heraus? Ernst gemeinte Frage.
 
Dafür gibt es afaik keinen Nachweis, aber wohl auch nicht für das Gegenteil. Wenn Du Dich in der Schule schon früh damit auseinandersetzen mußtest/konntest ist das schön zu hören, aber das dürfte nicht die Regel sein. Sollte es aber! Wenn ich mich jedenfalls mit Jugendlichen so unterhalten (OK, natürlich nicht repräsentativ) sehe ich zumindest jetzt nicht die dringende Notwendigkeit, diese zur Wahl zu schicken. Eher im Gegenteil :D

In Frage stellen kann und soll man die "heilige 18" durchaus, ist ja nichts in Stein gemeißelt. Aber ich persönlich sehe weder die Notwendigkeit nich den Nutzen, daran etwas zu ändern. Jedenfalls nicht bei den Bundestagswahlen. "Kommunal ab 16, Land ab 17, Bund ab 18" wäre durchaus für mich vorstellbar.
 
Notwendigkeit oder Nutzen ist so eine Sache. Wie Steffko richtig erkannt hat, sollte man in einer Demokratie gute Gründe dafür haben, wieso jemandem die Stimme verwehrt wird. Und da ist "isso" etwas wenig.
 
@Cale Es geht nicht darum, das Wahlrecht für 10 oder 14-jährige zu rechtfertigen. Mein Punkt ist, dass das Festsetzen eines Mindestalters Konsequenzen hat. Wenn du einem 16- oder 17-jährigen (indirekt) sagst, dass er zu unwissend, dumm und geistig unreif ist, um sich an einer Wahl zu beteiligen, dann hat das Konsequenzen auf das Verhalten dieser Person. Insofern sollte man sich imo sicher sein, dass man dabei nicht zu restriktiv vorgeht, dass man also nicht Menschen ausschließt, die tatsächlich eine einigermaßen akzeptable Reife besitzen (bei dem 10-jährigen werden wir uns da wohl einig, beim 16- oder 17-jährigen anscheinend nicht). Man verpasst mit der Festsetzung auf 18 Jahre ggf. gänzlich die Möglichkeit während der Schulzeit Interesse zu wecken, denn Real- und Hauptschüler gehen mit ~16 ab.

Ich weiß nicht, wo du heraus liest, dass man zwei Wochen vor der Wahl anfangen soll Wissen einzutrichtern :? Das ist ungefähr das genaue Gegenteil von dem, was ich mir vorstelle :ugly: Man hat Gemeinschaftskunde, Sozialkunde o.Ä. ab grob der 7. Klasse und, wie eape schon sagt, gehört da u.A. das politische System zum Lehrstoff. Man soll hier nicht anfangen, wenn die Leute 16 oder 17 sind, sondern vielleicht mit 13 oder 14 und mit 15 oder 16 einen Punkt erreicht haben, an dem man die Leute mit gutem Gewissen auf die Wahlurne loslassen würde.

Wann man als volljährig gilt, spielt bei der Frage des aktiven Wahlrechts überhaupt keine Rolle. Man kann auch erst ab 42 als volljährig gelten, was würde das bspw. an einem aktiven Wahlrecht ab 16 (oder 18, 21 whatever) ändern?
 
@Cale Man soll hier nicht anfangen, wenn die Leute 16 oder 17 sind, sondern vielleicht mit 13 oder 14 und mit 15 oder 16 einen Punkt erreicht haben, an dem man die Leute mit gutem Gewissen auf die Wahlurne loslassen würde.

Wenn das so wäre, dann wäre ja schon mal ein Grund weggefallen, der mich von der Zustimmung abhält. Aber so ist es nicht, jedenfalls nicht flächendeckend und effektiv genug, imho. Und selbst dann hast Du weder die Reife und Erfahrungen, die man in späteren Jahren hat, sondern nur das auch nötige theoretisches Wissen. Ich sehe in den (durchschnittlichen) heutigen 16-jährigen einfach Niemanden, den ich an der Wahlurne sehen möchte.

Viele Andere, unabhängig vom Alter, auch nicht, aber das ist ein anderes Thema :D

Wann man als volljährig gilt, spielt bei der Frage des aktiven Wahlrechts überhaupt keine Rolle. Man kann auch erst ab 42 als volljährig gelten, was würde das bspw. an einem aktiven Wahlrecht ab 16 (oder 18, 21 whatever) ändern?

In der Regel ist man mit 18 volljährig und und aus den gleichen Gründen ist das Mindestalter auch so geregelt. Das ist davon auch Ausnahmen gibt, ist ja nun nichts Neues ...

Notwendigkeit oder Nutzen ist so eine Sache. Wie Steffko richtig erkannt hat, sollte man in einer Demokratie gute Gründe dafür haben, wieso jemandem die Stimme verwehrt wird. Und da ist "isso" etwas wenig.

Mangelnde Qualifikation ist schon ein guter Grund, oder nicht? Ansonsten könnte man das Mindestalter auch auf Null setzen und die Babies mit einem Buntstift in die Wahlkabine stecken. Das Mindestalter ist natürlich nur eine Notlösung und nicht der Weisheit letzter Schluß. Man muß aber ein Alter festsetzen, bei dem man davon ausgehen kann, daß eine Mehrheit die nötigen Qualifikationen mitbringt, um über die Geschicke dieses Landes und auch über das Leben von Anderen mitzubestimmen. Anders kann man das Problem nicht handhaben. Und dieses Alter ist bei 18 festgesetzt. Einige sind vorher qualifiziert, andere später, einige überhaupt nicht. Aber das Problem hast Du bei jedem Alter! Ich halte die aktuelle Situation für die beste Lösung. Man kann natürlich andere Meinung sein, aber die Argumente und meine Erfahrungen ändern nichts an meiner Einschätzung der Lage :)
 
@ Osa-Chan: :fp:
Hab leider gerade keine Zeit, alle Beiträge zu lesen, aber allein dei Beitrag ist ein Facepalm wert.

Statt zu Facepalmen solltest vielleicht lieber Argumente suchen, die meine Argumentation entkräften können. Allerdings wird dir das kaum gelingen.

Wenn man Kindern ein Wahlrecht gibt, dient das dem Ausbau ihrer Rechte.

Wenn du Kindern ermöglichst, ihre Sexpartner selber zu wählen, dient das genauso dem Ausbau ihrer Rechte.

Keine Ahnung, wie die das mit Sex mit Minderjährigen vergleichen kannst, wo es darum geht, Kinder zu schützen.

Vielleicht solltest du dann mein Posting noch einmal genau lesen und dann versuchen den Inhalt zu verstehen. Ich bin ziemlich sicher, dass es dir schon gelingen wird, es zu verstehen, wenn du es zulassen willst, zu verstehen.

Angelehnt an Barts geniales Killzone-Shadow Fall Posting:

Alles oder nichts, Süßer. Entweder Kinder eines gewissen Alters haben die Reife, eine gravierende Entscheidung, wie etwa eine politische Wahl, zu beeinflussen, dann sind sie aber auch reif genug sexuell selbstbestimmt zu sein, oder du musst zugeben, dass Kinder eben bis zu einem gewissen Alter nicht reif genug sind, über ihre eigene Sexualität frei bestimmen zu können, weshalb es hier (strafrechtliche) Schutzgesetze braucht, dann kann man ihnen aber mangels Reife auch kein Wahlrecht zugestehen.
 
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