Foren Aktuelles Erstellen Mitglieder Anmelden

Politiktalk - immer aktuell informiert...

Benutzer, welche sich diesen Thread anschauen:

Status
Für weitere Antworten geschlossen.
Ich musste die Tage ein bisschen schmunzeln, als ich in der Kolumne von Jan Fleischhauer gelesen hab, dass die TAZ, jahrelang mahnende Stimme des Arbeitsmarktes und lauter Forderer des Mindestlohns seinen Redakteuren irgendwas um die 5,50 Euro zahlt.
hat er erwähnt, dass es da um eine volontariatsstelle ging?
 
hat er erwähnt, dass es da um eine volontariatsstelle ging?

Ja, erwähnt er. Habe ich heute morgen wohl irgendwie unter den Tisch fallen lassen. Trotzdem verdienen die festen Redakteure wohl auch unter Tarif, wobei, mir fallen wenige Zeitungen ein, die heute noch tariflich vergüten.

edit: Ich gehe mal davon aus, dass die Volos da für 160 Stunden im Monat angestellt sind, das macht bei 5,50 brutto im Monat 880 Euro brutto. Das finde ich immer noch wenig, zu wenig, wenn man bedenkt, dass man an die Volontariate meist nur mit einem abgeschlossenen Studium kommt. Da verdient so mancher Azubi mehr. Kann man von den rund 650 Euro netto wohnen, essen, leben? Schwierig, würde ich sagen. Oder setzt man gezielt darauf, dass die taz Volontäre allesamt Konsumkritiker sind und lieber von Luft, Liebe und dem Gefühl leben, bei der taz arbeiten zu dürfen? Den Traum Journalismus lassen sich nämlich auch andere Blätter bezahlen.

Einen interessanten Gedankengang habe ich heute noch gelesen: Es wird schwierig werden, Ausbildungen weiterhin attraktiv zu halten. Das schnelle "Mindest-Geld" lockt, warum also 3 Jahre für die Hälfte buckeln? Die langfristige Perspektive ist auch so schon nicht mehr so rosig, wie noch vor 20 Jahren.
 
Zuletzt bearbeitet:
die taz erfasst keine arbeitszeit. festangestellte verdienen ca. 18€ die stunde (was bei der mangelnden zeiterfassugn schwer zu beurteilen is). das is unter tarif. die versuchen halt mit allen mitteln den laden am laufen zu halten. kleine zeitung mit viel enthusiasmus für die sache. aber ich finds auch unglücklich. allerdings kann ich es auch nachvollziehen, wenn man an eine sache glaubt und bereit is dafür viel zu opfern, dann würde ich es ähnlich machen. is ja jetzt nicht so, als würde da an anderer stelle geld gescheffelt. dennoch.. schwierig.
 
Aber eines verstehe ich nicht.
Die Botschaft lautet: "Okay, die Volos verdienen zu wenig, die festen Redakteure verdienen aber mehr. Is jetzt leider so."

Wenn das ein Betreiber einer Friseurkette über seine Angestellten sagen würde, da wäre die Kacke mega am dampfen, hehrer Auftrag in oder her. So eine Argumentation würde die taz selber zerschmettern. Da würde ich doch die Gehälter der festen senken und die der Volos zumindest etwas heben. Oder sind das da so viele Volos, dass die die Mehrheit der Belegschaft ausmachen? Sollte ja eigentlich nicht so sein.

edit: es sind drei bis fünf Volos bei der taz. So spitz auf Knopf kann der Gehaltsapparat doch nicht kalkuliert sein.
 
Zuletzt bearbeitet:
Naja, die TAZ steht praktisch seit ihrer Gründung immer kurz vor der Insolvenz, die verkaufen weniger als 60.000 Exemplare täglich. Da muß man schon Abstriche beim Gehalt machen, wenn man dort arbeitet.
 
Werbeetat von 1,7 Mio. Euro. Kann man da nicht die paar Mark von abzwacken? Außerdem würde ich fast behaupten, dass 9/10 der Leser von sich behaupten würde nicht für Werbung empfänglich zu sein.
 
Ich weiß nicht. Kaum hat sich die Ukraine von der europäischen Wirtschaft abgewandt, wird wieder massives Russlandbashing in der Politik und in den Medien betrieben. Finde das schon sehr auffällig, wie sehr da wieder die Menschenrechtskeule geschwungen wird. Da wird dann ein Klitschko zum furchtlosen Kämpfer für die Gerechtigkeit, gegen das dunkle System inszeniert. Ähnlich läuft es ja mit China und Japan und den Interessen der USA. Kaum rumpelt es im ostchinesischen Meer, wird in den Medien das Gespenst vom roten Riesen erweckt. Dabei geht's in beiden Fällen um nix anderes als knallharte Wirtschaftsinteressen.
Man merkt schon sehr, dass der Kampf um die Ressourcen mittlerweile in einer härteren Gangart stattfindet. Da bahnt sich einiges an. Und die Politiker schüren lieber Feindbilder, als die Probleme mit Diplomatie zu lösen und neue Wege zu suchen, um den Energiehunger ihrer Industrien zu stillen.
 
Ich weiß nicht. Kaum hat sich die Ukraine von der europäischen Wirtschaft abgewandt, wird wieder massives Russlandbashing in der Politik und in den Medien betrieben. Finde das schon sehr auffällig, wie sehr da wieder die Menschenrechtskeule geschwungen wird.


Ich weiß nicht ob Du es mitbekommen hast, aber Russland war noch nie eine vorzeige Demokratie. In der letzten Zeit macht Putin aber in regelmäßigen Abständen nen riesen Haufen auf alles was mit Menschenrechten und Demokratie in Zusammenhang steht.

Alleine die Hetze gegen Homosexuelle hat dort ein Level erreicht für das sich jedes zivilisierte Land schämen sollte.
 
Andererseits natürlich auch nicht überraschend, dass nach den chaotischen Zuständen der 1990er Jahre in der Bevölkerung ein großes Bedürfnis nach einer gewissen Stabilisierung vorhanden war. Das hat Putin doch sehr in die Karten gespielt. Hier kann man auch gut sehen, dass ein großer Teil der Bevölkerung lange Zeit sehr zufrieden mit seiner Politik war.

http://www.laender-analysen.de/russland/pdf/Russlandanalysen034.pdf
(ab Seite 7)

Auch ganz interessant, da es eines der Hauptprobleme der Demokratie in Russland gut darstellt. Nämlich die Tatsache, dass ihre Funktionsweise und ihre Spielregeln von beträchtlichen Bevölkerungsteilen überhaupt nicht verstanden bzw. abgelehnt werden.

http://www.laender-analysen.de/russland/pdf/Russlandanalysen145.pdf
(ab Seite 6)

auch:
http://www.laender-analysen.de/russland/pdf/Russlandanalysen211.pdf
(ab Seite 5)
 
Ich weiß nicht ob Du es mitbekommen hast, aber Russland war noch nie eine vorzeige Demokratie. In der letzten Zeit macht Putin aber in regelmäßigen Abständen nen riesen Haufen auf alles was mit Menschenrechten und Demokratie in Zusammenhang steht.

Alleine die Hetze gegen Homosexuelle hat dort ein Level erreicht für das sich jedes zivilisierte Land schämen sollte.

Auch habe ja auch nicht behauptet, dass sich unsere Medien und Politiker das aus den Fingern saugen. ;)

Auch geil:

http://www.faz.net/aktuell/politik/nordkorea-der-mann-der-nie-existierte-12702174.html

Wie früher im alten Rom! :grins:
 
Auch habe ja auch nicht behauptet, dass sich unsere Medien und Politiker das aus den Fingern saugen. ;)

Auch geil:

http://www.faz.net/aktuell/politik/nordkorea-der-mann-der-nie-existierte-12702174.html

Wie früher im alten Rom! :grins:


IMHO spinnst Du Dir da gerade eine Verschwörung aus der Tatsache heraus dass du die Rahmenbedingungen zu wenig kennst.

Das gesetzt gegen öffentliches zur Schau stellen ist erst im Sommer verabschiedet worden.
Die äußerst Demokratie und Menschenrechtsfeindliche Linie wird erst in den letzten Jahren gefahren, und seither wächst auch der Protest.

Jetzt ein "die wollen doch nur deren Reichtum haben" ist doch arg billig und zu kurz gedacht.


Und was jetzt Nordkorea damit zu tun hat verstehe ich auch nicht.

Nordkorea ist als Thema völlig separiert von allem Anderen zu betrachten. Und dort ist ganz schlicht und einfach ein Machtkampf zwischen dem Gremium der Übergangszeit und Kim Jong Un geendet
 
Status
Für weitere Antworten geschlossen.
Zurück
Oben