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Warum denn auch nicht. Der Motor hält dann wenigstens, während das Gehäuse längst weggerostet ist.
Fortschrittlich ist, sich aufs Rad zu setzen oder Öffis zu benutzen.
 
Ich sage nur, dass die Autoindustrie viel weiter ist (bzw. sein könnte) als der Kunde bereit ist.

Unter dem Artikel ist links eine Übersicht, welcher Hersteller wieviel CO2 in der Flotte hat: *klick*

Da sieht man schön, dass BMW/Mercedes/Audi sicher noch viel zu tun haben, die Franzosen und Italiener aber auch...
 
Zimtzicke schrieb:
@ Glod
Du kennst dich sicher sehr gut mit der Materie aus, oder?

Welche Materie? Die Werbeaussagen der diversen Autohersteller bzgl. Ausstoß und Verbrauch, die sie sich über ihren NEFZ-Zyklus zurecht faken? Nö, damit kenne ich mich nicht wirklich aus, aber ich weiß, dass den Werten nicht zu trauen ist.

Deswegen weisst du auch, dass z. B. der funkelnagelneue Citroen C4 Picasso (so ein Auto, was du dir wünschst) mit 92 Diesel-PS nur einen minimal geringeren Verbrauch und CO2-Ausstoss hat als z. B. ein 320d Touring mit fast der doppelten Leistung, mehr Gewicht, usw.

Da fehlt mir jetzt ein wenig der Zusammenhang zum Gejammer der hiesigen Autoindustrie, die dann immer gleich mit dem Wegfall unzähliger Arbeitsplätze droht, kaum dass sie was an ihrem Schadstoff-Output ändern sollen.
Falls die Werte stimmen sollten (was ich bei beiden Wagen nicht glaube), dann macht das weder den BMW noch den C4 zu einem Vorbild. Und auch nicht den Fiat, Dacia, Renault oder sonstwas. Warum müssen denn immer die anderen Gleichwertiges vorzuweisen haben? Wenn man sich erst dann bewegt, wenn die anderen schon vorgelegt haben, wird man nicht die Nummer 1.

Was du forderst ist im Zweifelsfall, dass ALLE Kunden sich doch bitte deinen Vorstellungen nach automobiler Mobilität zu beugen haben.

Habe ich mit keinem Wort behauptet. Ich fordere, dass die Autohersteller aufhören, immer rumzuheulen und aus dem Knick kommen. Ständig hört man nur dieses Rumgeflenne. Arbeitsplätze werden zu Tausenden vernichtet und man muss doch den Flottenausstoß so und so berechnen und liebe Angela mach doch mal, dass die böse EU nicht an den Zahlen dreht, denn sonst geht hier alles den Bach runter und wir müssen quasi zu machen, blablabla...immer das gleiche Gewäsch. Ich sehe nix davon, dass mal argumentiert wird "Okay Leute, ihr habt hier zwar nette Ideale, aber wir sind technisch bereits ganz ganz vorn und mehr ist hier schlicht und ergreifend nicht machbar und zwar aus folgenden Gründen - hier Auflistung unschlagbarer faktischer Argumente, die die gnadenlose Überlegenheit deutscher Technologie zeigen und gleichzeitig darlegen, warum da nicht mehr gemacht werden kann - aber nein, das hört man nicht.

Glaubst du wirklich, es wäre für die Automobilbranche ein Problem, diese Ziele zu erreichen? Klar erreichen sie diese Ziele.
Offensichtlich ist es eins. Oder warum versuchen die Hersteller, sich immer mit fadenscheinigen Recheneinlagen und blanker Erpressung (Jobs) aus der Affäre zu ziehen?

Dann fallen eben geschätzte 50% der Modellvielfalt weg und wir fahren alle kleine Autos, die aufgrund ihres Antriebes und exotischer Materialien sau teuer sind (i3), so dass sie keiner mehr kaufen kann oder will.

So, so...geschätzte 50% der Modellvielfalt. Also wenn ich jetzt mal nachdenke, was ich so an Modellen rumfahren sehe, dann wird der Wegfall bestimmter Modelle wohl eher im niedrigen einstelligen Bereich liegen.

Die ganzen Sensoren und Ausstattungen tust DU als Schnickschnack ab, den DU nicht brauchst. Der Markt will es aber. Und der Markt will Autos oberhalb eines Polos, mit mehr als 90PS. Das wird gebaut, das wird verkauft.

Falsche Darstellung. Der Markt will das größtenteils überhaupt nicht. Aber die Hersteller und auch die Medien reden dem Markt ein, dass er es will. So, wie der Markt auch unbedingt immer mehr Rechenkerne in Smartphones will...oder Bio-Produkte. Hier werden nur Hypes geschürt, die deswegen sein müssen, weil die Hersteller in diversen Branchen ein sinnloses Wettrüsten betreiben, bei dem es immer nur um "Höher, Schneller, Weiter" geht. Man will ja was Neues bringen und deswegen muss da noch das da rein und das da und dann nehmen wir 1 GHz mehr und stellen sicher, dass es der Kunde auch durch das Wackeln seiner Ohren bedienen kann.
Natürlich ist das nicht allein den Herstellern geschuldet, denn z.B. die Medien strafen ein Produkt ja immer gleich mit Häme ab, wenn es nicht irgendwas ganz doll Neues oder zumindest einen voll krassen Leistungsschub zu bieten hat. Also muss man irgendwas finden, was man einbaut und da lässt man dann eben die Heckscheiben im Auto weg (bzw. schießt hinten ein Guckloch durch), damit man die total tolle Kamera verkaufen kann und voll innovativ und so ist.

Ich kann nachvollziehen, was du forderst. Alle Menschen sollen vernünftig sein und ihre Mobilität anpassen, um gewisse Ziele zu erreichen. Aber so funktioniert es nicht.

Das fordere ich nicht. Ich persönlich suche mir mein Auto rein nach Vernunftsaspekten und dem leidigen Punkt meiner verdammten Größe aus. Ich verstehe voll und ganz, dass das nicht alle Menschen machen wollen. Aber da müssen eben die Hersteller die Technologie liefern.
Im Übrigen könnte man das ganz einfach durch ein Tempolimit auf deutschen Autobahnen regeln. Wenn du nur noch 130 fahren darfst, dann brauchst du auch keine 300 PS-Kutsche mehr.

Ach ja... bevor du die Aerodynamik eines Autos ins Lächerliche ziehst, solltest du dich schlau machen. Das Fahrzeugheck ist mitunter eine der wichtigsten Flächen für den CW-Wert. Genau wie der Wagenboden oder sogar Felgen. Les mal ein paar Artikel, wieviel Anteil am Spritverbrauch die Aero hat.

Für das Heck mag das ja stimmen, aber ich glaube nicht, dass eine im hinteren Bereich zu besseren Sehschlitzen/Bullaugen zusammengezogene Fensterfront (speziell bei Kombis) irgendwas zu diesem Wert beiträgt. Dazu noch fette Säulen hinten und nicht versenkbare Kopfstützen und schon sieht der Blödmann von Käufer nix mehr und muss technische Gimmicks kaufen, die er sonst womöglich gar nicht gebraucht hätte.
Und wenn ich das mal nur auch mich beziehe: Mit meinen 2m sitze ich ziemlich weit hinten. Wenn ich also einen Schulterblick mache, dann schaue ich zwangsläufig durch die hinteren Scheiben. Und wenn ich dann dort nichts mehr sehe, weil irgendsoein Trottel meinte, dass es als Design voll cool aussieht, dann könnte ich nur noch kotzen.
Das es auch anders geht, zeigen z.B. Passat, Mondeo und Octavia. Ich frage mich, was z.B. Hyundai beim i40cw, Opel beim Insignia und Toyota beim Avensis (alle Kombis) geritten hat.
 
Glod schrieb:
Zimtzicke schrieb:
@ Glod
Du kennst dich sicher sehr gut mit der Materie aus, oder?

1) Welche Materie? Die Werbeaussagen der diversen Autohersteller bzgl. Ausstoß und Verbrauch, die sie sich über ihren NEFZ-Zyklus zurecht faken? Nö, damit kenne ich mich nicht wirklich aus, aber ich weiß, dass den Werten nicht zu trauen ist.

Deswegen weisst du auch, dass z. B. der funkelnagelneue Citroen C4 Picasso (so ein Auto, was du dir wünschst) mit 92 Diesel-PS nur einen minimal geringeren Verbrauch und CO2-Ausstoss hat als z. B. ein 320d Touring mit fast der doppelten Leistung, mehr Gewicht, usw.

2) Da fehlt mir jetzt ein wenig der Zusammenhang zum Gejammer der hiesigen Autoindustrie, die dann immer gleich mit dem Wegfall unzähliger Arbeitsplätze droht, kaum dass sie was an ihrem Schadstoff-Output ändern sollen.
Falls die Werte stimmen sollten (was ich bei beiden Wagen nicht glaube), dann macht das weder den BMW noch den C4 zu einem Vorbild. Und auch nicht den Fiat, Dacia, Renault oder sonstwas. Warum müssen denn immer die anderen Gleichwertiges vorzuweisen haben? Wenn man sich erst dann bewegt, wenn die anderen schon vorgelegt haben, wird man nicht die Nummer 1.

Was du forderst ist im Zweifelsfall, dass ALLE Kunden sich doch bitte deinen Vorstellungen nach automobiler Mobilität zu beugen haben.

3) Habe ich mit keinem Wort behauptet. Ich fordere, dass die Autohersteller aufhören, immer rumzuheulen und aus dem Knick kommen. Ständig hört man nur dieses Rumgeflenne. Arbeitsplätze werden zu Tausenden vernichtet und man muss doch den Flottenausstoß so und so berechnen und liebe Angela mach doch mal, dass die böse EU nicht an den Zahlen dreht, denn sonst geht hier alles den Bach runter und wir müssen quasi zu machen, blablabla...immer das gleiche Gewäsch. Ich sehe nix davon, dass mal argumentiert wird "Okay Leute, ihr habt hier zwar nette Ideale, aber wir sind technisch bereits ganz ganz vorn und mehr ist hier schlicht und ergreifend nicht machbar und zwar aus folgenden Gründen - hier Auflistung unschlagbarer faktischer Argumente, die die gnadenlose Überlegenheit deutscher Technologie zeigen und gleichzeitig darlegen, warum da nicht mehr gemacht werden kann - aber nein, das hört man nicht.

Glaubst du wirklich, es wäre für die Automobilbranche ein Problem, diese Ziele zu erreichen? Klar erreichen sie diese Ziele.
4) Offensichtlich ist es eins. Oder warum versuchen die Hersteller, sich immer mit fadenscheinigen Recheneinlagen und blanker Erpressung (Jobs) aus der Affäre zu ziehen?

Dann fallen eben geschätzte 50% der Modellvielfalt weg und wir fahren alle kleine Autos, die aufgrund ihres Antriebes und exotischer Materialien sau teuer sind (i3), so dass sie keiner mehr kaufen kann oder will.

5) So, so...geschätzte 50% der Modellvielfalt. Also wenn ich jetzt mal nachdenke, was ich so an Modellen rumfahren sehe, dann wird der Wegfall bestimmter Modelle wohl eher im niedrigen einstelligen Bereich liegen.

Die ganzen Sensoren und Ausstattungen tust DU als Schnickschnack ab, den DU nicht brauchst. Der Markt will es aber. Und der Markt will Autos oberhalb eines Polos, mit mehr als 90PS. Das wird gebaut, das wird verkauft.

6) Falsche Darstellung. Der Markt will das größtenteils überhaupt nicht. Aber die Hersteller und auch die Medien reden dem Markt ein, dass er es will. So, wie der Markt auch unbedingt immer mehr Rechenkerne in Smartphones will...oder Bio-Produkte. Hier werden nur Hypes geschürt, die deswegen sein müssen, weil die Hersteller in diversen Branchen ein sinnloses Wettrüsten betreiben, bei dem es immer nur um "Höher, Schneller, Weiter" geht. Man will ja was Neues bringen und deswegen muss da noch das da rein und das da und dann nehmen wir 1 GHz mehr und stellen sicher, dass es der Kunde auch durch das Wackeln seiner Ohren bedienen kann.
Natürlich ist das nicht allein den Herstellern geschuldet, denn z.B. die Medien strafen ein Produkt ja immer gleich mit Häme ab, wenn es nicht irgendwas ganz doll Neues oder zumindest einen voll krassen Leistungsschub zu bieten hat. Also muss man irgendwas finden, was man einbaut und da lässt man dann eben die Heckscheiben im Auto weg (bzw. schießt hinten ein Guckloch durch), damit man die total tolle Kamera verkaufen kann und voll innovativ und so ist.

Ich kann nachvollziehen, was du forderst. Alle Menschen sollen vernünftig sein und ihre Mobilität anpassen, um gewisse Ziele zu erreichen. Aber so funktioniert es nicht.

7) Das fordere ich nicht. Ich persönlich suche mir mein Auto rein nach Vernunftsaspekten und dem leidigen Punkt meiner verdammten Größe aus. Ich verstehe voll und ganz, dass das nicht alle Menschen machen wollen. Aber da müssen eben die Hersteller die Technologie liefern.
Im Übrigen könnte man das ganz einfach durch ein Tempolimit auf deutschen Autobahnen regeln. Wenn du nur noch 130 fahren darfst, dann brauchst du auch keine 300 PS-Kutsche mehr.

Ach ja... bevor du die Aerodynamik eines Autos ins Lächerliche ziehst, solltest du dich schlau machen. Das Fahrzeugheck ist mitunter eine der wichtigsten Flächen für den CW-Wert. Genau wie der Wagenboden oder sogar Felgen. Les mal ein paar Artikel, wieviel Anteil am Spritverbrauch die Aero hat.

8) Für das Heck mag das ja stimmen, aber ich glaube nicht, dass eine im hinteren Bereich zu besseren Sehschlitzen/Bullaugen zusammengezogene Fensterfront (speziell bei Kombis) irgendwas zu diesem Wert beiträgt. Dazu noch fette Säulen hinten und nicht versenkbare Kopfstützen und schon sieht der Blödmann von Käufer nix mehr und muss technische Gimmicks kaufen, die er sonst womöglich gar nicht gebraucht hätte.
Und wenn ich das mal nur auch mich beziehe: Mit meinen 2m sitze ich ziemlich weit hinten. Wenn ich also einen Schulterblick mache, dann schaue ich zwangsläufig durch die hinteren Scheiben. Und wenn ich dann dort nichts mehr sehe, weil irgendsoein Trottel meinte, dass es als Design voll cool aussieht, dann könnte ich nur noch kotzen.
Das es auch anders geht, zeigen z.B. Passat, Mondeo und Octavia. Ich frage mich, was z.B. Hyundai beim i40cw, Opel beim Insignia und Toyota beim Avensis (alle Kombis) geritten hat.

1) Alle Hersteller nutzen diese Zyklen. Also lügen alle gleich. Das macht die Werte vergleichbar.

2) Wir bauen keine gleichwertige Technik. Wenn Auto A doppelt soviel Leistung und höheres Gewicht hat, dabei aber nur minimal mehr verbraucht und CO2 ausstösst (was in der Realität auch so ist), dann ist "unsere" Technik ganz eindeutig besser.

Dass ein 75PS-Motor in einem 3er oder 5er keinen Sinn macht ist klar. Der 75PS-Motor reicht aber für einen Clio. Guckst du dir dann an, was z. B. VW im Up! oder Polo schon heute im Vergleich zu den Franzosen erreicht, dann siehst du, dass auch hier eine deutsche Firma führend ist.

Aber nicht alle Menschen wollen kleine Autos fahren. Grössere Autos wiegen mehr, brauchen mehr Leistung, werden daher zwangsläufig mehr verbrauchen und ausstossen. Um das zu verhindern, müsste man mit anderen Materialien arbeiten (Carbon/Magnesium) und auf Elektro / Hybrid setzen. Die Kosten will der Kunde nicht übernehmen. Siehst du ja heute schon im Kaufverhalten...

3,4,5) Du glaubst nicht, dass 50% Modellvielfalt verloren gehen?

Ok, lass mich überlegen... es fallen bei 95g schon mal fast ALLE Benziner weg, fast egal welche Wagenklasse.

Es fallen weg Autos wie der 3er, Passat, A4, C-Klasse, und die Modelle von Ausländern. Jedenfalls, wenn kein superkleiner Diesel, Hybrid oder Elektro drin steckt.

95g in einem Benziner-Passat? Rly?

5er/A6/E-Klasse werden so gut wie verschwinden.

Oberklasse gibt es dann nicht mehr.

Familien-Vans in der grösse des Sharans? Ab dafür...

Selbst in der Flotten-Kalkulation kann ein E-Auto wie der i3 in der einfachen Addition die grossen Brummer nicht komplett glattbügeln.

Warum die Deutschen jammern? Frag doch mal, warum die Ausländer nicht jammern. Es stecken in Italien und Frankreich ebensoviele Arbeitsplätze dahinter. Arbeitsplätze, die zumindest in Gefahr sind, wenn sich die normalen Leute ein 95g-Auto schlicht nicht mehr leisten können oder wollen. Oder wenn es den Bedarf an ein Auto nicht mehr deckt. Denn 3er und 5er Touring gibt es dann ja nicht mehr... ;)

6) Ich verkaufe meinen Kunden viel Sicherheitstechnik. Natürlich auch Komfort. Wenn es dem Kunden wichtig erscheint, kauft er es. Wenn nicht, nicht. Ich habe noch keinen Kunden gehabt, der durch Ausstattung XYZ gehypt war und deswegen Klimbim gekauft hat, den er nicht braucht/will.

Hey, das ist meine Branche. ;)

7) Tempolimit 130 wäre ich dabei. Würde mir gut gefallen. Hat nur nicht viel damit zu tun, dass dann nur noch 90PS-Autos verkauft werden. Guck dich in der ganzen Welt um, wo es heute schon Tempolimits gibt.

8) Eine (stark) abfallende Dachpartie verbessert den Luftstrom am Heck. In Kombination mit flachen Unterböden kann man so erheblich die Verwirbelungen am Heck vermindern, was in der Tat gut für den Verbrauch ist. Dass dadurch die Autos hinten raus immer unübersichtlicher werden steht ausser Frage. Aber hey, was willst du? 95g oder gute Sicht. In Zeiten wo Autohersteller um jedes Gramm Gewicht kämpfen kann man die Aero nicht einfach ausser Acht lassen. Davon ab gefällt sehr vielen Kunden das Design und sie kaufen sich "gerne" die Kamera statt eines plumpen Hecks.

edit:

Bevor ich's vergesse...

Ich selbst bin auch für weniger Verbrauch/CO2. Ich bin sogar für eine andere Auto-Mobilität als heute, mehr Flexibiliät und Bewusstsein, mehr E-Autos.

Aber ICH bin nicht der Markt.
 
Zimtzicke schrieb:
1) Alle Hersteller nutzen diese Zyklen. Also lügen alle gleich. Das macht die Werte vergleichbar.

Tests haben gezeigt, dass die Angaben zwischen "machbar" und "50+% Abweichung" liegen. Da wird also keineswegs einheitlich getrickst und die Zahlen sind im Grunde nichts wert. Und dabei gehe ich nicht mal davon aus, dass z.B. in deinem Beispiel Citroen den verlässlicheren Wert liefert. Fakt ist aber, dass diese ganzen Angaben Makulatur sind, solange sie unter Bedingungen fernab jeglicher Realität ermittelt werden.

Dass ein 75PS-Motor in einem 3er oder 5er keinen Sinn macht ist klar. Der 75PS-Motor reicht aber für einen Clio. Guckst du dir dann an, was z. B. VW im Up! oder Polo schon heute im Vergleich zu den Franzosen erreicht, dann siehst du, dass auch hier eine deutsche Firma führend ist.

Mir ist zwar nicht ganz klar, warum du immer nur die Franzosen oder Italiener bemühst, aber wenn dem so ist, wie du sagst, warum sträubt sich denn die deutsche Industrie immer so vehement gegen diese Dinge?

Aber nicht alle Menschen wollen kleine Autos fahren. Grössere Autos wiegen mehr, brauchen mehr Leistung, werden daher zwangsläufig mehr verbrauchen und ausstossen. Um das zu verhindern, müsste man mit anderen Materialien arbeiten (Carbon/Magnesium) und auf Elektro / Hybrid setzen. Die Kosten will der Kunde nicht übernehmen. Siehst du ja heute schon im Kaufverhalten...

Also der Prius scheint sich ganz gut zu verkaufen. Der kostet aber natürlich auch ca. 10.000 Euro weniger als ein Ampera (PlugIn-Hybrid immer noch 2000 weniger) und im Vergleich zu VW, BMW und Audi, wo die Hybriden ohnehin wieder nur was für die ganz gut Betuchten sind, ist der Prius geradezu billig. Man darf sich natürlich zurecht fragen, wieso um alles in der Welt man ein SUV-Hybrid entwickeln muss, der am Ende mit angeblichen 193g (sicher mehr) zu Buche schlägt und 77.000 Kröten kostet. Wer soll sich denn sowas kaufen? Dezent verfehlte Produktpolitik von VW?

3,4,5) Du glaubst nicht, dass 50% Modellvielfalt verloren gehen?

Wir sprechen nicht von morgen sondern vom Jahr 2020. Dann sollen die verschärften Normen in Kraft treten. Und da werden all die Modelle, die jetzt unterwegs sind, nicht einfach von der Straße gesprengt. Aber in der Entwicklung sollte das für die zukünftigen Modelle schon irgendwo machbar sein.

Selbst in der Flotten-Kalkulation kann ein E-Auto wie der i3 in der einfachen Addition die grossen Brummer nicht komplett glattbügeln.

Warum sollte auch ein Auto einen ganzen Fuhrpark glattbügeln? Das ist doch Unsinn. Ich finde den i3 klasse. Ein tolles Konzept, wunderbar umgesetzt. Ich kann es mir nicht leisten und finde die Idee eines reinen Elektroautos nach wie vor bescheuert, aber klasse ist das allemal.
Trotzdem bin ich nicht der Ansicht, dass ein einziges Fahrzeug, von dem noch dazu gerade mal eine Handvoll verkauft wird, die ganzen Panzer und Schlachtschiffe egalisieren soll, die BMW noch im Angebot hat und die sich wesentlich häufiger verkaufen. Wenn schon anrechnen, dann muss das eindeutig anteilig über die VKZ erfolgen. Wenn der i3 (oder seine Nachfolger) irgendwann mal 50% der VKZ bei BMW ausmachen, dann muss sich das auch entsprechend im Flottenverbrauch niederschlagen. Aber solange das nur ein Spielzeug für reiche Technikfreaks ist und sich entsprechend verkauft, solange kann man doch nicht allen Ernstes verlangen, dass die Karre irgendeinen nennenswerten Einfluss auf den Flottenverbrauch hat.

6) Ich verkaufe meinen Kunden viel Sicherheitstechnik. Natürlich auch Komfort. Wenn es dem Kunden wichtig erscheint, kauft er es. Wenn nicht, nicht. Ich habe noch keinen Kunden gehabt, der durch Ausstattung XYZ gehypt war und deswegen Klimbim gekauft hat, den er nicht braucht/will.

Und natürlich hast du noch nie versucht, einem Kunden irgendein Extra aufzuschwatzen, was er ursprünglich gar nicht wollte. ;)
Ich bitte dich - ich habe selbst kürzlich den Spießrutenlauf durch die Autohäuser gemacht. Und da versucht jeder, einem noch was reinzudrücken. Das ist der Job von Verkäufern. Die wären schlechte Verkäufer, wenn sie das nicht versuchen würden. Und sie sind sehr geschickt dabei.

Aber hey, was willst du? 95g oder gute Sicht.

Im Moment will ich eine gute Sicht und nicht von einem elektronischen Tinnef abhängig sein, der ziemlich sicher irgendwann kaputtgeht und dann einen Eimer voll Geld bei der Reparatur kostet. Denn ich bin noch so ein Depp, der sich nicht alle 3 Jahre ein neues Auto kauft/least. Ich fahre meine Autos, bis sie auseinanderbrechen und ob dieser ganze Technik-Mist 10+ Jahre hält, das zweifle ich mal dezent an.

Davon ab gefällt sehr vielen Kunden das Design und sie kaufen sich "gerne" die Kamera statt eines plumpen Hecks.

Tjoa, Deppen gibt es halt immer. Besonders toll immer das Argument "Aussehen". Man sitzt als Fahrer zwar die ganze Zeit IM Auto und sieht es von außen im Verhältnis fast gar nicht, aber schee muss es schon sein. Nicht, dass noch das Selbstwertgefühl leidet, wenn einen andere Leute in einem vermeintlich hässlichen Auto sehen. Aber so ist es eben, da hast du schon Recht. Style over Substance...wobei man aber eben auch sagen muss, dass sich die Mehrheit der Kunden eben nicht für rückwärtige Schießscharten entscheidet. Das zeigen allein die VKZ von VW und Skoda. (Golf, Passat, Octavia, Fabia => alles Autos mit guter Rücksicht und gefühlt fährt jeder Zweite so ein Ding, wenn ich aber sehe, was z.B. Seat inzwischen aus dem Ibiza gemacht hat...muss man auch erstmal schaffen, so eine Scheiße zu bauen).
 
Deine Kleidung siehst du auch nicht permanent selbst. Trotzdem bekleidest du dich nicht mit Kartoffelsäcken sondern kaufst Sachen die dir gefallen (unterstell ich dir jetzt einfach mal :D ). Nur mal so als Denkanstoß...
 
Ich kauf mir Sachen, die ich bequem finde. Ich schätze mal, ein Kartoffelsack würde diesem Anspruch nicht genügen. Den gleichen Anspruch habe ich auch an mein Auto. Es muss bequem sein, will heißen, ich will nach 200-300 km/h nicht in der eingenommenen Sitzposition seitlich aus dem Wagen kippen, weil meine Gelenke versteinert sind.
Hätte ich reingepasst, hätte ich mir auch einen Dacia Logan o.ä. geholt. Nur leider bin ich auch hierfür zu groß.

Aber natürlich finde ich manche Autos auch sehr schick und manche arg hässlich, das ist gar keine Frage. Da bin ich Mensch wie jeder andere. Aber der Tag, an dem ich ein paar 100 Euro für technischen Schnickschnack ausgebe, der nötig ist, um das schicke aber strunzdumme Design wettzumachen, der liegt noch in weiter Ferne. Dann greife ich lieber zum langweiligen Auto.

PS: Ich sehe meine Klamotten erheblich öfter als die Außenansicht meines Autos. :deal: :D
 
Boah ey da könnte ich ja Kotzen.

First Solar (amerikanischer PV-Modulhersteller) hat ja 2011 seine letzte Fabrik in Frankfurt Oder eingeweiht, die mit 20 Millionen Euro gefördert war.
Nicht mal ein Jahr später haben sie das Ding wieder zu gemacht und 1244 Leute rausgeschmissen.

Jetzt will die EU 4,6 Millionen für die ehemaligen Mitarbeiter bereitstellen.


Ja sag mal gehts noch? Die sollen sich die 20 Millionen zurückholen und nicht noch mehr Geld der Firma hinterherschmeißen.
 
Wie sagte Barroso so schön, als das Verhalten der EU im Schutzzollstreit für Solarmodule kritisiert wurde : "Wenn sich ALLE gleichermaßen beschweren, dann haben wir wohl die Mitte zwischen beiden getroffen."


Der Mann glaubt das wahrscheinlich wirklich.
Man könnte natürlich es auch so sehen, dass die EU mit ihrem Undertakingagreement eine Planwirtschaft betreibt, die einfach keinem hilft <- just my 2 cents.
 
eMKay schrieb:
Man könnte natürlich es auch so sehen, dass die EU mit ihrem Undertakingagreement eine Planwirtschaft betreibt, die einfach keinem hilft <- just my 2 cents.

Und somit hast Du nicht Recht!

Derzeit hilft es ja zb den Lagerhallenvermietern.
 
Zimtzicke schrieb:
8) Eine (stark) abfallende Dachpartie verbessert den Luftstrom am Heck. In Kombination mit flachen Unterböden kann man so erheblich die Verwirbelungen am Heck vermindern, was in der Tat gut für den Verbrauch ist. Dass dadurch die Autos hinten raus immer unübersichtlicher werden steht ausser Frage. Aber hey, was willst du? 95g oder gute Sicht. In Zeiten wo Autohersteller um jedes Gramm Gewicht kämpfen kann man die Aero nicht einfach ausser Acht lassen. Davon ab gefällt sehr vielen Kunden das Design und sie kaufen sich "gerne" die Kamera statt eines plumpen Hecks.

Ehm, wenn ich mich nicht ganz Irre, ist das nicht richtig.
Um so stärker die Abknickung umso schneller löst sich die Grenzschicht ab und schlägt ins Turbolente um. Also hinter dem Auto hast du schöne Verwirbelungen. Gerade bei Kastencombis.


Ein schön sparsames Auto ist das hier:
Tesla-bringt-2017-den-Nachfolger-des-Tesla-Roadster-raus.jpg

Hat 0 CO2 Ausstoß ;)
 
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