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Und da fragt man sich halt, warum darüber betont sachlich auf der fünften Seite berichtet wird, während man den Eindruck hat, mit den Dingen, die in der Türkei passieren, wird man aggressiv auf Seite 1 emotionalisiert. Dabei läuft es hier doch nicht viel anders als in der Türkei. Aber dort ist die Freiheit in Gefahr und hier, naja, hier wurden vielleicht ein paar Fehler gemacht.
 
rancid schrieb:
http://www.fr-online.de/blockupy-frankfurt/blockupy-frankfurt--blockupy---zwei-seiten-der-polizei,15402798,23109240.html

bemerkenswert, dass teile derpolizei selbst anscheinend mit dem einsatz nicht einverstanden waren.

Absolut krass.

Das gehört eigentlich in einen ARD-Brennpunkt.
 
Aber doch nicht, wenn Frau Merkel gerade Wahlkampf führt. Deutschland ist schön, es gibt keine Probleme.
 
Urgs schrieb:
Aber doch nicht, wenn Frau Merkel gerade Wahlkampf führt. Deutschland ist schön, es gibt keine Probleme.

:lol:
Als würde sich die Presse danach richten. Kommen jetzt gleich wieder die Verschwörungstheorien, die Presse wolle uns das Bild vermitteln, dass ihnen die Politik vorgibt?
 
Nö, so simpel wie z.B. in der SED-Diktatur ist es im Kapitalismus nicht. Das läuft vieles subtiler. Fakt ist aber, dass es oft nur eine handvoll Menschen sind, die darüber entscheiden, was hier diskutiert wird und was nicht.
 
Was bei unserer heterogenen Presselandschaft mit öffentlich-rechtlichen, privat-wirtschaftlichen sowie ehrenamtlichen Medienanstalten ein Ding der Unmöglichkeit ist...
 
Urgs schrieb:
Nö, so simpel wie z.B. in der SED-Diktatur ist es im Kapitalismus nicht. Das läuft vieles subtiler. Fakt ist aber, dass es oft nur eine handvoll Menschen sind, die darüber entscheiden, was hier diskutiert wird und was nicht.

Was primär daran liegt, daß nur eine handvoll Menschen überhaupt diskutieren. Dem Rest ist GZSZ und das German Next Topmodel wichtiger. Aber diese Verschwörungstheorien, daß wir alle hier durch einen elitären Machtzirkel gelenkt werden, ist wohl nicht tot zu kriegen :D
 
Liegt das nicht in der Natur der Macht, dass derjenige der sie besitzt, sie auch ausübt? Man kann das doch z.B. sehr deutlich am Springer-Verlag sehen, die machen ja keinen Hehl aus ihrer politischen Überzeugung. Glaubt ihr, das ist bei anderen Verlegern anders?
Aber selbst wenn man darin keine Manipulation der öffentlichen Wahrnehmung erkennen möchte, so bleibt doch immer noch der fade Geschmack von übler Heuchelei, wenn man die Nachrichten dazu vergleicht. Und wenn jemand heuchelt, was traut man ihm dann meist noch alles zu? ;)

Und wenn Frau Merkel in nen Hubschrauber steigt und ernst ins Wasser guckt, dann ist das natürlich auch was für die erste Seite! Wahlkampfhilfe für lau! :D
 
In qualitativ hochwertigen Zeitungen gibt es einen deutlichen Unterschied und eine scharfe Abgrenzung zwischen Information und Meinung, das unterscheidet die meisten Zeitungen von der BILD. Kein Verleger greift aktiv zur Meinungsmache in die Redaktionen ein, daß würden sich schon die Chefredakteure verbieten. Natürlich tendieren Redaktionen in ihrer Gesamtheit mehr in die eine oder andere Richtung, daß ist klar. Aber das ist etwas ganz Anderes, als das was Du hier unterstellst.

Und ja, Merkel ist eine Meldung wert, auch auf der ersten Seite, denn das ist nun mal das vorherrschende Thema in Deutschland zu Zeit. Man muß schon sehr verblendet sein, wenn das als "Wahlkampfhilfe für lau" abtun würde.

Edit ;)
 
Da gibts ja diese tolle Story, von dem Spiegel-Redakteur, dem der Aust damals aufgezwungen hat, ne Story gegen Windenergie zu schreiben. Warum? Einfach weil Aust was gegen Windräder hatte. Die haben ihn dort gestört, wo er sein tolles Anwesen hatte. So läuft das, wie überall wo anders auch.

Oder man schaue sich an, wie die FAZ an der Kampagne gegen Grüne Pädos gestrickt hat, pünktlich zum Wahlkampfbeginn und wie lange Die Zeit gebraucht hat, um darauf überhaupt einigermassen zu reagieren, bzw. ihren Lesern klargemacht hat, dass das jetzt doch ein Thema ist und kein alter Hut. :D

Und was das vorerrschende Thema angeht, das wird ja auch mit allen Mitteln der Medienköchelns aufbereitet und in die Länge gezogen. Mit einer realistischen Darstellung hat das längst nichts zutun. Und genau wenn das mediale Interesse am höchsten kocht, da steigt die Kanzlerin in den Hubschrauber und guckt grimmig runter. Obwohl sie kein Mensch dort braucht. Steilvorlage, würde ich sagen.
 
Du sagst es ja selbst, wie es läuft und du hast recht. Da jeder Mensch eine Meinung/Gefühle/Vorlieben/Bedürfnisse etc hat, ist kein Artikel dieser Welt und kein Bericht im Fernsehen 100% neutral und objektiv. Eine gewisse Subjektivität, mal mehr mal weniger, ist immer dabei. Dennoch wird in Deutschland die "dumme Masse nicht von einer Handvoll Medienmogulen mit den Infos gefüttert, die diese für richtig halten", wie du behauptest. Dazu ist unsere Medienlandschaft auf allen Ebenen und in allen Bereichen viel zu heterogen. Wo die einen eher zur Regierung tendieren, tendieren die anderen eher zu Opposition. Es gibt linke Blätter, rechte Internetauftritte und und und. Doch alles zusammen ergibt ein höchst heterogenes Bild, das niemals von einem kleinen Zirkel kontrolliert werden könnte.

Wenn du also den Eindruck hast, was du liest/schaust/hörst, ist zu sehr der Regierung zugeneigt, dann schau einfach mal bei der Konkurrenz. Dort wirst du sicherlich auch ganz andere Positionen finden :)
 
Wow, da hast Du eine einzelne Story von einem Chefredakteur, der längst tot ist. Glückwunsch. Ich wette beim Bayernkurier findest Du auch noch ein paar.

Die FAZ hat eine Story mit "grünen Pädos", wie Du es nennst. Und natürlich ist die nur gekommen, um den Wahlkampf der Grünen zu torpedieren (was ja auch gar keinen Sinn macht, in ein paar Wochen wäre es viel verheerender gewesen. Aber Details, was?). Und als Ausgleich haben sie das Eurohawk-Desaster recherchiert, weil sie ja so pro-Merkel sind, merkte was?

Und was heißt hier in die Länge gezogen des aktuellen Themas?? Die Flut ist immer noch da und steigt in Dresden noch! Soll jetzt jeder verschweigen, daß Merkel sich einen Überblick verschafft? Ich bin ja nun wirklich kein Merkel-Freund, aber das Faß, daß Du hier aufzumachen versuchst, ist einfach nur lächerlich.
 
Nicht ganz so politisch, aber besser hier als im Boulevard-Thread:

Sprachreform an der Uni Leipzig


Das ist ein Novum in Deutschland: Nach 600 Jahren Männerdominanz schwenkt die Uni Leipzig radikal um und setzt nur noch auf weibliche Bezeichnungen: Der Titel "Professorin" gilt künftig auch für Männer. "Jetzt läuft das mal andersrum", freut sich eine Befürworterin im Hochschulmagazin "duz".

Rektorin, Dozentinnen, Wissenschaftlerinnen - da, wo früher in der Grundordnung der Universität Leipzig die sogenannte Schrägstrich-Variante genutzt wurde, also etwa Professor/Professorin, steht künftig ausschließlich die weibliche Personenbezeichnung. Eine Fußnote ergänzt, dass diese feminine Bezeichnung sowohl für Personen männlichen als auch weiblichen Geschlechts gilt. Diese Änderung hat der erweiterte Senat bereits Mitte April beschlossen. Anfang Mai nun stimmte auch das Rektorat um Professorin Dr. Beate Schücking zu. Die Grundordnung tritt in Kraft, wenn das Wissenschaftsministerium nicht innerhalb von vier Monaten eine Änderung fordert. Doch damit rechnet in Leipzig niemand.

Ich kann gar nicht soviel :fp: -en wie ich gerne würde...
Was ein absoluter, riesengroßer Schwachsinn und lächerlich²³ :lol:

"Hallo Herr Professorin" :lol:

Hoffentlich widersetzt man sich dieser Farce einfach und noch hoffentlicher weitet sich der Mist nicht aus.

Dieses super Verständnis von Gleichberechtigung mal wieder... Als ob solche Lippenbekenntnisse (die noch dazu nicht gleich berechtigen, sondern Frauen "bevorteilen" ) irgendetwas ändern würden.
 
Stefan Aust ist tot? Gar nicht mitgekriegt.
Die Pädo-Story haben sie in dem Moment hochgekocht, als der Cohn-Bendit mit irgendeinem konservativen Preis bedacht wurde. Das war schon ein guter Moment und das Thema ist ja auch noch nicht durch.
Und ich will hier überhaupt kein Fass aufmachen, sondern nur darauf hinweisen, dass Nachrichten gemacht werden. ;)
 
el_barto schrieb:
Nicht ganz so politisch, aber besser hier als im Boulevard-Thread:

Sprachreform an der Uni Leipzig


Das ist ein Novum in Deutschland: Nach 600 Jahren Männerdominanz schwenkt die Uni Leipzig radikal um und setzt nur noch auf weibliche Bezeichnungen: Der Titel "Professorin" gilt künftig auch für Männer. "Jetzt läuft das mal andersrum", freut sich eine Befürworterin im Hochschulmagazin "duz".

Rektorin, Dozentinnen, Wissenschaftlerinnen - da, wo früher in der Grundordnung der Universität Leipzig die sogenannte Schrägstrich-Variante genutzt wurde, also etwa Professor/Professorin, steht künftig ausschließlich die weibliche Personenbezeichnung. Eine Fußnote ergänzt, dass diese feminine Bezeichnung sowohl für Personen männlichen als auch weiblichen Geschlechts gilt. Diese Änderung hat der erweiterte Senat bereits Mitte April beschlossen. Anfang Mai nun stimmte auch das Rektorat um Professorin Dr. Beate Schücking zu. Die Grundordnung tritt in Kraft, wenn das Wissenschaftsministerium nicht innerhalb von vier Monaten eine Änderung fordert. Doch damit rechnet in Leipzig niemand.

Ich kann gar nicht soviel :fp: -en wie ich gerne würde...
Was ein absoluter, riesengroßer Schwachsinn und lächerlich²³ :lol:

"Hallo Herr Professorin" :lol:

Hoffentlich widersetzt man sich dieser Farce einfach und noch hoffentlicher weitet sich der Mist nicht aus.

Dieses super Verständnis von Gleichberechtigung mal wieder... Als ob solche Lippenbekenntnisse (die noch dazu nicht gleich berechtigen, sondern Frauen "bevorteilen" ) irgendetwas ändern würden.

Das habe ich heute auch gelesen und mir exakt das gleiche dabei gedacht :nein:
Soviel :fp: auf einem Haufen sieht man wirklich selten.
 
Das gibt es bei uns an der Uni schon. Da lagen schon mehrfach Flyer aus, wo Studentinnen gesucht wurden, um als Nachhilfelehrerinnen etc. zu arbeiten. Da fragt man sich doch ernsthaft, was für Zangengeburten auf so einen Scheiß kommen.
 
Mal ganz wertfrei und vorbehaltslos betrachtet finde ich die Variante nicht mehr oder weniger sinnvoll als eine eindeutig männliche Bezeichnung auf Frauen zu münzen.

Und es ist ja nicht so dass, so entnehme ich es einfach mal an, in Zukunft "Herr Professorin" gesagt wird, sondern die weibliche Variante die einzig geschriebene ist. So what? Was ist daran sinnvoller als nur das männliche Gegenstück zu verwenden?

Ich bin klar gegen Schrägstrichvarianten oder das Binnen-I; ganz einfach weil es die Lesbarkeit massiv einschränkt.

Da finde ich den oben angeführten Vorschlag gar nicht mal so blöd. Dass es in Sachen Gleichberechtigung nicht der Weisheit letzten Schluss darstellt steht eh außer Frage. Aber zum Sensibilisieren und zum Denkanstoß anregen vielleicht gar nicht mal so dumm...
 
Das ist die Retourkutsche für das bisherige "Frau Doktor" oder "Frau Professor" :D

Erregt jedenfalls mehr Aufsehen als das beknackte Binnen-I. Gib denen eine Weile, dann verschwindet es wieder. Da bin ich mir ziemlich sicher.

Edit: oder wie Evin sagt, es gibt dann nur die geschriebene Variante.
 
Evin schrieb:
Mal ganz wertfrei und vorbehaltslos betrachtet finde ich die Variante nicht mehr oder weniger sinnvoll als eine eindeutig männliche Bezeichnung auf Frauen zu münzen.

es ist grds. genau gleich, aber erstens ist das -innen länger und zweitens ist man schon an die männliche Bezeichnung gewohnt, andersrum nicht.

wenn jetzt gesagt wird, dass irgendwo "alle Bewohner" gemeint sind, fühlen sich schon alle angesprochen....bei "alle Bewohnerinnen" stiftet das nur Verwirrung


also einziger Gewinn: Verwirrung

dass Menschinnen gleichberechtigt sind, weiß es jeder mit funktionstüchtigem Gehirn
 
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