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Eben. Wir sind doch reif genug um zu akzeptieren, dass die männliche Form gleichzeitig auch die Allgemeinheit beschreibt. So wie man auch gerne erst "Katze" sagt bevor man das Geschlecht des Tieres identifiziert. Oder Kuh. Wie passend!
 
eape schrieb:
Eben. Wir sind doch reif genug um zu akzeptieren, dass die männliche Form gleichzeitig auch die Allgemeinheit beschreibt.

Prinzipiell keine Einwände, allerdings geht es imo bei der Gleichberechtigung um das Aufbrechen alteingesessener Denkmuster. Und die von drizzt' angesprochene Verwirrung beruht doch genau auf dem.

Ich glaube nicht daran, dass Frauen etwas davon haben wenn nun die weibliche Version verwendet wird. Auch glaube ich nicht daran dass sie etwas mit neu erfunden, geschlechtsneutralen Versionen etwas gewinnen. Es spricht ja auch nichts gegen das gewohnte "männlich Allgemeine".

Vielmehr sehe ich halt in dem Schritt einen kleinen Aspekt eines Wandlungsprozesses an dessen Ende, wenn wirklich auch praktisch durchgesickert ist was echte Gleichstellung bedeutet, man gerne wieder zum "Gewohnten" wechselt.
 
Und genau das bezweifle ich, selbst diesen kleinen Aspekt. Du kannst die deutsche Rechtschreibung soviel vergewaltigen (sorry für den Ausdruck in diesem Zusammenhang) wie du willst, das wird nicht dafür sorgen, dass Frauen genauso viel Geld für gleiche Arbeit bekommen. Es wird auch nicht dafür sorgen, dass der Chef seiner Mitarbeiterin nicht mehr an den Hintern fasst (oder Brüderle einen dummen Spruch loslässt) und es wird auch nicht dafür sorgen, dass alle Macho-Männer zu Hause ihren Frauen im Haushalt helfen.

Es wird dazu führen, dass es im öffentlichen Sprachgebrauch benutzt wird, und hinter vorgehaltener Hand facepalmed sicher nicht nur das männliche Geschlecht...
 
ich könnte mir sogar vorstellen, dass solche seltsamen Maßnahmen und das Unverständnis, das sie auslösen, bei manchen Leuten eine Blockadehaltung in den eigentlich wichtigen Fragestellungen der Thematik (also der tatsächlichen Gleichstellung) bewirkt...
 
Sehe ich ähnlich. Gleichberechtigung geht mit Respekt einher. Deswegen ist es weiterhin sinnvoll Frauen in Chefetagen, Ingenieurberufen, etc. zu fördern. Zumindest denke ich, dass dadurch auch der letzte Horst erkennt, dass es Frauen drauf haben.
Aber so ein Dudenblabla ist dämlich. Beim Bund wurde eine heiße Offizierin auch Frau Oberfeldmäuschen genannt und das hat nicht zur Gleichberechtigung beigetragen. :ugly: (DUmmer Vergleich. Ich weiß! :D)
 
Na dann ist eh alles sinn- und zwecklos. :ulgy: Egal was versucht wird (sprachliche (Miss)bildungen, Quotenregelungen, Förderungen,...); immer kann man mit "Bringt ja eh nix" kontern.

Wie du schon sagst, KEINE dieser Sachen wird Ad-Hoc jetzt was bewirken. Hierbei handelt es sich ja auch eher um ein anerzogenes Problem oder Selbstverständnis. Das kann nur generationenübergreifend gelöst werden. Was wichtig ist, ist JETZT Awareness zu schaffen, auch wenn's befremdlich oder blöd wirkt. Diese Idee muss einfach in die Köpfe rein und bei den Kindern/der nachrückenden Generation ihr Potential entfalten.
 
Ich kann nur für mich sprechen, aber der Quotenregelung und speziellen Förderungen für Frauen stehe ich offen gegenüber, würde sogar vieles befürworten.

Das mit der Sprache aber nicht. :D
 
Evin schrieb:
Na dann ist eh alles sinn- und zwecklos. :ulgy: Egal was versucht wird (sprachliche (Miss)bildungen, Quotenregelungen, Förderungen,...); immer kann man mit "Bringt ja eh nix" kontern.

kann man, wenn man jeweils zu diesem Schluss kommt.

hier gehts ja nur um diese einzelne Bewertung
 
Danke. :P
Dann sollte man vielleicht einfach dem Beispiel folgen und Professor zur allgemeinen Form machen. Professorer ist dann die männliche (betonte) Version. :D
 
Versäumter Hochwasserschutz: "Die Flut kommt vier Jahre zu früh"

http://www.spiegel.de/panorama/hochwasser-in-grimma-wieso-die-schutzmauer-nicht-fertig-wurde-a-903738.html

Keine Stadt in Sachsen war von der großen Flut 2002 so sehr betroffen wie Grimma. Nie mehr sollte es so schlimm kommen: Eine Schutzwand sollte gebaut werden. Doch Bürgerinitiativen verzögerten das Projekt - zu lange.

Da sieht man mal das man Bürger nicht immer mitbestimmen lassen sollte.
 
eMKay schrieb:
Das war ja nicht nur ne Belagerung. Die halbe Innenstadt war mal wieder übers Wochenende gesperrt und die Demo sollte eigentlich auch ziehmlich weit gehen. Es gab einen 30 Sekunden bericht, da die Polizei wohl ziehmlich am Anfang ne große Gruppe für eine Stunde!!! eingekesselt und dann mit Pfefferspray bearbeitet hat.

Ich finde, wenn man in Frankfurt die halbe Innenstadt und Teile der U-Bahn stilllegt und die Absperrungen mit Stacheldraht! umwickelt und danach selbst die FAZ sagt, dass die Reaktionen der Polizei un angemessen waren, dann sollte man da vlt länger als 30 Sekunden drüber berichten.

weil ich es grad als nachbericht nochmal gelesen hatte.. es waren insgesamt 9 (!) stunden, die die gruppe gekesselt war.

https://blockupy-frankfurt.org/2060/so-war-es-nicht-gegen-die-ausgrenzung-gesellschaftlicher-opposition-durch-polizei-und-teile-der-medien/
 
Gerri schrieb:
Versäumter Hochwasserschutz: "Die Flut kommt vier Jahre zu früh"

http://www.spiegel.de/panorama/hochwasser-in-grimma-wieso-die-schutzmauer-nicht-fertig-wurde-a-903738.html

Keine Stadt in Sachsen war von der großen Flut 2002 so sehr betroffen wie Grimma. Nie mehr sollte es so schlimm kommen: Eine Schutzwand sollte gebaut werden. Doch Bürgerinitiativen verzögerten das Projekt - zu lange.

Da sieht man mal das man Bürger nicht immer mitbestimmen lassen sollte.

Vor einer Seite ging es noch darum, wie Nachrichten manipulieren können. Dies hier ist doch ein perfektes Beispiel. In allen Medien wird nun auf die Bürgerinitiativen eingeschlagen (eventuell mit einer Anmerkung in einem Nebensatz "aus Sorge vor einer Verschandelung der historischen Altstadt") und immer wieder taucht der Satz "Aus Schaden nicht klug geworden" auf. Eine wirkliche Auseinandersetzung mit den Argumenten der Bürgerinitiativen findet nicht statt.

Auf die schnelle habe ich dies hier gefunden: http://www.naturschutzverband-sachsen.de/hochwasserschutz_grimma.htm

Ich verstehe von dem Thema nicht genug und kann die Argumente so weit auch nicht beurteilen. Aber jetzt nur den Bürgerinitiativen die Schuld zu geben ohne sich mit der Sache wirklich auseinander zu setzen (weswegen haben sie sich gegründet, wogegen waren sie genau, gab es Alternativen?), empfinde ich als zu einfach.
 
Naja.....aufjeden Fall haben sie Quittung dafür bekommen...bei Köln gab es mal was ähnliches... da musste auch erst 2x das Wasser zuschlagen, bis man sich einigen konnte ;)
 
quittung bekommen is etwas einseitig. die bürgerinitiative hat ja alternative konzepte erarbeitet, die das stadtbild mehr im blick hatten und den wasserdurchsatz, der durch änderungen an der brücke verkleinert wurde, wieder erhöhen wollte. war ja ein schlüssiges konzept. da standen dann 2 möglichkeiten gegenüber und man konnte sich nicht einigen. da jetzt die schuld alleine den bürgern zu geben, is äussert einseitig.
 
whatever..... manchmal ist es besser auf ein besonderes "Stadtbild" zu verzichten und solche Sachen die alle einfach vor diesen Naturgewalten schützen durchzusetzen...

Eine alte Stadtmauer hat sicher auch "damals" das Stadtbild kaputt gemacht ;)
 
wer sagt Dir das er funktioniert hätte ? Immer dieses diskutieren.... bei solchen wichtigen Sachen sollte man nicht diskutieren sondern einfach mal umsetzen.
 
klar. das wäre wünschenswert. aber was umsetzen? du gehts direkt davon aus, dass der vorschlag der stadt der bessere is. da kommen mir als erstes so dinger wie elbphilharmonie und flughafen berlin in den kopp...
 
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