Die knapp 2%, die wir ergattern konnten, sind ein gutes Ergebnis und eine schöne Basis für die kommenden Landtagswahlen und die BTW2013.
Wenn unser neuer Schatzmeister in seinem Brachialakt gegen äußerst knappe Abgabefristen und sträfliche Gleichgültigkeit der Verursacher es nun tatsächlich noch schafft, die zutiefst desolaten Finanzen doch noch zu ordnen, die uns unser Vorstand noch aus dem Jahren 2007 und 2008 eingebrockt hat, werden wir nun aus der Parteienfinanzierung mit Geld vergleichsweise "überschüttet" werden, so dass wir vielleicht nächstes Jahr als einfache Piratenmitglieder unsere Flyer und Plakate nicht mehr aus eigener Tasche bezahlen müssen und Geld für einen noch besseren Wahlkampf vorhanden sein wird.
Ob unser Programm erweitert werden kann oder soll, dass wird sich nun zeigen. Oder ob die Partei am Streit um die einzelnen Punkte zerbrechen wird. Die Piraten sind ein wilder Haufen zusammengewürfelt aus allen Spektren der Politik, die hauptsächlich in der Internetzensur und Datenschutzdebatte einen gemeinsamen Nenner gefunden hat. Mit jedem Schritt über diesen Nenner hinaus, droht die Spaltung und damit das Ende der Ambitionen bis 2013 was zu erreichen.
Wenn dazu dann noch unser Vorstand restrukturiert wird, der zwar Basisdemokratie und Transparenz nach aussen predigt, aber alles dafür tut, genau dieses nach Innen zu verhindern, dann sind wir in der Tat einen guten Schritt weiter gekommen, um vielleicht schon 2013 an den 5% zu kratzen.
Ein deutlich höheres Ergebnis um 5% heute wäre der Anfang des Endes der Piraten gewesen meiner Meinung nach, denn dann wäre die Versuchung zu gross gewesen, es einfach weiter laufen zu lassen, wie es eben lief. Ohen darüber zu Reflektieren, wo die Probleme wirklich stecken.
Wenn die Kritiker der Piraten eine Ahnung hätten, wo die wirklichen Probleme dieser noch jungen Partei liegen.. aber statt dessen beschränkt sich die Kritik auf belangloses Geplänkel im Kindergartenniveau - weil man sich gar nicht mit der Partei beschäftigt hat. Gott sei Dank, sonst wären keine 2% drin gewesen.
Jetzt gilt es die Partei zu ordnen und vernünftig zu gestalten.