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REVIEW Persona 3 Portable [Review]

Benutzer, welche sich diesen Thread anschauen:

Trayal

¯\_(ツ)_/¯
Persona 3 Portable

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Amazon.com schrieb:
Shin Megami Tensei: Persona 3 is a strange and wonderful trip into an anime adventure. You're an orphaned high school student, transferred to Gekkoukan High School on Port Island. After arriving, he's attacked by creatures known as Shadows. The assault awakens his Persona, Orpheus, from the depths of his subconscious, enabling him to defeat the terrifying foes. He soon discovers that he shares this special ability with other students at his new school. From them, he learns of the Dark Hour, a hidden time that exists between one day and the next, swarming with Shadows. Under the supervision of chairman Shuji Ikutsuki, he joins his new companions in confronting this threat to humanity. With your school as the primary battlefield, you'll be forced to juggle two lives: Student by day, defender by night. And your greatest challenges await you on the eve of each full moon.

Nach ~80 Stunden durch und ich tue mir echt schwer dieses Spiel zu bewerten, da ich ihm doch gerne die Höchstnote geben würde...

Es macht so verdammt viel richtig, hat mich mehr in seinen Bann gezogen als kürzlich ein Xenoblade und konnte sogar inhaltlich überzeugen. Dennoch, es existiert auch eine nicht zu verachtende Schattenseite, in Form des sehr repetitiven Tartarus (Dungeon Crawling), welcher mir zuweilen doch ziemlich auf den Nerv gegangen ist, da er sich eben leider nicht gerade allzu abwechslungsreich präsentierte.
Der mangelnde Schwierigkeitsgrad war mir zunächst auch ein Dorn im Auge, da es leider nicht möglich ist den SG im Spiel zu ändern, zog dann aber doch noch an (besonders in den sich stetig steigernden Boss-Kämpfen). Wurde niemals frustrierend, gab sich aber recht angenehm herausfordernd, nur am Ende war es dann doch wieder einen kleinen Tick zu leicht, als das Repertoire an Persona im Grunde nur mehr aus den Ultimates der einzelnen Arcana bestand. Wenn ich aber wieder vor der Wahl des Schwierigkeitsgrades stehen würde, würde ich wohl einen Gang hinauf schalten - habe auf Normal gespielt.
Wechselbarer Schwierigkeitsgrad sollte bei einem Spiel dieser Länge eigentlich schon drin sein.

Abgesehen davon und der Armut an Schauplätzen, finde ich aber derart stark ausgeprägte Pluspunkte, welche diese "Design-Fehler" stemmen und aufwiegen.
Im Grunde wird nahezu jeder Tag einzeln abgehandelt, der sich in verschiedene Phasen aufteilt und in denen man gewisse Handlungsmöglichkeiten erhält. So kümmert man sich unter Tags um die Aufwertung der sozialen Statuswerte (Intelligenz, Courage und Stärke), dem Beschaffen neuer Items, dem Lösen kleiner Quests oder folgt der Story...halt, da war doch noch etwas! Das Social Link System, als zentraler Dreh- und Angelpunkt des Gameplays. Frei nach dem Arcanum des Tarots (den Trumpf-Karten) existieren 22 soziale Links (Fool, Magician, Priestess, Empress, Emperor, Hioerophant, Lovers, Charioot, Justive, Hermit, Fortune, Stenght, Hanged Man, Death, Temperance, Devil, Tower, Star, Moon, Sun, Aeon and The Universe), die von jeweils einem Charakter verkörpert werden und eine Sorte von Persona repräsentieren. Das Pflegen dieser Bänder, in dem man Zeit mit dem jeweiligen Charakter verbringt, zeigt sich als sehr essentiell, da dadurch auch die Stärke der fusionierten Persona steigt und bei einer Maximierung des jeweiligen Pfades auch das ultimative Persona des Pfades freigeschaltet wird - nun ja, zumindest die Möglichkeit den Ultimate zu fusionieren.

Nachts geht es, sofern man dies möchte, in der Dark Hour, ab in den Kampf, in den sogenannten Tartarus oder in Form der Haupt-Operationen, die jedes Mal in mindestens einem Boss-Kampf gipfeln.
Hier kommen die Persona zum Einsatz, ein Manifest der Persönlichkeit, des jeweiligen Charakters. Jedes Team-Mitglied verfügt über ein spezifisches Persona, während der Hauptcharakter nicht nur die besondere Fähigkeit besitzt mehrere Persona in seinem Geist zu beherbergen, sondern sie auch zu neuen fusionieren und jene auch, als taktisches Element, direkt im Kampfgeschehen wechseln kann.
Das jeweilige Persona bestimmt den Spielstil des Charakters, da es seine Statuswerte, Stärken, Schwächen und Fähigkeiten absteckt.
Vielschichtig dank der unzähligen, zu kreierenden Persona, der unterschiedlichen und in nicht zu geringer Zahl vorhandenen Party-Mitglieder und der Möglichkeit mit Persona auch Ausrüstung herzustellen. Hier kann sich jeder individuell seinen eigenen (oder besser noch: Viele verschiedene), favorisierten Spielstil zusammenstellen und sich von einem rundenbasierten Kampfsystem mit angenehm flotten Pacing überraschen lassen.

Besonders gefallen habe ich an der inhaltlichen Seite gefunden, wie der besonderen, düster-melancholischen Atmosphäre, den sympathischen bis stellenweise wirklich sehr interessanten Charakteren, der facettenreichen Geschichte, die sich gerne mythologischer, religiöser und philosophischer Elemente bedient und ihrer Grundthematik, die sich unterschwellig aber allgegenwärtig vom ersten bis zum letzten Tag des Spielgeschehens durchzieht und sich vor allem mit dem Thema von Leben & Tod sowie der Persönlichkeitsfindung (Arcanum aus dem Tarot lässt grüßen) befasst.
Nicht zu vergessen die vielen kleinen Geschichten und Momente, abseits der Hauptstory, die das Gesamtbild angenehm abrunden, mir mal ein breites Grinsen aufgezogen haben und mich ein andermal zum Nachdenken bewegten. Benötigt aber alles seine Zeit, um sich langsam zu entfalten und dem Spieler Stück für Stück immer mehr in die Hand zu geben. Hebt sich hier definitiv sehr stark von der Genre-Konkurrenz ab und gibt sich recht erwachsen und tiefgründig.

Zu erwähnen ist auch noch das tolle Art-Design, zu dem ich mir aber eine etwas handfestere Inszenierung/Präsentation gewünscht hatte, um noch mehr im Spielgeschehen abzutauchen und der sehr stimmige OST.

Was aber im Nachhinein betrachtet ganz großes Kino ist: Nach dem Abspann tatsächlich das Gefühl zu haben man bedauere es, dass diese lange, immersive und interessante Reise nun zu Ende ging (das Ende wirkte übrigens sehr befriedigend auf mich, auch wenn es stark melancholisch und mit einer leicht "depressiven" Note behaftet ist), die doch einen gewissen Impact auf einen hatte.
Ein sehr spezieller Titel (im Sinne von ungewöhnlich und anders), der mir trotz nicht von der Hand zu weisender Mängel wahnsinnig gut gefallen hat.

Wunschzettel für das nächste Persona: Mehr Abwechslung + State of the Art Inszenierung + Erfolgszutaten von Peronsa 3 Portable = Epochaler Genre König

...so ist es "nur" mein bisheriges Spiel des Jahres und definitiv eines jener ausgewählten RPGs die mir langfristig in Erinnerung bleiben werden. :)


Ein paar Häppchen aus dem OST...

[vid]http://www.youtube.com/watch?v=iQXq6tZCFNI&hd=1[/vid]

[vid]http://www.youtube.com/watch?v=rdMhTL5bZrs[/vid]

[vid]http://www.youtube.com/watch?v=qnVLO25tknA[/vid]

[vid]http://www.youtube.com/watch?v=xm7DcSHH60g[/vid]
 
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