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XS/PC Perfect Dark

Benutzer, welche sich diesen Thread anschauen:

Darf er ja schreiben.

Nur frage ich mich, woher so ein einzeiler kommt, wenn der Konzern Microsoft stellen abbaut. Microsoft ist nicht phil Spencer.
 
Darf er ja schreiben.

Nur frage ich mich, woher so ein einzeiler kommt, wenn der Konzern Microsoft stellen abbaut. Microsoft ist nicht phil Spencer.
Mal aus einem News Artikel zitiert, fasst es ganz gut zusammen. Deutsch übersetzt für den Fall dass jemand kein Englisch kann.

Die heutigen Nachrichten, dass Xbox mehrere Projekte gestrichen und Hunderte von Mitarbeitenden entlassen hat – zusätzlich zu Tausenden, die in den letzten 18 Monaten bereits gehen mussten – erschüttern eine Branche, die nach allem, was in den letzten 3–4 Jahren passiert ist, ohnehin schon ziemlich erschüttert war.

Das lässt mich dieselbe Frage stellen, die ich mir in letzter Zeit immer wieder stelle: Warum sind nie die Menschen, die am meisten Verantwortung für die Fehler eines Unternehmens tragen, diejenigen, die die Konsequenzen dafür spüren?

Microsoft ist in dem Jahrzehnt seit dem Launch der Xbox One von einem Fettnäpfchen ins nächste getreten. Ich könnte hier eine Liste mit allen Fehlern machen, die das Unternehmen begangen hat – von Fehlschlägen bei der Entwicklung von Exklusivtiteln über verwirrende Namenskonventionen bis hin zu Game Pass, der eine ganze Branche untergräbt, und zuletzt auch der Aushöhlung der eigenen Markenidentität – aber all das weißt du vermutlich schon. Jeder kann sich selbst aussuchen, was seiner Meinung nach den größten Anteil daran hat, dass eine einst dominante Konsole heute wie ein sinkendes Schiff wirkt.

Egal, welche Punkte du auswählst oder in welcher Reihenfolge du sie gewichtest – sie alle haben eines gemeinsam: Es sind strategische Fehler.
Alles, was Microsoft seit 2013 vermasselt hat, kam von ganz oben.

Diese Fehlentscheidungen haben das Unternehmen konsequent auf einen Abwärtspfad geführt, und nun stehen wir bei der vierten Entlassungsrunde seit 2024. Menschen, die ihr Herzblut in die Entwicklung von Spielen gesteckt haben, ins Marketing, in die Leitung von Studios, werden einfach aussortiert.

Aber keiner dieser Menschen hat entschieden, die neue Konsole „Xbox Series X, aber auch Series S“ zu nennen.
Die Person, die bei Arkane das Telefon abnimmt, hat nicht darauf gewettet, dass Game Pass das neue Netflix wird – und dann eben doch nicht.
Ein Künstler, der Raumschiffe für ein Halo-Spiel zeichnet, hat nicht entschieden, dass Xbox sowohl eine Konsole als auch eine Art Oculus Quest 3 und diverse Handhelds und Cloud-Dienste sein soll – oder auch irgendwie doch nicht.

Diese Entscheidungen haben Xbox-Manager getroffen!
Und sie waren allesamt schlecht, eine nach der anderen, seit über einem Jahrzehnt. Wenn man sich nun die Listen der Menschen ansieht, die entlassen wurden – deren Karrieren und Leben von einem Moment auf den nächsten zerstört werden – dann fehlt ein Name darauf: Phil Spencer, der CEO.

Er bleibt in seiner Position, möchte das auch weiterhin bleiben und wird weiterhin Millionen an Gesamtvergütung erhalten – Geld, das eigentlich an das Ausmaß der Verantwortung gekoppelt sein sollte, die er trägt.
Millionen zu verdienen, während man erfolgreich ist – klar.
Aber weiterhin Millionen zu bekommen, obwohl das Geschäft so katastrophal läuft, dass man Entlassungen für notwendig hält – wegen Entscheidungen, für die man selbst verantwortlich ist – ergibt keinen Sinn.

Wenn Microsoft wirklich einen Kurswechsel will und denkt, dass Kündigungen nötig sind, um das zu erreichen, dann sollte man vielleicht mal darüber nachdenken, sich von den Menschen – oder dem Menschen – zu trennen, die letztlich für all diese Fehler verantwortlich sind.
 
"Aber weiterhin Millionen zu bekommen, obwohl das Geschäft so katastrophal läuft, dass man Entlassungen für notwendig hält – wegen Entscheidungen, für die man selbst verantwortlich ist – ergibt keinen Sinn."

Soweit ich das hier gelesen habe, ging es der Marke Xbox aber nie besser als heute und es sind regelrecht goldene Zeiten, es wurden erst kürzlich neue Rekordzahlen gemeldet. Zumindest wurde das hier im Xbox Thread geschrieben.
 
Ist ja schön, dass man ständig neue Rekordzahlen meldet. Das steht aber im Widerspruch zu den aktuellen Entlassungen. Und ein Konzern, der Studios schließt und nicht mal eine längere Entwicklungszeit einräumt, weil man ja augenscheinlich noch mehr grüne Zahlen schreiben möchte, ist absolut unsympathisch und fördert eigentlich nur die Produktion von kurzweiligen Cash-Cows ohne Substanz. Gleichzeitig werden parallel dazu Titel über den Gamepass verramscht. Und der geneigte Videospieler, der sich seinen Gamepass über einen Trick für nen Euro über mehrere Jahre erschlichen hat, applaudiert dazu euphorisch. Für mich absolut verkehrte Welt. Für mich dürfen Spiele auch gerne 100 Euro kosten, wenn wir dafür regelmäßig Blockbuster wie ein RdR, LoU oder Cyberpunk bekommen. Also einfach Titel mit Liebe und Inhalt.

So rein subjektiv sehe ich auch keine goldenen Zeiten. Ausnahmetitel sind, wie oben erwähnt, handverlesen. Konsolen sind zu charakterlosen Klötzen mit kaum Alleinstellungsmerkmalen verkommen. Viele Entwicklerstudio stehen mit dem Arsch zur Wand und produzieren jährlich den selben Einheitsbrei.

Bestes Beispiel wie es anders geht ist aktuell Claire Obscure. Einfach ein mit Liebe produziertes Meisterwerk, welches durch ein kleines Team verwirklicht wurde und daher eingeschlagen ist wie eine Bombe. Bitte mehr davon.
 
Das müsst ihr mir nicht sagen :D ich gebe nur die Meldungen und den Tenor aus dem Xbox Thread wieder.

Ich wünsche mir auch mehr Produktionen vom Schlage eines The Last of Us, Indiana Jones, Uncharted, God of War, Horizon, Ghost of Tsushima, Spider-Man, Red Dead 2, Cyberpunk, etc.
 
Generell ist Microsoft, was den Spiele-Output ihrer 1st Party Studios betrifft, die schon vor dieser Generation teil der Xbox Familie waren, für mich eine einzige Enttäuschung.

Entweder sind die Spiele 100 Jahre in Entwicklung und bleiben am Ende dennoch hinter den Erwartungen (Halo Infinite, Forza Motorsport, Hellblade) oder sie erscheinen erst gar nicht (jetzt Everwild und Perfect Dark). Undead Labs auch keinerlei Output bisher.

Nur Playground Games (wobei Fable auch viel zu früh angekündigt wurde) und vor allem Obsidian halten die Fahne hoch.

Der Gamepass und Bethesda Kauf hat diese Generation zusätzlich irgendwie gerettet.
 
Ich weiß nicht wie man erst nach ca. 6 Jahren bemerken kann, dass ein Spiel nichts wird. Das ist doch min. 3 Jahre zu spät. Und das zweite was ich nicht verstehe ist, wie die verantwortlichen Entscheidungsträger immernoch ihren Job haben.
 
Ich bin wirklich der Letzte der Entlassungen nur irgendwie verteidigt, weil jede Entlassung ist eine zu viel.

Aber:

so wie du schon richtig geschrieben hast, im Endeffekt hat es Projekte betroffen, die bisher absolut nichts gezeigt haben. Und wenn die Perfect Dark Präsentation auch ein Fake war, dann gab es bei dem Spiel auch noch nichts vorzeigbares.

Man kann nicht 6,7,8 whatever Jahre Spiele entwickeln ohne nur irgend einen Fortschritt zu machen. Das geht einfach nicht und wir haben hier auch überhaupt keinen Einblick wie der Stand der Dinge wirklich war.

Und zum Thema: Microsoft schwimmt im Geld, wie können Leute entlassen werden? Das ist doch bitte in jeder Firma so.. wenn ich jahrelang nix vorzeigbares liefere, dann bin ich weg. Wahrscheinlich schon Jahre früher als die Entwickler von Everwild. Ist das Scheiße? Natürlich..

Man muss sich jetzt einfach fragen was alles schief gelaufen ist, bzw. was generell in der Spielebranche falsch läuft. Diese verrückt langen Entwicklungszeiten, dieses ständige Verwerfen von Ideen, diese dauernden Neustarts, Enginewechsel usw..

Und ja, das werfe ich auch den Studios vor: es muss nicht bei Forza Motorsport jeder einzelne Sound 100 Prozent perfekt sein, es muss nicht bei Senuas Saga die Kleidung so dermaßen perfekt sein und 1000ende Stunden damit verschwendet werden. Weil das Ergebnis haben wir ja dann gesehen.. das wesentliche wurde komplett vergessen und zb Forza Motorsport war für mich nach all den Jahren eine Vollkatastrophe. (die früheren Teile waren 10 Mal besser).

Wie gesagt: jede Entlassung ist scheiße und ich hoffe, dass einige wo anders unterkommen, aber wirklich wundern tut mich das nicht.

Natürlich sind Entlassungen Mist! ABER der Zweck einer Firma ist nicht Mitarbeitern ABM zu bieten. Und die meisten die hier gerne deswegen "rumschreien" hätten mit ziemlicher Sicherheit schon früher mehr Leute entlassen wenn sie selbst über 20000 Mitarbeiter nur auf der Gamedivision Payroll hätten bzw. über 220000 im gesamten Konzern. Und damit "Rekordzahlen" auch möglichst diese bleiben muss man auch eher früher wie später die Weichen stellen,speziell bei so einem relativ unbeweglichen riesigen Dampfer! Da wird in der gesamten Techbranche die nächsten Jahre noch VIEL mehr passieren. (AI lässt grüßen!)
 
Das Thema ist halt sehr komplex.

Die wahren Gründe für Entscheidungen oder einfach nur (wichtige) Details kennt niemand von uns, daher sollten wir uns nicht schon wieder an die Kehlen springen. :D

Es ist wie es ist, ändern können wir die Branche nicht, auch wenn es verdammt schade um die vielen Mitarbeiter ist.
Wir können lediglich mit unserem Kaufverhalten abstimmen, wenn auch nur sehr minimal.
 
Laut jemandem hier im Thema darfst du das nicht sagen, du bist nur neidisch xD

Ich sehe schon, das du es nicht verstanden hast.:D

Mehr als "die haben genug Geld, wieso dann Leute entlassen " ist dann auch nicht zu hören.

Hätte phil / ms nach 3 Jahren die Entwickler raus geworfen, weil die Projekte ne Katastrophe sind, dann hieße es "wieso gibt man denen nixbt mehr zeit, sie haben doch genug geld".:ugly:
 
Phil Spencer ist definitiv für alles verantwortlich, denn er ist der Leiter des Ladens und damit ist man letzten Endes immer derjenige, der das zu verantworten hat.
Alle guten Sachen wie auch alle schlechten Sachen.
Aber so Sachen dann zu beurteilen ohne Einblick zu haben ist halt schwer was wann und wie schiefgelaufen ist.
Du stampfst ein Studio aus dem Boden, die sägst Du natürlich nicht sofort ab, denen musst du erstmal Zeit und Vertrauen schenken.
Dann kommt Corona dazu, dann geht ein Chefentwickler, dann musst du Crystal Dynamics mit ins Boot nehmen, aber wenn es irgendwann halt auch Sicht abzusehen ist, dass das nicht läuft, dann musst du halt irgendwann den Stecker ziehen und gutes Geld nicht noch schlechtem hinterherwerfen.
Ähnlich leider wie bei Everwild. Aber das ist halt auch keine Fließbandarbeit sondern Kunst und Kreativität, wenn das aber nicht aufgeht und die Teams es aus welchen Gründen auch nicht immer nicht hinbekommen, dann muss man halt irgendwann handeln.
Aber klar, wie gesagt, Phil Spencer als Leiter des ganzen hat dann auch die Verantwortung dafür.
 
Korrekt.
Und niemand weiß, was er intern für einen Abriss dafür bekommen hat.
Oder halt auch nicht.
Ich meine jeder kennt ja die Risiken, wenn man etwas Neues von Grund auf entwickelt oder eben ein neues Studio hochzieht.
Es kommt drauf an was die Aufgabe war. Kalkuliertes Risiko oder eben nicht. Aber das ganze Geld was da geflossen ist in den 7Jahren, klar, dass muss verantwortet werden.
 
Was Phil den posten kosten könnte :
Wenn sich herausstellt, dass das perfect dark gameplay wirklich komplett fake war.

Wieso er das nicht wusste / mitbekommen hat oder ob er es sogar wusste.
 
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