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OMG! Der PAPST kommt!

Benutzer, welche sich diesen Thread anschauen:

@Glod
Ey versuch dich doch mal in kurze & aussagekräftige Sätze zu beschränken. Wann soll ich denn das alles lesen? :ugly:
Werde später mal alles durchlesen, wenn ich noch Zeit finde...
 
tim_buktu schrieb:
Warum sollte er seine Zeit damit verschwenden vor einem Heiden seinen Glauben immer wieder zu rechtfertigen, das ist doch wirklich verschenkte Zeit... natürlich findet man Gegenargumente wenn man lange genug danach sucht. Aber reicht es nicht wenn er sagt, dass ihm der Glaube Kraft gibt?

Es geht doch nicht um Rechtfertigung. Ich weiß nicht, wie ich das noch beschreiben soll. Wer wirklich an einen Gott und einen höheren Sinn von allem glaubt, der legt sein ganzes Leben quasi in die Hand eines Wesens, was er nie zu Gesicht bekommen wird, das nie zu ihm spricht und sich niemals erklärt. Und wie man daraus Kraft schöpfen kann, das interessiert mich. Das soll niemanden in Verlegenheit bringen, niemand soll sich dafür entschuldigen oder rechtfertigen.
Aber hier wird seitenlang gezetert, weil der PSN ein paar Wochen down ist und es als Entschädigung nur ein paar alte Spiele gibt. Aber wenn es um das komplette Leben und alles, was man jemals war, ist und sein wird, geht, dann heißt es plötzlich: "Hier bin ich. Mach mit mir, was du willst. Ich find's geil".
Und das finde ich faszinierend und mich interessiert, warum jemand so denkt. Ich will demjenigen das weder ausreden noch sonst irgendwas. Aber ich frage eben auch mal nach, weil ich wissen möchte, ob derjenige sich nur irgendwas auf die Schnelle Zusammengezimmertes einredet, um sich zu beruhigen, oder ob er wirklich an das glaubt, was er sagt - mit allen daraus folgenden Konsequenzen.

@ flexx
Mein Betrag zur Generation Sprechblase. :D
 
Glod schrieb:
Es geht doch nicht um Rechtfertigung. Ich weiß nicht, wie ich das noch beschreiben soll. Wer wirklich an einen Gott und einen höheren Sinn von allem glaubt, der legt sein ganzes Leben quasi in die Hand eines Wesens, was er nie zu Gesicht bekommen wird, das nie zu ihm spricht und sich niemals erklärt. Und wie man daraus Kraft schöpfen kann, das interessiert mich.

Das stimmt so pauschal nicht, das kann ich dir anhand von mir selbst zeigen. Ich bin an sich sehr religiös, glaube an mehr als einen Gott, aber ich sehe sie nicht als Wesenheiten, die mein Leben von vorn bis hinten durchplanen. Ich finde das Konzept des Schicksals toll, aber ich bin auch der Meinung, daß, selbst, wenn es eine Art roten Faden im Leben gibt (und den gibt es, nur anders als sich die Allgemeinheit das vorstellt), man nicht sklavisch daran gebunden ist. Der Glaube an eine höhere Wesenheit (die auch nicht immer dem klassischen Götterbild entsprechen muss) schliesst für mich Selbstbestimmung, also Glauben an sich selbst als Wesen nicht aus, nicht im Geringsten.
 
Evin schrieb:
Wenn ich glauben würde, würdest du mir mit solchen Kram tierisch auf die Nüsse gehen.

Das wäre nicht der Fall, wenn du wirklich fest im Glauben wärst. Denn dann könntest du deinen Glauben auch überzeugend darlegen. Und solange ich nicht versuchen würde, dich zu missionieren (was nicht passieren würde), könntest du ganz entspannt sein.
Pissig werden imo nur die Zweifler (auch wenn die sich für wahre Gläubige halten). "Was, wenn er Recht hat? Stimmt das? Ach, geh weg und lass mich in Ruhe. Ich will nicht darüber reden!"
Und die sollten sich halt imo erstmal überlegen, wieso und woran sie glauben.

@ Oxblood

Welche Rolle spielen die Götter, an die du glaubst?
 
Hm, ich seh sie als Stütze, Inspiration, Monologpartner (so komisch das erstmal klingt), Reflektionsfläche und im allgemeinen finde ich es einfach sehr angenehm, diese spezielle Position im Universum mit etwas, daß MIR gehört ausfüllen zu können. Ich glaube bewusst an das, was ich glaube, weil ich es mir so ausgesucht und zurechtgelegt habe.
 
Glod schrieb:
Das wäre nicht der Fall, wenn du wirklich fest im Glauben wärst. Denn dann könntest du deinen Glauben auch überzeugend darlegen. Und solange ich nicht versuchen würde, dich zu missionieren (was nicht passieren würde), könntest du ganz entspannt sein.
Pissig werden imo nur die Zweifler (auch wenn die sich für wahre Gläubige halten). "Was, wenn er Recht hat? Stimmt das? Ach, geh weg und lass mich in Ruhe. Ich will nicht darüber reden!"
Und die sollten sich halt imo erstmal überlegen, wieso und woran sie glauben.

Siehst du, ich bin nichtmal wirklich gläubig bzw. beziehe keine Kraft/Trost/Whatever daraus, aber selbst mir gehen deine Ausführungen, obwohl sie mich eigentlich nicht im Geringsten betreffen echt unheimlich auf den (heiligen) Geist. :ulgy:

Was du in diesem Themenbereich betreibst ist einfach nur Klugscheißerei und deinen Groll den du dagegen hegst. Vielleicht verstehst du es auch einfach nicht; oder willst es halt nicht verstehen. Wahre Gläubige; wenn ich das schon lese. Du tust hier so, als müsse man sein ganzes Leben auf dieses göttliche Überwesen fixieren und in jedem Aspekt haarklein hinterfragen.

Wenn du so sehr auf das Wissenschaftliche versteift bist sieh es doch einfach als Placebo an. Hier hast du doch schon den wissenschaftlichen Beweis, dass der Glaube an etwas, helfen und heilen kann. Die Placebos wirken aber nicht, wenn du die Wirkung hinterfagst.

Wer also glauben will, um daraus Kraft zu ziehen wird es tunlich vermeiden, es solange zu hinterfragen, bis er an dem Punkt kommt, an dem er halt zu zweifeln beginnt. Denn dann endet die Placebo-Wirkung.

Wenn jemand an ein Leben nach dem Tod glauben will, weil es ihm bis kurz vorm Exitus die Angst nimmt oder zumindest lindert, warum nicht?
Wenn es jemanden hilft zu glauben, seine verstorbene Mutter/Vater/Kind sitzt auf einer Wolke und wacht über ihn, why not?

Du hast einfach nicht das Recht wem auch immer, diese Stütze zu nehmen. Nichtmal der Versuch steht dir eigentlich zu. Zumindest nicht bei den "passiv Gläubigen" die vielleicht nur nach ihrer Meinung zu dem Thema gefragt werden. Es greift, wie schon gesagt, zu sehr in einen persönlichen, intimen Bereich ein, der Tabu zu sein hat. Und wenn du in diesen Bereich eintrittst brauchst du dich auch nicht über stampfende Füße wundern.
 
Ich finde das nicht so tragisch mit dieser viel besungenen Intimsphäre beim Glauben. Das ist nichts, dessen man sich schämen müsste, was sollte daran tabu sein? Wenn mich einer dazu fragt, wie Glod eben, geb ich auch ne Antwort, wieso sollte man jemandem nicht seine Glaubensauffassungen mitteilen?
 
Wer so'n Kappes wie Glaube braucht, um sein Leben zu meistern, der ist eh zu schwach für diese Welt. :deal:
So kompliziert ist das Leben nicht. Morgens aufstehen, essen, arbeiten, abends nach Hause, essen, Wochenende ins Kino und Montag wieder von vorne. Wo ist das Problem? Wozu brauch ich da Glaube?
 
Evin schrieb:
Wahre Gläubige; wenn ich das schon lese. Du tust hier so, als müsse man sein ganzes Leben auf dieses göttliche Überwesen fixieren und in jedem Aspekt haarklein hinterfragen.

Wenn ich "wahre Gläubige" schreibe, dann meine ich nicht, dass irgendwer den "richtigen" Glauben hat. Ich meine damit mehr, dass man von seinem Glauben wirklich überzeugt sein sollte und nicht nur irgendwas redet, weil einem das von Kindesbeinen an eingeredet wurde.

Wenn du so sehr auf das Wissenschaftliche versteift bist sieh es doch einfach als Placebo an. Hier hast du doch schon den wissenschaftlichen Beweis, dass der Glaube an etwas, helfen und heilen kann. Die Placebos wirken aber nicht, wenn du die Wirkung hinterfagst.

Wer also glauben will, um daraus Kraft zu ziehen wird es tunlich vermeiden, es solange zu hinterfragen, bis er an dem Punkt kommt, an dem er halt zu zweifeln beginnt. Denn dann endet die Placebo-Wirkung.

Du meinst also, er soll sich selber belügen und schön die rosarote Brille auflassen, solange es ihm dadurch besser geht? Denn nix anderes schreibst du gerade.

Ich mache hier nix anderes, als zu empfehlen, sich mal mit seinen eigenen Ansichten auseinander zu setzen und mal zu überprüfen, ob die auch einem testenden Rüttler standhalten. Ich habe oben etwas ausführlicher dargelegt, warum ICH nicht an einen Gott, wie er von den Religionen postuliert wird, glaube. Ich kann das vor mir begründen und ich kann mit dem, was ich habe auch eine Diskussion führen.
Weißt du was? Ich kann mich natürlich auch irren. Kann sein, dass ich abnipple und statt der ersehnten ewigen Finsternis stehe ich in einem hellen Raum und Gott sagt "Ätsch!".
Aber ich habe mir mein Weltbild durchdacht - gründlich durchdacht. Und für mich ist der Punkt, dass alles eben einfach so passiert weitaus sinnvoller, als daran zu glauben, dass jemand eingeplant hat, dass ich bei irgendeinem Unfall den Samuel Koch mache und dann bis 95 von den Tigern im Zoo als Essen auf Rädern angesehen werde. Denn mit der Person würde ich dann wirklich das ein oder andere unschöne Wort wechseln, wenn es soweit ist.

Genauso ist es für mich viel angenehmer, den Tod als das Ende zu sehen. Ich hatte eine ähnliche Erfahrung bei meiner OP 2009 und ich kann nicht behaupten, dass es irgendwie unangenehm gewesen wäre, weil da einfach nichts war. Weder bemerkte ich, wie das Licht ausging noch war während der Narkose irgendwas.
Wenn ich mir aber vorstelle, dass es nach dem Tod des Körpers weitergeht, dann sträubt sich bei mir alles. Als erstes mal die Ungewissheit, WAS da überhaupt kommt. Als zweites die Frage, wie lange das gehen soll. Ich habe ja schon mal eine Umfrage zum ewigen Leben gemacht und aus meiner Sicht ist es die perfekte Beschreibung für die Hölle, die nächsten 50 Gazillionen Jahre rumzusitzen und was genau zu tun?

Das ist meine Überzeugung. Wenn das jemand anders sieht, dann soll das so sein. Aber ich werde ja nochmal nachfragen dürfen, warum er daran glaubt und warum er glaubt, dass das toll ist. Evtl. sagt er ja was, wo ich dann auch denke "Hmmm...gar nicht so schlecht".

Du hast einfach nicht das Recht wem auch immer, diese Stütze zu nehmen. Nichtmal der Versuch steht dir eigentlich zu. Zumindest nicht bei den "passiv Gläubigen" die vielleicht nur nach ihrer Meinung zu dem Thema gefragt werden. Es greift, wie schon gesagt, zu sehr in einen persönlichen, intimen Bereich ein, der Tabu zu sein hat. Und wenn du in diesen Bereich eintrittst brauchst du dich auch nicht über stampfende Füße wundern.

Wem will ich denn eine Stütze nehmen? Habe ich hier irgendwo mit einem Buch "Die Wahrheit: 42 ist Beschiss" rumgewedelt? Ich interessiere mich für die Ansichten anderer zu diesem Thema und ja, ich lasse mich halt ungern mit Aussagen der Marke "Ist halt so, lass mich doch" abspeisen. Solche Gespräche kann man sich gleich schenken. Wer das nicht will - mein Gott, das hier ist ein Forum. Man kann den Thread meiden, man kann meine Kommentare überlesen und man kann mich sogar auf Ignore setzen.
Und ich sehe auch nicht ein, dass der Glaube bei solchen Diskussionen eine Sonderrolle einnehmen sollte. Du tust ja gerade so, als würde ich hier ein Riesensakrileg begehen, nur weil ich mal nachhake, wenn es um Aussagen "Also ich glaube an Gott und gehe zur Kirche" geht.
Siehst du Oxblood hysterisch zusammenbrechen? Und der hat was auf den Tisch gehauen, dazu weiß ich nicht mal, was ich antworten soll.
 
Bart Wux schrieb:
Wer so'n Kappes wie Glaube braucht, um sein Leben zu meistern, der ist eh zu schwach für diese Welt. :deal:
So kompliziert ist das Leben nicht. Morgens aufstehen, essen, arbeiten, abends nach Hause, essen, Wochenende ins Kino und Montag wieder von vorne. Wo ist das Problem? Wozu brauch ich da Glaube?

DIE Antwort würd ich jetzt gerne schreiben, tu´s aber nicht :D
 
Ein letztes mal Glod:

Wenn es ihm besser geht, weil er sich "selbst belügt", es niemand anderen schadet, warum in aller Welt soll er es dann hinterfragen?

Ich würde dir so ziemlich vorbehaltlos zustimmen, wenn wir hier über obskure Auswüchse reden würden. Über Leute, die zB lebensnotwendige medizinische Eingriffe verweigern "weil es ja ohnehin Gottes Plan ist". Aber es geht hier um was total harmloses, wo Leute für sich etwas gefunden haben, das ihnen hilft. Ob das jetzt irgendwelche Glücksbringer, magische Heilsteine oder ihr Glaube ist, ist doch vollkommen tutti egalo.

Ich seh' nicht ein, warum man den Leuten das nehmen soll/will.
 
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