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REVIEW Metal Gear Rising: Revengeance [Review]

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Oh, Raiden. Anno 200irgendwas hielt uns Kojima alle zum Narren, indem er uns monatelang Trailer zu MGS 2 vorsetze (und eine Demo verkaufte, der als Bonus noch ein unterdurchschnittliches MechSpiel beilag), die letztlich kaum mehr als das Tutorial zu einem völlig anderen Spiel zeigten. Enter Raiden aka Jack aka der Beweis, warum man nie mit seiner Partnerin zusammen arbeiten sollte. Und Enter Rose, deren Timing für Beziehungsgespräche schlechter nicht hätte sein können. Als überzeugter Single (ich wurde von meiner Freundin überzeugt) liegt mir nichts ferner als virtuell an einem Ehestreit mit zu machen. Ordnungsgemäß haben alle die blonde Tussi gehasst, sodass sich Hideous Kojima für Raidens Rückkehr etwas Besonderes ausdenken musste. Er verwandelte Raiden in einen breakdancenden, Sprüche klopfenden, Ninja-Samurai-Cyborg, der selbst ohne Arme noch unbesiegbar scheint und paradoxerweise trotzdem in fast allen Cutszenes durchgewalkt wird und dadurch das halbe Spiel jammernd verbringt. Ernsthaft, Koji, ein breakdancender Ninja-Samurai-Cyborg und er ist immer noch eine Pussy? Das klingt beinahe nach bösem Vorsatz... ok, die HighHeels hätten bereits ein Anhaltspunkt sein können.

Psy-Borg: Oppa Gangnam... nein, das ist sowas von 2012

Raiden kehrt erneut zurück, vier Jahre nachdem die LaLiLuLeLo endgültig besiegt sind. PMC regieren die Welt, hohe Politiker schmieden Komplette, Charaktere rücken ihre Brille zurecht und irgendwo wird Kindern das Gehirn ausgelöffelt, um es zu trainieren und später in Cyborgkörper einzupflanzen... wisst ihr was, es ist Platinum und Metal Gear, also ihr wisst, was das heißt: Diese Exkremente entsprechen ihrem Erscheinungsbild nach der essbaren Frucht der Pflanzengattung in der Familie Musaceae innerhalb der Monokotyledonen. Kurz:

This shit is bananas

Und so ist Raiden, gegen den jeder Gegner im Spiel wie die Stimme der Vernunft wirkt. Der Knabe ist völlig durch. Was seine Jahre als Kindersoldat nicht geschafft haben, was der Verlust seines Körpers nicht erreicht hat, muss das Familienleben vollbracht haben. Aber wenn ich mir vorstelle, mit Rose zusammen zu leben... beneide ich Raiden dennoch (Ich bin soo einsam...). Unter den Nebenfiguren (darunter ein deutsche Cyborg Doktor) ist der Bladewolf das klare Highlight, dessen Kommentare nicht selten als Selbstparodie durchgehen könnten. In dem Zusammenhang ist Raidens Vorstellung von Tarnung zu erwähnen (Sombrero anyone?)

Raiden schnetzelt sich somit quer durch die Welt, beginnend in Afrika, durch Amerika und letztlich Pakistan. Was Platinum hier abliefert, sind die besten Elemente aus Vanquish und Bayonetta (an der Stelle wünscht man sich zwei Penisse, weil eine Erektion der Freude nicht genug Ausdruck verleiht) sowie die schlechteren Elemente aus Ninja Gaiden (hier reicht dann wieder ein Lümmel). Bewaffnet ist er mit einem HighFrequenzyBlade (Lies: Katana) und einem schlechten Haarschnitt (das Schwert ist effektiver). Leichte und starke Attacken sehen erst mal nach einem Standard Actiontitel aus, bis man die Block oder Dodge Funktion sucht. Eine Art Dodge kann man später durch Upgrades erwerben, wichtiger jedoch ist der Parry. Lenkt Raiden in Richtung des Angriffs und betätigt den leichten Angriff und Raiden blockt. Zu früh, ihr fresst die Attacke, zu spät und ihr habt die Attacke gefressen. Timet es perfekt und Raiden kann unmittelbar in den Gegenangriff übergehen. Diese simple Mechanik ist der Begriff von easy to learn hard to master, insbesondere da jeder neue Gegner neu studiert werden will.

Metal Gier ?

Hinzu kommt der Blademode, bei dem Raiden in Zeitlupe Gegner (und sonstiges) zerstückeln kann, eine Mechanik, die Afro Samurai bereits ähnlich präsentierte. Erinnern wir uns noch an die Melonen aus den frühen Trailern?

Der Blademode ist Raidens Methode, seine Gesundheit nachzufüllen, denn mit gezielten Schnitten kann er die Innereien der gegnerischen Cyborgs einnehmen und sich daran ergötzen. Außerdem verwenden viele Bosse diese Mechanik an. Ein Energiemeter gibt Aufschluss darüber, wie oft ihr de Modus nutzen könnt, aber da ihr mit jedem Schlag neue Energie schöpft und die Innereien auch diese Leiste zu 100 % füllen, ist Sparsamkeit kein Faktor.

MGRR's Kämpfe sind schnell, brutal und brachial. Blockt, kontert, prügelt den Cyborg in die Luft, säbelt in dort in 100 Stücke und man ist im siebten Actionhimmel. Fresst eine Rakete von außerhalb des Bildschirms, seht wie Raiden benebelt sich den Kopf hält und kassiert vier Hiebe von Fußsoldaten, die euch an die Wand gedrängt haben und man will Platinum die Disk zum Futtern geben. Zwischen diesen beiden Szenarien wechselt das Spiel stetig über die gesamte Laufbahn, launischer als meine imaginäre Freundin (sie heißt Sybille und mag romantische Spaziergänge am Strand sowie Rod Stewart). Dies führt zu einem stetigen Gefühlswechsel zwischen awesome und fuck you. Ein Bosskampf, den man nahezu ohne Gegentreffer absolviert, weicht direkt einem flammen-werfenden TriPod, der mit Raiden Ping Pong spielt.

Ich suche eine funktionierende Kamera und klaue von Ninja Gaiden???

Eine mittlere Katastrophe ist die Kamera, die in Kombination mit Raketen schleudernden Robotern an die schlimmsten Phasen aus Ninja Gaiden 2 erinnert. Ich bin niemand, der die Schuld bei anderen sucht (die haben sie halt fast immer), aber die meisten Tode weise ich der unfairen Kamera zu. Wer dies im Spiel nicht so empfindet, möge die VR Missionen ausprobieren. Was für ein unspielbarer Mist.

Die Schwierigkeiten des Spiels kompensieren sich allerdings durch das Upgraden Raidens, was durch Verwendung von BP (B-irgendwas-Points) vonstatten geht. Unverständlich: Der GrayFox Anzug muss trotz DLC noch freigekauft werden? Leck mich...

Um euch Pausen zu gönnen, bietet MGRR genug Gelegenheit. Hey, es sind Platinum und Kojima. Von acht Stunden Laufzeit spielt ihr vielleicht drei. Ich hoffe, ihr liebt das Geräusch des klingelnden Codec, gefolgt von einem russisch akzentuierten „Rrraiden. Iis Borriss! Da? Wherre is da vodka?“ Oh ja, inklusive dem besten Feature aus Gears of War, dem patentierten „Slow-Walk-with-two-fingers-on-one-ear“. Denn wenn es irgendwas gibt, was ich als Prototyp Ninja-Cyborg machen möchte, dann ist es langsam laufen. Die restlichen vier Stunden sind Cutszenes.

Kann hier einer seine Kämpfe selbst austragen?

Man möchte meinen, dass die Bosse die Highlights des Spiels wären. Sie hätten es sein können, aber das Problem ist, dass nur wenige wirklich mano-a-mano kämpfen. Zu oft habt ihr es gleichzeitig mit nervigen Handlangern zu tun, Helikoptern oder schlicht unfairen Gegenspielern. Und dann wäre da der finale Boss. Einzig und allein Sam hat die Eier (hat er die als Cyborg noch? Wofür?) euch allein gegenüber zu treten. Sam versteckt sich nicht hinter Schilden, schickt niemanden vor, braucht keine Unterstützung und labert einen nicht stundenlang voll. So muss ein Boss aussehen. Die meisten seiner Kollegen enttäuschen da leider ein wenig.

Erwartet auch nicht zu viel von der Zerstörbarkeit der Umgebung. Ihr könnt war fast alles zerstören, aber es sieht so übel aus, dass ihr es nicht wollt. MGRR beeindruckt durch schnelle Action, aber ansonsten sieht das Spiel nur annehmbar, selten beeindruckend aus. Der Sound hingegen ist göttlich, sei es die erbarmungslos passende Musik, deren Timing insbesondere bei den Bossen besser kaum sein könnte (Highlights: Die Fights gegen Wolf und das Finale). Was die Sprecher angeht, so scheint es Quinton Flynns erklärtes Ziel gewesen zu sein, Raiden als den größten Psychopathen unter der Sonne zu etablieren. Mission erfolgreich and then some. Ernsthaft, eine Szene in der Mitte des Spiels (ich sag nur Jack the Ripper) lässt selbst Mark Hamills Joker geistig gesund erscheinen.

Bugger Me!

Metal Gear Rising Revengeance vereint die Verrücktheit Platinums und der Metal Gear Reihe mit dem Gameplay aus Bayonetta und Ninja Gaiden und gibt die Hauptrolle einem der polarisierendsten Charaktere aller Zeiten. Teils brilliant, teils nervig, mit schlappen vier Stunden Nettospielzeit kriminell kurz (allerdings mit New Game +) ist es durch und durch Metal Gear. Ein Erlebnis, das wie die Original Metal Gear Solid Reihe als MustPlay zu sehen ist ohne dass dies als Wertung für die Qualität zu betrachten sein wird. Mag ich Raiden nach diesem Spiel mehr als vorher? Nein... aber ich würde es ihm nicht mehr sagen. (Herr Gott, manikür wenigstens die Nägel und zieh Männerschuhe an... was soll das Lachen? Mann, du machst mir Angst. Nicht, Raiden. Raiden? RAIDEN??!??!?!? *Dum Dum Da-Da-Dum DumDumDum!*)
 
Mann, was war Ninja Gaiden Sigma 2 ein geiles Spiel. Abgesehen von der Kamera wurden so ziemlich alle eklatanten Macken des Vorgängers beseitigt, das Kampfsystem wurde durch das Abtrennen der Körperteile massiv
aufgewertet (nicht wegen dem Abtrennen per se sondern wegen des dadurch verbesserten Flows) etc. Sehnlichst hatte ich auf einen qualitativ gleichwertigen Nachfolger gehofft...und dann kam Ninja Gaiden 3. Schon im Vorfeld wurde klar, dass Tecmo beim Versuch, Neuerungen einzubauen, auf's falsche Pferd setzte und die Befürchtungen bestätigten sich im fertigen Spiel. Was also tun? Irgendwann wird auch mal ein NGS2 langweilig. Aber zum Glück gibt es ja noch das gute alte Platinum Games.

Enter Metal Gear Rising Revengeance.

Du bist der Tollste, der Beste, die letzte Hoffnung! Ohne Scheiß? Und was ist mit dem da?

In Metal Gear Solid 1, 2 und 4 kam immer irgendwann DER Punkt. Man spielte einen Elitesoldaten. Den Besten der Besten der Besten (oder in Teil 2 den Besten, der gerade greifbar war). Man war ausgeschickt worden, um verzweifelte Lösungen fur unmögliche Probleme zu finden, die andere Arschlöcher verschuldet hatten. Mühsam tastete man sich voran, suchte Möglichkeiten, die Lokalität unbemerkt zu infiltrieren und tat sein Bestes, Gefechten aus dem Weg zu gehen. Was sollte man auch sonst tun, wenn man nur eine mickrige Zimmerflak mitführte? Tolle Art, den eigenen Topagenten auszurüsten... Und nachdem man sich stundenlang auf Zehenspitzen in den Ecken rumgedrückt hatte, stand auf einmal ER vor einem. ER, das war ein Cyborg Ninja. Er trug stets ein maßlos stylisches Outfit. In einer Welt der Schusswaffen war er nur mit einem Katana bewaffnet, was der Inbegriff von cool ist. Jede seiner Bewegungen schrie der Physik ein schallendes "Fuck you! I'm making my own laws!" entgegen. Und er räumte innerhalb von Sekunden auf unnachahmliche Art und Weise unter allen Gegnertypen auf und hinterließ nix als Leichen und rauchende Trümmer(stückchen). Dann verschwand er wieder (wie war der eigentlich reingekommen? ICH bin durch den stinkenden Abfluss gerobbt und habe niemanden gesehen! Er hat sich durch's Eingangstor geschnitten *die Redaktion*) und man starrte auf seinen tollen Elitekämpfer, die mickrige Knarre und schlich seufzend weiter.

Zeit endlich mal aus der Perspektive des Überfighters zu spielen. Und genau da setzt Metal Gear Rising Revengeance an. Ursprünglich von Konami und Hideo Kojima persönlich vorgestellt, wurde die Entwicklung zum Glück später an Platinum Games übergeben - die wohl beste Entscheidung, die Kojima in Bezug auf dieses Spiel getroffen hat, denn es darf angezweifelt werden, dass er auch nur annähernd ein ähnliches Spektakel hätte auf die Beine stellen können.

Tactical Espionage...fuck this! Slice 'n Dice!

Metal Gear Rising Revengeance (MGR von jetzt an) ist KEIN Metal Gear Solid Spiel. Es spielt im gleichen Universum, es bringt bekannte Figuren und es gibt seiner abgedrehten Geschichte durchaus auch ein paar nachdenkliche Untertöne mit. Aber im Gegensatz zur Hauptserie setzt MGR auf Action, Action und nochmal Action (mit Action garniert).
Hier wird nicht geschlichen. Ab und an wird das zwar empfohlen, aber wer mich erblickt, ist selber schuld. Und wer mich dann auch noch angreift ebenso. Ist quasi als Selbstmord einzustufen. Sorry, aber wenn ich sehe, dass ein Typ gerade 3 meiner Kameraden gleichzeitig mit einem einzigen Schwerthieb knapp über'm Nabel fein säuberlich halbiert (keine ausgefransten Ränder) und einem davon auch noch die Wirbelsäule rausgerissen hat, dann verpiss ich mich und spiele nicht den Helden...ja, ich weiß, die Nanomaschinen unterdrücken die Angst. Aber was ist bitte mit dem Brechreiz?

Egal. Jedenfalls wird in MGR gesäbelt, was die Klinge hergibt und das in einer bislang noch nie dagewesenen Art und Weise. Man sprintet auf einen Gegner zu, krätscht ihm die Beine weg und hackt ihn in zwei Hälften, während man unter ihm hindurch und auf den nächsten Gegner zu gleitet. Der wird dann mit zwei Hieben in die Luft befordert, kriegt dort die Schädeldecke knapp über den Augen amputiert und wahrend er sich noch wundert, warum es an den Glubschern plötzlich so zieht, zischt man schon aus der Luft wie ein Pfeil auf den nächsten Übeltäter zu, der gleich seine Beine und noch etwas mehr vermissen wird. Ryu Hayabusa eat your heart out!

Der Flow,den MGR im Kampf bietet, ist schlichtweg atemberaubend, wenn man sich erstmal daran gewöhnt hat. Unterstützt wird das Ganze dann noch durch das Verteidigungsschema und den Blademode. Obwohl es wirklich einige Zeit braucht, bis man sich an das Blocken gewöhnt hat, ermöglicht es diese Lösung, die Verteidigung direkt in den Angriff einzubauen. Man blockt gegnerische Schläge quasi beiläufig ab und schlachtet weiter. Hat man beim Block das richtige Timing, öffnet man beim Gegner eine scheunentorgroße Lücke, was dann zwangsläufig in obszönem Schaden endet.
Der Blade-Mode ist dann das Sahnestückchen. Die Möglichkeit, in extremer Zeitlupe frei herumzuschnitzeln und Gegner in n Teile zu zerlegen (wobei n von 2 bis Konfetti reicht), ist genial. Schön auch, daß diese Spielerei nicht einfach nur der Metzelei wegen drin ist, sondern auch in Bosskämpfen und zu Zwecken der Heilung sinnvoll eingesetzt wird.

Immer wieder wird das Geschlachte gegen Standardgegner von Bosskampfen und wahnwitzigen Actionsequenzen unterbrochen, so dass nie Langeweile aufkommt. Und wenn man denkt, man hätte jetzt alles gesehen, setzt Platinum noch einen drauf (was nicht so einfach ist, wenn bereits der zweite Gegner im Spiel ein ausgewachsener Metal Gear Ray ist). Das gipfelt schlussendlich in einem monumentalen Endboss, der ohne Wenn und Aber einer der besten dieser Generation ist. Man weiß, dass man geniales Design vor sich hat, wenn einem einerseits klar ist, dass der Gegner hoffnungslos überlegen (was er auch ausschweifend demonstriert), andererseits aber doch schlagbar ist. Und gerade bei solchen Kämpfen ist die Belohnung des finales Triumphes nicht hoch genug einzuschätzen.
Aber auch die anderen Bosse können sich sehen lassen, wobei Mistral leicht abfällt, da man dort ständig diese lästigen Wuselköppe an den Hacken hat. Die anderen Bosse stellen sich mano a mano (ja, bei Sundowner gibt es einen Hubschrauber, aber zumindest auf Normal kann man den auch ignorieren) und bessere Bossfights als solche gibt es per se nicht. Nix gegen bildschirmfüllende Gegner, aber was können die schon groß machen, außer vor einem Vorsprung zu hocken und ein bisschen mit den Armeln zu wedeln?

Der Rest vom Spiel besteht aus Laufen. Ist nix Besonderes, kann sich aber ganz schön ziehen, wenn man durch lineare Level hastet. Aber auch hier hat Platinum mitgedacht und den Ninja Run spendiert. Bereits im Kampf ein nützliches Tool (man kann damit leicht über größere Gegner hinwegsetzen) ist es in den ruhigen Abschnitten eine Offenbarung. Einmal aktiviert, sprintet, hüpft, rollt und slidet Raiden fließend durch die Umgebungen, ohne dass man groß darüber nachdenken müsste. Dazu ist die vorgelegte Geschwindigkeit sehr hoch UND das Feature ist nicht blödsinnigerweise an einen Energiebalken gekoppelt - steht also unbegrenzt zur Verfügung. Auf die Art prescht man von einem Encounter zum nächsten, sieht dabei äußerst geschmeidig aus und braucht sich auch nicht über zu lange Laufwege zu beschweren.

Oh und verbessern kann man den guten Raiden und seine Waffen auch noch. Während der Kämpfe wird man mit Battle Points belohnt, die sich in Upgrades investieren lassen. Das ist durchaus umfangreich UND kann dank New Game+ auch weiterverwendet werden. Genauso muss das sein!

Meckerecke

Kein Spiel ohne Fehler, aber bei MGR findet sich nicht allzuviel, was man ankreiden könnte. Da wäre zum einen die Kamera, die einen hin und wieder mal im Stich lässt. Das kann man zwar über eine Target-Lock-Funktion zu Teilen ausgleichen, aber Treffer aus dem Off sind immer mal wieder drin. Nun kann sich Raiden zwar bei nahezu jedem Gegner komplett heilen, aber wenn man die Kämpfe ohne Gegentreffer bestehen will, ist es ein wenig hinderlich, wenn man Panzerfäuste abkriegt, die man nicht kommen sieht. Abzug in der B-Note.
Weiterhin kann die Verteidigung ziemlich frickelig werden, wenn es darum geht, schnelle Combos von Gegnern zu blocken. Hier muss man das Blocken wirklich beherrschen, was einem diverse Bossgegner wiederholt äußerst schmerzhaft demonstrieren.
Und dann ware da noch der Punkt, dass man (zumindest meine ich das) beim Laden eines Spielstandes zumindest in einem Bosskampf auf einmal ohne Heilitems dasteht, was mitunter schon...öhm...gewagt ist. Keine Ahnung, ob ich mir das einbilde, oder ob das ein Bug ist. Aber wer nackig vor den Endgegner tritt, der weiß, dass das nicht so prickelnd ist.

Abteilung fur Audiovisuelles

Grafisch reist MGR nicht zwingend Bäume aus. Dafür flutscht es herrlich flüssig über den Bildschirm. Nur bei Codecgesprächen, tauchen aus unerfindlichen Gründen Ruckler (auf der PS3) auf, die in dem Moment zum Glück nicht stören. Die Charaktere sehen sehr detailliert aus und wurden klasse animiert, die Umgebungen kommen dafür ziemlich karg daher.
Klares Sahnestückchen ist der Soundtrack, der einen stets motivierend vorantreibt und in seinen stärksten Momenten (Blade Wolf, Endgegner) einfach nur genial ist. Im Grunde die perfekte Untermalung für diese wahnwitzige Actionorgie.

Fazit

Endlich weiß ich, wie es ist, den Cyborg Ninja aus MGS zu spielen. Es! Ist! Geil! Platinum Games hat die Essenz der Videosequenzen aus der Hauptserie perfekt eingefangen und in einen Actionzirkus par excellence gegossen. Die Krönung ist, dass man diesen Wahnsinn hier wirklich spielen kann und nicht zum Zuschauen verdammt ist. Mit knapp 8 Stunden auf meinem Zähler ist das Spiel nicht übermäßig lang. Dafür hält es sein Tempo konstant hoch und steigert sich bis zum Ende kontinuierlich. Darüber hinaus ist dank New Game+ und mehrerer Schwierigkeitsgrade genügend Replay-Value gegeben.
Unterm Strich kann ich für MGR nur eine lupenreine Empfehlung aussprechen. Besser schnetzeln als hier kann man zur Zeit nirgends.
 
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