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Luftfeuchtigkeit

Benutzer, welche sich diesen Thread anschauen:

Hallo zusammen,

ich brauche mal eure Hilfe: wir haben unseren Keller renoviert und werden in einigen Monaten bei uns einen Wohnwintergarten errichten. Der Keller hat derzeit zu drei Seiten Außenwände, durch den Wohnwintergarten werden es nur noch zwei sein. Vier Räume, drei (kleine) Fenster.
Die Baufirma, die die Renovierung betreut, hat extra einen Putz und eine alkalische Beschichtung und Farbe verwendet (ich gebe das nur laienhaft wieder, kenne mich da nicht aus), die Schimmelbildung fast unmöglich machen soll.
Wir haben allerdings eine recht hohe Luftfeuchtigkeit im Keller (bestenfalls knapp über 60%, schlimmstenfalls um die 85%). Da wir in einem Kellerraum nun ein Büro eingerichtet haben und ein zweiter ein Bastelraum werden soll, ist es wichtig, die Luftfeuchtigkeit auf höchstens 60% zu drücken.

Wie können wir das am besten erreichen?
Ich habe mir jetzt sowas geholt und das ins Büro (max 20qm) gestellt:
https://www.amazon.de/gp/product/B075CS1TX8/ref=ppx_yo_dt_b_asin_title_o01_s00?ie=UTF8&psc=1
Tür zu, Fenster zu, rund 40h nicht betreten. Leider hat sich an der Luftfeuchtigkeit nichts geändert.

Daher mal in die Runde gefragt: Welche Tipps habt ihr? Was macht ihr, um der Luftfeuchtigkeit Herr zu werden?
 
@dafrocka
Danke, das schaue ich mir mal an. Ich wollte nur eigentlich eine elektrische Lösung vermeiden. Das wäre so die Last Resort Option.
Ich bin da ganz bei defrocka. Wenn du wirklich etwas erreichen möchtest benötigst du einen vernünftigen Luftentfeuchter, wenn es über den reinen Luftaustausch nicht funktioniert.
Alles andere wird dir nichts bringen.

Das von dir verlinkte Granulat kann bis zu 2,5l binden über einen längeren Zeitraum verteilt. Schon allein durch die Atmung erzeugt man pro Person pro Tag einen Feuchteeintrag von ca. 2 bis 3 Litern Wasser. Das Granulat ist im Grunde vollkommen nutzlos.
 
Danke für deinen Input. Deiner Argumentation kann ich mich tatsächlich nicht entziehen, wobei das Granulat neben regelmäßigem Durchlüften nur ein Teil der Lösung sein sollte. Ich hatte wie gesagt testweise Fenster und Tür im Büro geschlossen gehalten für rund 40 Stunden. Die Luftfeuchte ist da eher noch gestiegen auf 85%. Heute lasse ich mal den ganzen Tag über bei geschlossener Tür das Fenster offen und schaue, wie das auf die Luftfeuchtigkeit wirkt.

Wenn es wirklich auf einen elektrischen Luftentfeuchter hinausläuft, will ich schauen, ein Gerät mit genug Power zu holen, dass es den ganzen Keller entfeuchtet. Wenn ich alle Türen geöffnet halte, müsste das ja raumübergreifend funktionieren, oder? Was mich etwas abschreckt, ist das ständige Bollern des Gerätes. Oder kann es ausreichen, den per Zeitschaltuhr nur nachts laufen zu lassen?

Und natürlich will ich auch erst abwarten, wie der Wohnwintergarten auf den Keller wirkt, da sich dadurch eine jetzige Außenwand quasi in eine Innenwand verwandelt.
 
Danke für deinen Input. Deiner Argumentation kann ich mich tatsächlich nicht entziehen, wobei das Granulat neben regelmäßigem Durchlüften nur ein Teil der Lösung sein sollte. Ich hatte wie gesagt testweise Fenster und Tür im Büro geschlossen gehalten für rund 40 Stunden. Die Luftfeuchte ist da eher noch gestiegen auf 85%. Heute lasse ich mal den ganzen Tag über bei geschlossener Tür das Fenster offen und schaue, wie das auf die Luftfeuchtigkeit wirkt.

Wenn es wirklich auf einen elektrischen Luftentfeuchter hinausläuft, will ich schauen, ein Gerät mit genug Power zu holen, dass es den ganzen Keller entfeuchtet. Wenn ich alle Türen geöffnet halte, müsste das ja raumübergreifend funktionieren, oder? Was mich etwas abschreckt, ist das ständige Bollern des Gerätes. Oder kann es ausreichen, den per Zeitschaltuhr nur nachts laufen zu lassen?

Und natürlich will ich auch erst abwarten, wie der Wohnwintergarten auf den Keller wirkt, da sich dadurch eine jetzige Außenwand quasi in eine Innenwand verwandelt.

Die meisten sind nicht so laut und schalten sich auch aus wenn der gewünschte Wert erreicht ist. Sind aber alle Stromfresser.
ABER lieber 50€ im Jahr mehr für Strom ausgeben als einen feuchten Keller samt Schimmel.
 
Die hohe Luftfeuchtigkeit könnte natürlich auch noch mit den Baumaßnahmen zu tun haben. Beim Bauen wird ganz schön viel Wasser reingebracht, das muss ja auch erstmal wieder raus. Evtl. reichts, wenn du nach Abschluß der Bauarbeiten einige tage einen Bauentfeuchter laufen lässt?
 
@Seo:

Das kann sein, ich werde das mal die Tage mit unserem Bauleiter besprechen.
Wir hatten zunächst das Büro gemacht, und danach mit ca. vier Wochen Pause die drei anderen Räume. Am 18. Juli sind die Arbeiten beendet worden und jetzt soll alles trocknen. Kann das sein, dass nach so vielen Tagen noch Feuchtigkeit von den Arbeiten im Keller steckt?
 
Okay ... ich bin da wirklich der totale Laie. Ich würde sagen, dass nennt sich verputzen, was die gemacht haben? War auf jeden Fall ein Zeug, das mit Wasser angemischt wurde. Jetzt muss noch gestrichen werden (außer Büro, das ist schon fertig), aber die wollten erst alles trocknen lassen.
 
Okay ... ich bin da wirklich der totale Laie. Ich würde sagen, dass nennt sich verputzen, was die gemacht haben? War auf jeden Fall ein Zeug, das mit Wasser angemischt wurde. Jetzt muss noch gestrichen werden (außer Büro, das ist schon fertig), aber die wollten erst alles trocknen lassen.
Ok, Putz enthält natürlich viel Wasser, das trocknet nicht in ein paar Wochen aus, wenn das mehrere Räume sind. Wenn Estrich (bodenbelag) gelegt wurde, ist es noch mehr Wasser.
Kann also durchaus sein, dass die Feuchtigkeit noch daher kommt. Das wäre ja nicht schlecht, denn dann würdest du die durch konsequentes heizen und lüften auch wieder raus bekommen, auch ohne weitere Gerätschaften. Das mit dem Lüften im Keller ist im Sommer halt schwer. SObald du lüftest, wenn es draussen wärmer als im Keller ist, holst du dir normalerweise die Feuchtigkeit wieder rein.
 
Achso ok. Also wenn es draußen warm ist, lieber alle Fenster zu? Und wenn es kalt ist, regnet etc, dann lüften? Aber auch nur Stoßlüften oder bei Temperaturen über 15 Grad ruhig dauerlüften?
 
Wenn du nen Hygrometer hast, kannst du immer dann lüften, wenn die Luftfeuchtigkeit draussen geringer als drinnen ist.
Wenn du mit Dauerlüften gekippte Fenster meinst: mach das nicht. Das ist kontraproduktiv.
Du musst die feuchte Luft halt raus bringen, dann Fenster zu. Wenn du Luft dann wieder warm wird, nimmt sie wieder Feuchtigkeit auf, dann muss sie wieder raus, und so weiter.
Kalte Luft speichert kaum Feuchtigkeit, drum muss man ja auch heizen.
 
@Leo_Lausemaus Du musst mal schauen, wie hoch die relative Luftfeuchtigkeit liegt und wie hoch die Temperatur. Daraus lässt sich ja einfach die absolute Luftfeuchtigkeit ableiten und damit auch die Frage wann du lüften solltest. Wenn es z.B. ~20 Grad und ~85% Luftfeuchtigkeit sind, kannst du im Grunde beim jetzigen Wetter die Fenster 24 Stunden offen lassen, weil es draußen ~immer weniger feucht ist (absolute Luftfeuchtigkeit). Wenn du dabei die Temperaturen noch ein, zwei Grad hochbringst, nimmt die relative Luftfeuchtigkeit auch noch zusätzlich ab.

Hier kannst Du mal ein bisschen mit den Werten rumspielen: https://rechneronline.de/barometer/luftfeuchtigkeit.php
 
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