Foren Aktuelles Erstellen Mitglieder Anmelden

Laufen, Laufen und ... Laufen - Der Lauf-Thread

Benutzer, welche sich diesen Thread anschauen:

:lol:

Bei Kilometer 30 bist Du weg geknickt, was? Das kenn ich ... furchtbar! Haben Dir wohl wie erwartet die langen Läufe gefehlt, damit Du hinten raus das Tempo halten kannst. Aber hey; Du hast's gepackt und ich könnte wetten, dass Du schon mit dem Gedanken spielst, wann und wo Du nächstes Mal am Start bist. :grins:

Erhol Dich gut und geniesse den Triumph! :bier:
 
indierocker schrieb:
:lol:

Bei Kilometer 30 bist Du weg geknickt, was? Das kenn ich ... furchtbar! Haben Dir wohl wie erwartet die langen Läufe gefehlt, damit Du hinten raus das Tempo halten kannst. Aber hey; Du hast's gepackt und ich könnte wetten, dass Du schon mit dem Gedanken spielst, wann und wo Du nächstes Mal am Start bist. :grins:

Erhol Dich gut und geniesse den Triumph! :bier:

Ich hatte bis zum Ziel kaum Ermüdungserscheinungen und genug Puste. Nach Kilometer 30 waren die Schmerzen in den Knien und den Seitenbänder einfach zu stark, so dass ich nur noch langsam laufen konnte. Hab mich auch bei KM34 und KM38 massieren lassen. :grins: Bin aber happy, Marathon...ckeck. :dhoch:
 
So, eine Woche nach dem Marathon heute mal einen kleinen Testlauf über 5km gemacht. Hat dann auch gelangt, der M steckt noch überall in den Bändern, Leisten und Knochen. Ach man, ich will wieder raus...:)
 
Nachdem mich zwei nervige Verletzungen, die knapp 2 Monate nicht abklingen wollten, aus meinem Training im FitnessCenter gebracht haben habe ich heute (mal wieder) das Laufen ausprobiert. Gestern Mitternacht dachte ich, Laufen wäre mal wieder eine gute Idee und heute habe ich die Gunst der Stunde genutzt und bin am Abend mal locker drauf los gejoggt.

In der Arbeit habe ich mit mit Googlemaps noch eine nette 10km-Runde zurecht gelegt die ich in den nächsten Wochen mal unter einer Stunde schaffen wollte. Wie gesagt, bin bei weitem kein Lauf-Freak, und regelmäßig habe ich es auch nie gemacht, sieht man von den 30-Minuten-Aufwärm-Sachen im FitnessCenter ab.

Naja, die 9,31km habe ich in 51min gepackt, und ich so WTF?! :skep:
Ich fühl' mich zwar wie von einem LKW überfahren und mitgeschleppt, aber ich hätte nicht gedacht dass ich die Strecke tatsächlich schaffe...

Hatte alle Stadien durch...
Nach 500m: noch nicht im Rhythmus, kalte Muskeln rebellieren
Nach 2km: falsche Atmung, kehle wird trocken und schmerzt
Nach 5km: zu hohes Tempo, falsche Atmung, Seitenstechen
Nach 7km: Schultermuskulatur durch die dauernde Laufbewegung überlastet

Und nach 5km an gingen die meisten Beschwerden dann stetig zurück, dafür wurde der innere Schweinehund immer lauter. "Reicht für's erste mal. Überanstrenge dich nicht. Geh den Rest zurück." Das war dann wirklich die härteste Aufgabe das zu überwinden...

Hinzu kam dass ich die Strecke nicht kannte und ich ab KM5 keine Ahnung mehr hatte ob ich überhaupt noch richtig war oder wie weit es noch ist. :ulgy:
 
Evin schrieb:
Naja, die 9,31km habe ich in 51min gepackt, und ich so WTF?! :skep:

Hey, das ist aber schon eine gute Zeit. Aber durch das Fitness Center bedingte Aufwärmen fängst Du ja auch nicht bei null an. Ich kenne aber einige geübte Läufer, die 10km gerne mal in sub50 laufen würden. Die würden das hier nicht gerne lesen ;-)
 
Wie legt Ihr euch eigentlich eine Strecke zurecht?
Ich habe keinerlei Hardware um zu gucken wie lange die Strecke sein könnte - ich weiß dass es mit dem google earth programm geht aber das habe ich nicht.

Kann man das irgendwo online machen?
 
Nimm doch Googlemaps...? :? Route planen, A bis B und wenn du auf die Verbindungslinie klickst kannst du "Wegpunkte" hinzufügen/festlegen.

Meine heutige Strecke zB: http://g.co/maps/dt74t

Die wesentlich höhere Temperatur (15 vs. 24°), letzte Mahlzeit lag 7h zurück, noch minimaler Restmuskelkater und fehlende Konzentration haben ihren Tribut gefordert. Am Ende waren es 9,85km in ca. 55 Minuten.

Gibt es einen "Trick" wie man das mental besser hinbekommt? Ich konnte mich meistens nur darauf konzentrieren wie anstrengend das alles ist, wie es mir morgen wieder "mies" gehen wird usw. Die positiven Ausblicke die ich beim ersten mal noch hatte konnte ich mir einfach nicht ins Gedächtnis rufen. Immer wenn ich da einen guten Gedanken gefasst hatte hat eine schmerzende Schulter oder ein fieses Stechen in der Seite den Kopf wieder blitzartig geleert... :waah:
 
gar nicht denken....jeden aufkommenden Gedanken abwürgen. Ihm auf direkt auf die Fresse geben, sobald du merkst, dass da ein Gedanke anfängt heranzuwachsen.

Da muss halt auch jeder seinen eigenen Weg finden. Zudem hilft natürlich ein klares Ziel (bestimmte Strecke, Länge, Geschwindigkeit, ...) der grundsätzlichen Motivation enorm.

edit: pushende Musik (fürs Tempo) oder Hörbuch (für langer) lenkt auch gut ab
 
Meine höchste Laufmotivation hatte ich, als ich den GameOne-Podcast entdeckt hatte und zwei Jahre verpasste Plauschangriffe nachholen konnte.
 
Ist schwer Dir da einen Tipp zu geben. Ich denke immer, wenn ich mich für etwas motivieren muß und gedanklich dann nicht bei der Sache bin, dann ist es nicht das richtige. Wenn ich am Anfang denke, "wann ist es vorbei", dann lasse ich es.

Ich muß mich nie zum Laufen motivieren, ich liebe es einfach. Ich kann da richtig gut abschalten und mich voll der Lauferei hingeben.

Klar, wenn Du Schmerzen hast, bleibt da nicht viel positives :-) Dann solltest Du pausieren. Negative Gedanken und fehlende Motiviation ist übrigens auch ein Zeichen von Übertraining. Leg eine Pause ein.

Ich gehe z.B. schon total auf dem Zahnfleisch weil ich im Augenbklick nicht laufen kann. Die Knie sind momentan wenig belastbar und brauchen Ruhe. Das drückt total auf die Stimmung, weil ich endlich wieder raus möchte.
 
Von meiner Seite gibt es noch einen kurzen Bericht vom Marathon in Düsseldorf:

Wie ich ja schon geschrieben habe, war ich in der Woche vor dem M leicht erkältet und die ein oder andere Situation in meinem direkten Familienumfeld ließ mich schlecht schlafen. Nichtsdestotrotz machte ich mich am Sonntag nach einem kleinen Frühstück (2 Toast mit Marmelade + kleiner Kaffee) auf den Weg nach Düsseldorf. Ich fühlte mich angespannt aber gut. Am Startbereich angekommen, musste ich feststellen, daß der Zielbereich ca. 1,5km vom Start entfernt ist. Dort war dann natürlich auch die Kleiderbeutelabgabe. Nachdem auch das alles erledigt war, habe ich nochmal Gebrauch von den wirklich zahlreich vorhandenen Dixie-Klos gemacht. Jetzt noch etwas warmlaufen und in den roten Startblock für Zeiten unter 3 Stunden einsortiert. Dort konnte ich dann noch mit ein paar Gleichgesinnten einige Worte wechseln und mich über die Taktik der 3 Std Hasen informieren.
Dann erfolgte pünktlich um 9 Uhr der Startschuß. Die Meute stürmte los. Mein Ziel jedoch war klar: Möglichst gleichmäßig und lange einen Schnitt von 4:15 min/km aufrechtzuerhalten. Das funktionierte aufgrund der 4-spurigen Straße auch von Anfang an besser als gedacht. So vergingen die ersten 10 km in 42:32 min. Fast ne Punktlandung und ich fühlte mich doch relativ frisch. Die nächsten 10 km liefen zwar auch noch sehr gut (HM Durchgangszeit: 1:29:25), aber so langsam wurde es doch zu anstrengend. Das war eindeutig zu früh. Normalerweise sollten die ersten 30km zwar fordernd sein, aber man muß das Gefühl haben noch ne Schippe drauflegen zu können. Das war bei mir schon jetzt nicht mehr der Fall. So wurden die Versorgungsstände (von denen es schier endlos viele in ausreichender Länge gab) immer intensiver genutzt. Km 30 wurde dann bei 2:07:08 absolviert. Das entsprach zwar noch immer einem Schnitt von 4:14 min/km, aber dieser war schon hart erkämpft und es wollen noch 12km gelaufen werden. Ab jetzt hieß für mich nur noch durchbeißen und an der 3 Std Gruppe zu bleiben. Diese habe ich ab km 34 aber ziehen lassen müssen, um mich nicht komplett abzuschießen. Jetzt wurde es richtig übel. Mir tat alles weh und die Motivation sank natürlich auch aufgrund des in weite Ferne gerückten Zeitziels in den Keller. Km 35 ging dann noch in 4:27 weg. KM 36 dann schon in 4:42. Ab km 37 habe ich dann noch Gehpausen an den Versorgungsständen eingelegt. Ich hab mich quasi von Trog zu Trog geschleppt. KM 40 dann mit einer Durchgangszeit von 2:53:13. Das ist schon nur noch ein Schnitt von 4:20. WTF??! Innerhalb von 6km den Schnitt um 5sec zu verlangsamen ist schon heftig. Jetzt nur noch die letzten beiden wegkriegen und im Ziel nochmal Gas geben. Geschafft in 3:03:24.

Direkt nach dem Zieleinlauf war ich schon enttäuscht. 1/2 Jahr Vorbereitung, 2300km Training, gute Unterdistanzzeiten und viele Entbehrungen und trotzdem das Ziel nicht erreicht. In der Nachbetrachtung muß ich aber sagen, daß dieser Marathon schon eine andere Hausnummer als der erste war. Den ersten geht man noch relativ unbedarft an ohne „echt hartes“ Ziel. Und wenn man sich am Limit (ausgehend von den Unterdistanzen) bewegt, muß halt alles stimmen. Und das tat es nun mal nicht. Das war die Erkältung, einige ausgefallene Trainingseinheiten und andere Störungen (die bei Familie, Job und Haus nicht ausbleiben können und auch nicht sollen). Insofern bin ich mit dem Ergebnis doch zufrieden. Immerhin habe ich meine PB um knapp 4min verbessert und ich bin um einige Erfahrungen reicher.

Jetzt folgt noch ein HM um die Form zu nutzen und hoffentlich PB laufen. Danach dann hoffentlich endlich besseres Wetter um die Radsaison richtig losgehen zu lassen. Im Herbst dann der erste Triathlon auf olympischer Distanz.

PS. Liebäugle jetzt schon mit einem neuen Versuch nächstes Jahr in Düsseldorf.

PPS. Die Bedingungen für eine Bestzeit sind in Düsseldorf perfekt gewesen: Tolles Wetter (15° und trocken), extrem viele und gut ausgestattete Verpflegungsstellen, viele gute Läufer, sehr schneller Kurs.
 
deepblue120 schrieb:
Von meiner Seite gibt es noch einen kurzen Bericht vom Marathon in Düsseldorf:

Wie ich ja schon geschrieben habe, war ich in der Woche vor dem M leicht erkältet und die ein oder andere Situation in meinem direkten Familienumfeld ließ mich schlecht schlafen. Nichtsdestotrotz machte ich mich am Sonntag nach einem kleinen Frühstück (2 Toast mit Marmelade + kleiner Kaffee) auf den Weg nach Düsseldorf. Ich fühlte mich angespannt aber gut. Am Startbereich angekommen, musste ich feststellen, daß der Zielbereich ca. 1,5km vom Start entfernt ist. Dort war dann natürlich auch die Kleiderbeutelabgabe. Nachdem auch das alles erledigt war, habe ich nochmal Gebrauch von den wirklich zahlreich vorhandenen Dixie-Klos gemacht. Jetzt noch etwas warmlaufen und in den roten Startblock für Zeiten unter 3 Stunden einsortiert. Dort konnte ich dann noch mit ein paar Gleichgesinnten einige Worte wechseln und mich über die Taktik der 3 Std Hasen informieren.
Dann erfolgte pünktlich um 9 Uhr der Startschuß. Die Meute stürmte los. Mein Ziel jedoch war klar: Möglichst gleichmäßig und lange einen Schnitt von 4:15 min/km aufrechtzuerhalten. Das funktionierte aufgrund der 4-spurigen Straße auch von Anfang an besser als gedacht. So vergingen die ersten 10 km in 42:32 min. Fast ne Punktlandung und ich fühlte mich doch relativ frisch. Die nächsten 10 km liefen zwar auch noch sehr gut (HM Durchgangszeit: 1:29:25), aber so langsam wurde es doch zu anstrengend. Das war eindeutig zu früh. Normalerweise sollten die ersten 30km zwar fordernd sein, aber man muß das Gefühl haben noch ne Schippe drauflegen zu können. Das war bei mir schon jetzt nicht mehr der Fall. So wurden die Versorgungsstände (von denen es schier endlos viele in ausreichender Länge gab) immer intensiver genutzt. Km 30 wurde dann bei 2:07:08 absolviert. Das entsprach zwar noch immer einem Schnitt von 4:14 min/km, aber dieser war schon hart erkämpft und es wollen noch 12km gelaufen werden. Ab jetzt hieß für mich nur noch durchbeißen und an der 3 Std Gruppe zu bleiben. Diese habe ich ab km 34 aber ziehen lassen müssen, um mich nicht komplett abzuschießen. Jetzt wurde es richtig übel. Mir tat alles weh und die Motivation sank natürlich auch aufgrund des in weite Ferne gerückten Zeitziels in den Keller. Km 35 ging dann noch in 4:27 weg. KM 36 dann schon in 4:42. Ab km 37 habe ich dann noch Gehpausen an den Versorgungsständen eingelegt. Ich hab mich quasi von Trog zu Trog geschleppt. KM 40 dann mit einer Durchgangszeit von 2:53:13. Das ist schon nur noch ein Schnitt von 4:20. WTF??! Innerhalb von 6km den Schnitt um 5sec zu verlangsamen ist schon heftig. Jetzt nur noch die letzten beiden wegkriegen und im Ziel nochmal Gas geben. Geschafft in 3:03:24.

Direkt nach dem Zieleinlauf war ich schon enttäuscht. 1/2 Jahr Vorbereitung, 2300km Training, gute Unterdistanzzeiten und viele Entbehrungen und trotzdem das Ziel nicht erreicht. In der Nachbetrachtung muß ich aber sagen, daß dieser Marathon schon eine andere Hausnummer als der erste war. Den ersten geht man noch relativ unbedarft an ohne „echt hartes“ Ziel. Und wenn man sich am Limit (ausgehend von den Unterdistanzen) bewegt, muß halt alles stimmen. Und das tat es nun mal nicht. Das war die Erkältung, einige ausgefallene Trainingseinheiten und andere Störungen (die bei Familie, Job und Haus nicht ausbleiben können und auch nicht sollen). Insofern bin ich mit dem Ergebnis doch zufrieden. Immerhin habe ich meine PB um knapp 4min verbessert und ich bin um einige Erfahrungen reicher.

Jetzt folgt noch ein HM um die Form zu nutzen und hoffentlich PB laufen. Danach dann hoffentlich endlich besseres Wetter um die Radsaison richtig losgehen zu lassen. Im Herbst dann der erste Triathlon auf olympischer Distanz.

PS. Liebäugle jetzt schon mit einem neuen Versuch nächstes Jahr in Düsseldorf.

PPS. Die Bedingungen für eine Bestzeit sind in Düsseldorf perfekt gewesen: Tolles Wetter (15° und trocken), extrem viele und gut ausgestattete Verpflegungsstellen, viele gute Läufer, sehr schneller Kurs.

Schöner und ehrlicher Bericht, deepblue! :dhoch:

Für meine bescheidenen Laufzeiten ist das trotz allem eine fantastische Leistung! Viel Erfolg und Spass beim Radtraining jetzt. Ich erlaube mir Dir anzubieten, dass wenn Du Fragen hast, Dich jederzeit melden kannst...

:bier:
 
Werd ich auf jeden Fall machen. Schönen Dank für das Angebot. Heute geht´s dank dem schönen Wetter (was man so schönes Wetter nennt: 18° und trocken) auf meine Hausrunde mit Schlenker. Werden so 80km mit 1000hm werden.
Versuchst Du eigentlich immer ein paar Rampen in die Runde zu integrieren? Ich finde, daß gibt schon gut Kraft. Allerdings lässt es natürlich auch eine reine GA Einheit gerne etwas ausarten.
 
Zurück
Oben