Sodala...der Basic-Plan ist durch. Habe jede einzelne Einheit absolviert und musste zwischendurch nur mal ein paar Tage wegen Krankheit pausieren.
Ein kurzes Fazit:
Ich habe im Grunde "nur" die Übungen absolviert. Ich bin dabei durchaus auch an meine Grenzen gegangen und habe auch mal Übungsvariationen ausgetauscht, wenn mir die standardmäßig eingestellte als zu leicht erschien (speziell bei Liegestützen, aber es betraf auch andere). Nur 2 Mal habe ich Übungen ausgetauscht, weil sie a) zu schwer, oder b) mit meinen Mitteln nicht wirklich machbar waren.
Die ganze Chose wie Ernährung habe ich komplett ignoriert. Das hat zum einen mit der Nummer mit meinen Leberwerten zu tun und zu anderen habe ich schlicht keinen Bock, mich damit auseinanderzusetzen und Zahlenklauberei zu betreiben. Ich rechne mir doch nicht mein Essen zusammen. Ich mach das, damit ich weiter Schokolade und Burger mampfen kann. Die einzige Regel, an die ich mich im Grunde gehalten habe, ist, sich nicht komplett vollzustopfen und stattdessen lieber einmal mehr zu essen (aber auch die habe ich nicht zu 100% befolgt, manches ist einfach zu lecker und das Leben ist zu kurz, um zu darben).
Die Resultate des Trainings lassen sich eigentlich ganz simpel mit "Wow!" zusammenfassen. Natürlich ist mir klar, dass das nicht alleine mit YAYOG geschafft werden kann, sondern mit jedem vernünftigen Training möglich ist, solange man es nur ordentlich durchzieht. Aber ich sehe hier vor allem den Zeitaufwand. Der ist hier für mich der größte Motivationsfaktor. Man kann es eigentlich immer noch irgendwo reinquetschen und selbst, wenn es abends 23:30 Uhr ist. Und dann irgendwas zwischen 15 und 35 Minuten - das ist ein Witz. Trotzdem kann man in diesen kurzen Zeitspannen mehrere Muskelgruppen komplett zerlegen und trainiert nebenbei auch noch die Ausdauer mit.
Ein weiterer sehr hoher Motivationsfaktor ist "Guck mal, was ich kann". Ich habe auch durch den Sport früher viel Zeit im Fitness-Studio verbracht, aber das Eisenfressen war nie wirklich was für mich. Klar, man hat sich verbessert und immer mal 5 kg mehr aufgelegt. Aber bei den Eigengewichtsübungen kann man dann plötzlich eine Übung viel besser als noch vor ein paar Wochen. Oder man kann eine Übung überhaupt erstmal durchführen. Beim Gewichtestemmen mache ich immer die gleiche Übung (z.B. Bankdrücken) mit immer mehr Gewicht. Bei YAYOG mache ich "den Scheiß" irgendwann mit einer Hand. Oder ich mache es auf einer instabilen Oberfläche. Oder ich mache es mit einer Hand auf einer instabilen Oberfläche...als Tabata. Das motiviert mich persönlich um ein Vielfaches mehr und genau deswegen war es eigentlich auch kein Problem, den Plan durchzuziehen und jetzt auch weiter dran zu bleiben.
Die Resultate sind auch sehr gut sichtbar. Besonders hat es bei mir die vorderen Schultern und den Rücken erwischt. Letzterer war zu Beginn des Trainings fast nicht vorhanden (wie ich überrascht festgestellt habe). Aber jetzt nach 10 Wochen sieht man da sowas wie Muskeln. Meine Haltung hat sich auch verbessert. Aber auch die anderen Partien haben gut was abbekommen. Man sieht es an der Brust, den Armen und sogar der Arsch sieht wieder wie einer aus. Bauch hat sich auch gestrafft, die Unterarme haben zugelegt etc. Vieles geht natürlich auch auf den Pump, den man quasi permanent hat, aber who cares?
Als positive Alltagseffekte sehe ich zwei Punkte:
1) Ich kann meine lauffaule Tochter jetzt besser und länger tragen. Die hat ja mittlerweile auch so ihre 13-14 kg drauf und jetzt kann ich sie auch einige Zeit schleppen, ohne dass es mir die Lendenwirbel zusammenschiebt. Das war zum Beispiel gestern sehr nützlich, als wir im Tierpark waren. Da haben die über'n Winter die Bollerwagen eingemottet und wir hatten keinen Buggy dabei.

. Da Scheißerchen auch den Mittagsschlag verweigert hatte, war mit Laufen überhaupt nix.
2) Ich bin auch gerade gegenüber meiner Tochter viel entspannter geworden. Wo noch vor ein paar Wochen ein paar Kleinigkeiten gereicht haben, um meinen Geduldsfaden in eine im Ultraschallbereich singende Klaviersaite zu verwandeln und ich dann meine Stimme recht deutlich erhob, bleibe ich jetzt viel länger ruhig. Ich war vorher aufgrund mangelnder Aktivität einfach unausgeglichen und leichter reizbar. Das hat sich jetzt deutlich gebessert. Mittlerweile muss der Zwerg schon einiges an Terror auffahren, ehe ich laut werde. Aber bis es dahin kommt, ist bei der Mama meistens schon der Geduldsfaden zerfasert.
Die nächsten zwei Wochen gehe ich auf jeden Fall erstmal Freestyle. Die Weihnachtsfresserei wird mit 10 Einheiten Tabatas bekämpft. Dazu habe ich mir schon 5 Trainingseinheiten zusammengestellt (Push, Pull, Legs, Core, Whole Body). Jeweils 15 Minuten - pfft - mach ich auf der linken Arschbacke. Gestern schon Push gemacht und ich merks heute wieder ganz deutlich speziell in den vorderen Schultern. Dieses Rocking Chairs direkt nach Liegestütz-Tabata (Hände in Hüfthöhe...Omaliegestütze denkt man bis ungefähr zum 4. Satz

) ist echt bösartig. Es ist sehr interessant, wie diverse Übungen erst im Verbund richtig reinhauen. Und danach kann man dann noch bei einem Tabata mit Seated Dips ein wenig weinen. 15 Minuten und Brust, Schultern und Trizeps sind so richtig schön durchgekaut. So ziemlich genau die Zeit, die ich bräuchte, um ins Studio zu latschen und mich umzuziehen.
Alles in allem also nur Daumen hoch und weiter geht's!
