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Internetzensur in Deutschland

Benutzer, welche sich diesen Thread anschauen:

el_barto schrieb:
Schade, dass die Welt auch die Überschrift genauso bringt, ist imo schon stark tendenziös... Naja, was will man von einem Springer-Blatt auch erwarten...

Korrekt. Ich lese die Onlinezeitung derzeit nur noch aus reiner Belustigung. Was da an Falschaussagen, Interpretationen etc. in den Artikeln steht geht gerade im Wahlkampf auf keine Kuhhaut. Gibt ja zum Glück noch die einigermaßen neutrale Süddeutsche.
 
"Da, wo es einen Straftatbestand gibt, kann eine Netzsperre sinnvoll sein."

Also die sollte man ja jetzt schon vom Netz nehmen können, sofern sie in de gehostet wurden oder der Webmaster Deutscher ist.
 
Wer als Politiker einen Satz mit "Da, wo..." beginnt, kann von mir eh nicht mehr ernst genommen werden, das ist ja eine Vergewaltigung der Sprache :nein:

Als Politiker sollte man sich schon ein wenig gewählt ausdrücken können...
 
Gerade wenn es einen Straftatbestand erfüllt, ist eine Sperre doch überflüssig.

Aber das mit "Da, wo" kann auch Sinn machen und ist nicht per se abartiges Deutsch.
 
Ich finds auch witzig wenn Spiegel Online einen Bericht bringt, der besagt, dass das Netz schon genügend gesichert ist und auf dem echten Spiegel auf dem Titel steht, dass das Netz neue Regeln braucht. Wenn ich mich nicht geirrt habe.
 
Ist zwar von PI-News, trotz alldem lesenswert...

Anonym im Internet?

Früher war das Internet noch ein Freiraum neuer Ideen und Möglichkeiten. Jeder konnte die neuen Möglichkeiten unbeschwert erforschen, und davon Gebrauch machen. Doch diese Zeiten sind endgültig vorbei. Längst haben Interessensgruppen in Politik und Wirtschaft das Internet als feindlich ausgemacht und arbeiten auf Hochtouren an der Abschaffung unserer Freiheit.

Wer heute aktiv am Geschehen im Internet teilnimmt, sei es als Autor oder Kommentator, lebt zuweilen gefährlich. Schnell kann eine unbedachte Äußerung in einem Blog oder Forum dazu führen, dass die Polizei vor der Haustür steht oder man sich plötzlich Ansprüchen Dritter ausgesetzt sieht. Tatsächlich scheint es sogar so, als ob unsere Medien fleißig dabei helfen, die IP-Adressen unliebsamer Kommentatoren beim Verfassungsschutz zu melden. Dieser nimmt die so erhaltende Hinweise natürlich gerne in seine Datenbank auf. Wahrscheinlich in die extra Abteilung GG; Gefährliche Gedankenverbrecher.

Was zunächst wie ein Scherz anmutet, ist bei einer anderen Behörde schon längst Realität. So hat das BKA (die zukünfige Zensurbehörde des Leyen-Ministeriums) in den Jahren 2001-2009 die IP-Addressen von Besuchern ihrer eigenen Fahndungsseite aufgezeichnet und (namentlich) ausgewertet. Damit das mit der Auswertung besser klappt, wurde dann noch schnell die Vorratsdatenspeicherung eingeführt. Seit 2008 ist die sogenannte Vorratsdatenspeicherung Pflicht, also das Vorhalten aller Verbindungsdaten bei Internet- und Telefon-Providern. Mit diesen Daten lässt sich jetzt ohne weiteres feststellen, wer wem eine E-Mail geschickt hat, wer wann mit wem von wo telefoniert hat, und wer mit welcher IP wann im Internet war. Auch die Content- und Abmahnindustrie ist dankbar für die neuen Möglichkeiten Raubmordkopierer nun einfacher über die IP-Daten identifizieren zu können.

Da dies aber immernoch nicht reicht, wurde nun noch im Eiltempo das neue Gesetz zur Sperrung von Kinderpornografie im Internet durchgepeitscht. Wie bei sovielen Rechtsakten der letzten Jahre, scheint es unsere Politiker kaum zu stören, dass ihre Gesetze regelmäßig nicht mit unserem Grundgesetz vereinbar sind. Diesen Eindruck kann man zumindest haben, wenn man die Vielzahl der vom BVerfG als verfassungswidrig angesehenen Gesetze der letzten Jahre beobachtet. Tatsächlich sagte jüngst die filmpolitische Sprecherin der SPD-Bundestagsfraktion, Angelika Krüger-Leißner: “Wir haben starke Grundrechte in unserem Grundgesetz verankert, aber die hindern uns manchmal, einfache, klare Lösungen zu finden.” Ein Freund klarer Lösungen ist auch der sächsische Wirtschaftsminister Thomas Jurk von der SPD. Er sagte: “Wenn wir gegen das Grundgesetz verstoßen, weil wir Pädophilen unmöglich machen kinderpornografische Bilder aus dem Internet herunterzuladen, dann nehme ich das in Kauf”.

Dabei ist es doch jetzt schon absehbar, dass es nicht bei kinderpornographischen Inhalten bleiben wird. Die inzwischen von allen Seiten geäußerten Begehrlichkeiten lassen sich kaum noch aufzählen, ohne diesen Artikel zu sprengen. Wir werden also in Zukunft damit leben müssen, dass auch andere Inhalte gesperrt werden. Man kann wohl davon ausgehen, dass dazu auch islamkritische Seiten zählen werden.

Wie sich schützen?

Wer sich dagegen schützen möchte, sollte sich schon jetzt über geeignete Gegenmaßnahmen informieren. Eine Möglichkeit besteht zum Beispiel in der Verwendung anonymer Proxies. Der Nachteil hierbei ist jedoch, dass die Daten nicht verschlüsselt übertragen werden. Das heißt der ISP (Telekom oder andere) kann immer noch ohne weiteres feststellen, was man im Internet so macht. Auch ist es für den Laien schwierig, brauchbare und vertrauenswürdige Proxies zu finden. Sicherer ist da schon die Verwendung eines kostenlosen Dienstes wie Tor. In der Praxis ist jedoch auch diese Möglichkeit kaum brauchbar, da die Verbindungen hierüber in der Regel sehr langsam sind. Ferner ist Tor schon häufiger dazu missbraucht worden, um Nutzerdaten abzufangen.

Die derzeit einfachste und schnellste Lösung stellt die Verwendung eines anonymen VPN-Dienstes dar. Die dazu verwendete Technik wird schon lange von Firmen und Botschaften eingesetzt, um über das Internet eine verschlüsselte Verbindung zu einem anderen Computernetzwerk herzustellen. Zur Einrichtung einer solchen VPN-Verbindung muss keine Software installiert werden, da alle gängigen Betriebssysteme diese Funktion von Haus aus unterstützen. Im Ergebnis surft der Nutzer unter einer anderen IP-Adresse, die ihm nicht zugeordnet werden kann, und die sich in einem anderen Land befinden sollte, da eine eventuelle Strafverfolgung, Abmahner und ähnliches, über Grenzen erheblich schwieriger ist.

Wer sich seine Freiheit nicht nehmen lassen möchte, sollte über ein vertrauenswürdiges ausländisches VPN surfen, downloaden und kommentieren, um den Datenschnüfflern nicht noch in die Hände zu arbeiten.
 
dweezzu schrieb:
Gerade wenn es einen Straftatbestand erfüllt, ist eine Sperre doch überflüssig.

Nicht, wenn die Seite im Ausland gehostet ist, wo kein Straftatbestand vorliegt.
Dann gibt es für deutsche Behörden (bisher) keine Möglichkeit, den Zugriff auf solche Seiten zu verhindern.

Wenn die Deutschen bei ihren US-amerikansichen Kollegen fragen würden, ob die eine Seite mit Nazi-Inhalten vom Netz nehmen können, werden die Amis den Deutschen gepflegt den Vogel zeigen.

Ein strafrechtliches Verbot einer politischen Meinungsäußerung? Für die US-Amerikaner absolut unvorstellbar, das verstößt gegen ihre heiligsten Verfassungsprinzipien.

Die Frage die wir uns also stellen müssen ist:

Hat ein Staat das Recht, solche strafrechtlichen Verbote (die im demokratischen und rechtsstaatlichen Diskurs als legitim angesehen werden) auch im Internet durchzusetzen?

Und da gibt es eben (siehe Spiegel/Spiegel online) in einer demokratischen Gesellschaft einen offenen Diskurs und viele verschiedene Blickwinkel und Meinungen, was eben auch den Unterschied zwischen verschiedenen Artikeln in einem Medium (Spiegel) erklärt.

Ich finde es eben etwas abstrus dem Verbot einer politschen Ansicht positiv gegenüber zu stehen (Verbot von Nazi-Inhalten), dann aber aufzuschreien, wenn im Internet, wo solche Inhalte sich am leichtesten verbreiten lassen und Jugendliche leicht erreicht werden können, duch Sperren dagegen vorgegangen werden soll.

Ich persönlich bin ja selbst vom Gefühl her gegen die Sperren, weil mir das Konzept eines absolut freien Meinungsaustausches und Ideenverkehrs sehr zusagt.

Aber als liberaler Mensch als den ich mich sehe, muss ich dann auch öfters drüber nachdenken, in wie weit es wirklich legitim ist, mit dem Strafrecht politische Zensur zu betreiben, wie es im Fall der Nazis der Fall ist, so sehr ich deren stumpfsinnige Ideologie auch ablehne.

Was ich damit sagen will, ist, dass diese Dinge ja zusammenhängen und keineswegs isoliert betrachtet werden dürfen.

Dass man, wenn man halbwegs paranoid ist und daher hinter jeder Aktion der "Regierung" irgendwelche böse (=demokratie- und freiheitsfeindlichen) Absichten sieht gegen jede Art von Einflussnahme von Seiten des Staates auf das Internet isein muss (und sei es eben nur zum Zwecke der Durchsetzung des Strafrechts) ist selbsverständlich.

Alle anderen sollten aber in der Lage sein, sich dem Thema objektiv zu stellen und statt pauschaler Ablehnung von Einflussnahme bzw. Sperren im einen Lager oder pauschalen Verbotsforderungen von Inhalten ("Killerspiele" ect.) im anderen Lager über vernünftige Maßstäbe und Methoden nachzudenken, wie man das, was im demokratischen Prozess als "Recht" produziert wurde, zumindest in den wichtigsten Bereichen auch im Internet zu erhalten bzw. durchsetzen kann und vor allem Mechanismen zu entwickeln, die einen Missbrauch solcher Instrumente verhindern.

Mich hat allerdings bisher keine Idee überzeugt, wie man im Internet z.B. das Verbot von KiPo durchsetzen könnte und ich habe auch keine alternative Idee, wie man das machen könnte, ohne zu sehr in Grund- und Freiheitsrechte einzugreifen.

Trotzdem bin ich offen, falls mal ein vernünftger Vorschlag kommt und schreie nicht gleich "Die wollen uns das Internet zensieren!!!!1111einselfeinhundertelf".
 
Aber der Betreiber sitzt in Deutschland und wird dann auch haftbar gemacht werden können. Hier kann ja auch keiner in der Schweiz als Deutscher eine Seite hosten und geht straffrei aus, natürlich kann es sein dass die Seiten, von denen die reden, gar keine Deutschen Seiten sind. Steht ja nirgens. Reden die von russischen Rechtsextremen? Von Italienischen? Was? Diese Info fehlt.
 
Eltern-Im-Netz
Kennt ihr die Seite schon? Wer heute morgen mal richtig was zu lachen haben klickt einfach mal auf den Link...
Sie fordern z.B., dass "Killerspiele" erst ab 25 Jahren freigeben. :ugly: Ist die Seite ein Fake oder echt?
 
Call of Duty

Handgranaten, Bajonette, Raketenwerfer: In Call of Duty (dt. “Ruf der Pflicht”) wird der Zocker in die grauenvollen Schauplätze des Zweiten Weltkriegs versetzt und muss sich mit zeitgenössischen Waffen einen Weg durch die Gegner bahnen. Ein Punktesystem belohnt Kopfschüsse und Zerstümmelungen.

Unreal Tournament

Ballern bis der Arzt kommt: Unreal Tournament (übersetzt: “Unwirklicher Wettkampf”) macht aus harmlosen Kindern Bestien. Der Gamer muss sich mit futuristischen Waffen durch Reihen von Gegnern kämpfen. Einziges Ziel: So viele Feinde töten wie möglich.

Counter-Strike

Der Klassiker unter den Ballergames, der schon Robert Steinhäuser und Bastian Bosse zu Amokläufern gemacht hat. Hier kämpfen Terroristen gegen Anti-Terroristen und liefern sich blutige Häuserkämpfe und grausame Straßenschlachten. Bonuspunkte gibt es, wenn man einen Sprengsatz hochgehen lässt.

World of Warcraft

Der Spieler verkriecht sich in eine Parallelwelt und wird zum virtuellen Helden. Nachdem er sich eine von vielen Rassen ausgesucht hat, heißt es: metzeln. Umso mehr Gegner man mit Schwert und Stab getötet hat, desto höher steigt die Stufe des Spielers.

F.E.A.R.

Als Mitglied einer Spezialeinheit läuft man in F.E.A.R. (dt. “Furcht”) durch fiktive Schauplätze und metzelt Monster nieder. Mit Elektroschockern und Ionenkanonen geht man auf Jagd nach einem Mädchen, um es so brutal wie möglich zu töten.

Alone in the Dark

Auch hier ist das Spielprinzip denkbar eintönig und brutal: Als einziger Überlebender in einer Geisterstadt wird man von Zombies und Monstern gejagt. Mit Messern und Machete muss man sich verteidigen und die Ungeheuer möglichst gewaltsam töten.

Medal of Honor

Ein weiterer Kriegsshooter: Als Amerikaner metzelt man sich hier durch Reihen von Deutschen und Japanern, um möglichst großen Schaden anzurichten. Spieler, die dieses Killergame spielen, gelten meistens als nationalsozialistisch veranlagt und neigen zu Gewalt im Alltag.

Wow... was ein Bullshit! :ugly:
 
kann fast nbur fake sein. Schau dir doch mal die Inet Adresse an, haben die denn Angst, dass sie wegen Volksverhetzung angeklagt werden könnten? Nix anderes tun die mit solchen Falschaussagen.
 
Alter alter, würd ich bei nem Publisher einer der Spiele arbeiten, hätten die Seitenbetreiber schneller ne Verleumdungs- und Falschaussagenklage am Hals, als sie Killerspielverbot sagen können... Sowas geht echt auf keine Kuhhaut mehr :nein:

pil schrieb:
kann fast nbur fake sein. Schau dir doch mal die Inet Adresse an, haben die denn Angst, dass sie wegen Volksverhetzung angeklagt werden könnten?

Ich denk mal, das hat nix mit Angst vor Klagen zu tun, sondern dass de.vu-Adressen billig bis umsonst zu haben sind.
 
Da hast du recht, das ist doch ne Unverschämtheit aber glauben kann ich das nicht wirklich, echt nicht, das muss ein Fake sein.

https://www.elternimnetz.de/cms/paracms.php?site_id=5 Das wird die Echte sein. Die andere ist ein Fake denk ich, deswegen auch die Endung .de.vu
 
Serverstandort ist übrigens trotzdem in Deutschland, sagt mein FlagFox-Plugin
http://geotool.flagfox.net/?ip=188.40.70.45&host=www.eltern-im-netz.de.vu
 
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