Nach beeindruckenden Leistungen beim Serie C-Verein Lumezzane arrangierte Balotellis Familie im Juni 2006 ein Probetraining beim FC Barcelona.
„Wir dachten, es wäre gut für Mario, wenn er Erfahrungen im Ausland sammeln könnte,“ erklärt sein Bruder. „Wir haben sie kontaktiert und uns wurde gesagt, dass wir für zwei bis drei Tage rüberkommen sollen.“
„Mario war spektakulär – ich sah ihn spielen, so gut wie noch nie zuvor.“
Barcelonas ehemaliger Verteidiger und damaliger Jugendtrainer Jose Ramon Alexanko erinnert sich an das Spiel: „Mario machte ein außergewöhnliches Spiel, er erzielte fünf Tore. Er war gut genug und wir hätten ihn verpflichten können.“ Es gab allerdings Schwierigkeiten: „Mario war ein Kind mit einer tollen Einstellung, doch in den Deal waren Agenten verwickelt, die eine Verpflichtung unmöglich machten.“
Ein weiterer Barca-Coach, Franz Sanchez, sagte: „Wir konnten uns mit seinem Agenten nicht einigen, doch die Trainer hielten ihn für gut genug.“
Balotellis Bruder jedoch berichtet, die Katalanen hätten dazu geneigt, lokale Talente zu präferieren: „Uns wurde nie gesagt warum, aber sie wollten sich auf spanische Spieler konzentrieren. Sie sagten: 'Schade, dass Mario kein Spanier ist'.“