Borussia Dortmund spielt nach acht Jahren Pause endlich wieder in der Champions League und startet am Dienstag mit der Heimpartie gegen den FC Arsenal in die Gruppenphase. Für Club und Fans ein Grund zur Freude, für Christian Hockenjos, den Leiter des Bereichs Verwaltung und Organisation beim BVB, und seine Mitarbeiter bedeutet die Teilnahme an der europäischen Königsklasse dagegen einen Haufen Arbeit. Denn: Der organisatorische Aufwand ist um ein Vielfaches größer als bei einem gewöhnlichen Bundesligaspiel.
Bereits zwei Tage vor dem Spiel muss das Stadion werbefrei an die UEFA übergeben werden – also ohne die Werbebanden am Spielfeld und auf den Rängen. Die 25.000 Stehplätze der Südtribüne werden in 9000 Sitzplätze verwandelt. Für Spezialkameras müssen Plätze abgeschraubt und Podeste aufgebaut werden. Die Mixed-Zone muss vergrößert werden, außerdem benötigen unzählige TV-Übertragungswagen zusätzlichen Platz und Strom. Schließlich beansprucht die UEFA auch noch 1000 Eintrittskarten – 600 davon auf den besten Plätzen der Westtribüne, wo normalerweise treue Dauerkarteninhaber sitzen, die nun umgesetzt werden müssen. "sport inside" hat den Aufwand beobachtet.
außerdem:
"Ungesundes Finanzgebahren"
Es ist eine komplizierte Aufgabe, die sich UEFA-Präsident Michel Platini selbst gestellt hat. Um die Chancengleichheit im europäischen Fußball künftig besser zu gewährleisten, gilt seit Saisonbeginn das Financial Fair Play (FFP). Heißt: Die Clubs dürfen nur noch so viel Geld ausgeben, wie sie einnehmen. Bilanzen mit riesigen Verlusten dürfen in Zukunft nicht mehr von Investoren oder Clubbesitzern beglichen werden. Bei Verstößen droht den Vereinen im schlimmsten Falle sogar der Ausschluss aus dem Europapokal – auch vor großen Namen wie Chelsea, Inter oder dem FC Barcelona soll nicht Halt gemacht werden.