Ersteindruck: Tierchen knuddeln, Blümchen pflücken, den Nachbarn helfen und natürlich Kleider herstellen.
Ist schon sehr entspannend, dabei aber überraschend motivierend. Im Kern ist es nichts anderes als ein Open-World Collectathon. Also rum laufen und Kristalle, Sterne, Ressourcen und ähnliches finden. Belohnst wirst du hier dafür dann mit neuen Kleidungsstücken, die nicht nur hübsch aussehen, sondern auch neue Fähigkeiten mit sich bringen, welche wiederum benötigt werden, um an die nächsten Kristalle, Sterne und Ressourcen zu kommen. Eine Gameplayloop, die erstaunlich gut funktioniert, auch ohne irgendwelche klassischen Gegner. Hat schon fast was von einem Nintendospiel. Mario (Sammeln) trifft auf Breath of the Wild (Open-World, sogar mit Schreinen) und ein bisschen Nintendogs (Knuddelfaktor). Und was Dragon Age Veilguard für Videospielhaare ist, ist Nikki für Videospielkleidung.

Selten detailliertere, virtuelle Klamotten gesehen.
Den Gacha-Aspekt kann ich nicht wirklich beurteilen, weil ich damit kaum Erfahrung habe. Gibt 'nen Haufen an unübersichtlichen Shop-Menüs und zig in-game Währungen, die irgendwie verschachtelt aufgebaut und schlussendlich natürlich auch gegen Echtgeld erhältlich sind. Keine Ahnung, ob man die schicken Outfits auch erspielen kann. Da blicke ich noch nicht ganz durch. Der Kleiderschrank ist jedenfalls schon jetzt mit hunderten, freischaltbaren Kleidungsstücken und Accessoire gefüllt.
Spielt sich auf jeden Fall erschreckend gut runter, hat einen simplen JRPG-Aufbau mit Quests und so, sieht dabei super aus und ist sogar gescheit (englisch) vertont. Anscheinend gibt es auch eine total schräge, deepe Lore in den Nikki Games mit politischen Intrigen, Kindersoldaten, Göttern und so.
Größter Kritikpunkt: die Sicht kann am Controller nicht invertiert werden. Gibt die Option einfach nicht. Was es für mich mit dem Pad unspielbar macht. Also Maus + Tastatur ran, was bei so einem Spiel aber eigentlich viel zu "mechanisch" ist. Würde sich mit dem Controller definitiv chilliger spielen.