Ich habe mal den Feiertag genutzt, die neue Strecke ausführlich zu testen. Meist realitätsgerecht in Oldtimern mit weichen Komfortreifen.
Damit macht die Strecke auch am meisten Spaß. Mit altem Fahrwerk und Reifen lässt sich die Grenze der Fahrbahn am besten ausloten, denn darauf kommt es in Goodwood an. Jedes einzelne km/h will in Kurven konserviert und auf die nächste Gerade mitgenommen werden. Das Ausnutzen der kompletten Streckenbreite in Kurven ist der Tanz auf der Rasierklinge.
Denn übertreibt man es um 2-3km/h, kommt man aufs Gras abseits der Strecke. Mal fängt man das Auto noch und verliert nur Schwung, der im Rennen aber viel bedeutet. Oder man geht weit in die Wallachei, dann kann man sich von seinen bis dahin vorhandenen Kontrahenten verabschieden.
Es erfordert unheimlich Konzentration, Bestzeiten aus der Strecke herauszukitzeln.
Je schneller das Auto und je haftungsstärker die Reifen, umso mehr geht von dieser Faszination flöten. Ich würde also nicht unbedingt Rennen ab Gruppe 3 aufwärts da fahren.
Ein Langstreckenrennen dort kann ich mir durchaus interessant vorstellen. Je mehr ich drüber nachdenke, umso mehr fände ich Gefallen an einem Pokal der langsamen Autos auf solchen Strecken. Ein MX-5 NA beispielsweise mit 131 PS auf Goodwood, Brands Hatch Indy, Tsukuba, Suzuka Ost, Red Bull Ring Kurz könnte durchaus spaßig sein.
Fahrt Goodwood mal mit einem voll aufgebrezelten Käfer, einem Jaguar E-Type, einem Shelby Mustang oder Porsche 356 und habt Spaß. Nicht zu flott, aber dennoch anspruchsvoll.