Ja, dazu kam ja, dass du damals straight mit uns in den PvP gesprungen bist und dadurch noch nicht mal ganz das ganze Feeling intus hattest, was bei einem solch etwas hölzernen Movement und Aiming nicht grade hilft.
Dazu kommt dann auch noch, dass du glaube ich nicht ganz so bei voller Konzentration warst, was bei solchen Spielen halt noch mal ne ganze Ecke kritischer ist als z.b. bei einem Siege oder Overwatch, die ja noch wesentlich gamey-fizierter sind. Da muss man zwar auch taktische Entscheidungen treffen, aber das ganze ist so weit gamey-fiziert, dass man ja auf Situationen direkt reagiert anhand dessen, was sie in der Videospiel-Welt abbilden. Da gehen dann natürlich viele Sachen ins Unterbewusstsein über und man reagiert automatisch, wenn man z.B. eine D.Va Ulti auf sich zufliegen sieht, oder Thermite sich durch ne Wand brennt, weil man das ja schon hundert Mal in hundert Matches genauso durchgemacht hat.
Dazu sind Maps so eng gebaut, dass man sich ja immer entgegen läuft und die "Taktik" ja dann darin besteht mit diesen Videospiel-Elementen möglichst gut zu interagieren.
Ghost War (und auch viele Battle Royale Spiele durch die großen Maps oder auch richtige MilSims wie Arma) hat das ja genau umgedreht. Also das hat natürlich auch ein paar gamige Elemente wie Drohnen und Aufdecken von Gegnern und den Recon Tower, aber ein Großteil des Skillsets basiert ja auf Improvisation und guter Auffassungsgabe, wie in einem echten Kampfeinsatz.
Wo man in einem Siege oder Overwatch klare Callouts für spezifische Räume auf einer Map, Gegner-Charakter und Fähigkeit macht, eben durch die engen Maps und direkter Konfrontation, hat man das bei Ghost War ja gar nicht, da es keine markanten Punkte auf einer Map gibt, die immer wieder angelaufen werden von Spielern. Oder Spieltempos und Aktionen, die man jedes Match sieht (außer halt den Drohnen), anders als in z.B. Siege als direkten Vergleich, wo man sich sicher sein kann, dass Bandit JEDE Runde sein Gadget an wenigen Keypunkten nutzt zur Absicherung, ist das ganze so offen, dass du dir nie sicher sein kannst, wo und wann jmd. einen Tracker oder eine Trap oder sonst was platziert.
Das macht solche Spiele wie Siege wesentlich leichter auf einem taktischen Niveau zu spielen und nebenbei noch an was anderes zu denken oder sich über Gott und die Welt zu unterhalten, während so langsame Spiele auf so großen Maps man da komplett zusammen bricht in der Performance, weil man halt mit viel weniger Infos in solchen Spielen arbeitet, die deshalb das gesamte Spiel "maken" oder "breaken". Und wenn man die dann nicht mitkriegt, wenn ein Gegner irgendwo 200m durchs Gebüsch huscht oder Schrittgeräusche hinter einer Gebäudeecke, weil man nicht ganz bei der Sache ist, dann gute Nacht.
Sagt ne Menge aus, dass ich noch okay Siege spielen kann mit nem Podcast aufm Ohr, aber bei Ghost War komplett alles aus haben muss, weil das sonst gänzlich ungenießbar ist...