Da es an sich schon ethisch fragwürdig ist KTler zu sein, mach dies den Kohl doch nicht mehr fett.
Das war in dem Fall sogar ausnahmsweise mal kein Scherz von mir. Die Wall of Text jetzt zwar nix mit dem Spielethread zu tun und hatte ich letztens eape schon im Chat bei der MW Beta das Ohr zu abgekaut, aber für mich persönlich sind Destiny (und desweiteren auch Borderlands, Division und Konsorten) aufrichtig problematische Spiele, die toxische Persönlichkeiten anziehen/fördern können.
Müssen sie nicht unbedingt bei jedem und bieten ja auch durchaus Qualitäten abseits davon, aber der klassische Hardcore Destiny Fan hat a) keinen eigenen Sinn für Individualismus und keine eigene Meinung, er biegt sich seinen Spielstil zu dem hin, was grade das stärkste ist/für den jeweiligen Encounter grade gebraucht wird und plaudert das dann als seinen vermeintlichen "favourite" raus (er spiele ja unglaublich gerne mit Waffe X/Focus Y, das macht ihm ja so super Laune, was ein Zufall, dass das dann auch grade immer das stärkste ist und im meta grade angesagt), und b) findet es grade genau so gut an diesen Spielen, dass gewisse Items, ob jetzt technisch oder kosmetisch, durch RNG künstlich selten gehalten wird.
Also das grade Waffe X super-duper gut für z.B. einen neuen Raid-Encounter ist, die man nur mit langweiligstem Grinden/RNG Glück kriegt, die er dann ergrindet, weil er nur Zeit in dieses eine Spiel steckt und komplett resistent gegen die hirntotesten Gameplay-Loops ist bis er die eine Meta-Waffe hat und genau dann das geil findet, das andere nicht so schnell rankommen, "weil er hat ja seine Arbeit auch reingesteckt und sich das Item verdient", dabei hat er nichts weiter geleistet als auf stupideste Weise zu grinden.
Dabei wird das ganze daher ja für sie erst interessant, da das Spieldesign nicht zum experimentieren einlädt und auch Schwierigkeits-technisch nicht genug zulässt um komplette Off-meta Builds zuzulassen, sondern vieles erst einigermaßen okay angenehm spielbar wird, wenn man richtig mit dem gedachten Equip rumrennt, grade durch Bullet Sponges im Gameplay. Also der E-Boner Effekt a la "Man kann diesen Content nur mit gewissem Gear einigermaßen angenehm spielen (und darüber auch einige coole Cosmetics kriegen, die andere vielleicht gerne hätten), dieses Gear ist hart nervig zu kriegen, ich hab aber eh nix besseres mit meinem Leben anzufangen, also ergrinde ich mir das Zeug und find mich dann geil, weil ich hab mir das dann ja zu nervigst erarbeitet und "verdient" und finde es umso geiler, wenn möglichst kein anderer das Zeug hat".
Trifft natürlich auch nicht auf alle Spieler zu, bei dir, para, fox, eape, drizzt und co. ist das ja nicht die Motivation, aber wo ich anfangs nur dachte, dass das meine selektive Wahrnehmung ist, die mich solche Verhaltensweisen bei anderen Spielern beobachten lässt, merke ich inzwischen schon einen harten Trend, dass die Spieldesigns um den Loot herum und wie das Gameplay aufgebaut ist, genauso diese Spielertypen anziehen wie die Fliegen.
Gibt ja sogar hier im Forum einige Leute genau diesen Typs. Und wenn ich eine charakterliche Eigenschaft bei Menschen neben Bigotrie und Rassismus mehr als alles andere hasse, dann ist es Bravado und Angeberei. Und wenn ich eins noch mehr hasse als das, ist es unverdiente Angeberei ohne etwas dafür geleistet zu haben. Aber genau den Scheiß fördert Destiny bei vielen seiner Hardcore Fans. Will daher versuchen so weit es geht, bewusst solche Spiele zu umkreisen, sofern eine der anderen Qualitäten mich nicht extremst außerhalb anspricht (wie z.B. Division 2 mit Washington DC als Setting, dass ich sonst definitiv ausgelassen hätte).
Koop-Spielen mit euch ist zwar sehr nice und sage ja immer, dass ich eig. absolut alles lieber im Koop spiele und immer bereit wäre alles zusammen zu zocken, aber da denke ich mir, man kann auch alles mögliche andere heutzutage zusammen zocken, warum soll ich da auf mein persönliches Problemspiel Destiny dafür umsteigen...
In dem Sinne, Koop bei allem anderen und zu jeder Zeit immer gerne, aber Destiny wohl kaum, außer sie würden ihren grundsätzlichen Gameplay-Loop des Loots und ihres Gegnerdesigns komplett umkrempeln, wo ich aber nicht sehe, dass das kommen wird, weil gibt ja eben etliche Leute, die genau das geil finden. Da müsste schon ein immens krasses neues Feature bei Destiny kommen, dass ich mich trotzdem überwinde, keine Ahnung, super deepe visuelle Charakter Customization, richtig krasse First-Person Animationen und reduziertes HUD eines Metro-like (auch da, warum sollte Destiny sowas haben?).
In der Hinsicht bin ich auch froh um den Bogen zu Breakpoint zurück zu finden, dass das Gear-System so dermaßen wenig Impact aufs eigentliche Spiel hat. Selbst AC Odyssey hatte das einen größeren Impact aufs Spiel und da fand ich es schon nicht so schlimm und hier macht der fast nix. Ein Kopfschuss bei einem Humanoiden ist immer tödlich ganz gleich deines Gearscores deiner Waffe oder dem Gegnerlevel. Menschen sterben immer.
Einziger Unterschied ist, dass man in viel weniger Treffern down geht mit unterleveltem Score, aber da ich als Panther im Metal Gear Modus mit schallgedämpfter Pistole durch Lager schleiche, macht das eh keinen großen unterschied, da ich offene Konfrontationen meide, und Drohnen halten halt wesentlich mehr aus, die ich aber nur ganz selten bekämpfe und selbst da durch einige Gadgets ignorieren kann. Kann also wirklich einfach nach den Waffen gehen, die ich cool finde und so mit Attachments anpassen, wie sie mir passen und muss nicht wie befürchtet anfangs jetzt einen anderen Griff equippen um den optimalen DPS zu kriegen, damit ich einigermaßen angenehm irgendeinen Boss platt machen kann...