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Freund von WoW wegholen!?

Benutzer, welche sich diesen Thread anschauen:

Nasreddin schrieb:
Die Frage ist, wie du ihn von der Sache überzeugen kannst, ohne ihn vor den Kopf zu stoßen.

Genau das, ist ja das schwierige, es ist völlig egal, was ihm jemand sagt, ihm ists egal.

Achja, und noch was: Er hat kein Geld, kriegt kein taschengeld, geht nicht arbeiten, tut nichts (gut, im moment sein praktikum, wider willen), für die WoW GameTimeCards findet sich aber immer noch irgendwo nen Euro...

Professionelle Hilfe ist auf jeden Fall einen Versuch wert, nur ihn dazu anzuleiten, das mitzumachen ist fast unmöglich.
 
Einfach nichts tun... da kann man nichts machen, wenn jemand nach etwas süchtig ist, dann ist er nunmal süchtig danach. Klar ist es schade, aber da kann man absolut nichts tun. Sowas muss von dem Süchtigen ausgehen, nicht von irgendwelchen anderen Leuten.

Sowas ist nunmal etwas ganz menschliches.
 
Iro schrieb:
Einfach nichts tun... da kann man nichts machen, wenn jemand nach etwas süchtig ist, dann ist er nunmal süchtig danach. Klar ist es schade, aber da kann man absolut nichts tun. Sowas muss von dem Süchtigen ausgehen, nicht von irgendwelchen anderen Leuten.

Sowas ist nunmal etwas ganz menschliches.

Sag mal hast du eigentlich Freunde ?

Andere Frage:
Warst Du schonmal auf Hilfe angewiesen ?

Wenn man alles, in seiner Macht stehende, versucht hat,
dann kann man ihn seinen Weg (in den Abgrund) gehen lassen.
Vorher nicht.

Zumindest wenn es sich um einen FREUND handelt.

Good God schrieb:
Homer schrieb:
Jungs, ihr wisst doch was passiert, wenn man einem Jungen sein WoW wegnimmt:
[vid]http://www.youtube.com/watch?v=Yohj9VyUhX4[/vid]


:lol::lol::lol:

Junge ist das geil :lachweg:

Gleiche Liga aber kennt sicher jeder:
[vid]http://www.youtube.com/watch?v=OQfGcKyreJI[/vid]
 
snowman schrieb:
Gleiche Liga aber kennt sicher jeder:
[vid]http://www.youtube.com/watch?v=OQfGcKyreJI[/vid]

das traurige viele denken dieses video ist echt, wurde schon in diversen deutschen bericht erstattungen als "echtes" video gezeigt.

sorry für ot das eigentliche thema hier ist weitaus ernster
 
Mein ehemaliger bester Freund ist sehr empfänglich für Süchte jeglicher Art.
Damals haz er bis zur Vergasung Counter-Strike gezockt. Seine Reaktionen decken sich mit denen des Freundes vom Threadersteller, nur dass es hier um CS geht. Irgendwann wurde es ihm auch peinlich zu sagen, er zocke gerade CS.

Wir haben ihn allerdings einfach gelassen. Seine Mutter kam nicht an ihn ran, sein Vater ebenfalls nicht, wir sowieso nicht. Irgendwann gings dann Gott sei Dank mit der wichtigen Phase des Schullebens los - die Vorbereitungen auf die Abschlussprüfungen... wodurch er weniger zeit für CS hatte.

Naja und jetzt vor kurzem hat er mit dem Zocken angefangen, hat nen richtigen dicken Haufen Geld verspielt, und geht jetzt "nur noch" ein-zwei mal die Woche rein, um so um die 100€ zu verzocken.

Was ich damit sagen: Ohne professionelle Hilfe geht da nichts mehr denke ich. Solchen Leuten ist es egal, ob die Freunde dadurch gehen oder nicht. Meinem Kumpel hier wars anscheinend auch egal - wir haben nur noch spärlich Kontakt zueinander. Man fährt aneinander vorbei, Begrüßungs-Lichthupe, das wars.
 
Ich gebe Iro recht. Wir haben nen starken Suchtfall in der Familie. Du kannst so viel machen wie du willst, dich anstrengen wie du willst: Wenn der Süchtige erwachsen ist, ist es scheißegal. Er muss es selbst wollen und Eigeninitiative zeigen. Zwingen kannste niemanden. Du kannst höchstens Konsequenzen ziehen. Das heißt aber nicht, dass du seine Sucht damit bekämpfst.
 
The Schenckman schrieb:
Frystil schrieb:
Versteh gar nicht wie man selber nicht irgendwann checken kann, dass es irgendwann mal gut ist. Finde sowas unbegreiflich. Persönlich gings bei mir recht fix mit dem Aufhören: Keine Zeit mehr für gehabt und als ich wieder anfangen wollte, fand ich es nur öde.

Dann hast du noch nichts gefunden was dich wirklich erwischt.
Sagst du das Selbe auch bei
Alkohol?
Zigaretten?
Drogen?
usw.

Ich selber habe z.B. das Problem den PC mal einen Tag auszulassen.
Habe immer das Gefühl was zu verpassen.
Sitze nicht Tag und Nacht dran.Muss aber immer wieder mal reinschauen ins INET.
Solche Leute brauchen Hilfe.Auch ich,denke ich manchmal !! ;)
Die Freundschaft kündigen wäre der falsche Weg,wenn er denn auch ein ECHTER Freund ist.
Was man genau dagegen tun kann,weiss ich auch nicht.
Aber komplett verbieten ist der falsche weg,denke ich.

Klar, Zigaretten und Drogen sind eh nicht gut und die dauernde Kotzerei und der übele Kater nachm Saufen, da hab ich auch selten Bock. Denk bin sicher nicht der einzige der merkt, wenn eine körperliche Grenze überschreitet. Da sollte man dann auch aufhören.

Wegen Inet, klar guckt man da häufig rein. Aber beruflich oder studiumdsbedingt hast da auch keine Wahl. Da wirst ja schon schief angeschaut, wenn man morgens die Mail aus der Nacht noch nicht gelesen hat.
 
Die geschichte eines ex WoWlers - von mir

(wen´s eben interessiert, ist n bisschen länger deswegen gespoilert)

Phhuuu wo fang ich an... zunächst glaube ich nicht das ich dir helfen kann. Es giebt keine lösung dafür. Um einen Süchtigen zu heilen muss er es wollen UND einsehen das er süchtig ist. Aber ich kann dir helfen zu begreifen was in ihm vorsich geht.

Zunächstmal kann ich deinen Kumpel recht gut verstehen. Ich weiß nicht ob ich süchtig war, aber im prinziep ging meine Freizeit für WOW drauf. Leider auch (zumindest zu einem gewissen teil durch wow) meine ausbildung.
Ich kam von der schule / Arbeit heim, und war vorm Rechner. Als ich später noch das "glück" hatte in eine recht bekannte und gute Raidgilde aufgenommen zu werden wars um mich geschehen. unter 5 stunden am tag ging nichts, am wochenende teilweiße doppelt so lang. Leider war ich recht gut in dem was ich tat, was den "spaß" und somit die Zeit die ich im spiel verbrachte (später auch arena pvp) erhöte.

Irgendwann bemerkte ich das ich Termiene (egal ob privat oder nicht) nach Raids oder Vorhaben in WOW richtete. Es entwickelte sich für mich weg von einem spiel und hin zu einer Pflicht. Mir waren Termiene und Aufgaben in WoW ebensowichtig (teilweiße sogar wichtiger) wie die in meinem realem leben.
Es war sogar teilweiße so das mir aufgaben und "pflichten" in WoW schlichtweg keinen spaß gemacht haben und ich trotzdem damit stunden verbracht habe (z.B. berufe skillen)
Sowieso merkte ich das mir das spielen an sich, immer weniger freude machte, ich aber trotzdem immer das Bedürfnis hatte zu Spielen.
Wenn ich mal nicht am rechner war, dann war das lieblingsthema mit meinen kumpels WOW.
Kurz um, mein leben drehte sich um wow.
Waren mal die server fürn paar stunden down, war ich richtig sauer. Mehr noch, der ganze tag war irgendwie im Arsch.
Ich konnte mich mit meinen WoW charakteren mehr identifizieren wie mit mir als Person.

Wie ich aufhören konnte? gute Frage :? Ich hab mich irgendwann einfach dazu gezwungen - es fiel mir unglaublich schwer.
Das ist jetzt n gutes halbes jahr her. Ich hab mein Acc eingefroren. WoW an sich hab ich aber noch auf meinem Rechner. Sogar auf meinem Desktop.

Ich möchte WoW keinesfalls schlecht reden. Wenn man sich für eine solche Game - art interessieren kann, dann ist es das mit abstand beste (hab schon so einige ausprobiert) was man findet. Ich bin ein mensch der sich eigentlich immer unter kontrolle hat und auch wenn ich das wort "Suchtpotential" verabscheue, so muss ich doch sagen das WoW ein über die Maßen hohes hat.

Ich wünsch deinem Kumpel alles gute.


Ohh und Snowman. Ich versteh dich recht gut, deinen Ergeiz der hinter der ganzen "ich muss doch meinen Kumpels helfen - Moral" ist nur verständlich.

Aber als Ich damals gespielt habe und einer meiner Kumpels hätte sich da krum gestellt...
Um ehrlich zu sein hätte ich mich da eher von diesem Kumpel destanziert. Einem Süchtigen ist der suchtauslöser das wichtigste. Und jeder der einem daran hindern will seiner sucht nachzukommen ist kein Freund, sondern ein Gegner. (in den augen des Süchtigen)
 
Ich hab selber auch extrem intensiv wow gespielt und einige meiner Freunde ebenso. Wow ist natürlich meist nicht ursächlich schuld an dem Problem, es eignet sich lediglich perfekt als ausweichmöglichkeit. Wenn bei mir im "RL" unangenehme dinge anstanden, wurde das Spielen immer ungleich verlockender. Es gibt einfach viele Menschen die eine unglaublich geringe frusttoleranz haben und dann immer schnell nach wegen suchen sich nicht mehr mit etwas unangenehmen auseinander setzen zu müssen (Prüfungen, Arbeitssuche etc.). Selbst wenn man mit wow aufhört, ändern sich diese verhaltensmuster ja dadurch nicht. Ich versumpfe gelegentlich immernoch tagelang vor irgendwelchen tv-serien nur um nicht lernen zu müssen. Der Vorteil dabei ist jedoch, dass diese wie lang sie auch sein mögen immer ein Ende haben, nachdem man sich erstmal wieder gezwungener maßen mit den "problemen" auseinander setzen muss. Das ist das gefährlich am online-gaming, es hat einfach kein ende.
 
hasi schrieb:
Mein ehemaliger bester Freund ist sehr empfänglich für Süchte jeglicher Art.

Das ist der Punkt. Hab auch einen sehr guten Freund an wow verloren, aber sein allgemeines Suchtverhalten verrät mir, dass er von dem Spiel nicht los kommt, wenn er es nicht selber will. Seit wow hat er ca. 30 kg zugenommen, sieht nun aus wie das Michelinmännchen, ist Kettenraucher und arbeitslos.

Derzeit versuche ich ihn auf eine, wenn man so sagen will, positive Sucht umzulenken, Sport. Aber das Problem ist, dass ich kaum in ihn rankomme, weil er nurnoch in seiner verrauchten Bude hockt und nicht ans Telefon geht.
 
schwieriges Thema, vor allem auch schwierig nachzuvollziehen... das muss doch irgendwann langweilig sein. Ich habe es nie gespielt da ich 1. nicht die Zeit hätte und 2. nicht bereit bin ständig Geld zu überweisen.

Das es Süchtig macht glaube ich gern. Vor kurzem saß ich bis spät in die Nacht im CIP Pool an der Uni. Keiner war mehr da bis auf mich und einen WoW Gamer vor mir. Fand ich krass das man dann freiwillig bis fast Mitternacht an der Uni bleibt nur wegen ein wenig Internet und WoW. Wie lang der noch war kann ich nicht sagen, ich bin dann auch mal Heim... und ja das war unter der Woche
 
Bei mir hats vor 2 Monaten BUMM im Kopf gemacht. Seit dem zock ich es nicht mehr. Böses Spiel. Pfui Bah.

Du musst ihm klarmachen das er sein Leben vergeudet. Immer und immer und immer und immer und immer und immer wieder. Bis er's checkt. Das versuch ich bei meinem Bruder seit 2 Jahren, und immerhin: inzwischen hört er mir sogar zu.
UND du musst ihn, wenn du es schaffen solltest das er dir zuhört, ablenken. Immer schön bei Laune halten und so. Sucht euch ein gemeinsames Hobby. Sport oder so.

Viel Erfolg. Scheiß Blizz.
 
Das Spiel war/ist super - eins der besten meiner Gamingkarriere - nie hat mich ein Spiel so lange gefesselt - eigtl. fast alle Freunde von mir habens auch gespielt...

"Scheiß Blizz" finde ich nicht wirklich angebracht - jeder muss selber wissen, was er tut und wenn man etwas sein lassen sollte - ich habe über 2 Jahre jeden Tag stundenlang WOW gespielt und ich bereue überhaupt nichts davon...

Klar am Ende hab ich dann gemerkt, dass die sozialen Kontakte ziemlich nachgelassen haben (also die Reallife-Kontakte - denn Socialising is ja ziemlich angesagt bei WOW) - dann hab ich halt irgendwann aufgehört....

Diesen Punkt zu finden..das ist das schwierige....aufs Spiel würd ichs aber nicht schieben...
 
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