Nahezu jeden Tag liest man hier im Forum wie scheiße DHL ist, wie scheiße Hermes ist, wie scheiße DPD ist.
Abholschein eingeworfen, obwohl ich den ganzen Tag da war.
Abgemachte Lieferzeit nicht eingehalten.
Paket einfach in den Hausflur gestellt, wo es jeder klauen könnte.
Mein drölfzigstes Xbox-Spiel dieses Jahr ist einen Tag nach Release bei mir angekommen, Zeter und Mordio!
You name it.
Was sagt uns das? Eventuell ist es keine Selbstverständlichkeit, dass der oder die Zusteller*in einen guten Job macht, mit dem ich als Kunde oder Kundin zufrieden bin.
Wenn er oder sie jedoch einen guten Job macht, dann ist mir meine Zufriedenheit eventuell ein kleines Trinkgeld zum Jahresende wert.
Muss jede*r selbst wissen, ob ihr oder ihm das wert ist.
Es als absoluten Blödsinn abzustempeln halte ich jedoch für absoluten Blödsinn.
edit: Und warum es bei Postbot*innen gerade zu Weihnachten besonders gut passt ein Trinkgeld zu geben sollte auf der Hand liegen.
Sehe ich ja generell ähnlich wie du. Wer jeden Tag etliche Stufen hochlatschen muss und teils richtig schwere Sachen trägt, hat sicherlich mal eine kleine Aufmerksamkeit verdient, wenn man mit dem Service zufrieden ist.
Der erste Teil deiner Argumentation klingt allerdings so, als müsse man diejenigen, die ihren Job vorschriftsmäßig ausüben, dafür noch entlohnen. Dass Pakete nicht einfach _irgendwo_ hingestellt werden und man selbst nicht benachrichtigt wird, sollte eine Selbstverständlichkeit sein. Ich sehe mich nicht in der Position, durch ein kleines Zubrot diejenigen bei Laune zu halten, die eigentlich das tun, was sie vorschriftsmäßig auch tun müssen. Ja - möglicherweise hast du das gar nicht so gemeint. Es liest sich aber ein wenig so. Ich bin aber bei dir, dass man bei großer Zufriedenheit Trinkgeld geben kann. Ich hatte hier auch mal einen Boten, der immer unheimlich freundlich war, der auch mal ein Wort gesagt hat, wenn er vor der Türe stand etc. - Das gefällt, dem hätte ich auch mit Sicherheit etwas gegeben.
