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Fahrradhelme, notwendig?

Benutzer, welche sich diesen Thread anschauen:

Gerade wieder drei Fahrradfahrer vor mir gehabt...

#1 fährt durch die Stadt, wie vorgeschrieben am rechten Fahrbahnrand. Dann, urplötzlich und ohne Handzeichen zieht er nach links, um im weiten Bogen rechts abzubiegen.

#2 fährt im hohen Tempo (also für einen Radfahrer) mitten auf der Fahrbahn. Also wirklich in der Mitte.

#3 fährt im langsamen Tempo mitten auf der Fahrbahn die Serpentinen hoch.

Das sind drei Situationen aus 40 Minuten Autofahrt. Und das waren ja nur die, die direkt vor mir waren. Mein Bild über Fahrradfahrer hat sich die letzten Jahre jedenfalls nicht gebessert. Bei zwei der drei Fälle war übrigens ein Radweg vorhanden. :kaffee:
 
Es kommt auch stark drauf an, wo man ist. In unserer Stadt mit gerademal 150.000 Einwohnern sind in den letzten 1-2 Jahren echt einige Radfahrer gestorben. Und es war immer die fast gleiche Situation. Sowas ist ein unhaltbarer Zustand. Und ja, die Radfahrer hatten immer grün und wurden vom Rechtsabbieger getötet.

Die Unfallstatistik spricht auch für sich. Die Diskussionen im Internet dazu sind aber nochmal ne andere Nummer. Ich erlebe diese Aggression so nicht im Straßenverkehr. Ich erfahre jeden Tag auch viel Freundlichkeit und Rücksichtnahme. Und nicht jedes Fehlverhalten ist automatisch agressiv und rücksichtslos gemeint.
 
Es muss als Fahrradfahrer möglich sein (egal ob Kind oder nicht) sich an die Straßenverkehrsordnung zu halten und trotzdem nicht zu sterben. Wenn ich grün habe, dann fahr ich, so sollte das sein. Zu sagen, dass die Radfahrer sich der Gefahren nicht bewusst sind und durch rücksichtsloses Fahren ihren eigenen Tod herbeiführen, ist einfach pietätlos.
Was bringt das einen wenn das kind oder man selbst tod ist? Den grundsatz verstehe ich und gebe dir recht aber das hilft weder deinem verletzten kind noch dir wennndu verletzt wirst.

ich hatte mal eine situation die mir die augen geöffnet hat, ich war zu fuß und habe musik gehört, es war nachts bzw abends, ich hatte grün an der ampel, trete vor und da rauscht mit 80 ein krankenwagen rüber. Dazu kenn ich situationen in denen ich deutlich grün hatte und ein auto mit 60 vor mir und den anderen rübergedonnert ist, bei dem letzten fall war ein deutlich älterer mensch am steuer, seit den Momenten weiss ich wie wichtig es ist trotz grün nicht blind auf mein recht zu pochen sondern mich zu vergissern dass alle anderen wissen dass ich nun das recht besitze zu laufen oder zu gehen. Und genau das würde ich meinen kindern beibringen.
 
Es bringt mit gar nichts. Ich will aber nicht sterben und das obwohl ich grün hatte. Weiterhin und das ist mir in dieser Diskussion wichtig, finde ich es mehr als zynisch wenn sich danach jemand hinstellt und meint ich wäre selber schuld gewesen weil ich ja für Verkehrsteilnehmer im Umkreis von 3km mitdenken muss.

Und nur um das klarzustellen. Es geht nicht um mich. Ich bin seit 30 Jahren im Straßenverkehr mit dem Rad unterwegs und bekomme das schon hin. Aber habe ich große Angst um meine Family, die einfach nicht diese Erfahrung hat. Politik und Gesellschaft weigert sich aber, die Gefahren, die der Straßenverkehr für den Radfahrer mit sich bringt richtig einzuschätzen. Statt eine anständige Infrastruktur zu schaffen, stellt man sich lieber hin und unterstellt Unvermögen, wenn dann doch etwas passiert. Das ist schön einfach und billiger obendrein.
 
@Cale Wollte ich auch gerade sagen.

Im Auto muss man permanent für die Anderen mit aufpassen, die Dummheit Andere einkalkulieren und "ahnen", was gleich passiert/passieren könnte. Das Gefühl hab ich bei Radfahrern oft nicht.

Am meisten reg ich mich immer auf, wenn Radfahrer auf der Strasse fahren, obwohl ein Radweg vorhanden ist.
 
@Cale Wollte ich auch gerade sagen.

Im Auto muss man permanent für die Anderen mit aufpassen, die Dummheit Andere einkalkulieren und "ahnen", was gleich passiert/passieren könnte. Das Gefühl hab ich bei Radfahrern oft nicht.

Am meisten reg ich mich immer auf, wenn Radfahrer auf der Strasse fahren, obwohl ein Radweg vorhanden ist.

Das ist keine Besonderheit, die Autofahrer für sich beanspruchen können. Wenn ich als Radfahrer nicht mitdenke, dann werde ich angefahren. Mitdenken ist ein Muss - leider.
 
Ja, das ist ja schön und gut. Aber kann man das von einem Zehnjährigen verlangen?

Nein, vielleicht nicht. Gerade deshalb sollte man Kinder auch nur alleine in den (Groß-)Stadtverkehr lassen, wenn sie es einigermaßen kapiert haben. Und man sollte ihnen halt beibringen, auch bei Grün lieber noch ein zweites Mal hinzuschauen und im Zweifel lieber zu warten. Auch wenn er eigentlich im Recht wäre. Nützt ja nichts, wenn er hinterher unter einem Auto liegt, da bin ich ganz bei Pil.

Das ist keine Besonderheit, die Autofahrer für sich beanspruchen können. Wenn ich als Radfahrer nicht mitdenke, dann werde ich angefahren. Mitdenken ist ein Muss - leider.

Gerade noch hast Du das als zynisch tituliert...
 
Nein, zynisch ist, wenn ich sterbe und sich dann jemand hinstellst und meinte ich wäre selber Schuld gewesen weil ich aus was für Gründen auch immer mal nicht in der Lage war alle Eventualitäten zu berücksichtigen.
 
Wenn ich nicht ständig für die Hälfte der Verkehrsteilnehmer mitdenken würde, hätte ich jedes Jahr ein paar Radfahrer oder Fußgänger auf dem Gewissen. Rechtlich unverschuldet von mir wohlgemerkt. Gehört nun mal in der Stadt dazu.
Wenn ich nicht mitdenken würde, hätte ich komplett unabhängig vom Fahrzeugtyp mehrere Unfälle die Woche. Ich bin eigentlich fast soweit zu sagen täglich. Fußgänger, Fahrradfahrer, Autofahrer, LKW-Fahrer, ganz egal. Und jeder will es angeblich besser als die anderen machen. Der einzige Grund, warum nicht in jeder Stadt täglich mehrere Verkehrstote zu beklagen sind ist der, dass die, die meistens vorausschauend fahren noch in der Überzahl sein müssen, auch wenn es anders wirken mag. Es ist anders aber nicht zu erklären.

Die neuen Roller werden nochmal einen Knick in den Trend bringen, weil man auf den Teilen nicht "blinken" kann ohne aufs Maul zu fallen. Unbegreiflich, wie man das so zulassen konnte.
 
Wenn ich nicht mitdenken würde, hätte ich komplett unabhängig vom Fahrzeugtyp mehrere Unfälle die Woche.

Jepp, war jetzt auch nicht nur auf das Auto bezogen (falls das so rübergekommen ist). Das gilt in der Stadt für jeden Verkehrsteilnehmer, da sind einfach zu viele Leute auf zu wenig Raum unterwegs. Es würde schon helfen, wenn sich Alle an die Regeln halten würden. Gäbe immer noch genug Unfälle, so ist das ja nicht, aber eine Menge davon wäre vermeidbar, wenn es nicht ständig Leute geben würde, die meinen, es besser zu können, als es die StVO vorsieht. Entspannter wäre es auch...
Die Roller sollte man natürlich auch nur mit Helm fahren.
Was dann das ganze Geschäftsmodell der Roller-Vermieter sofort killen würde :D

Ich weiß auch nicht, ob Blinker an den Dingern was bringen würde. Die sind so klein, ob man da dann noch im Stadtverkehr einen bestenfalls münzgroßen Blinker erkennen kann... Nachts vielleicht, aber tagsüber? Ich habe da so meine Zweifel.
 
Dann muss halt eine Lenkeinrichtung her, die es ermöglicht, auch einhändig zu fahren um mit dem Arm einen Richtingswechsel anzuzeigen. Keine Ahnung ob das schon mit vorne zwei Rädern statt einem gelöst wäre. Mit einem Skateboard kann man das jedenfalls einfach. Gibt ja nun auch erste Ansätze für Skateboards mit Lenkstange.
 
Keine Ahnung ob das schon mit vorne zwei Rädern statt einem gelöst wäre.

So ein Ding habe ich ja, ist einhändig auch nicht das Wahre. Damit man sich in die Kurve legen kann, sind die ja vorne recht flexibel ausgelegt. Zudem gibt man wie beim Motorrad mit rechts Gas, beim Hand raushalten bremst man dann unvermittelt ab, was die Stabilität nicht gerade fördert. Keine Ahnung, wie man das gut lösen kann. Außer die Dinger aus dem dichten Straßenverkehr zu verbannen, was ja wieder keiner will, weil neu/hip/Verkehrswende und so. Wenn wenig Verkehr ist, ist das ja alles kein Problem.
 
Beinchen raus. :D

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Blinker gehen natürlich, logo, wurde nur nicht vorgeschrieben, das muss alles generell überarbeitet werden und dann speed auf entweder 30 oder 25 kmh setzen, 25 kmh sollten mir aber auch reichen, bei den straßen die wir teils haben ist das mit den kleinen Rädern ja nicht ungefährlich.

Selten so spaß gehabt durch berlin zu cruisen wie heute, mit scooter natürlich, dagegen kann jegliches fortbewegungsmittel einstecken (im Sommer), leider ziemlich geil, kann man echt kaum toppen was fahrspaß betrifft. Aber die Bremsen sind unterirdisch, mal mega, mal beschissen, mal so lala, das geht so echt nicht. Tier hat an mir heute knapp 10€ verdient. :traurig: Aber es war dabei traumhaft. :D

Wenn ich neben 4k TV, PS5 und Scooter wählen müsste würde ich selbst im Winter den Scooter nehmen, für mich die Erfindung des Jahrtausend. :liebe: MEin Carbonrad liebe ich trotzdem. :D Sattel ist halt scheisse und wenn der Sattel gut ist dann ist was anderes Scheisse, das ist das Problem was man mit dem Leihscooter nicht hat. Hoffe dass ich zum nächsten 'Jahr einen eigenen haben werde.
 
Zuletzt bearbeitet:
Vorhin war ich Ersthelfer bei einem Fahrradunfall. Klassisch über den Lenker verabschiedet ohne Helm. Es war ein furchtbarer Anblick, das halbe Gesicht zersplattert, eine riesige dicke Blutlache in allen Konsitenzen, die Zähne auf dem Boden verteilt und Bruchstücke davon noch im klaffenden Loch über der Oberlippe. Blut sprudelte, schäumte aus der Nase, Schädel schwoll an, alles wurde blau. Immer wieder kurz vor der Bewusstlosigkeit. Wenn sie es schafft, wird sie noch sehr lange daran zu knabbern haben.

Zieht einen fucking Helm auf, kein Schwein juckt eure Helmfrise! Stellt euch lieber einen Pott Kosmetikartikel auf die Arbeit oder sonst wohin, womit ihr euch wieder de-entstellen könnt. So ein zermatschtes Gesicht ohne Zähne sieht ne ganze Ecke beschissener aus.
 
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