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F1-Thread - Alle Neuigkeiten und Informationen zur Saison 2014

Benutzer, welche sich diesen Thread anschauen:

Eigentlich recht sinnbefreit die künstliche Nässe: Bei Installationsrunden mit 20 Sekunden Reserve nach oben dürfte das Wasser auf der Strecke so ziemlich egal sein. Die Piloten sollten aber wohl zur Sicherheit einen Schirm für den langen Weg zurück mitnehmen...

Habe jetzt auch ein paar Videos geschaut. Also die Autos klingen schon sehr gewöhnungsbedürftig (ich sags mal nett). Da scheinen Optik und Akkustik einen recht eindrücklichen most ugly battle zu veranstalten - Sieger noch offen.
 
Das liegt aber wohl weniger an den Charakterköpfen hinter dem Steuer (eine Professionalisierung fand in fast allen Sportarten statt und die Notwendigkeit eines Saubermannimages ist heute auch fast überall gängig, ohne dass gleich der Untergang der Sportart proklamiert wird) als mehr in der technischen Entwicklung bzw. im enlosen geld-en-mass-verschlingenden technischen Irrgarten, indem sich die F1 verloren hat.

Ich kann ja nur für mich sprechen, aber diese Charakterköpfe haben für mich einen grossen Anteil an der Faszination F1 ausgemacht. Und ich vermisse es heute auch. Bei jedem Interview könnte ich kotzen, wie die ihre auswendig gelernten Phrasen daherblubbern.

Das mag viel mit dem heutigen Image der F1 zu tun haben, auch mit den Unsummen an Geld, die hier im Raum stehen. Aber auch mit den Fahrern selbst. Wäre ein Vettel anders, wenn er dürfte? Selbst ein Kimi weicht doch nur minimal von der Norm ab und gilt damit als enfant terrible...

Wir bekommen heute noch glitzernde Augen bei Namen wie Senna, Prost, Mansell, Piquet, Rosberg, Alboretto... 30 Jahre danach. Ein Vettel oder Alonso in 30 Jahren? Sie werden in Statistiken auftauchen, aber nicht mehr in unseren Herzen.
 
Das stimmt, heute habe ich keinen Fahrer, der mir irgendwie sympathisch erscheint. Alles eher leere Hüllen. Für mich sind so Namen wie Coulthard, Häkkinen, Alesi, Berger, Schumacher, Villeneuve, Hill reizvoller als die letzten 10 Jahre F1 zusammen.
 
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endlich :hurra:
 
@Zimtzicke

Ich habe mich da vielleicht nicht ganz klar ausgedrückt: Die persönlichen Duelle auf und neben der Strecke in der Härte, wie sie damals geführt wurden, waren klasse und haben erheblich zur F1 der damaligen Zeit beigetragen - sie haben sich in meine Erinnerung eingebrannt und ich möchte die Zeiten nicht missen. Damals haben sie aber wahrscheinlich auch darüber geflucht, dass die Fahrer nicht mehr gesoffen und geraucht haben wie noch in den 70ern und frühern 80ern, wo nach Verständis der 90er wohl auch noch alles viel besser war... Dieses nie endende Lied von "früher war alles besser" mag ich halt nicht singen, weil es ewig rückwärtsgericht ist, niemanden weiterbringt und zu grossen Teilen darauf beruht, gute Seiten hervorzuheben und schlechte (wie z.B. die mangelnden Sicherheitsvorkehren für alle Beteiligten) auszublenden. Da kann ich heute ganz relaxt zurück schauen und sagen "geile Zeit damals, aber eben nicht mehr zeitgemäss - das Leben geht vorwärts...". Auch Gruppe B Rally war geil, aber wenige Nichtwahnsinnige kämen heute auf dei Idee, sowas zu fordern. Nachtrauern tue ich aber all dem, was die F1 in den letzten Jahren versäumt hat: Trotz der scheinbar weichgespülten Piloten, den enormen Sicherheitsvorkehren, den Interessen der Sponsoren und grossen Autoherstellern, dem geldgeilen Bernie und allem anderen, was per se nicht gerade Spiel, Spass und Spannung verspricht, könnte man heute auf der Strecke genauso viel ZweiKAMPF (<> reglementarisch/technisch erzwungenes Vorbeiwinken getarnt als Überholmanöver) haben wie damals: Rundenlange Windschatenduelle mit ohrenbetäubendem Sound an Stätten, wo die Fans die Rennen auch sehen wollen und all dies zu wesentlich geringeren Kosten und mit einem vollen, konkurrenzfähigen Starterfeld ohne Fahrer, die nur dabei sind, weil Papa bezahlt: All das könnte man haben. Dem trauere ich nach, nicht dem ganzen Wahnsinn der früheren Jahre. Der war zwar absolut geil, hat aber eben ausgedient.
Anderen Sportarten gelingt es doch auch, das Wesentliche durch die Zeit zu transportieren und immer zeitgemäss spannend zu präsentieren - warum der F1 nicht?
 
@wil

MMn sind zwei Faktoren entscheidend. Geld und Bernie.

Für mich gibt es aus der jetzigen Misere nur zwei Auswege.

Entweder geht man den Schritt, und vereinheitlicht die F1 so weit wie es geht. Schlankes Reglement dazu, ganz klar definierte Autos, überall entschlackt, vor allem in der Aerodynamik. Das würde die Kosten für alle Beteiligten senken.

Das ist aber nicht der Spirit der F1. Die F1 ist die Königsklasse des Motorsports. Warum Restriktionen? Warum Ingenieure und Fortschritt aufhalten? Damit Teams wie Caterham auf Biegen und Brechen an einer Veranstaltung mitfahren können, wo sie eh immer im hinteren Feld landen? Muss man auf die Rücksicht nehmen?

Teams wie Ferrari, Red Bull, McLaren oder Mercedes "freuen" sich zwar über die heute angeblich günstige F1. Aber wieviele Millionen mussten investiert werden, um komplett neue Motoren zu entwickeln? Das neue KERS? Wieder eine neue Aerodynamik...

Es wird IMMER so sein, dass die guten Teams viel mehr Budget rein buttern können. Und es wird auch immer so sein, dass die guten Ingenieure irgendwann bei den o.g. Teams landen.

Wer sich die F1 nicht leisten kann oder will, der soll bleiben, wo der Pfeffer wächst. Ich brauch keine F1 mit fast 30 Autos am Start, von denen maximal (!) drei Teams um die WM fahren können.
 
Der zweite Schritt ist aber imo keine Option bzw. nach dem credo deines letzten Satzes würde die F1 zum in ein paar Jahren tot sein und zuvor noch kurze Zeit schnarchlangweilig: Ohne Restriktionen wird es auf der Strecke keine Zweikämpfe mehr geben - da werden immer reine Zeitfahrmaschinen entwickelt werden, welche nur in unverwirbelter Luft optimal funktionieren. Aerodynamisch kann es nur über gewisse Vereinheitlichungen gehen - dass das dem Spirit der Königsklasse widerspricht ist mir klar, aber lieber den Spatzen in der Hand als die Taube auf dem Dach... Man muss sich imo auch von der Vorstellung lösen, mit der F1 einen Rahmen zu schaffen, wo sich die grossen Autohersteller auf internationaler Bühne mit Genie und Geld auf topniveau konkurrenzieren können. Erstens interessiert das den durchschnittlichen Zuschauer nur bedingt (der will packenden Rennsport AUF der Strecke) und zweitens: Wenn sich die feinen Autohersteller (wieso sollen im Übrigen Autohersteller wie Honda, Toyota, BMW, Mercedes oder andere 0815 Reisschüssel- oder Familienkutschenhersteller irgendwie besonders geeignet sein, die Königsklasse zu repräsentieren?) nicht in enge Regeln pressen lassen wollen, sollen sie die Bühne wieder Privatteams oder Herstellern, welche sich über den Rennsport definieren, überlassen - so wie dies früher auch der Fall war. Dies kann aber nur funktionieren, wenn sich die Kosten (sowohl für die reine Teilnahme als auch für den Weg an die Spitze) einigermassen in Grenzen halten... technische spielfelder müsste man natürlich offen lassen, grosse Teile der Aerondynamik gehören aber eben imo nicht dazu.
Die F1 hat in der Vergangenheit aber erschreckend konsequent der Aerodynamik viel Spielraum geboten und auf mechanischer Seite nicht nur die Motorenentwicklung komplett eingefroren (nur, um auf dieses Jahr die ganzen Einsparungen mit der Entwicklung der 1.6 Liter Turbomotoren dreifach wieder aus dem Fenster zu werfen), sondern auch ansonsten nicht viel Entwicklungsraum gelassen.
 
Den Titel des Teamchefs wird der CEO wohl für sich haben wollen :D Ron wird früher oder später wohl wieder da sein...
 
@wil Das aerodynamische Problem hast du aber immernoch. Ich sage nur Alonso vs. Petrov. Da war Alonso teils über 3 Sekunden pro Runde schneller. "Gelöst" wurde das Problem dann mit KERS und DRS. Konsequenz ist, dass sich der Vordermann nicht im geringsten gegen eine Attacke wehren kann. Es ist einfach nur noch ein Vorbeifahren.

Die internationale Bühne für Hersteller... war die F1 aber auch schon immer. Vor 30 Jahren zwar eher auf Motorenseite als als Gesamtpaket, aber Honda hat schon in den 80ern viel Geld und Know How abseits des Motors in McLaren investiert.

Und ich würde auch lieber eine F1 sehen, wo viele Teams um die Krone kämpfen können. DAS ist Motorsport. Aber wie willst du das lösen? Letztlich ist es wie immer. Genie und Geld gehen zu Genie und Geld.

Mir geht es halt nicht in den Kopf, warum man aktive Fahrwerke und Traktionskontrollen sofort im Keim erstickt hat, bei der Aerodynamik gibt es aber so viele Schlupflöcher, dass immer wieder graue Bereiche berührt werden. Meinetwegen Einheits-Frontflügel, -Heckflügel und Unterboden. Der Auspuff am Heck, so dass die Abgase keine Möglichkeit mehr haben, die Karosserie zu umströmen (ist afaik dieses Jahr so, oder?). Diffusoren ganz klr reglementiert.

Dann kann immernoch jeder seinen Motor einsetzen und sein Chassis bauen.
 
Den Titel des Teamchefs wird der CEO wohl für sich haben wollen :D Ron wird früher oder später wohl wieder da sein...
Ich glaub Ron will das aus dem Hintergrund lenken, ähnlich wie Montezemolo. Er sagt ja, der CEO wird an ihn berichten und Boullier an den CEO. Ich frag mich allerdings, ob CEO auch heisst, dass diese Person Teamchef wird. Muss ja nicht zwangsläufig so sein, könnte ja auch nur jemand sein, der die Fäden in Woking zusammenhält von McLaren Racing und oberhalb steht Dennis als Chef von der McLaren Group.

Wenn es ein Teamchef wird, dann frag ich mich wer das sein könnte. Das muss ja fast Ross Brawn sein, anders kann ich mir nicht erklären weshalb man Boullier nicht gleich zum Teamchef gemacht hat. Allerdings frag ich mich, ob Brawn eine solche Rolle gefällt mit Ron im Hintergrund.
 
Übrigens scheint Renault in echten Problemen:

Mercedes powered cars: 88 laps
Ferrari powered cars: 86 laps
Renault powered cars: 24 laps

Red Bull auch erst mit 8 Runden heute:

1 Button, McLaren: 1m27.556s, 32 laps
2 Perez, Force India: 1m28.376s, 27 laps
3 Rosberg, Mercedes: 1m29.231s, 24 laps
4 Bottas, Williams: 1m37.762s, 17 laps
5 Raikkonen, Ferrari: 1m38.272s, 16 laps
6 Vettel, Red Bull: 1m38.320s, 8 laps
7 Gutierrez, Sauber: 1m41.798s, 33 laps
8 Ericsson, Caterham: no time, 1 lap

Mal schauen ob es heute noch mehr Informationen zu den Problemen gibt.

Bild aus der RB Box:

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So dritter Testtag ist angebrochen und von Red Bull noch keine Spur. Die scheinen echt Schwierigkeiten zu haben. Immerhin aber hat Toro Rosso als Renault-Team schon 14 Runden gedreht heute.
 
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