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VOTE Empfindet ihr mehr Empathie für Menschen oder Tiere?

Empfindet ihr mehr Empathie für Menschen oder Tiere?


  • Umfrageteilnehmer
    109

Benutzer, welche sich diesen Thread anschauen:

Hm, schwer zu sagen, ich schliesse mich Bart an, ich beurteile Individuen, keine Arten.

Seit ich mit mehr Tieren zusammen leb (2x Miau 1x Wau) lerne ich aber deren Gesellschaft sehr zu schätzen. Tiere sind angenehm unkompliziert, haben aber dennoch ihre individuellen Charaktereigenschaften.

Mir ist aber aufgefallen, daß es in den letzten Jahren immer mehr selbsternannte Weltenretter und Goody-Two-Shoes gibt und nennt mich grummelig, aber die gehen mir ziemlich oft auf den Senkel mit ihrem nicht enden wollenden Gepredige und permanenten Versuchen, ihrem Umfeld ein schlechtes Gewissen einzureden :/
 
Vielleicht sollte man Mitleid durch Mitgefühl austauschen.

Das Schicksal von Tieren berührt mich ehrlich gesagt deutlich weniger, als das von Menschen. Im Guten wie im Schlechten. Vermutlich, weil ich selbst ein Mensch bin und mich daher besser in Menschen reinfühlen kann. Wir hatten immer Haustiere gehabt und ich hatte für sie meist ein gutes Händchen, speziell für Hunde. Dennoch habe ich nie eine wirklich tiefe, innige Beziehung zu diesen Tieren aufgebaut. Ich war mir zwar durchaus über die Wichtigkeit und die Funktion meiner Rolle für den Hund bewusst. Trotzdem habe ich da immer eine emotionale Grenze gezogen, bzw. die war einfach ganz natürlich vorhanden. Ein Tier könnte mir nie einen Freund ersetzen, noch könnte mir das unterwürfige Verhalten eines Hundes ein Gefühl von Treue und Verbundenheit vortäuschen. Das sind imo lediglich Reflexe und Verhaltensweisen, die der Hund schlichtweg braucht, um sich in der Welt zurechtzufinden. Wenn ich es nicht wäre, dann wäre das eine andere Person, die diese leitende Funktion für den Hund übernimmt. Ich find's eher traurig, wenn Menschen da zu viel hineininterpretieren und das Tier vermenschlichen.
 
Komme vom Lande, lebe jetzt in der Stadt. Für mich wird immer der Mensch, mit großen Abstand Vorrang haben, was aber nicht heißen soll, dass ich kein Herz für Tiere habe.
 
Urgs schrieb:
Vielleicht sollte man Mitleid durch Mitgefühl austauschen.

Das Schicksal von Tieren berührt mich ehrlich gesagt deutlich weniger, als das von Menschen. Im Guten wie im Schlechten. Vermutlich, weil ich selbst ein Mensch bin und mich daher besser in Menschen reinfühlen kann. Wir hatten immer Haustiere gehabt und ich hatte für sie meist ein gutes Händchen, speziell für Hunde. Dennoch habe ich nie eine wirklich tiefe, innige Beziehung zu diesen Tieren aufgebaut. Ich war mir zwar durchaus über die Wichtigkeit und die Funktion meiner Rolle für den Hund bewusst. Trotzdem habe ich da immer eine emotionale Grenze gezogen, bzw. die war einfach ganz natürlich vorhanden. Ein Tier könnte mir nie einen Freund ersetzen, noch könnte mir das unterwürfige Verhalten eines Hundes ein Gefühl von Treue und Verbundenheit vortäuschen. Das sind imo lediglich Reflexe und Verhaltensweisen, die der Hund schlichtweg braucht, um sich in der Welt zurechtzufinden. Wenn ich es nicht wäre, dann wäre das eine andere Person, die diese leitende Funktion für den Hund übernimmt. Ich find's eher traurig, wenn Menschen da zu viel hineininterpretieren und das Tier vermenschlichen.

Besser hätte ich es nicht formulieren können.
 
Ich gebe gerne zu das ich mehr Mitgefühl für Tiere habe als für Menschen. Möchte da auch gar nicht drüber diskutieren oder mich rechtfertigen. Das ist so und ich finde es auch völlig ok.

Da heißt aber nicht das ich kein Mitgefühl für Menschen habe.
 
Was Menschen angeht bin ich sowohl zu wesentlich mehr Mitgefühl als auch zu Abneigung imstande, als gegenüber Tieren. Natürlich möchte ich auch, dass es denen gut geht, aber andererseits steckt hinter einem Menschen in meinen Augen etwas mehr, als hinter einem Tier. Von mir aus muss keiner leiden. Jeder muss selbst wissen, wie er darüber urteilt, aber ich formuliere mal die leise These, dass sich Leute, die offenkundig mehr mit den Vierbeinern fühlen, in der Rolle des Öko-Emo-Misanthropen gefallen – und in einer lauen Sommernacht trotzdem die flache Hand auf die Wand sausen lassen und Mücke inklusive Eigenblut in einer Mischung aus Verachtung und Zufriedenheit sorgfältig in die weiße Tapete einarbeiten.
 
Ich empfinde mehr für Tiere, was aber nicht bedeutet dass ich nix für Menschen empfinde. Aber das ist einfach meine persönliche Einstellung, weil Tiere sich nicht selbst helfen können, und gar nicht wissen warum ihnen Leid angetan wird.

Wenn ich in den News vernehme, ein Baby wurde irgendwo in einer Mülltonne gefunden, ist das natürlich keinen Deut weniger schlimm, aber wenn jemand ein Kätzchen in eine Mülltonne schmeißt, weiss ich nicht wieso ich da weniger erschrocken sein soll.

Mich kotzen vor allem Menschen an denen das Leid eines Tieres egal ist! Und wenn ich u.a. daran denke, dass der beste Freund des Menschen, ein Tier dass fast überall dafür eingesetzt wird um UNS zu helfen, laut Gesetz als Gegenstand gilt, und nicht als Lebewesen, könnte ich endlos kotzen.
 
Ist Tier für euch gleich Tier?

Edit: Da hier u.a. Katze und Hund genannt wurden. 2 Arten die hübsch anzuschauen sind und ein nettes Wesen haben, da stimme ich wohl zu.
 
@Mantis

Interessante Frage, aber das muss ich mit einem nein beantworten. Insekten haben für mich kaum Stellenwert, ebenso wie ich keine Skrupel habe eine Maus mit der Mausefalle zu erledigen, wenn ich sie zuvor nicht anders loswerde und sie sich zur Plage entwickelt.
Hunde, Katzen, Rehe, Igel,...sprich allgemein bei Säugetieren, sieht die Sache wiederum ganz anders aus (ja, mir ist bewusst, dass auch die Maus ein Saugetier ist, aber wenn sie sich zum Schädling entwickelt, dann werden entsprechende Mittel aufgefahren).

Sicher auch etwas scheinheilig als Fleischfresser, aber ich bin zumindest bemüht mein Fleisch hauptsächlich von Bauern aus der Umgebung zu beziehen und keinen "Fleisch Farmen" (was auch im Supermarkt klappt, da diese bei uns am Land auch von den örtlichen Bauern direkt beliefert werden und ihre Waren dort anbieten).






Freezi schrieb:
Und wenn ich u.a. daran denke, dass der beste Freund des Menschen, ein Tier dass fast überall dafür eingesetzt wird um UNS zu helfen, laut Gesetz als Gegenstand gilt, und nicht als Lebewesen, könnte ich endlos kotzen.

Da bin ich ganz bei dir. Das geht mir auch unheimlich auf den Zeiger.
 
Freezi schrieb:
Mich kotzen vor allem Menschen an denen das Leid eines Tieres egal ist!

Egal ist es mir nicht, wenn z.B. ein Vogelbaby aus dem Nest gefallen ist und sich den Flügel gebrochen hat. Klar tut mir das leid, nur denke ich halt, dass es immer auch ein Eingriff in die Auslese der Natur ist, wenn nun jemand meint, dem Tier helfen zu müssen. Beispiele dafür gibt es genug: In Berlin gehen Menschen Wildschweine füttern und lassen sich das auch nicht mehr ausreden. Im Grunde wird in Berlin alles gefüttert. Von der Straßentaube, über freilebende Katzen bis zu Füchsen. Und oft hab ich dabei den Eindruck, da gehts gar nicht so sehr um die Tiere, sondern um die Bedürfnisse der Menschen.

Und was deinen Babyvergleich angeht, natürlich tut einem auch ein Katzenbaby leid. Aber der Unterschied ist doch imo sehr groß und meiner Meinung nach nicht zu vergleichen. Hier spielt die Menschenwürde mit rein, deren natürlicher Besitz zu jedem Menschen untrennbar dazugehört. Wenn also ein Kind in einer Mülltonne entsorgt wird, dann ist das eine unfassbar schreckliche und traurige Verletzung dieser Menschenwürde. Ich bin auch nicht der Meinung, dass man Tiere als Gegenstände ansehen sollte, aber etwas Vergleichbares wie die Menschenwürde haben sie auch nicht. Brauchen sie übrigens auch nicht. :D
 
- Fleischfabriken
- Tiertransporte
- Walfang bzw. Überfischung allgemein
- Haustierhaltung (zum Teil)

Mag auf den ersten Blick banal klingen, aber wenn man sich die Zustände genauer ansieht kann man nur den Kopf schütteln. Mit welcher Überheblichkeit und Respektlosigkeit der Mensch mit Tieren umgeht, finde ich einfach nur scheußlich.

Ich empfinde eindeutig mehr Mitleid für Tiere.
 
Gerri schrieb:
Die Frage bezieht sich auch eher auf eine Theorie von mir das Menschen die in der Stadt groß geworden Tiere gerne vermenschlichen und die Leute auf dem Land die Tiere als Tiere wahrnehmen.

Das habe ich bisher ähnlich wahrgenommen, aber das hat auch wenig damit zu tun ob man nun Empathie mit ihnen empfindet oder nicht.

Mir kommt es so vor als hätte man am Land noch mehr Respekt und Bezug zu den Tieren (gut, ich spreche nun auch von einer Gegend die man wirklich noch als äußerst ländlich bezeichnen kann, mit hoher Landwirtschaftsdichte, ohne Industrielandwirte), was vermutlich zum einen daher kommt, dass man mehr "Kontakt" zu ihnen hat und es wahrscheinlich auch eine historisch bedingte Sache ist, da Nutztiere früher überlebenswichtig waren und man sich gut und mit Aufwand verbunden um sie kümmern musste, damit sie einem auch wirklich etwas bringen (egal ob nun zur Arbeit, Schlachtung oder sonstigen Verwendungszwecken).

Besonders bei älteren Menschen am Land (die Riege die den 2. Weltkrieg noch erlebt hat oder kurz danach) erlebe ich das immer wieder, dass diese eine völlige andere Einstellung dazu haben, als der früh industriell geprägte Mensch oder derjenige der die besonders "herzigen" (Haus-)Tiere dann wiederum zu sehr vermenschlicht.
 
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