Prolog – Mai 2068
Die Hitze der sommerlichen Subtropen drückt auf die endlosen Lorbeerwälder Kaschmirs. Die ledernen Blätter der Bäume und Gewächse glänzen im Kondenswasser der immensen Luftfeuchtigkeit. Es ist feucht-schwül und es sieht nach Regen aus.
Der Jhelam, ein Seitenarm des Indus, schlängelt sich gemächlich durch die immergrünen Laubwälder. Wie ein Regenwurm windet er sich durch das Pflanzenmeer, während ihm Tiere aller Arten zurufen. Das Stöhnen und Bellen zweier Muntjakhirsche im erbitterten Kampf um ein Revier drängt sich in die Kulisse. Brabbelnde und schreiende Makaken, kleine Primaten mit hellbraunem Fell und stämmigem Körper, suchen im Schatten der Wälder Schutz vor der Mittagssonne. Die kleinen Kerlchen streifen in großen Gruppen umher. Auf der Suche nach Nahrung entdecken sie allerlei Interessantes. Steine und Stöcke dienen als Spielzeug und Zeitvertreib. Einige der kleinen Makaken haben gar unterhaltsameres entdeckt: Eine ausgewachsene Wildsau von fast 160 cm Länge trottet in einigem Abstand durchs Unterholz. Ihre Hauer verschaffen ihr den nötigen Respekt und halten die lästige Affenbande auf Abstand.
Ein junges Makakenmännchen hat etwas gänzlich anderes gefunden: Der kleine Kerl stiert auf die Blüte einer Nelumbo; die Lotusblume. Die mehrschichtigen, übereinander gestaffelten Blütenblätter in rosa schillerndem Farbton und das leuchtend-gelbe Zentrum faszinieren ihn. Es scheint beinahe, als begreife er diese Blüte als etwas natürlich Schönes. So betrachtet er sie und erfreut sich an ihrem Anblick; doch macht er keine Anstalten, die Blüte anzufassen; als wolle er das zarte Pflänzchen nicht verletzen.
Sittiche und Pirolen zwitschern in den Baumwipfeln die Symphonie des Dschungels. Der kleine Affe blickt zum Blätterdach auf und lauscht dem Konzert der Vögel.
Unweit des Jhelam liegt ein See auf einem Plateau, nicht weit von Srinagar und umgeben von Bergen. „Das Juwel in der Krone Kaschmirs“, der Dal Lake. Im Norden, Osten und Süden des Sees erheben sich majestätisch die Ausläufer des Himalaya-Gebirges. Die zerklüfteten Bergmassive ragen wie gigantische Splitter aus der Erde; teils steingrau, teils mit üppiger Flora bedeckt. Der See liegt ruhig im Schoße des Himalayas. Die Laute unzähliger Tiere und das Rascheln der Blätter in der Mittagsbrise machen die Szenerie lebendig.
Das Wasser des Sees bewegt sich kaum in seinem Becken. An den Ufern schwappt es bedächtig gegen das Land.
Ein Schuss erschüttert die Ruhe. Getrieben vom durch die Vegetation schlagenden Schall setzt sich ein junges Sumpfkrokodil am Ufer des Jhelam ins Wasser ab. Gleichauf erfolgt ein zweiter Schlag, der das Juwel Kaschmirs erschüttert. Eine elektromagnetische Welle jagt in einhundert Metern Höhe über das Land hinweg.
Ein Mann auf der Flucht, so schnell er kann. Die McAllisterKampfstiefel fressen sich in den matschigen Boden. Steinchen und Dreck spritzen mit jedem Schritt auf.
US Air Force Major Chris McCollins Atmung geht schnell und laut. Seine linke Seite fühlt sich an, als stecke ein Messer darin. Höllische Seitenstiche sind das! Der Schweiz perlt von ihm, als bestünde er aus nichts als salzigem Wasser. Seine Kleidung ist durchnässt. Der stämmige Offizier mit militärisch-kurzem Haarschnitt keucht und schnauft. Er unterdrückt den heftigen Schmerz und die Seitenstiche. Doch es ist die rechte Seite, die ihm mehr und mehr Probleme bereitet. Seit dem Aufprall war dort alles ganz taub. Jetzt schwindet die Gefühlslosigkeit. Ein Bluterguss erstreckt sich von McCollins Bauchnabel bis zur Brustwarze, von der Mitte des Bauches bis zum Ansatz des Rückens. Vielleicht ein paar Rippen gebrochen. Der Bluterguss färbt sich tiefschwarz.
Schnaubend hechtet McCollin über einen dicken Ast. Er ist an die Grenzen seiner Leistungsfähigkeit angelangt.
„Jaldī se!“, tönt es in lauten Rufen durch den Wald, „schnell! Schnell!“ Der Kommandant treibt seine Männer an, den Ungläubigen zu finden. 19.000 Euro haben die Taliban auf einen Air Force Offizier ausgesetzt.
„Jaldī se!“ Das zornige Gebrüll schlägt durch den Wald wie Peitschenhiebe. Es treibt McCollin an. Schmerzen oder Tod ist die einzige Wahl, die er hat. Und Tod ist ausgeschlossen, damit würde er ein unter Tränen gegebenes Versprechen brechen.
Bilder von Jane, Sara und Jack schießen ihm durch den Kopf. Chris fragt sich, ob das bereits Sterbeerscheinungen sind. Doch er hastet weiter. Eine Momentaufnahme seiner Familie frisst sich in sein geistiges Auge. Ein Augenblick, der gute sieben Monate her ist: Es war eine Woche vor Einsatzbeginn. Eine Woche, bevor Chris seine Familie für ein Jahr verlassen würde. Er sieht seine Frau Jane, die im Hintergrund an einen Türrahmen angelehnt steht und ihre Tränen unterdrückt. Nicht, weil sie gerade erst von Chris Einsatz erfahren hat; sondern weil die Kinder weinen, weil sie es gerade erst erfahren haben. Die Trauer des vierjährigen Blondschopfs Jack presst dicke Tränen aus seinem kreisrunden Gesicht. Dann springt er auf, wirft wutentbrannt sein Spielzeug nach seinem Vater und rennt schreiend aus dem Raum. Sara, acht Jahre, sitzt da wie ein Häufchen Elend. Chris will sie trösten, doch sie schlägt nach ihm und wendet sich ab. Die Kinder haben schon einen Einsatz ihres Vaters hinter sich, dass weiß Chris. Und Jane weiß es auch und schaut ihren Mann vorwurfsvoll an. Sie macht keinen Hehl daraus, dass es sein Job ist, der die Familie droht zu zerstören. Auch wenn sie das nie so gesagt hat, nicht mit einer Silbe; Chris spürt ihre Vorwürfe, ihre Wut, wenn er sie anschaut.
Die Einsätze sind eine große Belastung für die Familie, das wusste Chris schon immer. Doch das der zweite Einsatz in diesem Punkt schwieriger wird als der erste, hätte er nicht gedacht. Dabei war damals tatsächlich Krieg, jetzt haben wir nur noch ein sogenanntes Irak-Szenario.
Chris liebt seinen Job, wird niemals aufhören Soldat zu sein. Doch die psychische Belastung ist enorm, wenn man Familie hat. Das war ihm als Junggeselle alles viel leichter gefallen.
Ein zweiter Knall holt Chris aus seinen Gedanken zurück. Der Taliban-Kommandant hat erneut seine Signalpistole abgefeuert. Das leuchtende Geschoss jagt durch die Baumkronen gen Himmel und geht in einem elektromagnetischen Impuls auf, der in alle Richtungen über das Land fegt. Dieses Mal ist die Drohne nah genug, dass Signal der Bodentruppen aufzunehmen. Sie korrigiert ihren Kurs und jagt über den Dal Lake hinweg. Sie lässt die am Nord-West-Ufer liegenden, von den auftändischen Taliban kontrollierten Dörfer Habak Homher, Handam Mohalla und Akhon Mohalla hinter sich. Ihr Ziel ist der Fuße des äußersten Himalaya-Ausläufers; der Ursprung des elektromagnetischen Signals.
Chris nimmt in seiner Hast die fast geräuschlose Drohne gar nicht wahr, die oben über das Blätterdach hinwegbraust. Am Zielpunkt angelangt, klinken sich zwei Walker der ersten Generation aus. Die schweren Kampfmaschinen jagen im freien Fall gen Boden. Sie durchstoßen das Blätterdach. Ihre mächtigen Metallpranken zerschmettern das Blattwerk, als bestünde es aus brüchigen Keksen. Die Maschinenfüße brechen beim Aufprall Äste und Stämme. Splitter fetzen durchs Unterholz. Es riecht nach Harz und nach Feuer.
Die Walker der ersten Generation sind veraltete Modelle, die dem einfachen Menschen dennoch in jederlei Hinsicht überlegen sind. Sie sind schneller, effektiver; können das vielfache ihres eigenen Gewichtes stemmen und verfügen über alle gängigen Computersysteme der 30er Jahre. Die Piloten im Inneren sind durch schwere Metalllegierungen selbst vor panzerbrechendem Beschuss geschützt. Der Walker legt sich wie ein Metallanzug um seinen Piloten; in der ersten Generation noch sehr schwer, breit und behäbig.
Umgehend übermittelt der Taliban-Kommandant alle wichtigen Informationen auf die ComLinks der beiden Piloten. Die Walker nehmen die Jagd auf.
Chris hetzt stolpernd durchs Unterholz. Seine Stiefel zertrümmern Pflanzen und Moos. Er rutscht weg, schlägt krachend gegen einen Baum. Er richtet sich auf. Er muss weiter! Der Schmerz lässt ihn stöhnen.
Im Geiste geht er alle Möglichkeiten durch. Wenn ihn die USAF eines gelehrt hat, dann, immer einen kühlen Kopf zu bewahren.
Chris könnte über seine Armbanduhr ein einfaches Hilfssignal aussenden. Doch vermutlich verfügen die Taliban über die entsprechenden Tracing-Programme. Da könnte er seinen Feinden auch gleich sein GPS-Signal übermitteln.
Eine spezielle Kontaktlinse projiziert alle wichtigen Einzelheiten direkt über Chris Sicht und lässt es somit in seine fotografische Wahrnehmung einfließen. Feindliche Hotspots sind ebenso markiert wie die nächste Medivac-Stelle.
Eine Kalaschnikow rattert. Chris macht einen Hechtsprung hinter den nächsten Baum. Dabei schneidet er sich an scharfen Gräsern die rechte Hand auf. Er sammelt sich auf dem Boden und presst sich gegen den Stamm. Erst jetzt bemerkt er, wie seine Atmung stößt. Die ausgeatmete Luft platzt im Sekundentakt aus seinem Mund. Weitere Schüsse erfüllen die Luft. Die Tiere sind längst verstummt. Doch die Schützen sind weit weg, weit über eine Meile, sagt sein Head-Up-Display; sein HUD. Noch keine Gefahr! Chris rafft sich auf und sprintet los. Das HUD ist auf „Einzelkämpfer“ geschaltet. Essbare Pflanzen und Pilze werden automatisch mit einem bläulichen Schimmer überzogen. Doch keine Zeit zum Essen! Chris wischt sich die Hand am Hemd ab. Er hat kein Versieglungsspray! Doch er ist gegen alles nur erdenkliche geimpft. Eine Infektion ist so gut wie ausgeschlossen.
Die Walker sind längst hinterher. In lockerer Formation jagen sie durch den Wald und zermahlen alles, was sich Ihnen in den Weg stellt. Gerade eben haben sie ihre Waffenbrüder zu Fuß überholt. Das Ziel ist noch 1,2 Meilen entfernt. Tendenz: Fallend.
McCollins HUD zeigt ihm, dass er in 0,21 Meilen die Waldkante erreicht hat. Dahinter bedecken weitreichende Senffelder das Land. Keine Bäume, keine Deckungen, kaum Sichtschutz. Hinter den Felder, noch 1,5 Meilen, befindet sich die Siedlung Habak Homher. Sie ist als feindlicher Hotspot eingetragen.
Chris springt über einen schmalen Bach. Er rutscht weg. Fällt ins Wasser. Schlägt mit dem Kopf auf einen Stein auf. Er rappelt sich hoch. Der Schädel brüllt. Schmerzen! Sein HUD zählt 27 Taliban-Kämpfer. Der nächste auf 1,23 Meilen. Die anderen in dichten Abständen dahinter. Keine Formation, keine Taktik. Es ist eine kopflose Hatz, wie bei einer Fuchsjagd. Chris Vorsprung schwindet. Seine Kräfte auch! Er muss weiter!
Die Bilder von Jack und Sara implodieren in seinem Kopf. Sie schreien ihn an: „Lauf, weiter! Los, lauf, du müder Sack! Lauf!“
Er läuft weiter.
Er dreht grob nach Nordwesten ab. Weg von der Waldkante, von den Siedlungen und dem Dal Lake. Er will ihn großem Bogen zurück zur Absturzstelle; zumindest in die Nähe. Denn sein Helikopter sendet auf jeden Fall ein Notsignal aus. Die Army wird definitiv nach ihnen suchen. Dafür waren Chris Passagiere zu wichtig. Zwei hohe Waffeninspekteure der UNO, die gibt man nicht einfach auf. Einen Major der USAF, seinen Bordmixer und zwei Sicherungssoldaten schon eher...aber bis auf Chris sind sowieso alle tot.
Wenn die Army in findet, dann in der Nähe der Absturzstelle. Doch Chris kann nur hoffen. Sein Schicksal liegt nicht länger in seinen Händen. Jetzt kommt es darauf an, wie schnell das Signal lokalisiert wird; und wie wichtig der Führung die Waffeninspekteure sind. Alles, was er tun kann, ist rennen.
Chris bewegt sich nordwestlich parallel zur Waldkante. Das HUD gibt die Absturzstelle mit 6,3 Meilen Entfernung an – Luftlinie. Wieder knattern Kalaschnikows auf Entfernung. Die Geschosse schlagen durch den Wald. Holz berstet. Splitter wirbeln umher. Weit weg von Chris. Dann zischt ein roter Blitz durchs HUD. Neue Feindkräfte erkannt! Zwei Walkereinheiten auf knapp über 0,5 Meilen – direkt hinter Chris! Sie holen auf!
„Scheiße!“, prustet Chris. Das war's! Es ist fast, als würde eine Schildkröte vor einem Geparden davonlaufen.
Das HUD lässt die Entfernungsziffern der Walker in blutrot erscheinen. Sie sind bei 0,48 – dann 0,47. Chris drückt sich zwischen zwei eng stehenden Bäumen durch. Seine verletzte Seite stößt gegen den Stamm und reagiert mit entsetzlichen Schmerzen. Chris stöhnt auf und unterdrückt den Laut. Er kommt zum stehen. „Kurz, Junge, ganz kurz stehen bleiben! Du brauchst ein Pause!“, sagt er sich. Walker auf 0,41. Jetzt 0,4.
„Du musst weiter!“, Todesangst ist das einzige, was ihn noch antreibt. Er bringt seine schweren Beine in Bewegung. Seine Lungen schmerzen wie bei starken Hustenreiz.
McCollin stolpert mehr durchs Unterholz als das er rennt. Sein Blick verdunkelt sich - Tunnelblick. Er stürzt. Sein Gesicht schlägt hart auf. Chris schmeckt Dreck und Blut. Seine Sinnesorgane nehmen ein Chaos aus Schmerzen und Scheiße wahr. Sein Gehör hat sich fast verabschiedet. Die Umgebung nimmt er nur noch schemenhaft wahr. Die Farben sind ausgeblichen, die Ränder verdüstern sich mehr und mehr. Irgendwo jagt eine Kalaschnikow tödliche Geschosse durch den Wald. Noch weit weg – oder schon ganz nah – Chris kann es nicht mehr unterscheiden. Im Sekundentakt schlägt die Atemluft aus seinem Mund. Sein Herz rast. Frost überkommt ihn. Blitzartig zuckt sein Körper.
Tränen laufen über seine Wangen. Er drückt sein Gesicht in den Boden. Der matschige Untergrund dringt ihm in Nase und Mund. Jane erscheint vor seinem geistigen Auge. Sie ist so wunderschön. Schulterlanges, blondes Haar. Üppiger Busen. Schlanke Taille. Sie schüttelt enttäuscht den Kopf. Keine Tränen, keine Trauer in ihrer Mine. Nur Enttäuschung.
„Ich habe es gewusst, Chris. Du lässt deine Familie im Stich. Ich hab's gewusst!“
Chris heult lautstark. Doch er kann nicht mehr aufstehen. Die Schmerzen lähmen ihn. Er dreht sich auf die gesunde Seite, krümmt sich und zuckt. Er schreit lauthals auf. Walker auf 0,3 Meilen.
Ein Eurofighter M53 der europäischen Streitkräfte knallt in tausenden Metern Höhe über die Baumwipfel hinweg. Der Schall bringt Chris Trommelfell fast zum platzen. Keine Sekunde später verschwinden alle 29 Ziele auf dem HUD. Status: Vernichtet. Chris sieht sich selbst, wie er daliegt und weint und heult und am Ende aller Kräfte ist. Dann verschwimmt das Bild. Alles verschwimmt, wird düster, dann wieder hell. Das Antlitz McCollins löst sich auf. Die einzelnen Partikel verteilen sich im Raum, ändern Farbe und Form, fügen sich wieder neu zusammen. Sie werden zu Janes Antlitz. Sie weint.
Jane steht Chris gegenüber. Sie kann ihre Tränen nicht unterdrücken. Das Wasser tropft ungehemmt ihre schmalen Wangen hinab.
Chris ist zurück im Jahre 2074. Der Tagtraum ist vorbei. Kaschmir – das war eine dreckige Geschichte.
„Und das war's jetzt? Ende der Diskussion oder was?“, stellt sie mit zitternder Stimme fest.
„Honey, es ist das letzte Mal! Nur noch dieser Einsatz!“
„Das letzte Mal! Das letzte Mal! Das hast du vor Kaschmir auch gesagt! Und dann standen plötzlich diese Militärs und der Priester vor der...“ Sie muss ihren Satz abbrechen; hält sich eine Hand vors Gesicht, um der Gefühle Herr zu werden.
„Weißt du, wie das war, als sie mir sagten, du seist tot?!“ Sie keift ihn an in all ihrer Wut.
„Aber es war doch nicht so!“
„Ich habe vier beschissene Tage lang geglaubt, dass du tot bist! Und die Kinder...“
„Es ist doch das letzte Mal. Und es ist nicht für die Army! Es ist doch was ganz anderes!“
„Es ist wieder über ein Jahr! Ein beschissenes Jahr! Und diese Raumfahrtsache ist auch nicht besser! Da ist schon so viel passiert! Aber das interessiert dich ja nicht! Dich interessiert nur die scheiß Kohle!“
„Aber...“
„Nein! Weißt du was? Fick dich! Fick dich! Ich hab das oft genug mitgemacht!“
„Es ist doch das letzte Mal! Danach haben wir ausgesorgt“, fleht Chris.
„Nein!“, schreit sie, so laut sie kann. Ihre Augen sind gerötet. Nein!“ Dann bricht ihre Offensive zusammen. Ihre bis dato aufbrausende Körperhaltung sackt in sich zusammen. Chris nimmt sie in den Arm. Sie weinen beide. Jane schluchzt wie ein Schulmädchen. Dann schaut sie mit blutunterlaufenen Augen zu ihm auf.
„Du erklärst es den Kindern.“, fordert sie bestimmt.