Wargroove PS4
Ein taktisches RPG auf der PS4, auf sowas hab ich gerade eh richtig Bock. Das Spiel an sich ist natürlich kein Final Fantasy Tactics oder Ogre Battle, sondern eine sehr sehr leichte Version eines Tactic RPGs. Man wählt am Anfang den SG aus, kann diesen allerdings jederzeit anpassen. Das eigentlich ganz gut, wieso es aber wichtig ist, dazu später. Story ist irgendwie egal, König stirbt, Tochter zieht mit dem Diener los um die Welt vor dem Bösen zu retten. Nach und nach trifft man auf weitere Begleiter, die je zu einem unterschiedlichen Volk gehören und daher auch spezielle Fähigkeiten haben.
Jeder "Held" kann nach einigen wenigen Zügen eine Art "Spezielangriff" loslassen. Diese fallen recht unterschiedlich und auch sehr nützlich aus, wie z.b. ein Zauber der es erlaubt das gewisse Einheiten zweimal pro Runde angreifen können, oder das die Einheiten extra Verteidigungspunkte bekommen oder das ihr tote Einheiten wiederbeleben könnt. Das verleiht dem Spiel etwas taktische Tiefe, andere Punkte bezüglich taktischer Tiefe gibt es nämlich nicht. Das Spiel ist für Anfänger perfekt, da es weder Klassen, States, spezielle Waffen oder Rüstungen gibt. Einzig das Schere Stein Papier Prinzip der Einheiten gegen Gegner wie man es aus Titeln wie Fire Emblem kennt gibt es hier. Das ist der einzige Punkt bei dem man etwas überlegen muss, sonst kommt man relativ schnell durch das Spiel. Speziell auf dem leichtesten SG gibt es wirklich gar keine Probleme. Gut? Eben nicht. Das der Knackpunkt am Spiel. Man kann das Spiel auf 3 verschiedenen SG Stufen spielen und bekommt nach jeder Mission ein Sterneranking, von einem Stern auf einfach bis 3 auf Schwer. Eigentlich dacht ich das es egal ist aber am Ende kommt dann der Knall. Man beendet die letzte Mission, bekommt ein offenes aber doch offensichtliches Ende und kann dann die geheime "echte" finale Mission spielen. Das geht aber nur wenn ihr 100 Sterne habt. Wieso? weiß kein Mensch. Jedenfalls merkt man nun erst das man einige Missionen auf höheren Stufen nochmal unnötig spielen muss um die geforderten 100 Sterne voll zu bekommen und dann wenn das echte Ende zu sehen. Hab ich nicht mehr gemacht. Was passiert kann man sich eh denken denn story technische Überraschungen oder große Plots gibt es hier eh nicht. Daher hab ich mir das geschenkt. Leider ein echter Minuspunkt. Sonst ist das Spiel schon nett für Einsteiger. Es wird einem nicht zu viel abverlangt. Die Mechanik ist einfach, Story nett und Grafik putzig. Wer sich im Bereich Tactic RPGs mal ausprobieren will kann hier einsteigen und sich etwas amüsieren.
Castlevania Reborn NES
Ein weiterer Castlevania Hack für den NES. Recht aktueller Hack der aber das Rad nicht neu erfindet. Die Level sind alle anders, untermalt mit neuer Musik. Als Hack ist das Ding schon recht gut umgesetzt, kein großes ruckeln oder Aussetzer konnte ich feststellen. Es gibt auch neue Bosse und auch der final Boss, Dracula, wurde etwas neu gestaltet. Das alles nichts großes, fängt aber das Castlevania Flair super ein. Für mich als großen Castlevania Fan ist es immer wieder schön ein neuen Hack zu spielen der auch ausnahmsweise mal was taugt. Wie gesagt, schönes Spiel der Reihe für Zwischendurch. Mehr nicht.
Holy Diver NES
Ein Plattformer auf dem NES. Meine Fresse. Ich kann schon mal sagen, das schwerste und teilweise unfairste Spiel was ich je auf dem NES gespielt hab. Das Ding an sich gilt wohl als echter Geheimtipp im NES Bereich aber ich weiß nicht genau wieso überhaupt. Wie erwähnt, das Ding ist einfach sack schwer. Nicht mal weil jeder Gegner gefühlt random auf einen zugeflogen kommt, dann auch noch so viel aushalten, nein, sondern wegen
dem Sprungverhalten des Charakters. Da muss man sich richtig dran gewöhnen und mit klar kommen. Das nervt aber schnell so hart, besonders weil man beim Treffer vom Gegner in bester Castlevania" Manier nach hinten gestoßen wird und dagegen rein gar nichts machen kann. Da viele Level sehr viele Sprungpassagen haben stirbt man hier echt mehr durch den Fall in ein Loch bedingt durch diesen Rückstoß als durch einen eigenen Fehler oder sowas. Heißt, gegen viele Tode kann man einfach nichts machen, daher wirkt das Spiel echt unfair. Es gibt einige nette Mechaniken wie den Einsatz von Eis, Feuer oder sonst was die euch durch die Level helfen aber sonst würde ich das Ding wirklich nur Leuten empfehlen die eine hohe Frustgrenze haben.
Super Fantasy Zone
Ein Klassiker auf dem Mega Drive den ich mir dann vorgenommen hab. Ich hab bewusst nicht die Master System Version gezockt da die Mega Drive Version flüssiger läuft und natürlich auch besseren Sound und Grafik hat. Joa, Spiel hat echt gefetzt. Ihr fliegt mit dem kleinen "Ding" Opa Opa durch die Level, müsst bestimmte Gegner abballern, so dass danach der Boss der Stage getriggert wird. Spielerisch ist das so einfach wie genial. Ihr müsst im Kern nicht viel machen, die eigentliche Aufgabe aber ist doch recht fordernd. Die Gegner sind schon recht clever platziert und ihr sterbt schon nach einem Treffer. Daher müsst ihr immer auf der Hut sein wie ihr durch die Level kommt. Es gibt auch einmal pro Stage ein Shop in dem ihr euch mit temporären Upgrades wie Missiles, Extra Schild usw eindecken könnt. Die Bosse sind ebenfalls alle sehr fair außer ein bestimmter. Das auch der größte Kritikpunkt den ich zu bemängeln hätte. Habt ihr bei einem Boss nicht ein gewisses Upgrade habt ihr so gut wie keine Chance. Während alles andere hart aber fair bleibt ist der Boss wirklich ein Upfuck und für mich nachzuvollziehen wieso man sowas einbaut. Grafik ist hier mit ein Highlight. Das wirkt alles als wäre eine japanisch bunte Bonbon Tüte geplatzt. Alles wirkt bunt, lustig, fröhlich. Dazu die Musik, da kann man eigentlich nicht aufhören zu lächeln. Spiel fetzt einfach und ist für Zwischendurch perfekt. Man ist nach ca einer Stunde durch ohne sich wirklich anstrengen zu müssen, von dem einen Boss mal abgesehen.
Shadow of the Ninja NES
Shadow of the Ninja ist ein Plattformer im Ninja Gaiden Stil. hr springt, hüpft und schlagt euch in bester Manier durch die Level. Hat mir extrem gut gefallen. Ist halt immer interessant zu sehen wie viel wirklich gute Spiele es auf dem NES gibt und wie viel ich noch gar nicht kenne. Das hier ist eins davon. Auch wieder das Prinzip, das Spiel macht eigentlich nichts neu aber das was es macht sitzt wirklich gut. Die Sprungeinlagen sind tight, der SG perfekt. Grafik und Sound motivieren, die Gegner und Bosse machen Spaß und wirken nie unfair. Mit etwas Skill kommt man hier sehr gut durch. Wüsste nicht was man daran groß aussetzen kann, Fans von sowas können locker ran und Spaß haben.
Vice Project Doom NES
Gleich vorne weg, für mich der mit beste Plattformer auf dem NES. Nicht mal weil die Grafik überragend ist, oder weil die Level alle sehr unterschiedlich sind und man jedesmal was neues geboten bekommt oder weil die Musik ein richtig packt sondern klar wegen der Darstellung bzw "Erzählweise". Man bekommt für NES Verhältnisse richtig viel geboten. Das Intro und Outro wirken schon massiv. Das muss man natürlich alles in Relation zu heutigen Spielen sehen aber hier wird richtig aufgefahren, die Story wird durch Animationen und Sprachausgabe wiedergegeben. Auch nach jedem Level gibt es eine "Zwischensequenz" die die Story weiter treibt und sogar einige Plots bietet. Alles wirklich sehr sehr geil gemacht. Wie sowas auf ein Modul gepasst hat, keine Ahnung. Aber auch egal. Spiel ist wirklich mega gut, in allen Punkten. Muss man mal gespielt haben, ist auf einer Stufe mit Größen wie Blades of Steel 1 oder 2.
Siedler 2
Ach, wie gut ist das Spiel heute noch. Alle paar Jahre packt es mich einfach und ich hab Bock auf Siedler. Ich nehme wenn immer Teil 2 da dieser für mich mit Abstand der beste Teil der Reihe ist. Ich liebe einfach solche Wuselspiele bei denen man nicht groß überlegen muss und sich einfach berieseln lassen kann. Siedler 2 macht das in Perfektion. Zu sehen wie aus dem Zentrum die ersten Häuser entstehen, wie der Fischer das erste Mal los läuft, wie der Förster den Wald wieder aufforstet oder der Geologe das erste Mal raus geht um Kohle, Stahl oder Gold zu finden. Es ist für mich einfach jedes Mal eine Wonne zu sehen wie die Stadt wächst, wie nach und nach Soldaten in die Burgen kommen, die dann durch großen Aufwand zu Generälen werden
oder zu sehen wie einige Produktionswege einfach nicht abgelaufen werden und man dann einfach die selbe Straße daneben nochmal bauen muss nur damit das Mehl zum Bäcker kommt... Alles ist so wunderschön einfach und beruhigend. Die Musik ist schon schön und kann man ohne Probleme nebenbei laufen lassen aber am besten kommt das Spiel rüber wenn man einfach dem Treiben lauscht, ohne Musik. Die Vögel zwitschern, das Geräusch beim sägen eines Baumes ertönt oder man hört das knarren der Mühle wenn das Stroh bearbeitet wird. Ach, das Spiel liebe ich einfach. Teil 3 war vllt in einigen Punkten besser, aber rein vom ganzen, vom Feeling und dem berühmten Wuselfaktor her ist Teil 2 immer noch das beste Gesamtpaket. Wirklich ein all time Klassiker.