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Hab jetzt mit angefangen und bin im 3. Fall.
Ich liebe das Setting und habe schon zu Para vor paar Tagen gemeint, wäre da mal ein richtig guter Entwickler dran, dann würds einfach epic...
Ich bin ja dankbar das sich immerhin so kleinere Studios dran versuchen, aber es ist einfach verschenktes Potential.
Aber zurück zum Spiel. Story ist interessant und Tatort untersuchen und dann herleiten wie was passiert ist, kennt man schon von den Sherlock-Titeln. Gameplay bzw. Kampfsystem ist nicht so schlimm wie erwartet, aber ich hatte schon bei Deadly Premonition meinen Spaß mit, daher bin da wohl kein Gradmesser.
Das Anfangsgebiet mit dem Hafen ist super. Schön trashig atmosphärisch, aber wenn es dann rein in die Stadt geht... Purer Mist. Viel zu groß und passt einfach nicht zum Setting. Alles wirkt wie Copy and Paste aus dem Baukasten. Viel zu überladen und das zerstört einfach die Atmo komplett. Wie gesagt Anfangsgebiet super und auch wenn es in die Tiefen geht.
Die NPCs die einfach nur da sind in der Stadt, sind auch unpassend wie sonst was. Ich mein an jeder Ecke fegt der gleiche Typ die Straße, auch bei Regen. Oder jemand lest Zeitung oder steht mitten auf der Straße und lest ein Buch... natürlich bei Regen. Dann laufen Anhänger eines Kults einfach so rum wie alle andere und man interagiert mit gar niemanden.
Die Nebenmissionen wie für den heimischen Arzt nen Patient aufsuchen ob alles ok ist (natürlich nicht) sind nett und atmosphärisch (Keller untersuchen), Story wie eingangs erwähnt auch motivierend.
Es gibt einstellbaren Schwierigkeitsgrad aufgeteilt in Rätsel und Kämpfe. Habe bei beiden auf Schwer gestartet. Mittlerweile habe ich Kämpfe auf normal runtergestellt, da manche Begegnungen einfach schnell stressig werden können. Ich spiel sonst alles auf Schwer, aber es ist eben kein Action-Game. Es nervt einfach wenn du noch dabei bist eine Tatort zu untersuchen und du dann ständig durchs haus flüchtest, weil die Gegner zu viel Munni fressen und du keine mehr hast. Rätsel lass ich auf Schwer, benötige keine helfende Hinweise.
Nochmal zum Kampfsystem, die Entwickler haben sich beim Crafting "etwas" an TLoU orientiert. Du findest Schießpulver und Hülsen und baust dir dann (jederzeit schnell im Menü) Kugeln, Flaschenbomben, Fallen und Medi-Spritzen. Die Teile findet man in der Spielwelt, in Spinden oder Mülltonnen usw. Wenn man nach einiger Zeit an Kisten oder Tonnen zurückkehrt, sind diese wieder aufgefüllt.
Achja, gibt ähnlich wie in Eternal Darkness (aber bei weitem nicht so cool und atmosphärisch) auch Visionen wenn deine Psycho zu stark belastet wird, dann erscheinen auch so Schattenwesen. Man hat dafür Spritzen (kann man finden oder selber bauen) und spritzt sich dann etwas um die Psyche wieder zu stabilisieren.
Jo, es gibt echt nette Ideen und so, aber man merkt halt wer es entwickelt hat. Auch wenn ich die Sherlock-Spiele mag und die Semi-Open-World dort gut finde, so ist sie hier einfach sehr schlecht designt. Zu groß, zu belanglos und einfach irgendwie zusammengeklatscht. Kleiner wäre hier viel viel stimmiger gewesen. Jo die Bootsfahrt ist ok, schade das es keine Minimap gibt, ständig ins Menü ob man die richtige Abzweigung nimmt nervt, da hilft der Kompass auch nicht viel.
Noch kurz zu den NPCs die an jeder Ecke zu finden sind. Finde total schade das die einfach nur Platzhalter sind. Die eine verwarloste Trulla fragt mich ob ich etwas Spaß habe möchte, aber man kann nix erwiedern geschweige denn zur Sache kommen. Oder jemand der im Strassengraben liegt bittet dich um eine Spende, nur kann man einfach gar nicht interagieren und dem was geben. Ziemlich mieses Gefühl dann einfach ohne Reaktion weiter zu gehen...es ist halt alles zu viel gewollt, aber nix so richtig gut gekonnt. Sehr schade.
Was ich ganz nett finde, man kann manchmal etwas freier entscheiden. Bei Fall 1 muss man nen Mord am Sohn einer wichtigen Persönlichkeit rausfinden, am Ende löst man den Fall und kann dem Typen nun die Wahrheit erzählen oder Lügen, hat dann auch ne kleine Auwirkung auf nen anderen Chara und vielleicht auch ne größere da es wohl mehrere Enden geben soll. Aber ich spiele blind, von daher abwarten.
Habe weitergespielt und bin jetzt glaub beim 5. Fall. Gehören alle mehr oder weniger zusammen zur Hauptstory, also nicht wie beim glaub vorletzten Sherlock wo es unabhängige Fälle waren. Was soll ich sagen, meine angesprochene Kritik ist weiterhin vorhanden, aber es macht mir mittlerweile Spaß da ich die Geschichte immer interessanter finde und es mich motiviert die Tatorte zu untersuchen.
Den SG der Kämpfe habe ich auf leicht gestellt, die Gegner fressen einfach viel zu viel Kugeln. Jedenfalls die etwas größeren
Ach ja, die Atmo in manchen Nebenmissionen ist echt nice und ich hatte gerade echt mit einer Entscheidung beim Hauptfall zu kämpfen. Du musst dich zwischen zwei Möglichkeiten entscheiden und beides ist irgendwie nicht toll, entweder gibt es ja nur gut und schlecht, hier muss man bei beiden gewisse Opfer bringen. Fand ich mal interessant gemacht.
). Die wahre Stärke des Spiels sind aber die Entscheidungen. Es gibt einige wo ich den Spielstand nacher nochmal geladen habe, um mich doch nochmal anders zu entscheiden. Bringt nur nicht viel, da man sich trotzdem mies fühlt... Es gibt nämlich keine wirkliche gute oder schlechte Entscheidung im herkömmlichen Sinne, sondern eher schlecht und etwas schlechter, aber es ist nachvollziehbar und passt zum Kontext. Es ist glaubwürdig und es muss nicht immer eine erzwungene gute Seite geben damit man sich besser fühlt.The Sinking City (PS4)
Hier bin ich bereits ausführlich auf die Stärken und Schwächen des Titels eingegangen:
Nun, nachdem ich vor ca. 3 Wochen das Spiel inkl. aller Enden, abgeschlossen habe, würde ich gerne ein letztes kurzes Fazit ziehen.
Das Spiel ist trotz aller offensichtlicher Mängel bisher meine Überraschung des Jahres und hat sich einen Platz in den Top 10 verdient. Warum? Weil es inhaltlich voll überzeugt. Die Story bleibt über das gesamte Spiel interessant und spannend. Dazu gibt es einige richtig gute (wenn auch leider zu kurze) Nebenmissionen (Quiet Please). Die wahre Stärke des Spiels sind aber die Entscheidungen. Es gibt einige wo ich den Spielstand nacher nochmal geladen habe, um mich doch nochmal anders zu entscheiden. Bringt nur nicht viel, da man sich trotzdem mies fühlt... Es gibt nämlich keine wirkliche gute oder schlechte Entscheidung im herkömmlichen Sinne, sondern eher schlecht und etwas schlechter, aber es ist nachvollziehbar und passt zum Kontext. Es ist glaubwürdig und es muss nicht immer eine erzwungene gute Seite geben damit man sich besser fühlt.
Bei allen vorhandenen Schwächen, hatte ich letztlich ne menge Spaß und war immer motiviert weiterzuspielen, auch wenn das Spiel es einem damit oft nicht leicht machte.
Zu den Enden noch kurz, die Sequenzen hätten gerne länger gehen können. Es gibt nichts unbefriedigendes als ne 5 Sekunden Endsequenz...nächstes mal Kojima-Style bitte.
Oh, ein Lovecraft-Game von Kojima. Dat wäre doch was. "Call of Silence" oder "Quiet Mountain (of Madness)" oder sowas.
Hattest du auf Deutsch gespielt? Wenn ja, ertragbar? Hab erst komplett auf Englisch gestartet und schnell gemerkt, dass mir das auf Dauer doch zu anstrengend werden könnte.

The Last of Us Remastered
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Kaum vorstellbar, aber nach über 22 Jahren des Zockens ist die Playstation 4 meine erste Konsole von Sony und The Last of Us Remastered quasi mein Einstieg in die Welt von Kreis, Viereck und Co.
Und was für ein Einstieg war das!
Über die Story und das Gameplay brauch ich wohl kaum Worte verlieren, da hier im KT wohl fast jeder das Spiel schon gezockt hat.
War ich nach dem überraschenden Prolog noch hooked, hat sich das in den ersten ein, zwei Stunden etwas verlaufen. DAS soll das hochgepriesene The Last of Us sein? Wirklich? Ich hab mich schon dabei gesehen, wie ich die kommenden 10 bis 15 Stunden mich von Deckung zu Deckung hangel, mal schleiche, mal schieße und nur drauf warte, bis die Story vorangeht.
Habe ich mich geirrt. Zum Glück.
Selbst über 6 Jahre nach dem Original und 5 Jahre nach dem Remaster hat mich das Spiel auf jeder Ebene begeistert.
Die Grafik und die Atmosphäre war selbst auf der Slim fantastisch, das Leveldesign immer stimmig und sinnvoll mit dem Gameplay verbunden.
Das Storytelling hat mich in seinen Bann gezogen und war trotzdem niemals so überladen, dass ich geglaubt habe, einen interaktiven Film zu spielen, trotz filmreifer Inszenierung und Darstellung. Auch die Charaktere waren für mich in ihrem Handeln immer glaubhaft.
Das entscheidende ist aber, dass es Naughty Dog geschafft hat, all diese einzelnen Elemente zu einem großen Ganzen zusammenzufügen und daraus ein packendes und eindrucksvolles Spiel zu machen.
Der kleine Cliffhanger am Ende macht das Warten auf Teil 2 nicht einfacher.
Aber dann geht's wieder rund oder um es mit Ellie zu sagen:
"I'm gonna find... and I'm gonna kill... Every. Last. One of them."
9,5/10
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