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KT Durchgespielt! - Der Thread! (1 Betrachter)

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Die Länge ist für dieses Spiel genau richtig. Es erzählt eine melancholische, traurig schöne und ruhige Geschichte, die vor kreativen Ideen nur so strotzt und deren Symbiose aus passiver Narration und aktiven Spielelementen wunderbar funktioniert. What Remains of Edith Finch ist dahingehend sicher auch einen Schritt weiter und reifer als die "Walking Simulatoren" der letzten Zeit, weil es mich die Ereignisse nicht nur im Vorbeigehen angucken lässt, sondern weil ich sie als die Charaktere selbst in ihrer jeweiligen Vorstellung erleben kann.

Und diese Vorstellungen sind märchenhaft, absurd, kindisch, fantasievoll, tragisch - und allzu häufig vielleicht mit dem eigenen Selbst vergleichbar. Sie können spaßig sein, traurig, gefährlich oder ernst. Sie verursachen einen Klos im Hals oder ein Grinsen im Gesicht. Und doch führen sie alle zu dem einen Ende, dass auch mich selbst ereilen wird. Dennoch bietet das Spiel viel Raum für Interpretation, für die eigene kreative Vorstellungskraft, wie viel Realität und wie viel Fiktion hinter den Finches und ihrer Geschichte steckt.

Die Szenerie ist wunderschön gestaltet, die Grafik sauber, der Soundtrack von Jeff Russo passend, dezent eingesetzt und die sentimentale Stimmung auffangend. Zudem gibt es stilsicher und sogar im Kontext der Geschichte eingebettet Verweise und Verbindungen zum Vorgänger "The Unfinished Swan", das rückblickend gar unter neuem Licht begutachtet werden kann.

What Remains of Edith Finch ist sicher kein Spiel für jeden, wie es eben bei den meisten Spielen dieser Art so ist. Außerdem ist es für sich ein eher einmaliges und einzigartiges Erlebnis, dessen Wiederspielwert trotz der kurzen Spielzeit von etwa zwei Stunden eher gering ist. Trotzdem kann ich nur jeden bitten, die Entwickler von Giant Sparrow mit einem Kauf zu unterstützen. Sie haben hier ein kleines Meisterwerk geschaffen, das Aufmerksamkeit verdient. Ich jedenfalls werde das Haus der Finches nicht so schnell vergessen und sicher irgendwann noch einmal an deren Haustüre klopfen.

10/10

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Ja, ich warte auch. Aber auch nur weil The Unfinished Swan im Nachhinein ziemlich schlecht war und ich damals zum Release zugeschlagen habe. Bin gespannt, ob diesmal mehr als eine gute Idee dahintersteckt.
 
Batman Arkham Origins. Besser als erinnert, was auch an dem grauenvollen Arkham Knight liegen kann. Bis auf Enigma alle Most Wanted gemacht und die Story beendet und das Spiel zeigt eine Completitionrate von 36% an. Was zur Hölle ist denn da noch alles zu tun, wenn alle Story- und Sidequests grad mal ein Drittel ausmacht?
 
Super Metroid gerade nach 6 Stunden und 52 Minuten beendet. 72% aller Items laut Anzeige eingesammelt. Was soll ich sagen? Mein doch durchwachsender Eindruck hat sich leider bestätigt. Hatte immer das Gefühl das hier irgendwas fehlt. Das Leveldesign ist genial, die Items und neuen Wege die sich erschließen passen perfekt zusammen aber das ganz große, die Atmosphäre fehlt mir hier. Irgendwie wirkt das auf mich alles zu wenig. Fusion hat gezeigt wie es gehen muss. Da war alles perfekt. Hier fehlt es irgendwie. Die Musik packt mich nur halb und nur ab Ridley kommt da sowas wie Flair auf. So groß wie das Spiel gemacht wird ist es nicht. Nur beim Final Boss ist es dann das was ich mir vom ganzen Spiel erwartet hab: Ein Meisterwerk.

Auch der Vergleich zwischen Castlevania Synphony of the Night und Super Metroid, welches Game nun besser ist, geht hier klar an Castlevania. Das ist das Spiel wo wirklich alles zusammen passt. Wo mich die Stimmung vom Anfang bis zum Ende packt, die Musik in jedem verdammten Raum so stimmig ist und die gesamte Atmosphäre einfach einzigartig ist. Wo ich persönlich immer das Gefühl hatte Videospielgeschichte zu spielen. Ging mir wie gesagt bei Super Metroid nur am Ende so. Nicht das ich es bereue, alles andere ist erste Klasse, aber fürs persönliche Empfinden hat was gefehlt.

Ach und noch der größte Kritikpunkt: Wieder muss man am Ende unter Zeitdruck vom Planeten fliehen, schon mal gut das man den Boss nicht unter Zeitdruck machen muss aber dieses ewige "du musst sofort weg" nervt tierisch. Zumal das hier echt nervig und schwer gemacht wurde. Hat irgendwie auch nicht richtig gepasst.
 
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Und das war es dann nach rund 60 Stunden :( Dieses Wochenende hab ich tatsächlich Horizon Zero Dawn durchgespielt und muss mich von der Aloy und der Welt in der sie lebt verabschieden.

Für mich wohl das Game des Jahres. Ich hatte eigentlich "nur" ne Grafikbombe ohne viel Tiefgang erwartet die mich nach 20 Stunden vielleicht schon langweilt. Bekommen hab ich ne Grafikbombe die in einer mich unheimlich faszinierenden Welt spielt über die ich immer mehr erfahren wollte. Stand die erste Hälfte des Spiels eher unter dem Gesichtspunkt "Hier bist du und jetzt erkunde erstmal wo du bist", haben sich in der zweiten Hälfte immer mehr Geschichten und Handlungsstränge zusammen gefügt und zu einem verwoben. Im letzten Drittel war ich total angefixt von der Story und wollte immer mehr erfahren was passiert war. Klar gibt es keinen Inovationspreis für die Story, für mich fühlte sie sich aber dennoch frisch und immer interessant an und zählt für mich zu den besseren ihrer Art. Durch die unzähligen Audiologs, Tagebücher und Zwischensequenzen sind mir die Personen der Handlung absolut ans Herz gewachsen bzw. ist es GG gelungen hier wirklich gut die letzten Tage der Menschheit vor der Apokalypse rüber zu bringen. So was würde ich mir auch in Kinoform anschauen.

Aber es ist dann eben nicht nur die übertrieben und stehts top of the pops aussehende Grafik sondern auch das Kampfgameplay zusammen mit den abwechslungsreich und toll designten Robodesign. Bis zum Schluss hat mir jeder Kampf Spaß gemacht und mich nicht gelangweilt. Das einzige was ich mir am Ende nicht mehr geben wollte, waren die Loge Jagdaufträge. Aber mich hatte es dann auch gepackt, da ich wissen wollte wie alles zu Ende geht und war dann nach dem Finale und Abspann einfach tief zufrieden und habe Abschied von Aloy genommen. Danach nochmal weiterspielen hätte sich falsch angefühlt. Ich mag neue IPs ohnehin lieber wie bestehende, aber dass GG hier so ein Brett hinzaubert ohne vorher in irgendeiner Form mit Action-Adventures in Berührung gekommen zu sein ist schon irre. Hätte ich nicht erwartet. Insbesondere eben die Tiefe der Story, in deren Verlauf sogar erklärt wurde, weshalb die Robos nach Tieren und Dinos aussehen. Das ist so einer der Pflichttitel, die jeder PS4ler eigentlich gespielt haben sollte. Auch wenn auf den ersten Blicke vieles an Ubititel erinnert, fühlte es sich für mich eigentlich nur selten danach an. So hat man zwar typische OW Beschäftigungsaufgaben übernommen, aber diese eben nicht bis zum Exzess ausgereizt. So war z.B. jeder Ritt auf einem der "Türme" ein Erlebnis. Es waren glaub ich dann auch nur 6 oder 7. Dazu gab es manchmal auch besondere Umstände, so dass man nicht einfach drauf steigen konnte. Ähnlich bei den Produktionsstätten der Dinos. Hier hatte ich eigentlich erwartet, dass diese sich alle sehr ähnlich sind. Aber im Gegenteil, hier gab es kein copy & paste sondern alle waren individuell aufgebaut. Mal kurz, mal lang. Okay, ich könnte jetzt noch ewig weiterschwärmen, aber ich denke man versteht was ich ausdrücken möchte. :huldig::liebe: Nach The Witcher 3 dürfte dieses Spiel bisher auf auf Platz 2 meiner persönlichen Games of the Gen Liste Platz nehmen. Das Spiel hat bei mir einfach viele Nerven getroffen. Zum einen bin ich doch ne Grafikhure und wenn ich selbst noch nach 60 Stunden ständig in den Fotomodus wechsle weil ich dermaßen fasziniert bin von dem was ich da sehe, dann hat man da einiges richtig gemacht. Zum anderen mag ich Games mit flüssigem und abwechslungsreichem Gameplay. Und gerade das Gameplay und die verschiedenen Herangehensweisen bei den Kämpfen waren eben auch ein Glanzpunkt des Spiels. Immerhin geht es immer noch um das: Das Spielen. Und die Kämpfe waren einfach immer spaßig bis zum Schluss. Tja und dann eben noch das Erkunden einer neuen Welt und erforschen ihrer Geheimnisse. Auch hier hat GG es geschafft einen tollen "Spannungsbogen" aufzubauen. Von den kleinen Anfängen im Tal und dem nach und nach kennenlernen aller Kulturen, bis hin zum großen Ganzen am Ende gepaart mit menschlichen Schicksalen gab es gegenüber vielen anderen OW Titeln für mich eben immer ein wichtiges Ziel. Ein zweiter Teil dürfte es da bei mir schwer haben, da ich denke dass der sense of wonder sich damit verbraucht hat. Ähnlich wie Alan Wake wird diese Teil einfach für sich alleine stehen bei mir.

Mach es gut Aloy und sieh immer zur Sonne!
 
Nioh

Das erste Drittel hat mir noch großen Spaß gemacht. Die Thematik des Spiels, also der ganze Nippon-Kram wurde sehr gut eingefangen. Das viel gelobte Kampfsystem, welches meine Hauptmotivation für den Kauf des Spiels nach der Alpha/Beta war, hat dann irgendwann aber leider seinen Reiz verloren und konnte mich nicht mehr groß motivieren. Man hatte es irgendwann drin und es entwickelte sich auch nicht weiter. Also musste der Rest liefern, hoffte ich.

Hatte dann als Horizon und Nier erschien, eine längere Pause eingelegt und dann jetzt das Game durchgeknüppelt. So mit etwas Abstand, merkte ich, was mich so alles am Spiel nervt. Die Gebiete sind zu klein, kein motivierendes Erkunden möglich. Es fehlt jede Überraschung oder Belohnung. Ja man findet neue Ausrüstung aber 90% davon hab ich entsorgt oder liegen gelassen. Dann gibt es noch die Bosse, aber die taugen auch gar nichts. Absolut belanglose Stangenware mMn. Sidequest hab ich bis zum Ende auch alle gemacht, aber außer das gleiche Gebiet der Hauptmission nochmal abzugrasen, diesmal von einem anderen Startpunkt aus und mit anders plazierten Gegnern, ist da auch nix. Oder ein Arenakampf.

Story hab ich irgendwann nur noch weggedrückt. Das letzte Gebiet war dann auch der größte Witz des Jahres. Optisch sah es zwar echt nett aus, aber das man vier Bosse, die man davor schon gelegt hat, vor dem Endboss nochmal vorgesetzt bekommt ist echt schwach. Der Endfight Part I war schnell vorbei und dann kommt mit Part II dieses witzlose Rumgehampel auf dem Dach und man meint es hört nicht auf...

Nach dem Endboss gibt es noch paar Missionen und wohl nen optionalen Boss. Aber nachdem mich die Sidequest mit dem Cheater-Duo so richtig abgefucked hat, habe ich dieses Machwerk von der Platte verbannt. War glaub mein erstes und letztes Vollpreis-Game welches ich digital erwerbt habe. Sonst hätte ich es nämlich schon viel früher verkauft und wäre mir treu geblieben, keine Spiele durchzuspielen die mir nicht gefallen und müsste jetzt nicht rumhaten.

Fazit: Pure Verachtung.
 
Zuletzt bearbeitet:
Thief (2014)
Nett. Als solides, streng lineares Steath-Spiel ein schöner Abstecher. Allerdings sind mir Möglichkeiten und Movement über weite Strecken zu begrenzt, viele gute Ideen gehen in durchinszenierten Kapiteln unter. Auch die verwinkelte Hub-Stadt und die sogenannten Nebenaufgaben waren nach der Hälfte der Spielzeit eher nervig. Dafür wussten Atmo und einige Missionen wie die Bank zu gefallen. In Zeiten von AC Syndicate und Dishonored sieht es aber keinen Stich mehr. Wertung: 3.0.
 
Gerade mal die letzten Szenen von Bioshock gespielt, nachdem ich es längere Zeit nicht mehr im Laufwerk hatte. Ich mag das Spiel ja weiterhin sehr gerne. Allein das Art Design, die Atmosphäre und das Voice Acting. Gameplay ist schon recht altbacken, aber auch daran hab ich meinen Spaß. Was mich tierisch genervt hat ist, dass mir das Spiel gerade zweimal abgeschmiert ist. Einmal ist ne halbe Stunde Fortschritt dadurch flöten gegangen, weil ich nicht mehr auf der Agenda hatte, dass die Autosaves so rar gesät sind. Der zweite Absturz erfolgte, nachdem ich Atlas besiegt hatte. Zu allem Überfluss sagte mir das Spiel vor dem finalen Kampf, dass ich bestehende Savegames nicht mehr überschreiben kann, wegen mangelndem Speicher. Woher das System diese fixe Idee hat, ist mir schleierhaft, hab ich doch noch gut 100 GB auf der Platte frei. Ziemlich bugverseucht in den letzten Minuten. Schon recht nervig.
 
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