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KT Durchgespielt! - Der Thread!

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Apotheon (PS4)

Das Gameplay kann nicht mit dem Artdesign mithalten. Die Steuerung ist zu hakelig, zu ungenau & die RPG Ansetze zu seicht. Darüber konnte ich aber locker hinwegsehen und übrig bleibt ein recht gelungener Metroidvania Ableger in einem durchdachten Szenario.
 
Fand Second Son sehr spaßig. Wirklich gestört haben mich eigentlich nur die kurze Spielzeit und die vielen belanglosen Nebenaufgaben, die ich ignoriert habe und daher wohl auch meine Spielzeit so kurz war. Gameplay war wie von inFamous gewohnt ziemlich geil und imo noch etwas besser als im zweiten Teil, da sich Delsin ultra geschmeidig steuerte.
 
Sunset Overdrive ist spielerisch alles, was Second Son sein möchte, aber kläglich dran scheitert.

Witzigerweise ist das Gameplay der einzigste Punkt wo sich beide zumindest im Detail unterscheiden. Aber auch nur das Grinding. Ein Feature das SO aber auch nicht besser macht da es sich so wie von alleine spielt. Infamous hält mit seiner punktgenauen Handhabung locker dagegen. Davon abgesehen teilen sich beide eine müde Handlung (die SO Charakter sind noch eine Nummer lächerlicher), eine leere Welt (Sunset versteckt sich hinter der Apokalypse, Infamous nimmt die Quarantäne als Deckmantel), einen lahmen Soundtrack (sofern mal nicht die Musik aussetzt), Sammel- und Nebenmissionen zum Wegwerfen & ein sich zu oft wiederholendes Missionsdesign. SO will Iggy Pop sein und am Ende reicht es nur für Blink 182. Infamous ist sich hingegen bewusst das es Nickelback ist selbst wenn der Schauplatz Seattle heißt.
 
Erstmal besten Dank an @ES Blackburn7, der mir folgenden Titel empfohlen hat bzw. ohne dessen Empfehlung ich mir dieses Visual Novel wohl niemals besorgt hätte ->

Song of Saya / Saya no Uta


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Ufff...

Zur Einleitung: Das war vermutlich das verstörendste Stück Videospiel welches ich jemals angerührt habe. Kann ich nicht einmal ruhigen Gewissens weiterempfehlen, obwohl es eine (abstoßend-)faszinierende und fesselnde Erfahrung war, mit sehr dichter Atmosphäre und verdammt gutem Writing.

Kurz zur Handlung: Es geht um einen Medizinstudenten der in einen Autounfall verwickelt wurde, den er nur knapp überlebte und als er aus seinem Koma erwachte, wurde er mit einer fürchterlichen Wahrnehmungsstörung konfrontiert. Sein Leben ist fortan nicht nur sprichwörtlich die Hölle auf Erden, denn er nimmt die Welt um sich herum quasi nur mehr als ein Ödland aus pulsierendem Gore & Flesh wahr, beheimatet von unheimlichen Abscheulichkeiten. Dabei ist es nicht nur seine Sicht, die verdreht ist, sondern all seine Sinne, was einem das Visual Novel auch immer wieder sehr eindrucksvoll unter die Nase reibt. An der Kippe zum Suizid begegnete er jedoch Saya, einem jungen Mädchen, welche ihm als einzige wie ein völlig normaler Mensch erscheint und daher augenscheinlich auch die einzige Normalität in seiner Hölle auf Erden darstellt.

Der eigentliche Clue an der hervorragenden Narration dieses Visual Novels ist es - ohne jetzt zu viel vorweg zu nehmen - dass selbst als der Maincharacter und Saya mit ihren Aktionen klar in den Bereich von Villains abdriften bzw. ganz objektiv gesehen auch die Villains sind, man aber immer noch mit ihnen sympathisiert und ja, mehr noch, man kann ihr Handeln sogar auf einer emotional ziemlich verdrehten Ebene irgendwo nachvollziehen. Da stellt man sich sogar zwischendurch öfter mal die ungemütliche Frage ob man selbst überhaupt noch ganz richtig im Kopf ist.

Die Bezeichnung die Saya no Uta gerne angehängt wird, als Lovecraftian Horror Visual Novel, trifft den Nagel ziemlich gut auf den Kopf. Uneingeschränkt empfehlen kann ich es aber weit nicht, da Song of Saya verstörend harter Tobak ist, denn mit Themen wie zum Beispiel (Kindes-)Mord, Vergewaltigung, Verstümmelung oder Kannibalismus ist es eine äußerst finstere Erfahrung. Wobei hier ausdrücklich erwähnt werden sollte, dass es sich um keinen Torture Porn handelt. Die ganzen Gräueltaten erfüllen anders als in diversen Torture Porns, wie man sie aus den Kinos kennt, keinen Selbstzweck. Der Verfall des Hauptcharakters und seine Beziehung mit Saya stehen stehts im Mittelpunkt und alles dreht sich letztendlich um genau diese beiden Dinge.

Kann daher (zum Glück) auch nicht sagen, dass ich auf irgendeiner Ebene Spaß damit hatte und den wird wohl auch sonst niemand haben, der noch halbwegs klar im Kopf ist. Unterhaltsam will dieses Visual Novel auch gar nicht sein. Es hat jedoch einen sehr nachhaltigen Eindruck bei mir hinterlassen.

An diesen Ritt durch die dunkelste Seite des Wahnsinns werde ich mich bestimmt auch noch erinnern wenn die meisten anderen Spielerfahrungen bereits längst wieder verblasst sind.
In diesem Sinne, besonders große Kudos an das Writing von Saya no Uta!

Last but not least, ich bin ja ein großer Fan von guten Soundtracks und Saya no Uta bietet einen besonders guten.

Im Spoiler ein kurzer Auszug des Soundtracks
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