The Walking Dead: 400 Days
Eine etwas merkwürdige „Episode“. Fühlte sich mehr wie ein Werbehäppchen für 5 Episoden an, wo man jeweils kurze Ausschnitte draus spielen durfte. Die Szenen waren jedoch stimmig, abwechslungsreich und mit einigen interessanten „Entscheidungen“ und Ereignissen versehen. Da hätte ich gerne jeweils länger gespielt und nicht ständig Schauplatz und Charaktere gewechselt. Dadurch verlieren die Entscheidungen ein wenig an Faszination, wenn einfach abgeschaltet wird oder die Handlung plötzlich X Tage später weiter geht. Aber auch das Ende lässt einen mit mehr Fragen, als Antworten zurück. Gut: Man möchte schon wissen, wie es weitergeht. Schlecht: Wie es zu dem kam, wie es am Ende war, bleibt doch eher im Dunkeln. Zudem: Die Einbindung von Staffel 1 war dürftig, hoffentlich wird es besser mit der 2. Season.
Insgesamt 3 von 5 virtuellen Sternen
Hitman Absolution
Es ist zwar nicht mehr ganz das alte, klassische Hitman-Prinzip, man hat keine Karte vom kompletten Gebiet mehr und es geht nicht mehr nur darum immer eine Zielperson zu eliminieren, aber die neue „Version“ hat mir trotzdem sehr viel Spaß gemacht und war ausgesprochen zugänglich. Spielt sich zudem überwiegend wirklich sehr gut, das Leveldesign lässt einige Möglichkeiten zu, präsentiert sich selbst sehr variantenreich und die übergreifende Geschichte war ganz nett. Sehr angenehm ist auch die wirklich breite Palette an Möglich. Gameplay und Schwierigkeitsgrad ermöglichen es doch sehr gut das Spiel so zu spielen, wie man möchte. Macht von der ersten bis zur letzten Mission Spaß und die Herausforderungen ermutigen durchaus sich mehrfach mit einem Level zu beschäftigen. Feine Sache.
Hin und wieder gibt es jedoch Gegner, die doch zu viel sehen / bemerken und das Gameplay mitunter ein wenig zur Glückssache wird. Wie auch wenn sich der Status ändert, dann verharren einige NPCs hin und wieder nicht nur in dem Zustand, sondern rühren sich auch keinen cm. Sehr ärgerlich, wenn dann zwei Leute den Blick auch nach X Ablenkungsversuchen z.B. nicht vom Ausgang abwenden wollen. Dann muss man ballern und letzten Checkpoint laden. Beides nicht wirklich optimal, wie auch der Blödsinn, dass Checkpoints im Level nur temporär gespeichert werden.
Damit insgesamt eigentlich ein wirklich sehr schönes Spiel, wenn da nicht – auch mit Patch – ein Bug wäre, der einem den Spielstand zerstört und es gibt nur einen. Habe dann zwar nach jedem Level ein Backup auf dem USB-Stick angelegt, aber das kann es nicht sein. Da hat nicht nur die Qualitätssicherung versagt, sondern auch der letzte Patch. Noch immer vorhanden und 3 x zugeschlagen...
Insgesamt ein schönes ( 4 von 5 ) Spiel, aber mit dem Bug 6+ Monate nach Release + Patch eine Frechheit
Of Orcs and Men
Grundidee: Nicht schlecht. Gameplayidee: Auch nicht so schlimm. Umsetzung: das war nix.
Hatte gar nicht gedacht, dass der Titel mit dem Runden-Pausen-Kampfsystem ein wenig in die KotOR-Richtung geht, aber das ist eigentlich gar nicht schlimm. Nur irgendwie funktioniert das alles nicht wirklich gut. Die Charaktere bleiben an etlichen Unebenheiten im Boden hängen, drehen sich mitunter nur auf der Stelle / reagieren nicht (kassieren aber Treffer) und die Gegnerdosierung ist aus der Hölle. Dazu kommt ein Schwierigkeitsgrad, der munter zwischen extrem leicht und Frust pendelt.
Über das Leveldesign sagt man lieber gar nichts. Schlaudesign ohne Ideen. Linear und belanglos, es gibt dazu quasi kaum Gegenstände zu finden (vielleicht im ganzen Spiel ~10 Truhen mit neuen Items), und Händler bieten nur schlechtere Sachen an. Im Grunde ist man immer nur auf der Suche nach KI-Bugs, weil Taktik in den teils sehr ungünstigen Räumen und Gänge kaum vorhanden ist. Möglichst viele Gegner beschäftigen (etwa damit sie hinter einem herlaufen) und damit sie sich der Begleiter einzelne vorknöpfen kann. Wenn nicht, dann hat man oftmals keine Chance. Auch easy ändert da wenig dran.
Technisch keine Granate, sondern eher schwach , wenngleich die Optik mit der Zeit doch etwas bessere wird, die beiden Hauptprotagonisten ganz nett und die Sprachausgabe OK ist. Aber das zieht den Karren auch nicht mehr aus dem Dreck. Es macht schlicht keinen Spaß bei dem unausgereiften Konzept.
Insgesamt 1 von 5 virtuellen Sternen