Sehr guter Nachfolger. Story & Inszenierung sind zwar weiterhin auf Uwe Boll-Niveau, aber wenn mich das abschrecken würde, hätte ich Riptide erst garnicht geholt!

Der Rest ging über "gewohnt spassig" bis hin zu "überraschend toll".
1. Die Spielwelt wirkte harmonischer als im ersten Teil. Der überflutete Dschungel gefiel mir durch das Bootfahren sehr gut, war eine schöne Fortbewegungsart auf einer Hälfte der Map, hinzu kamen ja Detailverbesserungen wie die "Dead Zones" und Lianen zum Hochklettern. Henderson hingegen wischte mit Moresby aus Teil 1 den Boden. Geniale Atmosphäre, toller Häuserstil, schönes Altstadtkino. Wirkte stellenweise wie Florenz aus AC2. Dazu das endlich dynamische Wettersystem mit Platzregen.
2. Gameplay fühlte sich geschmeidiger an. Kann natürlich auch nur Einbildung sein, da ich durch den Vorgänger alle Eigenheiten und Vorzüge bereits bestens kennengelernt habe. Auf die Zombieköpfe zu hüpfen, von oben herab mit X zu attackieren oder mit LT + RT einen Stoß anzusetzen fühlte sich gut an, das habe ich im Vorgänger nie gemacht. Ist das in Riptide neu oder oder ging das mit Level 47 einfach noch nicht in DI1? Dasselbe mit den Schusswaffen. Die habe ich nun wirklich öfters verwendet. Nichts ist cooler, als einem Zombie im vollen Lauf den Kopf in kurzer Slow-Mow wegzuballern! Gegen die Schmuggler im überwucherten Tunnel kamen gar Far Cry 3-Gedanken auf. Sprengminen sind auch feine Objekte. Der Rest war allseits bekannt, Waffen hielten aber länger, so kam es mir vor. Das Absichern und Verteidigen der Unterschlüpfe zusammen mit den anderen Überlebenden war ebenfalls eine tolle Ergänzung. Hatte da solo auch nie Probleme.
3. Zombievielfalt! Einfach geil, welche neuen Typen mir da unterkamen. Die Wissenschaftlerzombies, Wrestler, Hexen, Wasserleichen. Viel mehr Variation. Nett auch Dr. Kesslers Tagebuch im Menü, wo sie alle beschrieben wurden.
Beim Quest-Design blieb alles beim Alten. Macht aber nichts, Objekt A holen oder anschalten und wieder zurücklaufen macht einfach Spass. Kleinere Highlights in Form von tollen Örtlichkeiten oder Story-Missionen gab es aber auch hier wieder.
Am Ende schlagen knapp 17 Stunden zu Buche, laut Statistik absolvierte ich 52 Quests. Geldnot war mir stets fremd. Ich starb quasi nie, hatte immer mindestens 10.000-30.000 Dollar dabei, alle Waffen waren aufgerüstet und repariert, bis zu 50 (!) große Mediapacks waren im Gepäck ... ich war quasi immun gegen alles !!

Mit den restlichen Todeszonen und Nebenquests eingerechnet kommt man sicherlich auf 20 Stunden, aber das wurde selbst mir jetzt zu öde.
Wertung: 4.0 / 5, genau wie beim Vorgänger. Riptide ist zwar hier und da das bessere Spiel, für eine höhere Einstufung hätte es aber fundamentale Änderungen geben müssen. So bleibt Riptide als
Teil 1 hätte schon so sein können in Erinnerung, die Luft nach oben ist weiterhin en masse vorhanden.