Ebenfalls gerade
Mass Effect 3 beendet.
Dass das Spiel viel zu actionlastig war, steht wohl außer Frage. Man hätte sich eher am einser orientieren sollen, da gab es imo eine nahezu perfekte Balance zwischen ruhigeren und shooterlastigeren Abschnitten. Das hätte auch besser zu dem "50% Shooter, 50% RPG" Konzept gepasst, mit dem die Trilogie anfangs beworben wurde. Warum man den Spielraum für Zwischenmissionen so massiv eingegrenzt hat, begreife ich auch nicht wirklich. Wenn man ein so detailreiches und interessantes Setting auf die Beine stellt, wieso kann ich mich nur auf der Citadel und auf der Normandy frei bewegen?
Mass Effect 1 hat das richtige Konzept geliefert, was man in den Nachfolgern nur hätte ausbauen müssen. Im Vergleich zu dem, was ich mir von dem Franchise anfangs erhofft habe und dem, was daraus geworden ist, bin ich von Mass Effect 3 schon sehr enttäuscht.
Aber das ändert nichts daran, dass ich mit ME 3 39 Stunden bestens unterhalten wurde und es als das, was es letztendlich ist, auch bestens funktioniert. Das Shootergameplay gehört imo mit zu dem besten des Genres und hat mir in der Hinsicht auch bedeutend mehr Spaß bereitet, als es z.B Gears 3 erst kürzlich getan hat. Die Crewmitglieder der Normandy gehören auch weiterhin mit zu den sympathischsten und interessantesten Charakteren dieser Gen und die Dialogschreiber haben wieder ganze Arbeit geleistet: was Garrus und Javik ab und zu für Sprüche vom Stapel gelassen haben...

Das Ende finde ich in Ordnung, auch wenn das ganze etwas abrupt wirkt und einen Haufen an Fragen aufwirft, kann mir nicht wirklich vorstellen, dass man es viel besser hätte enden lassen können.
Kurz gesagt: Sehr gutes Spiel, nur leider nicht das, was ich mir von der Trilogie erhofft habe.