DFB-INTEGRATIONSBEAUFTRAGTER CACAU
„Özil hat das mit dem Foto anscheinend bewusst getan“
„Özil hat das mit dem Foto anscheinend bewusst getan“
https://www.bild.de/sport/fussball/cacau/im-bild-interview-56442064.bild.htmlBILD: Wie haben Sie die letzten Tage seit den Rassismus-Vorwürfen erlebt?
Cacau: „Das waren sehr schwierige Tage für uns alle, das ganze Thema ist sehr emotionsgeladen. Ehrlich gesagt, war ich schockiert über Mesuts Aussagen zum Abschied. Das war sehr hart und brutal.“
BILD: Wie haben Sie die letzten Tage seit den Rassismus-Vorwürfen erlebt?
Cacau: „Das waren sehr schwierige Tage für uns alle, das ganze Thema ist sehr emotionsgeladen. Ehrlich gesagt, war ich schockiert über Mesuts Aussagen zum Abschied. Das war sehr hart und brutal.“
Der DFB war überfordert. Hätten Sie sich als Integrationsbeauftragter früher in den Fall Özil einschalten müssen?
Cacau: „ Ich wurde nicht darum gebeten, mich einzuschalten. Es gehört auch nicht zu meinem Aufgabenfeld. Aber ich habe meine Meinung deutlich gesagt: Natürlich war das Foto mit Erdogan ein Fehler von Özil. Ich habe damals aber auch gesagt, dass man einen Spieler nicht wegen eines Fehlers komplett infrage stellen kann. Allerdings habe ich jetzt mehr Hintergrundwissen und muss sagen, dass er das mit dem Foto anscheinend bewusst getan hat. Das wurde ja im Mai noch anders kommuniziert. Und wenn er es bewusst getan hat, dann hätte ihm auch klar sein müssen, dass das Konsequenzen zur Folge hat. Deshalb ist auch der Vorwurf des Rassismus gegen den DFB haltlos und nicht gerechtfertigt.“
Schadet das ganze Thema Ihren Integrationsbemühungen?
Cacau: „Hilfreich war das nicht. Aber meine Aufgabe als Integrationsbeauftragter des DFB ist auch nicht, Profispieler wie Mesut Özil zu betreuen; ein Spieler, der in Deutschland geboren ist und 92 Länderspiele gemacht hat, muss nicht mehr von mir integriert werden. Für mich geht es darum, dass Integrationsarbeit an der Basis gut läuft. Und das tut sie.“
Natürlich gabs da ein Termin, vielleicht eben auch nur kurzfrisitig und das Özil so ausdrücken wollte.